Dienstag, 13. Mai 2008

CARL HUTERs KALLISOPHIE/SCHÖNHEIT/BEAUTY

60 YEARS AFTER ISRAEL´S FOUNDING.

Rina Castelnovo for The New York Times
The logo for the commemoration of Israel´s 60th anniversary, illuminated at the top of the Foreign ministry building in Jerusalem. The government is mindful of public sentiment against celebrating too extravagantly, and it hat promised to use some of the anniversary budget for education, remembrance and projects like picnic spots acessible to the disabled.



Golda Meir (1898-1978). Golda Mabowitsch kam in ärmlichen Verhältnissen in Kiew zur Welt.  1906 gelang ihrer Familie die Auswanderung in die USA. Dort wurde sie Lehrerin, heiratete und schloss sich der sozialistisch-zionistischen Bewegung an. 1921 siedelte sie in das britisch verwaltete Palästina über. In den Folgejahren stieg die spätere Regierungschefin in Gewerkschaft und Arbeiterbewegung auf. Anfang 1948, im Vorfeld der Gründung des Staates Israel, führte Golda Meir geheime Verhandlungen mit dem jordanischen König, um den Ausbruch eines arabisch-israelischen Krieges zu verhindern - ohne Erfolg.

Meir unterschrieb die Gründungsproklamation Israels. Nach einem kurzem Zwischenspiel als Botschaftern in Moskau wurde Meir zur Arbeitsministerin ernannt. In dieser Funktion führte sie umfangreiche Wohnungs- und Straßenbauprogramme durch und schuf die Grundlagen für ein umfassendes Sozialversicherungssystem in Israel. 1956 wechselte sie ins Außenressort.

1969 wurde Golda Meir zur Ministerpräsidentin gewählt. Damals strotzte Israel aufgrund des gewonnenen Sechs-Tage-Krieges vor Selbstbewusstsein. Golda Meir lehnte es strikt ab, zu Gunsten einer Beilegung des Nahostkonflikts und einer tragfähigen Friedenslösung die israelischen Truppen aus den besetzen Gebieten abzuziehen oder ernsthaft Verhandlungen mit den arabischen Nachbarn aufzunehmen. Der nächste Waffengang läutete das Ende ihrer politischen Karriere ein: Nach dem verlustreichen Jom-Kippur-Krieg 1973 sah sich die Regierungschefin massiver Kritik ausgesetzt. Im Folgejahr übergab sie ihr Amt an Jitzchak Rabin und zog sich aus der  Politik zurück.

SOURCE: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.