Montag, 24. März 2008

ERSTKONTAKT PAUL SCHÄRER - WOLFGANG TIMM (HELIODA1)










Erste Korrespondenz von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm und Herrn Paul Schärer via Mail vom 14. und 17. April 2001.

Von: Timm, Wolfgang "timmhuter@web.de" Husum, 14. April 2001
An: "pschaerer@access,ch"
Betreff: Ihr Begriff "Physiognomische Psychologie"
Bezug: Meine erstellte Literaturliste (Primärquelle)

Sehr geehrter Herr Schärer,

7 Jahre akademisches Studium der Psychologie mit Abschluß Diplom an der Universität Heidelberg folgten seit 1994 weitere 7 Jahre autodidaktisches Studium der Huterschen Psycho-Physiognomik und Kallisophie. Ich selbst habe ca. 80% der Originalliteratur von 1893 bis 1952, veröffentlicht von Carl Huter und Amandus Kupfer, studiert.

Nicht ein einziges Mal tauchte Ihr Begriff "Physiognomische Psychologie" auf!

Bitte seien Sie so lieb und erklären Sie mir möglichst detailliert und nachvollziehbar, wie Sie zu diesem Begriff überhaupt gekommen sind?
Mit freundlichem Gruß
Ihr
Anlage


Antwort von Paul Schärer folgt hiermit erstmals veröffentlicht:

Betreff: physiognomische psychologie
Von: "P. Schärer" "pschaerer@access.ch"
An "Wolfgang Timm" "timmhuter@web.de"
Datum: 17.04.01 20:36

Münchenstein, 17. April 2001

Sehr geehrter Herr Wolfgang Timm

Es freut mich sehr, dass Sie sich als akademisch geschulter Psychologe intensiv mit der "Menschenkenntnis" von Carl Huter befasst haben. Ich hoffe, dass Sie damit auch arbeiten und daraus Nutzen ziehen konnten.

Ich selber habe mich seit 1952 intensiv autodidaktisch mit dieser Betrachtung der Natur auseinandergesetzt. Die Menschenkenntnis verwende ich als Berater für Jugendliche, die ihren Lebensweg suchen; für Erwachsene, die wissen wollen wo ihre persönlichen Stärken und Schwächen liegen; für Paare, die sich verantwortungsvoll auf einen gemeinsamen Weg machen und für Paare, die sich in einer kritischen Phase ihrer Zweisamkeit befinden. Ich habe dabei immer wieder erlebt, dass die Lehre von Carl Huter, eine grosse Hilfe sein kann.

Wie kam es zu dem "neuen" Namen, nachdem Sie fragen.

1953 gründeten wir unter der Leitung von Hermann Bürkler, der auch einer meiner Lehrer war, eine Gesellschaft mit dem Ziel die Lehre von Carl Huter in ihrer Ganzheit, ohne Abstriche, zu lehren. Wir stützten uns auf die Unterlagen die von der Familie Kupfer herausgegeben wurden, standen in dauerndem Kontakt mit diesen und unterstützten die Herausgabe der Zeitschrift "Der gute Menschenkenner", die von Siegfried Kupfer und Hermann Bürkler, ab September 1956, herausgegeben wurde.

Hermann Bürkler starb am 26. Juli 1965. Das Präsidium der Gesellschaft ging an mich. Unsere Gesellschaft druckte ein Bulletin in welchem wichtige Daten veröffentlicht wurden. Dieses Bulletin wurde ab September 1981 zu einer Zeitschrift über Menschenkenntnis und Kallisophie der ich als Redakteur vorstand. Diese Zeitschrift wurde von mir "Physiogno-mische Psychologie" benannt. Die Bezeichnung stieß auf allgemeine Zustimmung bei den Mitgliedern. Seit dieser Zeit verwende ich sie.

Weshalb die Abweichung von den Worten Menschenkenntnis oder Psycho-Physiognomik?

Während meinen Studien über die Menschenkenntnis und Kallisophie von Carl Huter, befasste ich mich auch mit den Forschungen der offiziellen Psychologie, die ja erst im letzten Jahrhundert richtigen Aufschwung erhalten hat, mit der Evolution, der Verhaltensweise der Tiere, der Hirnforschung, der Astro- und Kleinstteilchenphysik und der Gentechnologie. Ich tat dies um zu erfahren, wie hier der Mensch, seine Persönlichkeit, seine Herkunft und seine Zukunft, erfasst und beschrieben wird, suchte darin auch Bestätigungen für die zu Beginn dieses Jahrhunderts entstandene Huterlehre. Dieses Wissen ergänzte und bereicherte meinen Unterricht (öffentliche Vorträge, schriftliche Arbeiten) als Beweisführung der Erkenntnis von Huter.

In der Psychologie fand ich die verschiedensten Richtungen und Ansichten über den Menschen. Es schien mir, wie wenn jeder aus der Masse herausragende Psychologe eine eigene Psychologie begründet hätte. Immer wieder erfolgten Trennungen und neue Sichten. Freud, C.G. Jung, Adler, John B. Watson u.s.w. Alle Forscher kennzeichneten ihr Forschungsgebiet. Entwicklungspsychologie, Per-sönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie, Tiefen-psychologie, Behaviorismus, u.s.w.

Die Menschenkenntnis wie diese von Huter gelehrt wurde, ist nun auch eine eigene, wesentliche Richtung in der Psychologie. Sie erfasst die Menschen mit Hilfe der Physiognomik. Sie erfasst Grundsätzliches und Veränderungen während der Entwicklung. Sie vermag momentane emotionale Zustände mit der Mimik und Gestik zu erkennen. Sie erkennt Geschlechtstypisches. Eine einzigartige Psychologie über die Aussage der Formen.

Die Bedeutung vom Wort "Psychologie" ist heute für jeden der sich mit Menschen auseinandersetzt klar. Es ist die umfassende Beschäftigung mit Tun und Lassen, mit Geist und Seele. Die "Physiognomische Psychologie" tut das aufgrund der Physio-gnomik. Diese Bezeichnung ist leichter auszusprechen als "Psycho-Physiognomik". Bei diesem Wort stiessen die Zuhörer immer wieder an. Mir scheint, die Anpassung macht Menschenkenntnis vielen zugänglicher, ohne auch nur das geringste an der Lehre zu ändern.

Sehr geehrter Herr Timm ich hoffe Ihnen eine nachvollziehbare Begründung für die Bezeichnung gegeben zu haben. Bearbeitete Grundlagen, die nach 1955 geschaffen worden sind, erhalten Sie unter www.ppv-verlag-gmbh.de

Ich bin gerne bereit weitere Fragen zu beantworten und verbleibe mit freundlichen Grüssen