Dienstag, 8. August 2017

Hei_PI: "DAS ERSTE MAL MASTER-ZULASSUNGSTEST AM PSYCHOLOGISCHEN INSTITUT HEIDELBERG". (HELIODA1)



Gastbeitrag “Das erste Mal Master-Zulassungstest am Psychologischen Institut Heidelberg”

Dr. Benjamin Tauber

ein Gastbeitrag von Dr. Benjamin Tauber (bis 30.09.17 betraut mit der Umsetzung des Master-Auswahlverfahrens)




    
[JUBILÄUM 25 JAHRE DIPLOM IN PSYCHOLOGIE AN UNI HEIDELBERG, 4. DEZEMBER 1990 – WOLFGANG TIMM, HUSUM; 4. DEZEMBER = TODESTAG VON CARL HUTER, BEGRÜNDER DER ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS, NICHTAKADEMISCH. JAHR 1986 Wechsel Cand. Psych. Wolfgang Timm von Uni Mannheim an Universität Heidelberg erfolgte im großen Jubiläumsjahr 600 Jahre Uni Heidelberg, Oktober 1986! Wolfgang Timm, Abschluß Diplom in Psychologie 1990 an ältester Uni in D, Uni Heidelberg Alumni 1990 Diplom Timm, Wolfgang 

  
http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.htmlhttp://helioda.macbay.de/Qualifikation.html http://helioda.macbay. 

  
LINK: http://helioda1.blogspot.de/2015/12/jubilaum-25-jahre-diplom-in-psychologie.html[Bearbeitung Wolfgang Timm, Husum] 

LINK:


Alumni 1990 Wolfgang Timm Diplom an Uni Heidelberg am Todestag von Carl Huter, nichtakademisch, 4. Dezember 1990

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.html


Vorbemerkung


Das Master-Auswahlverfahren war schon immer und bleibt wohl zukünftig ein viel diskutiertes Thema am Psychologischen Institut in Heidelberg. 

Als Student/In bangt man um die Weiterführung des bisherigen Studiums und wird durch einen potentiellen Hochschulwechsel vielleicht sogar zu einer Umstrukturierung des weiteren Lebens gezwungen. 

Als Mitarbeiter/In des Psychologischen Institutes ist man intensiv in den Auswahlprozess eingebunden. 

Hinzukommen die vielen Mitarbeiter/Innen der Universitätsverwaltung, wie zum Beispiel Verwaltungsangestellte, das Auslandsamt oder die Rechtsabteilung, die mit der erfolgreichen Umsetzung des Prozesses betraut sind. 


Man kann festhalten: 

Das Master-Auswahlverfahren ist ein Thema, welches für einige Monate wirklich viele Personen umfassend beschäftigt und in Atem hält. 

Wenn man bedenkt, dass es zudem jährlich anfällt, so stellt sich automatisch die Frage nach Verbesserung und Optimierung des Verfahrens, der Abläufe und Organisation, 

aber ebenso natürlich die Frage nach Gerechtigkeit und Fairness, sowie der Menschlichkeit im Prozess.


Wo haben uns die vergangenen Jahre hingeführt?


Dieses Jahr wurde das erste Mal ein Zulassungstest am Psychologischen Institut in Heidelberg umgesetzt. 

Die Umsetzung dieses Tests war ein Prozess langanhaltender und umfassender Diskussion von Professoren/Innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter/Innen und Student/Innen. 

Es wurde in Gremien diskutiert und Sonderausschüsse gebildet. Der Wunsch, einen fairen und aussagekräftigen Auswahltest umzusetzen, schwelte schon lange am Psychologischen Institut, doch dauerte es über 3 Jahre, diesen Plan schlussendlich in die Tat umzusetzen.


Was ist vom Verfahren 2016 zum Verfahren 2017 verändert worden?


Das Motivationsschreiben, welches eine der drei Säulen des bisherigen Auswahlverfahrens dargestellt hatte, wurde mit einem Test, also einer schriftlichen Prüfung, ersetzt. Ich möchte hier nicht die Argumente für und wider Test und Motivationsschreiben beleuchten, dies wurde in der Vergangenheit umfassend diskutiert. 

Ich will nur sagen, dass beide Vorgehensweisen ihre speziellen Vor- und Nachteile haben und sich am Ende der Test wegen seiner als höher eingestuften Objektivität, Ökonomie der Organisation und Validität als Prädiktor in der Diskussion durchgesetzt hat (-> „quod esset demonstrandum!“).


Testdurchführung im Hörsaal Chemie

Der Test wurde unter der Federführung von Herrn Prof. Dr. Dirk Hagemann im Auftrag des Zulassungsausschusses Psychologie Heidelberg zusammengestellt und administriert. 

Der Test gestaltete sich als 90-minütige Klausur und wurde im großen Hörsaal der Chemie umgesetzt. 

Insgesamt kamen am ersten Termin, dem 26.06.2017, 296 Teilnehmer/Innen für den DCP 

und noch einmal 120 Teilnehmer/ für den OBAC. 

Am Nachholtermin, dem 10.07.2017, waren es immerhin noch einmal 41 Teilnehmer für den DCP 

und noch einmal 16 Teilnehmer für den OBAC. 


Insgesamt haben 473 der rund 850 Bewerber auf die Masterstudienplätze den Test mitgeschrieben. 

Wenn man bedenkt, dass im DCP 64 Studienplätze 

und im OBAC noch einmal 26 Studienplätze zu vergeben sind, 

dann ist einem schnell klar, welchen Stress der Test trotz seiner Freiwilligkeit darstellt.


An dieser Stelle möchte ich gerne ein paar Worte an die Student/Innen geben, welche den Test geschrieben haben. 

Ich habe selten eine so zielstrebige, engagierte, kämpferische, aber auch ‘brave’ Population gesehen. 

Nachdem die Plätze eingenommen worden sind und der Test gestartet wurde, war es abgesehen von den rhythmischen Schreibgeräuschen totenstill im Raum. 

Dies hat mich im positiven Sinn schwer beeindruckt. 

Nachdem die Ersten schon nach 50 Minuten abgeben wollten, haben wir gestattet, dass man nach 60 Minuten und schließlich nach 90 Minuten den Raum wieder verlassen kann.


Was denke ich über die Einführung des Master-Auswahltests?


Ich bin der Meinung, dass der Test, im Vergleich zu den Motivationsschreiben, vom Arbeitsaufwand im Verfahren um einiges ökonomischer ist. 

Ich denke zudem, dass der Test deutlich objektiver ist und ich bin ebenfalls der Meinung, dass der Test eine höhere Validität aufweist als das Motivationsschreiben. 

Ich kann jedoch auch sehr gut verstehen, wenn man hier anders denkt, beziehungsweise die Vorteile anderer Bewerbungsverfahren und -instrumente, vor allem des Motivationsschreibens, sieht. 

Ich bin froh, dass die erste Umsetzung des Auswahltests so gut funktioniert hat und wir über die Administration des Tests einiges gelernt haben (z.B.: mehrere Registrierungsschlangen beim Einlass; größere Zeitspanne zwischen DCP und OBAC-Test). 

Das erste Stimmungsbild der Student/Innen war im Großen und Ganzen positiv dem Test gegenüber – der Test wurde im Nachhinein subjektiv als hart aber fair und dem Motivationsschreiben überlegen bewertet. 

Man kann gespannt bleiben, wie es mit dem Test weitergehen wird. 

Kein Verfahren ist perfekt, 

aber ich bin davon überzeugt, dass wir in Heidelberg ein gutes Auswahlverfahren haben.


Mein Fazit: 

Das Master-Auswahlverfahren war schon immer und bleibt wohl zukünftig ein heikles Thema am Psychologischen Institut in Heidelberg, aber dies ist auch gut so! 

Es muss weiterhin kritisch und fair über die Prozesse und auch das Verfahren innerhalb des Psychologischen Institutes diskutiert werden. 


Die Zulassungsordnung

auf deren Basis das Verfahren beruht, ist hier das maßgebliche Dokument, dessen Umsetzung strikt Folge zu leisten ist. 

Es bleibt natürlich zu bemerken, dass dieses Dokument änderbar und debattierbar ist.


Mir ist besonders wichtig noch einmal festzuhalten, dass das Verfahren zusätzlich zu der normalen Arbeit, die meine lieben Kolleg/Innen haben, von diesen mitgetragen wird. 

Der Dank für die Arbeit sind häufig nur Worte und ein Gefühl im Rahmen des Möglichen zu einem fairen und gerechten Urteil gekommen zu sein.

Ich möchte diese Gelegenheit noch einmal nutzen um zu sagen: 

Vielen, herzlichen Dank von mir persönlich für die tolle Unterstützung über die letzten vier Jahre hinweg. 

Danke!


Ich bedanke mich noch einmal abschließend bei all denen, mit denen ich im Verfahren zusammenarbeiten durfte und wünsche euch, sowie allen Bewerber/Innen für die Master-Plätze, viel Erfolg und alles Gute! 

Viele Grüße,

Dr. Benjamin Tauber