Samstag, 30. Januar 2016

MADRID: RAJOY - DER SPANISCHE ALBTRAUM. (HELIODA1)

Mariano Rajoy - der spanische Albtraum

Madrid Eine Gesellschaft in Trümmern, ein Volk im Trauma und eine havarierte Demokratie. Ministerpräsident Rajoy ist der Albtraum der Spanier, der nicht weichen will

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied El Dorado

https://www.freitag.de/autoren/el-dorado/mariano-rajoy-muss-weg

Mariano Rajoy - der spanische Albtraum

Die Volkspartei Partido Popular (PP) mit Ministerpräsident Mariano Rajoy an ihrer Spitze ist der Dreh- und Angelpunkt einer notwendigen Wende in der Politik

Foto: David Ramos/AFP/Getty Images



Noch heute ist die Rede vom „Trauma Stuttgart21“: Das war die Wut über die Arroganz der Politik, die Milliarden Steuergelder, gegen den Willen der Bürger, in ein sinnloses Prestigeprojekt pumpte. 

Und der Schock, als die Bürger, am 30. September 2010, den Schlossgarten besetzten und von der Staatsgewalt brutal niedergeknüppelt wurden. 



Stellen Sie sich vor: Stuttgart21 in Spanien. 

Sie sind mittendrin, schießen ein Foto prügelnder Polizisten und veröffentlichen es auf Facebook. Am nächsten Tag flattert Ihnen ein saftiger Bußgeldbescheid ins Haus, wegen „unautorisierter Veröffentlichung eines Bildes mit Polizeibeamten“(Bußgeld laut "Knebelgesetz" 600 bis 30.000 Euro). 

Weil Sie das Foto außerdem mit einem entsprechenden Kommentar versehen haben, kommen noch bis zu 600 Euro wegen „Beleidigung“ hinzu.



Durch Demo ruiniert

Da es am Vortag auch zu Ausschreitungen gekommen war, müssen Sie mit einem weiteren Bußgeld bis zu 30.000 Euro rechnen, obwohl Sie nur unbeteiligter Zeuge waren. So schnell ist man ruiniert. Und Sie können auch nicht gerichtlich dagegen vorgehen, weil es sich um eine verwaltungsrechtliche Sanktion handelt. Da hilft nur noch bitten und betteln, und die Hoffnung auf Gnade der Staatsgewalt.


Und dabei hatten Sie noch Glück. Denn hätte Sie die Polizei erwischt, als Sie sich vor der Demo, zwei Straßen weiter, mit Ihren Freunden trafen, wären Sie noch wegen „Veranstaltung einer unerlaubten Versammlung“ dran gewesen. 


Sie köpfen also Ihr letztes Bier, denn einen neuen Kasten können Sie sich nicht mehr leisten, und schalten die Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ein. Sie rechnen mit der Meldung „Bürgerkriegsähnliche Zustände in der Landeshauptstadt. Brutaler Polizeieinsatz. Weit über 300 Verletzte“. Stattdessen: Nur eine kleine Notiz, „Polizei räumt Schlossgarten“. Sie kaufen die einschlägigen Zeitungen, und finden nichts weiter als ein paar knappe Artikel, ohne Fotos, das war's. Kritische Berichterstattung, juristisches Verfahren, politische Aufarbeitung? Fehlanzeige. 


Das Vermächtnis Rajoys – Spanien im Würgegriff seiner Regierung.


Die Spanier müssen, nicht erst seit Rajoy, so einiges von ihren Politikern erdulden. Wenn in Deutschland ein Verteidigungsminister zurücktritt, weil er seine Doktorarbeit abgeschrieben hat, ruft das in Spanien ungläubiges Staunen hervor. Genauso, wie die Empörung der Deutschen über Stuttgart21: So ein Theater, nur wegen eines Bahnhofs? Spanien ist gepflastert mit staatlichen Investitionsruinen! Spanien, das ist Stuttgart21, landesweit! 

Und Rajoy ist Mappus in Potenz hoch zehn! Wenn in Deutschland also vom „Stuttgart21-Trauma“ gesprochen wird, um wie viel größer muss dann das Trauma der Spanier sein?



Mehr Selbstmorde

Die Selbstmordrate in Spanien ist seit 2010 um fast ein viertel gestiegen. Dazu kommen immer mehr Spanier, die zu Antidepressiva greifen. Die Zahlen sind so signifikant, dass die Experten einen Zusammenhang mit der Krise nicht ausschließen. Auffällig ist, dass im Nachbarland Portugal, das ebenfalls eine Krise durchmacht und von Europa gerettet werden musste, die Zahl der Selbstmorde im gleichen Zeitraum sogar gefallen ist. Liegt es also nicht nur an der Krise, sondern auch an der Krisenpolitik? 

Einer Politik, die im Falle Spaniens, sprichwörtlich über Leichen geht?


Jeden Monat bringen sich in Spanien Menschen um, die Opfer von Zwangsräumungen wurden. Bis zu 500 Wohnungen täglich haben die Banken in den vergangenen Jahren zwangsgeräumt. Eine nationale Tragödie. Die Opfer verlieren nicht nur ihr Heim, sie müssen auch weiterhin die Darlehen bedienen. Für Hypotheken, die heute meist weit über dem realen Wert der Immobilie liegen. Zudem enthalten viele Darlehen illegale Klauseln,wie zum Beispiel ungerechtfertigt hohe Zinsen, über die die Banken ihre Kunden nicht aufgeklärt haben. 

Unzählige Wohnungen rotten leer vor sich hin. Deren Besitzer hausen, zur Miete, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können, in Bruchbuden. Nahm die konservative Regierung ihre Bürger in Schutz, vor den illegalen Praktiken der Banken? Nein!



Bürger im Stich gelassen

Seit der Europäische Gerichtshof die Zwangsräumungen 2013 für rechtswidrig erklärt hat, liefert sich Madrid mit Luxemburg ein Katz und Mausspiel. Die Konservativen bessern ein bisschen nach, der EuGH moniert, also muss wieder nachgebessert werden. Zumindest können die Gerichte Zwangsräumungen jetzt aufschieben, bis die Rechtmäßigkeit der Hypothekenverträge geklärt ist. Die Bürger-Initiative gegen Zwangsräumungen, PAH, fordert die geräumten Wohnungen den Gläubigern zu übereignen, damit die Betroffenen ihre Schulden los werden. Die konservative Regierung lehnt das ab. Die unzähligen spontanen Demonstrationen gegen Zwangsräumungen landesweit, hat die Volkspartei mit dem „Knebelgesetz“ unterbunden.


Überrascht das? 

In einem Land, dessen Wirtschaftsminister Luis de Guindos, von 2006 bis zum Konkurs 2008, Chef von „Lehmann Brothers Iberia“ war, und den Laden liquide hielt, indem er vorgeblich bombensichere Vorzugsaktien der Bank an spanische Kleinanleger verhökerte. 

Die Aktien sind heute nichts mehr wert, und viele Spanier verloren ihre Ersparnisse.



Zwei Bankenrettungen

Mit nicht stimmberechtigten Aktien Kapital einzutreiben war auch ein probates Mittel vieler maroder Sparkassen, die sich mit Immobilien verzockt hatten. Als die "Cajas" pleite gingen, war das Geld der Kleinanleger futsch. Wer saß in den Vorständen der Sparkassen? Politiker, quer durch die Parteienlandschaft. Als Exfinanzminister und Vorstandschef der Bankia, einem Zusammenschluß verschiedener angeschlagener Sparkassen, Rodrigo Rato, zuerst die Bilanzen von Bankia schönte und dann mit frisierten Aktien Geld einsammelte, war das also nichts Neues. 

Wäre Europa nicht mit einem Rettungspaket eingesprungen, dann hätten sich auch die Bankia-Aktien in Nichts aufgelöst. So mussten die Anleger "nur" massive Wertverluste hinnehmen. Tatsächlich sind die spanischen Banken zweimal gerettet worden. Zuerst von spanischen Kleinanlegern, die insgesamt 30 Milliarden Euro in Vorzugsaktien investiert haben. 

Vieles davon ist verloren. Dann mit 41 Milliarden Euro von Europa, das eisern darüber wacht, sein Geld zurück zu bekommen. Dabei ist Geld vorhanden, in Hülle und Fülle.


Eisberg der Korruption

250 Millionen Euro in der Schweiz, die die Ermittlungen im Fall "Punica" ins Rollen brachten, 22 Millionen dubioser Herkunft im Fall Barcenas, 400 Tausend Euro, die die Vorstände von Bankia, mit exklusiven Blankobankkarten illegal aus den Bankautomaten ihrer Bank gezogen haben. Das sind nur relativ kleine Nummern dreier Korruptionsfälle in Spanien. Insgesamt mussten sich Anfang 2015 über 2000 spanische Politiker in rund 150 Verfahren wegen Korruption verantworten. Es geht also um gigantische Geldbeträge. 

Und das ist nur die Spitze eines Eisbergs, dessen massiger Leib unbehelligt unter der Wasseroberfläche treibt. Würde dieses Geld wieder dem Staatshaushalt zugeführt, wären die Spanier viele ihrer Sorgen los. Das passiert aber nicht, denn diejenigen, die die Schalthebel der Macht bedienen, sitzen auch auf dem Eisberg. 


Soziales Gefälle 

In Spanien herrschen Zustände, die jeder Beschreibung spotten. Und die deutsche Politik bejubelt eine Regierung „die die Wirtschaftskrise bei den Hörnern gepackt hat“. Ein Regime, das in der Krise vor allem diejenigen zur Kasse bat, deren Taschen schon leer waren. Gleichzeitig wurden jene fiskalisch begünstigt, die überreichlich besitzen. Ein Grund sind traditionell enge Verflechtungen zwischen der Wirtschaftselite des Landes und den Konservativen. 

Es ist eine logische Konsequenz, dass die spanische Gesellschaft immer weiter auseinander driftet. In kaum einem anderen Land Europas ist die Bresche zwischen Arm und Reich größer als in Spanien. Fast dreißig Prozent der Spanier sind von akuter Armut bedroht. Trotz Krise, steigt in Spanien die Zahl der Reichen und Superreichen stetig.


Und es muss sich erst noch erweisen, ob die so bejubelte wirtschaftliche Erholung Spaniens, tatsächlich auf stabilem Fundament steht. Denn bisher hat die Volkspartei vor allem eines bewiesen, dass sie sich auf das verantwortungslose Aufblähen der Wirtschaft versteht, aber nicht auf eine nachhaltige Wirtschaftspolitik. Wie viel des Wachstums ist tatsächlich einer konservativen Wirtschaftspolitik zu verdanken, und wie viel anderen Faktoren? 

Tatsächlich ist die jetzige Erholung auch durch eine weitere Staatsverschuldung erkauft. Speziell das milliardenschwere Rettungspaket für die spanischen Banken schlägt zu Buche, das die Konservativen zu Beginn der Legislaturperiode beantragt haben. 

Klar ist schon jetzt, dass der letzte Haushalt der konservativen Regierung für dieses Jahr, von zu optimistischen Annahmen ausging, also nachgebessert werden muss. Die europäische Kommission und die Opposition hatten die geschönten Zahlen bereits vor der Verabschiedung kritisiert. Die Konservativen peitschten den Haushalt trotzdem durch. Nachhaltigkeit ist was anderes. Stattdessen das alte Lied der Volkspartei: 

Nach uns die Sintflut. 



Zweigeteiltes Spanien

Spanien ist nicht nur mehr denn je gespalten, zwischen arm und reich, links und rechts, sondern droht außerdem zu zerfallen. 

Die sich anbahnende Abspaltung Kataloniens ist ein weiteres Fiasko Rajoyscher Politik. Mit dem ehemaligen katalanischen Ministerpräsidenten Artur Mas und Rajoy prallten zwei Betonköpfe aufeinander. Mas biss mit seiner Forderung nach einer fiskalischen Autonomie, nach baskischem Muster, in Madrid auf Granit. Obwohl Rajoy stets beteuerte er sei „gesprächsbereit“ und „man könne über alles reden“, kam man sich nicht näher. Im Gegenteil, lange Zeit herrschte eisige Funkstille zwischen den beiden Kontrahenten. 

Die Fronten verhärteten sich und aus der Forderung nach mehr Autonomie, wurde schließlich der Ruf nach Unabhängigkeit. Mas hat mittlerweile das Führerhaus verlassen, aber der katalanische Zug rollt mit Volldampf auf die Loslösung von Spanien zu.


Mammut-Aufgabe 

Wie man es auch dreht und wendet, die Bilanz von vier Jahren Rajoy ist ein Desaster. Es sei denn man reduziert Rajoys Politik auf eine einzige Zahl: Drei komma eins. 3,1 Prozent Wirtschaftswachstum. Aber war es das wert? Und vor allem, war die 3,1 nur möglich durch eine rechte Politik außer Rand und Band? Wohl kaum, eher im Gegenteil. 

Wie dem auch sei, eine neue Regierung müsste erst mal Klarschiff machen, eine fast unmögliche Mammutaufgabe. Zumal mit knappen Mehrheiten:

Viele Gesetze, die die Konservativen in den vergangenen Jahren mit ihrer absoluten Mehrheit verabschiedet haben, verstoßen gegen die spanische Verfassung, EU-Recht und sogar internationales Recht. Sie müssen überarbeitet oder abgeschafft werden.

Das fiskalische System in Spanien muss reformiert werden. Laut der NGO Oxfam intermon ist es eines der ungerechtesten in ganz Europa, weil es den Reichtum kaum verteilt. 90% der Abgaben zieht der Staat über direkte und indirekte Steuern dem kleinen Mann, vom Mittelstand abwärts, aus der Tasche. Große Unternehmen steuern nur zwei Prozent zum Staatshaushalt bei. Das habe sich auch beim letzten Haushalt für dieses Jahr nicht geändert. Eine Politik, die in der Krise die Schwächsten im Stich lasse, und eine Verarmung der Masse zugunsten der Vermögenden in Kauf nehme, sei völlig unverständlich, so Oxfam-Chef Jose Maria Vera. 


Die Justiz in Spanien 

war schon vor der Machtübernahme durch die Konservativen stark rechtslastig. Grund ist, dass die alte Rechts-Elite, nach dem Übergang zur Demokratie, weiterhin ihre Funktion ausübte, wie zum Beispiel der Vater von Rajoy, der als Richter in der Franco-Ära Karriere machte. 

Während insgesamt zwölf Jahren konservativer Regierung, unter Aznar und Rajoy, darunter acht Jahre mit absoluter Mehrheit, unterwanderten die Konservativen den Justizapparat weiter mit eigenen Leuten. Die Konsequenzen sind unübersehbar, Korruptionsverfahren schleppen sich hin und korrupte Politiker kommen ungeschoren davon. Die Justiz in Spanien überhaupt erst zu dem zu machen, was sie in einer Demokratie eigentlich sein sollte, nämlich einer unabhängigen Institution, die der Exekutive die Zügel anlegt, ist aufgrund der personellen Infiltrationen eine fast unlösbare Aufgabe. 

Dasselbe gilt für die Ermittlungsbehörden. Auch dort hat die konservative Regierung personell massiv eingegriffen, mit dem offenkundigen Ziel Ermittlungen zu kontrollieren. 

Dazu gehört natürlich auch eine schonungslose Aufklärung der Korruption, ohne Wenn und Aber.

Die Presse in Spanien muss sich von den Fesseln befreien, die die Konservativen ihnen angelegt haben. Einige Blätter wie zum Beispiel „El Pais“, haben sich mit der unheiligen Allianz, die sie, aufgrund wirtschaftlicher Probleme, mit den Konservativen eingegangen sind, wahrscheinlich ihr eigenes Grab geschaufelt. Ihren Platz werden andere Zeitungen einnehmen. Die parteipolitische Unabhängigkeit des, in den vergangenen Jahren von der Regierung okkupierten, öffentlich rechtlichen Rundfunks muss gesetzlich unangreifbar verankert und umgesetzt werden. 

Die Knebelung kritischer Bürger muss wieder aufgehoben und die Versammlungs-, Meinungs-, Demonstrations-, und Pressefreiheit wieder hergestellt werden. 


Neue politische Ethik

Aber am wichtigsten wäre eine neue politische Ethik. Denn, dass die Volkspartei aus den letzten Wahlen, trotz Verlusten, immer noch als stärkste Partei hervorgegangen ist, hat viel damit zu tun, dass die Spanier ihren Politikern, egal welcher Couleur, grundsätzlich nicht über den Weg trauen. Oder, anders gesagt, weil sie es nicht anders kennen, verzeihen sie ihren Volksvertretern Fehltritte, die in Deutschland jeden Politiker Kopf und Kragen kosten würden. Ein Aufkommen neuer Parteien mit einer neuen Ethik war daher längst überfällig. 


Vieles hängt jetzt davon ab, ob die alten und neuen Parteien, durch die neu belebte politische Konkurrenz die Wende schaffen, hin zu einer neuen Politik, die besteht aus: 

Ernsthafter Nachhaltigkeit statt verantwortungsloser Effekthascherei.

Politik im Dienste der Bürger, statt Missbrauch der eigenen Macht. 

Aufrichtigkeit, statt ständiges Messen mit zweierlei Maß.

Achtung von Gesetz und Verfassung, statt dessen Beugung.

Einhaltung politischer Versprechen, statt im Wahlkampf nur leere Worte zu schmettern.


Erste Bedingung für eine neue Politik wäre natürlich die Bereitschaft politische Fehler einzugestehen und eine glaubwürdige Kurskorrektur einzuleiten.

Nicht zuletzt gehört dazu aber auch eine schonungslose Aufarbeitung der eigenen faschistischen Vergangenheit, die, wie die letzten vier Jahre deutlich gezeigt haben, in Spanien immer noch sehr präsent ist.


Eine neue Volkspartei

Dreh- und Angelpunkt ist hierbei die Volkspartei. Denn die Partido Popular ist die Brutstätte überkommener politischer Ideen der Franco-Ära. Nicht von ungefähr, weigert sich die PP bis heute einzugestehen, dass 40 Jahre Franco Spanien mehr geschadet als genützt haben. Nicht ohne Grund, musste der Richter Baltasar Garzon 2012 endgültig weichen, nachdem er 2008 gegen ranghohe Mitglieder der Franco-Ära ein Verfahren wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingeleitet hatte. Der PP-Ehrenvorsitzende Aznar war gegen Ende der Diktatur Mitglied einer faschistischen Studentenorganisation und wetterte gegen die Demokratisierung Spaniens. Später wurde derselbe Mann Ministerpräsident. Diverse Minister Rajoys sind Anhänger von "Opus Dei", einer erzkonservativen katholischen Laienorganisation, die beste Kontakte zum Franco-Regime pflegte. 

Wohin man auch blickt in der PP, überall blickt einem die Fratze Francos entgegen. Die Volkspartei ist bis heute eine Partei der Dinosaurier, die immer noch vordemokratischen Idealen verhaftet ist. Die PP müsste eigentlich bis in den letzten Winkel entrümpelt werden. Bleiben würde ein leerer Raum, der neu zu Möblieren wäre.


Politik der Gewinner

Schon die vorchristlichen Kulturen hätten erkannt, dass „Nachkommen guten Geblüts anderen überlegen waren“, schrieb Rajoy 1983 in einem Artikel, in dem er auf „die um sich greifende Gleichmacherei“ schimpft, die „nur ins Verderben führt“. Denn die Gene bestimmten über die Fähigkeiten der Menschen. Und die Fähigsten hätten in der Geschichte stets Gesellschaft und Fortschritt vorangetrieben. „Gleichmacherei“ verhindere den Fortschritt, weil sie die natürliche Auslese zunichte mache.

Mit anderen Worten, Winner bleiben Winner und Looser bleiben Looser. Und jeder Versuch das zu ändern ist nicht nur hoffnungslos, sondern sogar kontraproduktiv. Das erklärt die Politik der vergangenen Jahre, die die Looser schröpfte und die Winner nicht. Es erklärt aber auch die Korruption, denn als Winner sahen sich die Mächtigen der Volkspartei dazu befugt. Aus demselben Grund sind sie nun nicht bereit, dafür geradezustehen. Und Rajoy gehört als Sohn eines Richters der Franco-Ära natürlich zum „guten Geblüt“. 


Albtraum ohne Ende?

Rajoy ist der Albtraum der Spanier, der nicht weichen will. 70 Prozent der Wähler haben ihm die Stimme verweigert. Aber der Spross „guten Geblüts“ klammert sich an die Macht und will nicht der erste Ministerpräsident Spaniens sein, der schon nach vier Jahren wieder abtreten muss. Schlimmer noch, er schafft es sogar das Wählervotum ins Gegenteil zu verkehren: Eine Regierung unter seiner Führung sei der Wille des Volkes, meint er, weil seine Partei die meisten Stimmen erhalten habe. 

Und seine Chancen wieder Ministerpräsident zu werden sind gar nicht mal so schlecht. Nicht weil er gute Politik gemacht hätte, sondern weil Rajoy die fatalen Ergebnisse seiner schlechten Politik gerade in die Hände spielen. Die drohende Abspaltung Kataloniens nimmt einer Linksregierung mögliche politische Partner und zwingt die PSOE, sich zumindest in der Katalonien-Frage, auf die Seite der PP zu schlagen. Außerdem kann die Volkspartei jetzt Druck ausüben, um zur Rettung der Nation, noch vor Neuwahlen, Pakte zu erzwingen. 


Es bleibt nur zu hoffen, dass es den politischen Parteien, trotz komplizierter Rahmenbedingungen, gelingt, das eindeutige Wählervotum zu erfüllen: Rajoy muss weg! Denn die Spanier lechzen nach einer neuen Politik. Die ist auch dringend notwendig. 


Aber das geht nur ohne Rajoy.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.





The 9 Veils Placed On Every Human Soul


By A.True Ott, PhD 

Nearly a decade ago, a dear friend and colleague of mine named Don Harkins authored a wonderfully thought-provoking piece entitled “Slavery and the eight veils. Prior to Harkins’ untimely death, we discussed this “Eight-veils theory” for literally hours together – and in the end, Don asked me to write a piece about this for his newspaper, “The Idaho Observer.” He did this, because I had shared much of my research with Don, and we together came to the conclusion that in reality, there were actually NINE veils placed on the human soul (i.e. intelligence), and that spiritual progression and thus a full knowledge of TRUTH would require the piercing of these Nine Veils.

I joked with Don that this topic would take an entire edition of The Idaho Observer, and then it would only scratch the surface. That was one of Don’s editorial talents – taking a complex story and compressing it to a more readable format. In memory of Don Harkins, here is the writing we discussed, in as compressed a format as possible.


WHY NINE VEILS INSTEAD OF EIGHT

Any dedicated seeker of truth eventually stumbles upon the incredible symmetry and structure of mathematics, which is especially true in fractal geometry involving the integers 1-9. For a most basic example, just take a look at these nine equations: 

(1 x 8) + 1= 9 

(12 x 8) + 2 = 98 

(123 x 8) + 3 = 987 

(1234 x 8) + 4 = 9876 

(12345 x 8) + 5 = 98765 

(123456 x 8) + 6 = 987654 

(1234567 x 8) + 7 = 9876543 

(12345678 x 8) + 8 = 98765432 

(123456789 x 8) + 9 = 987654321 

Amazing, isn’t it? I find it very interesting, furthermore, that all of the great philosophers in history such as Archimedes, Copernicus, Socrates and DaVinci all were mathematicians first and foremost. 


I submit that everything from biblical prophecy to DNA strands are built and based on quite simple mathematical formulas and patterns – but I am getting ahead of the story, for understanding the role of mathematics is in itself one of the nine hidden veils. 

Consider also the so-called “mystery schools” of antiquity. In shadowy temples in Sumer and Babylon – the Kabala showed the way to the ultimate “Holy of Holies” – the re-veil-a-tions (revelation, i.e. the parting of the veils) of life, the creation, of God and when embraced in honor and truth, the very Origins of Man. This involved systematically piercing and embracing 9 levels of understanding or “Truth Plateaus” before finally entering “Nirvana” (or the ultimate unity with God) as depicted in modern “tracing boards”. 

Like a giant Sudoku Puzzle board, the human experience we call life truly revolves around the numbers 1 – 9 in so many remarkable ways. Everything has a place in the system, and everything fits neatly and precisely in the eternal grid of time and space. This then, is but one definition of Truth – hidden, arcane knowledge that fits completely in the mathematical grid called logic. Yeshua (aka Jesus of Nazareth) declared this to His disciples: “Ye shall know the Truth, and the Truth shall set you free.” 


WHY CAN’T PEOPLE SEE THE TRUTH?

This question is best answered by Don Harkins’ wise words written in 2001: 

“Over the last several years I have evolved and discarded several theories in an attempt to explain why it is that most people cannot see truth — even when it smacks them in the face. 


Those of us who can see “the conspiracy” have participated in countless conversations amongst ourselves that address the frustration of most peoples´ inability to comprehend the extremely well-documented arguments which we use to describe the process of our collective enslavement and exploitation. The most common explanation to be arrived at is that most people just “don´t want to see” what is really going on. 

Extremely evil men and women who make up the world´s power-elite have cleverly cultivated a virtual pasture so grass green that few people seldom, if ever, bother to look up from where they are grazing long enough to notice the brightly colored tags stapled to their ears. 

The same people who cannot see their enslavement for the pasture grass have a tendency to view as insane “conspiracy theorists” those of us who can see the past the farm and into the parlor of his feudal lordship´s castle. 

Finally, I understand why. 

It´s not that those who don´t see that their freedom is vanishing under the leadership of the power-elite “don´t want to see it” — they simply can´t see what is happening to them because of the unpierced veils that block their view. 

All human endeavors are a filtration process. Sports are one of the best examples. We play specific sports until we get kicked off the playground. The pro athletes we pay big bucks to watch just never got kicked off the playground. Where millions of kids play little league each spring, they are filtered out until there are about 50 guys who go to the World Series in October. 

Behind the first veil: There are over 7 billion people on the planet. Most of them live and die without having seriously contemplated anything other than what it takes to keep their lives together. Ninety percent of all humanity will live and die without having pierced the first veil.” 


Indeed it can be said that less than 1% of the world’s 7 billion humans ever pierce all nine veils, and it would appear that even this small minority is ever-shrinking. In order to keep the “virtual pasture” green, the global elite also successfully bribe many who have pierced multiple veils, in order to misdirect others who may be approaching truth in many areas. I call this simply intellectual prostitution – selling the birthright of Universal Truth for a worthless mess of pottage. The gilded glitz of wealth, fame and social elevation have seduced many a gifted intellectual. 

With full credit given to Don Harkins, here now are the newly updated “Nine Veils”. 

The first veil: Ten percent of us will pierce the first veil and find the world of politics. We will vote, become active and develop an opinion. Our opinions will be shaped by the physical world around us; we will have been “conditioned” from our days in public education to accept that government officials, network media personalities and other “experts” are the primary voices of authority. Ninety percent of the people in this group will live and die without having pierced the third veil. 

The second veil: Ten percent of us will also pierce the second veil to explore the world of history, the relationship between man and government and the meaning of self-government through constitutional and common law. Ninety percent of the people in this group will live and die without having pierced the third veil. 

The third veil: Ten percent of those who pierce the second veil, will eventually pierce the third veil to conclusively find that the resources of the world, including people, are controlled by extremely wealthy and powerful families whose incorporated old world assets have, with modern extortion strategies, become the foundation upon which the entire world´s economy is currently indebted. Ninety percent of the people in this group will live and die without having pierced the fourth veil. 

The fourth veil: Ten percent will then pierce the fourth veil to discover the Illuminati, Freemasonry, and the other secret societies. These societies use symbols and perform ceremonies that perpetuate the generational transfers of arcane knowledge that is used to keep the ordinary people in political, economic and spiritual bondage to the oldest bloodlines on earth. Ninety percent of the people in this group will live and die without having pierced the fifth veil.


The fifth veil: Ten percent will progress to pierce the fifth veil to learn that the secret societies are so far advanced technologically that time travel and interstellar communications have no boundaries and controlling the very thoughts and even the very actions of people is what their members do as offhandedly as we tell our children when they must go to bed. As in the days of Noah, this technology is even creating synthetic life forms, as man seeks to displace God. Ninety percent of the people in this group will live and die without having pierced the sixth veil. 

The sixth veil: Ten percent will progress to pierce the sixth veil where we learn the dragons and lizards and aliens we thought were the fictional monsters of childhood literature are real indeed and are in reality the actual controlling forces behind the secret societies uncovered in the fourth veil. Ninety percent of the people in this group will live and die without piercing the seventh veil. 

The seventh veil: Ten Percent will progress to pierce the 7th veil where the incredible world of fractal geometry and the universal law of numbers will be fully understood and embraced. The creative force of the entire universe will be shown to be linked to numerical code formulas and sequences, and all “mysteries” including the very fabric of time, space, parallel universes, and access therein is unlocked. Those whose intellects allow them to pierce the seventh veil often succumb to the lure and promise of massive wealth offered by the ruling elite, and thus over ninety percent of the people in this group will live and die without piercing the eighth veil.


The eighth veil: Piercing the eighth veil reveals God and the pure energy known as LOVE that is the pure life force in all living things – which are one and the same. Deep-seated Humility is needed in order to ever pierce this veil. 

The ninth veil: Piercing the ninth veil means perfecting the pure energy known as love and thereby becoming truly one with God and His/Her formulations. By perfecting this pure energy, one then fully embraces charity and therein gains full understanding of the universal plan of sacrifice, death, and redemption; life itself then becomes complete and one truly comes full circle and looks at the world through the eyes of an innocent child, yet with the deepest wisdom born of pure LOVE from the eighth veil. 

Consider this: If this theory is correct, there are only about 60,000 people on the planet who have successfully pierced the sixth veil. The irony here is too incredible: Those who are stuck behind veils one through five have little choice but to view the people who have pierced the veils beyond them as dangerously insane. With each veil pierced, exponentially shrinking numbers of increasingly enlightened people are deemed insane by exponentially increasing masses of decreasingly enlightened people. 

Adding to the irony, the harder a “sixth or better veiler” tries to explain what he is able to see to those who can’t, the more insane he appears to them. This truth is self-evident. Moreover, institutions such as the venerable “Southern Poverty Law Center” are formed and financed by the ruling elite to effectively label many such awakened individuals “hate-mongers” and “terrorists”. 


OUR ENEMY, THE STATE

Behind the first two veils we find the great majority of people on the planet. They are tools of the state: Second veilers are the gullible voters whose ignorance justify the actions of politicians who send untold millions of first veilers off to die in foreign lands as cannon fodder — their combined stations in life are simply to believe that the self-serving machinations of the power-elite are matters of national security and are worth dying for. 

Third, fourth, fifth and sixth veilers are of increasing liability to the state because of their decreasing ability to be used as tools to consolidate power and wealth of the many into the hands of the power-elite few. It is common also, for these people to sacrifice more of their relationships with friends and family, their professional careers and personal freedom with each veil they pierce. 

Albert Jay Nock (1870-1945), author of “Our Enemy, the State” (1935), explained what happens to those who find and embrace the final two veils: “What was the best that the state could find to do with an actual Socrates and an actual Jesus when it had them? Merely to poison one and crucify the other, for no reason but that they were too intolerably embarrassing to be allowed to live any longer.” 

Conclusions

As Don Harkins has written: “And so now we know that it´s not that our countrymen are so committed to their lives that, “they don´t want to see” the mechanisms of their enslavement and exploitation. They simply “can´t see” it as surely as I cannot see what´s on the other side of a closed curtain.” 

The purpose of this essay is threefold:

1. To help the handful of people in the latter veils to understand why the masses have little choice but to interpret their clarity as insanity; 

2. To help people behind the first two veils understand that living, breathing and thinking are just the beginning and; 

3. Show people that the greatest adventure of our life is behind the next veil because that is just one less veil between ourselves and God A.K.A. ‘The Highest Vibration”


SOURCE with thanks Francisco Valero Facebook https://www.facebook.com/groups/40556352568/permalink/10152736736912569/ 

- See more at: http://www.philosophicalanthropology.net/2016/01/the-9-veils-placed-on-every-human-soul.html#sthash.Zo5a6GhO.dpuf


WAKE UP TO TRUTH while you still have time!

It’s time to STOP believing lies (mainstream media) and START Believing TRUTH!




JUBILÄUM 25 JAHRE DIPLOM IN PSYCHOLOGIE AN UNI HEIDELBERG, 4. DEZEMBER 1990 - WOLFGANG TIMM, HUSUM; 4. DEZEMBER = TODESTAG VON CARL HUTER, BEGRÜNDER DER ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS, NICHTAKADEMISCH.

 
JAHR 1986
Wechsel Cand. Psych. Wolfgang Timm von Uni Mannheim an Universität Heidelberg erfolgte im großen Jubiläumsjahr 600 Jahre Uni Heidelberg, Oktober 1986!

Wolfgang Timm, Abschluß Diplom in Psychologie 1990 an ältester Uni in D, Uni Heidelberg   

Alumni 1990 Diplom Timm, Wolfgang http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.html 

  
http://helioda.macbay.de/Qualifikation.html http://helioda.macbay.

LINK:

http://helioda1.blogspot.de/2015/12/jubilaum-25-jahre-diplom-in-psychologie.html

[Bearbeitung Wolfgang Timm, Husum]

  
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Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit! 

NEW Atlantis

Wissenschaftliche Referenz Gesamtschau-Digital: CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & ETHISCHE SCHÖNHEITSLEHRE auf Hauptseite http://www.chza.de

  
Wer bin ich? Was bin ich? Der Mensch ist der Gestalter unserer Zukunft   

https://helioda1.wordpress.com/wer-bin-ich-was-bin-ich-der-mensch-ist-gestalter-unserer-zukunft-paul-scharer-pgs-april-2015/

http://helioda1.blogspot.de/2015/11/wer-bin-ich-was-bin-ich-der-mensch-ist.html