Mittwoch, 2. Dezember 2015

HUSUM: DIE AKTUELLE AUSSTELLUNG "BÜRGER AUF ABWEGEN" ÜBER THEODOR STORM UND THOMAS MANN MUSSTE FÜR DAS STORM-HAUS NEU GEDACHT WERDEN. (HELIODA1)

Die Ausstellung “Bürger auf Abwegen” über Theodor Storm und Thomas Mann musste für das Storm-Haus neu gedacht werden

Quelleshz.de / Husumer Nachrichten, 2. Dez. 2015.

http://www.storm-gesellschaft.de/museum/ausstellungen/buerger-auf-abwegen-thomas-mann-und-theodor-storm/#c840

AngekommenHusum

Die Ausstellung

„Bürger auf Abwegen“ über Theodor Storm und Thomas Mann musste für das Storm-Haus ganz neu gedacht werden.

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Mehr als ein Transport von A nach B


Die Ausstellung „Bürger auf Abwegen“ musste vor dem Umzug vom Lübecker Buddenbrookhaus ins Storm-Haus ganz neu gedacht werden 
Husum 

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Bin ich ein Bürger oder ein Künstler? 
Und schließen sich diese beiden Lebensentwürfe gegenseitig aus oder lassen sie sich vereinen? 
Diese Fragen beschäftigten den Literaturnobelpreisträger Thomas Mann ein Leben lang. 
Bei seiner Suche nach Antworten blickte er immer wieder auf den Husumer Dichter Theodor Storm.
Der gemeinsamen Tagung der Theodor-Storm-Gesellschaft und der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft zu eben jenen Themen folgte die Ausstellung „Bürger auf Abwegen“, die zunächst im Buddenbrookhaus in Lübeck gezeigt 

und 
jetzt im Husumer Storm-Haus feierlich eröffnet wurde. 
Der erste Teil des Festaktes fand im Kulturkeller statt. 
    
Der erste Teil des Festaktes fand im Kulturkeller statt. Dort wurden auch die Reden gehalten. Foto: Thomas Lorenzen


Anschließend folgte ein Rundgang durch die Ausstellung. 

Mit dabei Professor Philipp Theisohn, Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft, Professor Hans Wißkirchen, Präsident der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft, und Dr. Christian Demandt, Leiter des Storm-Zentrums.

  
Freuen sich über die gelungene Ausstellung im Storm-Haus: deren Szenograf Sven Klomp, der Leiter der Storm-Zentrums, Dr. Christian Demandt, der Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft, Prof. Phillip Theisohn, und der Präsident der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft, Prof. Hans Wißkirchen (v. l.).

Foto: Bettina Görke

„Die Bürgerlichkeit war der Rahmen, aus dem heraus beide Dichter künstlerisch wirken konnten“, erklärte Szenograf Sven Klomp. 
Gemeinsam mit seiner Frau Nina Nicolaisen oblag ihm die gestalterische Umsetzung des Ausstellungskonzepts. 
„Es sind zwei Orte, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten“, sagte Klomp und machte damit die Größe der Herausforderung deutlich. 
Während es im Buddenbrookhaus drei große Ausstellungsräume gibt, die flexibel zu nutzen sind, mussten die Elemente in Husum in das historische Wohnhaus integriert werden. 
In Lübeck herrschte eher Leichtigkeit: 
„Man konnte durch das Leben der beiden Bürger Storm und Mann flanieren und zugleich ihrem Weg als Künstler folgen“, so Klomp.

Zu den zentralen Elementen der Raumgestaltung gehörten drei Schreibtische, die für Thomas Manns Beschäftigung mit Storm in wichtigen Lebensphasen standen. 
Darum herum gruppierten sich Stationen, die Kernthemen im Leben beider Autoren in den Blick nahmen und durch Originalexponate anschaulich werden ließen.

Im Storm-Haus mussten diese Elemente dagegen thematisch passend in die historischen Räume integriert werden, sodass sich eine neue Anordnung ergab. 
„Hier bildet Storms Wohnung den bürgerlichen Rahmen, aus dem heraus die künstlerische Tätigkeit erst möglich wird. 

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Die Atmosphäre lebt vom Gegensatz zwischen Alt und Neu, zwischen antiken Möbeln und modernen Ausstellungselementen.“ 



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Die gemeinsame Heimat Norddeutschland ist durch einen grünen Horizont dargestellt, der sich an den Wänden entlangzieht. 
Diese Farbe wurde auch in der Gestaltung des Ausstellungskatalogs verwendet.

Storm und Mann präsentierten nach außen hin eine solide, bürgerliche Lebensweise. 
So sehr sie sich jedoch um Perfektion und das Aufrechterhalten ihrer jeweiligen Fassade bemühten, gab es in beider Leben Brüche. 
Nur aus ihnen heraus konnte das künstlerische Werk überhaupt erst entstehen. 
„Die Selbstinszenierung haben wir durch die großen Fotos dargestellt“, erklärt Klomp. 
„Sie sind auf den zwei- oder dreiteiligen Paravents und zeigen, wie sich Storm und Mann für Fotografen ganz bewusst mal als Bürger und mal als Künstler in Szene setzen.“

Thomas Mann war dafür bekannt, Menschen genau beobachten und anschließend analytisch und treffend beschreiben zu können. 
Das zeigt sich nicht nur in seinen Überlegungen zu Storm, mit denen er der Wissenschaft um Jahrzehnte voraus war. 
„Die Gucklöcher in den Paravents sollen das auch den Ausstellungsbesuchern ermöglichen“, erläutert Sven Klomp. 
„Wie Mann können sie sich hinter einem bürgerlichen Bild verstecken und andere Menschen beobachten.“

Auch die Literatur ist mit diesem analytischen Blick bis zur Kernszene buchstäblich durchbohrt worden. 
„Ich würde mich freuen, wenn die Leute die Bücher in die Hand nehmen und zum (Wieder-)Lesen inspiriert würden“, formuliert Klomp seine Ziele. 
„Generell soll die Ausstellung den Blick öffnen, eine andere Perspektive ermöglichen und so dazu führen, dass sich die Besucher sich eine Meinung bilden und austauschen.“
Sven Klomp und Nina Nicolaisen haben nicht allein an der Ausstellung gearbeitet. 
„Wir haben viele Gespräche geführt“, berichtete der Szenograf. 
„Und wir möchten besonders Wilfried Bachhofen, Professor Heinrich Detering, Maren Ermisch, Anna-Lena Markus und Anne Heinrich für die wunderbare Zusammenarbeit danken. Ohne ihr fundiertes Fachwissen und ihr Engagement wäre die Ausstellung so nicht möglich gewesen.“

Bettina Görke

Die Ausstellung bleibt bis zum 15. April 2016 im Storm-Haus und ist (bis Ende März) dienstags, donnerstags sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ab 1. April gelten dann folgende Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonnabends 11 bis 17 Uhr, sowie sonntags und montags 14 bis 17 Uhr.
Am Freitag, 4. Dezember, führt Dr. Malte Denkert durch die Sonderausstellung „Bürger auf Abwegen“. Beginn: 16 Uhr.
Sonderausstellung »Bürger auf Abwegen«

»Er ist ein Meister, er bleibt.«

Dieser Satz, in dem Thomas Manns Storm-Essay 1930 kulminiert, hatte weitreichende Folgen. Er befreite den Husumer vom Ruf des Heimatdichters. Schon früh hat Thomas Mann kongenial Züge an Storms Person und Werk erkannt, die seine Zeitgenossen nicht wahrhaben wollten. Die Widersprüche zwischen der Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit und den Katastrophen zerbrechender Familienordnungen, zwischen bürgerlicher Ehe und unerlaubten sexuellen Neigungen und Trieben, zwischen Sehnsucht nach kindlicher Glaubensfestigkeit und einem todverfallenen Pessimismus, zwischen Bindung an heimatliche Orte und Landschaften und dem Hereinbrechen weltpolitischer Konflikte, zwischen bürgerlicher Ökonomie und den Abenteuern musikalischer Artistik: diese Widersprüche, um die sein eigenes Lebenswerk kreist, hat Thomas Mann in Theodor Storm wiedererkannt. Für ihn wie für sich selbst hat er proklamiert, Dichtertum sei »die lebensmögliche Form der Inkorrektheit«.

Sonderausstellung im Storm-Haus vom 26.11.2015 bis 15.4.2016.

Öffnungszeiten

November bis März:

Di, Do, Sa und So: 14–17 Uhr

Besondere Öffnungszeiten während der Festtage

24. Dez und 25. Dez: geschlossen; 26. Dez und 27. Dez: 14–17 Uhr; 28., 29. und 30. Dez: 11–17 Uhr; 31. Dez geschlossen; 1. Jan: 14–17 Uhr; 2. Jan: 11–17 Uhr; 3. Jan: 14–17 Uhr.

Ab April:

Di bis Fr: 10–17 Uhr; Sa: 11–17 Uhr; So und Mo: 14–17 Uhr

  
Laage sr. & Laage jr. in Ausstellungseröffnung im Storm-Haus

Links

Do. 26.11. Vernissage »Bürger auf Abwegen: Thomas Mann und Theodor Storm«Bürger auf Abwegen
 http://helioda1.blogspot.de/2015/11/theodor-storm-stadt-husum-auf-abwegen.html
 
http://helioda1.blogspot.de/2013/07/husum-theodor-storm-der-grosse-sohn-der.html?m=1

https://helioda1.wordpress.com/2015/12/02/die-ausstellung-burger-auf-abwegen-uber-theodor-storm-und-thomas-mann-musste-fur-das-storm-haus-neu-gedacht-werden-helioda1/
WER BIN ICH? WAS BIN ICH? DER MENSCH IST DER GESTALTER UNSERER ZUKUNFT – PAUL SCHÄRER 2. TEIL. (HELIODA1)

http://helioda1.blogspot.de/2015/11/wer-bin-ich-was-bin-ich-der-mensch-ist.html

Führungen auf Anfrage.

Buchungen: E-Mail: info@storm-gesellschaft; Telefon: 04841/8038630 (Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–12 Uhr)
Offene Führungen:

04.12.2015 16.00 Uhr Führung: Dr. Malte Denkert

19.12.2015 15.00 Uhr Führung: Bettina Görke

08.01.2016 16.00 Uhr Führung: Dr. Malte Denkert

16.01.2016 15.00 Uhr Führung: Bettina Görke

23.01.2016 15.00 Uhr Führung: Bettina Görke

05.02.2016 16.00 Uhr Führung: Dr. Malte Denkert

20.02.2016 15.00 Uhr Führung: Roman Mulke

27.02.2016 15.00 Uhr Führung: Roman Mulke

05.03.2016 15.00 Uhr Führung: Roman Mulke

11.03.2016 16.00 Uhr Führung: Dr. Malte Denkert

02.04.2016 15.00 Uhr Führung: Bettina Görke

09.04.2016 15.00 Uhr Führung: Bettina Görke

http://www.storm-gesellschaft.de/museum/ausstellungen/buerger-auf-abwegen-thomas-mann-und-theodor-storm/#c840


Begleitprogramm:

Begleitprogramm_Buerger_auf_Abwegen_01.pdf






















Hei_PI: Psychologisches Institut Heidelberg : Masterfeier 2014 mit Talar!


Code-Orange = Unterwerfung NWO plus Drakula-Umhänge wie unsere BRD-Rechtsverdreher!
Alumnifeier 2014 in Hörsaal 2

Alumnifeier 2014 in Hörsaal 2


http://f20.blog.uni-heidelberg.de/2014/12/14/masterfeier-2014-mit-talar/

Gruß Wolfgang Timm, 
Abschluß Diplom in Psychologie 1990 an ältester Uni in D, Uni Heidelberg

Alumni 1990 Diplom Timm, Wolfgang




  • Станция метро Киевская

 

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Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit!

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