Montag, 14. September 2015

PRESSEANKÜNDIGUNG: PARK STATT PARKPLATZ! WELTWEITER PARK(Ing)DAY AM FREITAG. (HELIODA1)

Presseankündigung: PARK statt Parkplatz! Weltweiter PARK(ing)Day am Freitag, 18.9.2015 / 11 Uhr

Presseankündigung 

PARK statt Parkplatz! Weltweiter PARK(ing)Day

Berlin, 14.09.15. Am 18. September ist internationaler PARK(ing)DAY. Menschen erobern die Stadt zurück von den Autos. Parkplätze werden zu spontanen Parks. 

Sie wollen für ein paar Stunden die Welt ein bisschen besser machen und etwas gegen die Dominanz von Autos setzen und für lebenswertere Städte werben.


An drei Orten in Berlin 

und 

gleichzeitig in vielen anderen Städten in Deutschland 

und 

weltweit 

werden Passanten, Anwohner und Touristen eingeladen, eine kleine Pause im Grünen zu machen - inmitten der Stadt. Am 18. September gestalten Berliner Initiativen in Charlottenburg, Weißensee und Prenzlauer Berg Parkplätze in temporäre Parks um. 


Sie kaufen ein Parkticket und stellen ihr Fahrrad darauf, aber auch: 

Grünen Rasen, 

Stühle zum Ausruhen, 

grüne Pflanzen, 

Platz zum Spielen 

oder 

ein Café im Lastenrad.


Dazu erklärt Heiko Bruns, Vorsitzender von autofrei leben! e.V.: 

"Berlin ist eine Stadt der Fußgänger, Radfahrer und Öffi-Fahrer. 

Im Straßenbild findet sich das nicht wieder, obwohl sie – umweltfreundlich – Dreiviertel aller Wege zurücklegen. 

Mit dem PARK(ing)DAY öffnen wir den Blick auf eine Stadt ohne Autos: 

Eine Stadt, die beispielsweise wieder für Kinder bespielbar 

und 

für ältere Menschen besitzbar ist."


 "In unserem Flächengerechtigkeitsreport haben wir mit Studierenden der Berliner Best-Sabel-Hochschule 200 Berliner Straßen vermessen: 

Drei Prozent der Verkehrsflächen für Radfahrer 

und 

20 Mal mehr für Autofahrer" 

ergänzt Heinrich Strößenreuther von der Initiative für Clevere Städte. 

"So lange das Parken durch absurd niedrige Parkgebühren, Bußgelder oder Anwohnerparkausweise zu Schleuderpreisen subventioniert wird, werden die Menschen in der Stadt vom Auto erdrückt



Stadt ist mehr als stehende Blechhaufen!"

In Weißensee ist der PARK(ing)DAY eingebettet in einen Aktionstag im Rahmen von "MittendrIn Berlin! die Zentren Initiative". 

Heather McKee vom Büro für Sozial Innovation LocalSmarts: 

"Die Weißenseer Spitze hat sowohl ein Parkplatzproblem als auch ein Leerstand- und Grünflächenproblem. 


Mit Erlaubnis vom Bezirk und mit den Nachbarn zusammen 

denken wir die Gustav-Adolph-Straße für einen Nachmittag um. 


Diese zwanzig transformierten Parkplätze sollen eine Inspiration für ein anderes Straßenbild in naher Zukunft sein."




Der PARK(ing) DAY wurde 2005 von dem Künstlerkollektiv REBAR aus San Francisco ins Leben gerufen. 

Er ist ein weltweites jährlich stattfindendes Kunstprojekt, das alle Bürger einlädt, 

Parkplätze kreativ in öffentliche PARKs zu verwandeln. 

In kürzester Zeit fand diese Aktionsform Nachahmer quer durch die USA 

und 

auf der ganzen Welt, von Sao Paulo über Melbourne bis Stuttgart und Berlin: 

2014 gab es weltweit über 1.000 PARKs auf sechs Kontinenten!



Als temporäre PARKs sind u.a. geplant:  

eine Dankstelle für Radfahrer/-innen vom ADFC Pankowmit einem Bodentransparent in Form und Größe eines Parkplatzes demonstriert 

VCD-Projekt "Mehr Platz fürs Rad!", dass statt eines Autos vier Lastenräder oder zehn Fahrräder parken können, 

ins Familiencafé zum Thema temporäre Spielstraßen lädt die BI Gethsemaneplatz ein, Kuchen, Kaffee und Plausch, Information zum Tag 

und 

zu Temporären Spielstraßen, Spiele und Trommelmusik bietet das Stadtteilzentrum Teute.


Orte und Zeiten : Alle am Freitag, 18. September 2015, in Berlin

-       Charlottenburg, 11 bis 17 Uhr, Uhlandstraße (zwischen Ku'Damm und Kantstraße)

-       Weißenseer Spitze, 13 bis 18 Uhr, Gustav-Adolph-Str. (zwischen Caligariplatz und Langhansstr.)

-       Pankow/ Prenzlauer Berg, 16 bis 19 UhrFehrbelliner Str. 92

 


Weitere Städte in Deutschland: 

u.a. 

Hamburg, 

Ingolstadt, 

Karlsruhe, 

Leipzig 

München, 

Nürnberg, 

Rostock, 

Saarbrücken, 

Stuttgart


Website: www.parkingday-berlin.de         Twitter: #ParkingDay         




Bilder von Berlin 2014: z.B. https://berlinonbike.de/blog/impressionen-vom-parking-day-2014/

Impressionen vom Parking Day Berlin 2014

Nach langen Diskussionen hatten sich die Parking-Dayler entschlossen in diesem Jahr die Tucholsky- bzw. Linienstraße zu entern. 

Die Linienstraße ist nicht nur eine der ersten Fahrradstraßen in Berlin, 

sondern 

nach wie vor eine der gefährlichsten Straßen überhaupt für Radler. 

Das liegt hauptsächlich daran, dass sie für viele Autofahrer nach als Ausweichroute zur chronisch überfüllten Torstraße dient. 

Ansonsten gibt es nicht ganz so viele Anwohner in der Gegend, dafür mehr Touristen. 


Insgesamt hat sich das als weise Entscheidung erwiesen; im Gegensatz zum Parking Day 2013 gab es deutlich weniger Diskussionen mit parkplatzsuchenden Anwohnern.

Heinrich von der Initiative für Clevere Städte will mit seiner Aktion auf die Gefahren sich öffnender Autotüren für Radfahrer aufmerksam machen - ziemlich drastisch. Der tote Vogel war übrigens keine Deko, der lag da einfach nur.

Heinrich von der Initiative für Clevere Städte will mit seiner Aktion auf die Gefahren sich öffnender Autotüren für Radfahrer aufmerksam machen – ziemlich drastisch. 

Der tote Vogel war übrigens keine Deko, der lag da einfach nur.





Aber von Anfang an.

Normalerweise geht der erste Blick nah dem Weckerklingeln Richtung Smartphone und Kaffemaschine. 

Am Freitag des Parking Day stürze ich erst mal zum Fenster um zu schauen, wie treffsicher der Wetterbericht wohl war. 

Yes; wie strahlender Sonnenschein und das Verprechen auf 23°. 


Also schnell in die Klamotten gesprungen 

und 

in die Kulturbrauerei geradelt, 

Werkstatt, Liegestühle 

und 

sonstiges Equipment auf das Cargobike geworfen. 


Kaum sind wir fertig mit Aufladen beginnt ein feiner und steter Regen. 

Na toll, ein weiteres Event im Regen (Ihr erinnert Euch; Sternfahrt? Parking Day 2013). 

Zum Glück macht Fahrradfahren gute Laune.

Und die vielen freundlichen Menschen vor Ort, die uns auch noch mit ein paar Pflanzen aushelfen (Futurzwei und Prinzessinnengarten), ein halbwegs ordentlicher Kaffee 

und 

die Ankunft von Willy (Klara Geist) mit ordentlich Musik, lassen unseren Optimismus wieder wachsen. 

Zu Recht wie sich später herausstellt.

Friedel beatboxt, Sascha und Robert schauen zu.














Friedel beatboxt, Sascha und Robert schauen zu.

Unsere kleine Kunstaktion (ja, uns ist keine Ausrede zu doof, uns die Finger schmutzig zu machen) ist allerdings erst mal vertagt, 

bis die Straße trocken genug ist, um unsere Leinwand auszurollen. 


Dafür passieren an der Ecke gegenüber drastische Dinge. 

Auf einmal liegt ein Mann im Anzug auf der Straße. 

Hilfsbereite Passanten 

und 

Parking-Day-Teilnehmer eilen herbei, bloß um vom Unfallopfer selbst beruhigt zu werden. 


Es handelt sich um eine Aktion von Heinrich Strößenreuther (Clevere Städte ),  

mit der auf die Gefahren des „Dooring“ aufmerksam gemacht werden soll. 

Ziemlich bildlich und wirkungsvoll. Ich weiß aus eigener schmerzvoller Erfahrung wie wichtig ausreichend Abstand zu sich öffnenden Autotüren ist, 

also 

nehmt Euch den Platz!

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Stressfreier Parking Day

Irgendwann taucht dann auch die Rennleitung auf, einer von den Kollegen martialisch mit Splitterschutzweste gewandet. 

Nach einigen Telefonaten ist die Ordnungsmacht aber schließlich überzeugt, 

dass von uns Fahrrad-Extremisten keine wirkliche Gefahr ausgeht. 

Das bleibt den ganzen Tag so. 

In schöner Regelmäßigkeit kommen ein paar Uniformierte vorbei, sehen sich um und ziehen wieder ab.

 Richtig Ärger mit Anwohnern gibt es auch nicht. 

Einmal nur müssen wir einen Platz räumen, weil wir übersehen haben, dass er ausschließlich für Anwohner reserviert ist. 

Mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei, als das Ordnungsamt auftaucht. 

Offensichtlich hat eine Anwohnerin Anzeige wegen Ruhestörung erstattet, 

obwohl Willy’s Boombike nur moderat aufgedreht ist. 

Und da sie nun schon mal da sind, fällt ihnen auf, dass wir womöglich eine ungenehmigte Umwidmung öffentlichen Straßenlandes in eine Eventfläche betreiben. 

Während Heinrich noch mit dem Ordnungsamtsleiter von Pankow telefoniert (der ist zwar nicht zuständig, aber seine Einschätzung hat dennoch Gewicht) packen die ersten schon ein. 


Letztlich endet es damit, dass die Polizei dem Ordnungsamt erklärt, alles hätte seine Richtigkeit. 

Ich finde es dennoch irgendwie bezeichnend, 

dass sich Diejenigen mit echter Autorität (die Polizei) entspannt geben, 

während die uniformierten Verwaltungsangestellten ihr Regelbuch ausbuddeln. 

Im Endeffekt waren wir ohnehin am Einpacken, 

aber ärgerlich ist es dennoch.

Sascha im Gespräch mit der Abendschau.













Sascha im Gespräch mit der Abendschau.

Ride What You Like!

Irgendwann wird es trocken genug, dass wir unsere Skizzenrolle ausbreiten können. 

Passenderweise hat sich Martin aus dem Büro verdrückt und beginnt Leute einzufangen und durch unsere Farbklekse zu lotsen. 


Die Idee: 

so vielfältig Berlins Menschen sind, so vielfältig sind auch ihre Räder. 

Wir sagen selbsternannten Bikestyle-Polizisten den Kampf an: Ride What You Like – Hauptsache Bike. Egal ob Mountain-, Trekking oder Handbike, Rennrad, Hollandschaukel oder Tandem; wir sind alle Radfahrer. 

Letztlich hat es einfach unfassbar viel Spaß gemacht mit (natürlich wasserlöslichen) Fingerfarben rumzusauen 

und 

unseren Stand mit den Ergebnissen zu tapezieren. 

Der Abendschau ist dazu das – etwas kalauernde – Wortspiel der abgefahrenen Kunst eingefallen 

und 

der Aspekte-Mederator Jo Schück hat sich sogar selbst getraut.

ZDF Moderator Jo Schück (Aspekte) balanciert durch unsere Installation.













ZDF Moderator Jo Schück (Aspekte) balanciert durch unsere Installation.



Fazit:

Wie schon im letzten Jahr eine sehr schöne Veranstaltung – mit besserem Wetter und noch mehr Presse-Echo.  

Insgesamt ist es sehr erfreulich, dass sich die Szene immer besser vernetzt und der Parking Day weiter wächst. Wir sehen uns im nächsten Jahr mit noch mehr Parks und Menschen!



Echo auf den Parking Day 2014


Wenn Ihr noch mehr Sachen findet sagt uns Bescheid. Vielen vielen Dank auch Thore Rehbach für seine tollen Fotos



Kontakte für Presseanfragen

Uhlandstraße

Heinrich Strößenreuther (Clevere Städte), hs@clevere-staedte.de0160 9744 2395

Heiko Bruns (autofrei leben!), heiko.bruns@autofrei.de0176 8312 4955

Weißensee

Heather McKee (LocalSmarts), info@localsmarts.org0157 7392 7270

Fehrbelliner Straße

Conny Weiland (Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz), weiland@pfefferwerk.de
030 4437 178


Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Strößenreuther
Initiative clevere Städte!


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Agentur für clevere Städte UG (haftungsbeschränkt), Galvanistraße 10, D - 10587 Berlin 
Geschäftsführer Heinrich Strößenreuther | Sitz Berlin | Amtsgericht Charlottenburg  | HRB 153487 B  | USt-ID DE291750272
Mobil: +49 160 9744 2395 | Mail presse@clevere-staedte.de | Web www.clevere-staedte.de  
Gemeinnützigkeit wird angestrebt

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Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit!

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