Donnerstag, 20. August 2015

MEXIKO: FOTOREPORTER HAT ÜBER KORRUPTION BERICHTET. JETZT IST ER TOT. (HELIODA1)

Er hat über Korruption berichtet. Jetzt ist er tot.



Der mexikanische Fotoreporter Rubén Espinosa wurde vor Kurzem gefoltert und ermordet. 

Mexiko ist eine der ältesten Demokratien Lateinamerikas - 

doch 

für Menschen, die die Wahrheit ans Licht bringen wollen, ist es einer der gefährlichsten Orte der Welt. 


Unterzeichnen wir gemeinsam einen offenen Brief, in dem wir ein Ende der Gewalt an Journalisten fordern! 

Wenn genug von uns mitmachen, veröffentlicht Avaaz den Brief auf den Titelseiten wichtiger mexikanischer Medien. 

UNTERZEICHNEN



Liebe Freundinnen und Freunde,

der mexikanische Fotoreporter Rubén Espinosa wurde vor Kurzem gefoltert und ermordet — 

zusammen 

mit der Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und drei weiteren Frauen.



In einer der ältesten Demokratien Lateinamerikas ist die Meinungsfreiheit bedroht. 


Rubén 

ist 

der 14. Journalist, der im südlichen Bundesstaat Veracruz getötet wurde, 

wo 

Gouverneur Javier Duarte offene Drohungen gegen Reporter ausgesprochen hat. 

Diese Verbrechen bleiben fast alle unaufgeklärt.




Doch Rubéns Fall hat Tausende von Menschen zu Straßenprotesten bewegt 

und 

in Mexiko und dem Rest der Welt 

einen Mediensturm entfacht. 


Nun haben Noam Chomsky, Paul Auster, Salman Rushdie 

und 

Hunderte von Journalisten, Autoren und Künstlern 

einen offenen Brief unterschrieben. 


Sie fordern Gerechtigkeit für Journalisten in Mexiko, die ermordet wurden, weil sie ihre Arbeit getan haben.


Der Brief hat bereits die Regierung aufgerüttelt. 

Wenn wir über eine Million weitere Namen hinzufügen 

und 

ihn auf die Titelseiten mexikanischer Zeitungen bringen, wird die Botschaft richtig einschlagen. 



Zeigen wir jetzt, 

dass Menschen aus aller Welt 

den Kampf für Meinungsfreiheit in Mexiko unterstützen. 






Mexiko 

ist derzeit eines der gefährlichsten Länder für Journalisten — 

vergleichbar mit Kriegsgebieten wie dem Irak, Afghanistan oder Somalia. 


Seit Präsident Peña Nieto an der Macht ist, 

haben Übergriffe auf die Medien um 80 Prozent zugenommen.


Seit über zehn Jahren ist Mexiko von unglaublicher Gewalt heimgesucht. 


Kartelle liefern sich erbitterte Kämpfe, um den lukrativen Drogenhandel zu beherrschen, 

und 

unzählige Journalisten mussten ihre Berichterstattung über kriminelle Banden mit dem Leben bezahlen. 


Doch Experten sagen, dass viele Morde mit Berichten über politische Korruption in Verbindung stehen. 

Ich habe das am eigenen Leib erfahren. 

Nach meiner politischen Berichterstattung in Mexiko musste ich mehrfach wegen Todesdrohungen das Land verlassen. 

Ich bin von korrupten Politikern gefoltert und inhaftiert worden.


Im südlichen Bundesstaat Veracruz, wo Rubén seit Jahren arbeitete, sind in den vergangenen Jahren 13 weitere Journalisten ermordet worden. 


All das unter der Verwaltung des rüpelhaften Gouverneurs Javier Duarte. 

Dieser bedroht regelmäßig Journalisten. 


Als Rubén Espinosa ein unvorteilhaftes Foto von ihm veröffentlichte, 

war er angeblich so entrüstet, 

dass er das Magazin aus allen Zeitungsständen in der Hauptstadt des Bundesstaats entfernen ließ. 




Im Juni erzählte Rubén Espinosa seinen Kollegen, 

dass er in letzter Zeit von Männern verfolgt und bedroht wurde, die wie Sicherheitsbeamte der Regierung gekleidet waren. 


Er sagte außerdem, dass jemand in der Regierung des Bundesstaats ihn direkt mit den Worten bedroht hatte „Hör auf, Fotos zu machen, sonst ergeht es dir wie Regina.“ 

Gemeint war Regina Martinez, eine im Jahr 2012 ermordete Journalistin.




Doch Rubéns tragischer Tod könnte ein Wendepunkt sein: 

Tausende haben sich in Mexiko-Stadt versammelt, um zu trauern und Gerechtigkeit zu fordern. 

Wenn wir ihnen jetzt zur Seite stehen und diesen schlagkräftigen Brief veröffentlichen, zeigen wir der Regierung, dass die ganze Welt zuschaut. 

Und dass die ganze Welt Gerechtigkeit und dringende Maßnahmen gegen diese Morde fordert.


Machen Sie mit — Journalisten in Mexiko und überall auf der Welt sollten ihrer Arbeit nachgehen können, ohne dafür mit dem Leben zu bezahlen. 

https://secure.avaaz.org/de/ruben_global_l/?bOSPPgb&v=63653




Die Avaaz-Gemeinschaft hat sich immer wieder für die Meinungsfreiheit eingesetzt. 

Nun können wir unsere Stimmen für mutige mexikanische Reporter und Menschenrechtsverteidiger erheben. 

Zeigen wir ihnen, dass sie nicht allein sind — denn so sieht weltweite Solidarität aus. 


Wir wissen, dass sie denjenigen den Rücken stärkt, die an vorderster Front kämpfen, und in vielen Situationen das Blatt wenden kann.


Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen, 

Lydia Cacho, mexikanische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin, mit dem Avaaz-Team.


PS - Wenn Sie Journalist(in) oder Autor(in) sind, dann klicken Sie diesen speziellenLink, um an der Kampagne teilzunehmen.



QUELLEN:

Pressefreiheit: Kritischer Journalist in Mexiko getötet (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/mexiko-fotoreporter-ruben-espinosa-getoetet-a-1046373.html

Kommentar: Wo die Pressefreiheit stirbt (Deutsche Welle)
http://www.dw.com/de/kommentar-wo-die-pressefreiheit-stirbt/a-18631059

Mexikos Journalisten in Gefahr: Gefeuert, gefoltert, getötet (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/pressefreiheit-in-mexiko-reporter-angegriffen-und-ermordet-a-1025060.html

Und auf Englisch:

Präsident Peña Nieto: Klären Sie die Morde an Journalisten in Mexiko auf und richten Sie Mechanismen ein, um sie zu schützen (PEN)
http://www.pen.org/blog/president-pe%C3%B1a-nieto-investigate-murders-journalists-mexico-and-establi...

'Sie wollen Journalisten in Mexiko auslöschen' (The Observer)
http://www.theguardian.com/world/2015/apr/11/mexico-fearless-journalist-lydia-cacho

'Journalisten werden abgeschlachtet' – Mexikos Problem mit Pressefreiheit (The Guardian)
http://www.theguardian.com/world/2015/aug/04/journalists-mexico-press-freedom-photographer-ruben-espinosa-murder




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Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit!

Wissenschaftliche Referenz Gesamtschau-Digital: CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & ETHISCHE SCHÖNHEITSLEHRE auf Hauptseite www.chza.de !