Freitag, 3. Juli 2015

WAS STINKT AN VAROUFAKIS UND DEM GANZEN GRIECHENLAND-SCHLAMASSEL. (HELIODA1)

Was stinkt an Varoufakis und dem ganzen Griechenland-Schlamassel?


F. William Engdahl



Irgendetwas stinkt am griechischen Finanzminister und dem ganzen Griechenland-Schlamassel, der sich seit der Wahl der nominell pro-griechischen Syriza-Partei im Januar entwickelt hat. 

Ich komme zögerlich zu dem Schluss, dass Varoufakis keinesfalls der Champion der unglücklichen Griechen, sondern vielmehr Teil eines viel größeren und sehr schmutzigen Spiels ist.

 

Der brillante Psychologe Eric Berne, Autor des einflussreichen Buchs Games People Play [deutscher Titel: 

»Spiele der Erwachsenen«], würde das Spiel, das Varoufakis und die Troika treiben, vermutlich als »Rapo« bezeichnen, wie bei der Vergewaltigung der Griechen und letztendlich der gesamten EU, Deutschland eingeschlossen. 

Wie komme ich zu diesem überraschenden Schluss?

 


Als die Links-rechts-Koalition von griechischen Bürgern gewählt wurde, die genug hatten von jahrelanger drastischer Sparpolitik, den Rentenkürzungen sowie Kürzungen im Gesundheits- und Bildungssektor, die vom IWF verlangt werden, damit die Gläubiger Griechenlands ihr Pfund Fleisch zurückbekommen, hegte auch ich die Hoffnung, in Athen sei nun endlich eine Regierung im Amt, die sich für die Interessen ihres Volkes einsetzte.

 

Das, was wir seither erleben, kann man jedoch nur als Clown-Show auf Kosten der Griechen und der gesamten EU bezeichnen. Die Lachenden sind, wie so oft, die Megabanken und die Troika aus EZB, IWF und EU.

 


Hinter der Troika stehen, gut versteckt, die griechischen Oligarchen, die der Staatskasse im Laufe der Jahre mehrere Hundert Milliarden geraubt und auf Nummernkonten in der Schweiz und in Luxemburg transferiert haben, um keinen Pfennig Steuern für ihr Land zahlen zu müssen. 

Und es sieht mehr und mehr danach aus, dass der »linke« Wirtschaftswissenschaftler Varoufakis bei der Zerstörung der gesamten Euro-Zone durch Banker und die erwähnten griechischen Oligarchen die Rolle eines trojanischen Pferdes spielt. 



Alles deutet darauf hin, 

dass Italien nach Griechenland das nächste Opfer sein wird – 

was die gesamte Euro-Zone in eine unvorstellbare Krise stürzen wird.

 



Verdächtige Freunde


Einen Mann erkennt man an der Gesellschaft, mit der er sich umgibt, sagt das Sprichwort. So gesehen umgibt sich Varoufakis für einen Finanzminister, der behauptet, den Lebensstandard seiner Bürger zu verteidigen, mit schlechter Gesellschaft. 


Bevor er im Januar Finanzminister in der Koalitionsregierung von Alexis Tsipras wurde, lebte Varoufakis eine Zeit lang in den USA, wo er für den Videospiele-Entwickler Valve Corporation in Bellevue, Washington, arbeitete. Die Gründer der Firma kamen von Bill Gates‘ Microsoft. Ende der 1980er Jahre studierte Varoufakis Wirtschaftswissenschaften und Spieltheorie an den englischen Universitäten Essex und East Anglia und lehrte in Cambridge. 

Die folgenden elf Jahre verbrachte er in Australien, wo er die australische Staatsbürgerschaft annahm.

 

Als australischer Staatsbürger kehrte er im Jahr 2000 nach Griechenland zurück und lehrte als Professor an der Universität Athen. Von Januar 2013 bis zu seiner Ernennung zum Finanzminister unterrichtete er an der University of Texas, wo er sich mit James K. Galbraith, dem Sohn des verstorbenen Harvard-Wirtschaftswissenschaftlers John Kenneth Galbraith, anfreundete und auch Verbindungen zur Brookings Institution, der Denkfabrik des Washingtoner Establishments, aufbaute. 





Kurz zusammengefasst: 


Varoufakis ist ein australischer Staatsbürger, der in den vergangenen 30 Jahren überwiegend in 

England, den USA 

und Australien 

und nur wenig in seiner griechischen Heimat gelebt hat.

 

An sich genommen heißt das natürlich nicht, dass er kein ehrlicher und effektiver Finanzminister seines Heimatlandes sein könnte. Aber bislang hat er in gerade einmal sechs Monaten mehr als andere dafür getan, 

die Misere für die Griechen zu verschlimmern – sogar mehr als Wolfgang Schäuble oder IWF-Chefin Christine Lagarde.

 

Er agiert, als sei er gegen die drastische Sparpolitik, 

aber seine bisherige Tätigkeit zeigt das Gegenteil: 

Varoufakis war Berater von Ministerpräsident Giorgos Papandreou und der PASOK-Partei, als sich Papandreou mit der EU auf die verheerenden Sparmaßnahmen einigte, damit 

französischen 

und deutschen Banken aus der Patsche geholfen werden konnte. 

Außerdem hat sich Varoufakis wiederholt lobend über Mario Draghi und die EZB geäußert, wenn diese Lösungsvorschläge unterbreiteten, wie Griechenland in der EU gehalten werden könnte – ein Weg, 

der Griechenland 

für die Selbstzerstörung unter dem gegenwärtigen Regime der Troika vorprogrammiert.

 

Varoufakis bat den früheren französischen Premierminister Michel Rocard, ein Vorwort für das Buch Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Euro-Krise zu schreiben, 

das er gemeinsam mit James Galbraith verfasste und in dem er sich mit der Finanzkrise in der EU befasst. Rocard hat die EU aufgefordert, einen europäischen »starken Mann« – sprich Diktator – zu ernennen, der Mann seiner Wahl war Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments und derselbe, der die neue Syriza-Regierung ermahnte, die Sparmaßnahmen einzuhalten, zu der sich frühere PASOK-und konservative Regierungen verpflichtet hatten.

 

1986 gehörte Rocard zu den Verfassern der Einheitlichen Europäischen Akte, die den Weg für die supranationale Europäische Zentralbank frei machte, 

jener Institution, die mit Erfolg die nationale Souveränität in der gesamten Europäischen Union zur Makulatur macht. Varoufakis hat wiederholt erklärt, Griechenland müsse »in den sauren Apfel beißen« und die Auflagen, die von den Bankern und der deutschen Regierung als Mitglied der Euro-Zone auferlegt werden, erfüllen. Zum Grexit werde es nicht kommen. Bei einer offiziellen Arbeitslosigkeit von über 30 Prozent in Griechenland und wirtschaftlichen Einbußen infolge der von der Troika auferlegten Haushaltskürzung sanken die Steuereinnahmen allein im Januar um 23 Prozent unter das angestrebte Ziel von 4,5 Milliarden Euro für den Monat. 

Die Regierung in Athen hat der Mittelschicht schwere Steuerlasten aufgebürdet und Löhne und Renten für Angestellte im öffentlichen Dienst sowie die Leistungen im Gesundheitswesen gekürzt. Die Bürger leiden unter der Sparpolitik, die Banken bleiben mindestens bis zum Referendum am 5. Juli geschlossen. 

Griechenland ist eine menschliche Katastrophe.

 


Wäre Varoufakis der Mann, als der er sich seinen griechischen Landsleuten präsentiert, hätte er eine Strategie verfolgt, wie Griechenland aus dem Euro austräte, 

außerdem eine Strategie 

wie Island, nämlich die Schuldenrückzahlungen an die Troika aus IWF, EZB und EU auf Eis zu legen. 

Dann hätte er in Griechenland eine eigene Währung eingeführt, Kapitalkontrollen verhängt und starke Wirtschaftsbeziehungen zu Russland, China und den BRICS-Staaten aufgebaut.

 

Bei einem Gespräch zwischen Griechenlands Ministerpräsident Tsipras und Russlands Präsident Putin Mitte Juni in Petersburg gewährte Putin eine großzügige Vorauszahlung von fünf Milliarden Dollar für die griechische Beteiligung an der Gazprom-Pipeline TurkishStream.

 

Es hätte Griechenland Luft für die Schuldenrückzahlung an den IWF verschafft. Natürlich waren Brüssel und Washington nicht erfreut. 

Putin bot Griechenland damals die Mitgliedschaft in der BRICS-Entwicklungsbank an, die es dem Land ermöglicht hätte, Kredite aufzunehmen, um die Krise ohne weitere brutale Kürzungen zu überwinden. 

Damit hätte sich Griechenland auch Russland und China angenähert – etwas, dem sich Washington und Brüssel mit aller Macht widersetzen. Griechenland und Varoufakis wandten sich von einer Lösung ab, die die jetzt aufziehende Katastrophe verhindert hätte.

 


Gegenwärtig sieht es tatsächlich so aus, 

als sei Varoufakis‘ Rolle die eines trojanischen Pferdes innerhalb der griechischen Regierung, 

um Griechenland und die Griechen 

für die Schlachtbank vorzubereiten, während er sich als ungebundener Kämpfer für griechische Interessen darstellt.

 


Der ehemalige Vize-Finanzminister der USA und heutige Kritiker der US-Außenwirtschaftspolitik Paul Craig Roberts beschrieb es kürzlich so: 

»Griechenlands Gläubiger, die EU und die Europäische Zentralbank … sind entschlossen, das 

Prinzip zu etablieren, einem Land viel zu viel Kredit zu gewähren 

und 

es dann zu zwingen, durch den Verkauf staatlicher Vermögenswerte und die Kürzung von Renten und sozialen Dienstleistungen dafür zu bezahlen. Die Gläubigerbanken profitieren von der Finanzierung der Privatisierung staatlicher Vermögenswerte an Vorzugskunden.

 

Der Plan von EU und Zentralbank besteht darin, die fiskalische Unabhängigkeit der EU-Mitgliedsländer zu beenden, indem die Steuer- und Haushaltspolitik der EU übertragen wird.« Weiter erklärt Roberts, die griechische »Staatsschuldenkrise wird 

genutzt, um einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten gelten würde. 

Die Mitgliedsstaaten wären keine souveränen Staaten mehr. 



Die Souveränität 

läge bei der EU. 

Die Maßnahmen, die Deutschland und Frankreich unterstützen, werden am Ende ihrer eigenen Souveränität ein Ende bereiten

 


Wie sind Griechenland und die Euro-Zone in eine solche Krise geraten? 

Die Energie, die Europa durchdringt, ist keine von Liebe für die Mitmenschen, sondern von Hass. 

Unter Deutschen gibt es Hass gegen vermeintlich faule griechische Bürger, die Steuern hinterziehen. 

Dieses Bild haben ihnen Mainstream-Medien vermittelt, die unter der Kontrolle der amerikanischen Oligarchen und ihrer Denkfabriken stehen. Es gibt Hass vonseiten der EU-Kommission und der EU-Führung gegen Griechenland, weil Griechenland ihrer Ansicht nach eine Existenzkrise für die EU erzeugt. 

Vielleicht gibt es auch Hass bei Angela Merkel, weil ihr politisches Erbe ruiniert wird.

 

Vor allem aber gibt es Hass gegen die Griechen von den eigenen griechischen Oligarchen. Die griechische Oligarchie – Reeder, Besitzer von Erdölraffinerien, Besitzer von Telekomfirmen, Medienmagnaten und vielfache Milliardäre – beherrscht die griechische Politik seit Anfang der 1990er Jahre. 

Griechen nennen sie die »diaplekomenoi« – die Verstrickten


Dank ihrer Kontrolle über die Medien und altmodischer Begünstigungspolitik haben die Eliten ihre Position bewahrt, indem sie sich Politiker wie Gianis Varoufakis gekauft haben.

 

Mit ihren unversteuerten Milliarden, die sie auf ausländischen Bankkonten verstecken, sind die griechischen Oligarchen bereit, der Zerstörung ihres eigenen Landes zuzusehen, um ihre Milliarden zu bewahren. 

Das ist echter Hass. 

Diese Oligarchen schämen sich, Griechen zu sein. 

Diese Scham reicht 700 Jahre zurück zur Niederlage und Unterwerfung Griechenlands durch das Osmanische Reich, angefangen in den 1360er Jahren. 

Vielleicht ist es Zeit, solche kindischen Hassgefühle endlich zu überwinden.

 

 

 

 

 


 

 

 

 


Leser-Kommentare (76) zu diesem Artikel

03.07.2015 | 09:36

Karmen Bahltau

Herzlichen Dank, Herr Engdahl, für diesen Kommentar. 

Sie schreiben das, was ich schon geahnt habe, wenn ich den Herrn Varoufakis in der Tagespresse mit Signalgesten abgebildet sehe. Ich kann nicht erklären warum aber es kam mir schon immer so vor, als ob auch er nur ein Insider ist, welcher mithilft, die Pläne der Weltelite weiter voran zu treiben. Nun, mit dem Hintergrundwissen Ihres Artikels, sehe ich meinen Verdacht bestätigt. 

Nochmal herzlichen Dank.


03.07.2015 | 08:59

ctzn5

ich denke, Herr Engdahl war sich dessen, dass er mit diesem artikel nicht nur auf zustimmung stösst ganz gut bewusst.

Auch meine Sichtweise ist die genau gegenteilige. u.A. liefert Wassermann recht interessante links, Leser1 den kommentar, dem ich mich vollumfänglich und vorbehaltlos anschliesse. der unmut ist nachvollziehbar aber einige reagieren über! es muss nicht immer alles stimmen - die konsequenzen, die gewisse sachen / taten / handlungen nach sich ziehen ist das...

 Aufklappen


03.07.2015 | 06:25

Nimand

Eigentlich ! Sollten wir uns mit dem griechischen VOLK solidarisieren anstatt auf die zu schimpfen, egal welche Gründen. Wir sitzen alle im selben Boot die dabei ist zu sinken. 

Anstatt sich Spalten zu lassen sollte man zusammenrücken und das Boot stabilisieren. Deutsche Volk + Grichische Volk = stärker. Wenn die Lage stabilisiert ist , kann man immer noch streiten.


03.07.2015 | 01:24

Wolf Larsen

Ich weiß nicht, welcher Typ dieser Billy Engdahl ist. 

Jedenfalls ist der Kopp Verlag bestens beraten, diesem Vollidioten schnellstens keine Plattform für seine Beiträge mehr zu bieten. Voller Zorn ein Österreicher.


03.07.2015 | 01:17

Wolf Larsen

Herr Engdahl, halten sie die Klappe! Genau so irre Beiträge wie dieser verleihen den Kopp Verlag, den Ruf Sammelbecken der Verschwörungstheorien zu sein. 

Ich bin sicher, sie haben nicht einmal den Mumm ihre kruden Theorien zu rechtfertigen.


03.07.2015 | 01:04

Rico

Und zum Thema Hass: 

ich denke nicht, daß die griechischen Oligarchen sich schämen, Griechen zu sein. Die wollen nur sowenig wie möglich Steuern zahlen und sich jeder Verantwortung entziehen. Sind die Oligarchen in den VS, Russland, China oder von sonstwo da anders? 

Das die Strippenzieher in den Reihen der Besitzenden zu finden sind, ist ihnen sicher auch schon früher aufgefallen.

 Und auch das ist nicht nur in Griechenland so. Das Zitat von PCR beschreibt das Geschäftsmodell des...




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Verteidigungsminister: Griechische Armee bereit, einzugreifen

Udo Ulfkotte

Am Donnerstag meldeten viele deutsche Medien das, was Leser von Kopp Online schon am vergangenen Montag erfahren hatten: In Athen besteht die Gefahr eines Militärputsches. Und dann verschwanden die Berichte oder wurden heruntergespielt.

 

Es ist kein Geheimnis mehr, dass der deutsche Auslandsgeheimdienst vor dem Hintergrund der Entwicklung in Griechenland auch die Gefahr eines Eingreifens der Militärs sieht. Es gibt dazu Hintergründe, die man in deutschsprachigen Medien  vergeblich sucht: Trotz Hilfsprogrammen und Austeritätspolitik ist Griechenland weiterhin Europas größter Rüstungsimporteur.

 

Nach BND-Angaben hat die Regierung Tsipras gerade erst einen Vertrag mit dem US-KonzernLockheed Martin über die Modernisierung von Flugzeugen unterzeichnet. Insgesamt geht es bei den Neuprojektierungen der Generäle derzeit im Hintergrund um Aufträge im Wert von mehr als 4,2 Milliarden Euro – und um entsprechend viele Schmiergelder. Da ist der Vertrag mit Lockheed Martinüber die Modernisierung von Flugzeugen im Wert von knapp einer halben Milliarde Euro noch ein vergleichsweise kleines Geschäft.

 

Man könnte also erwarten, dass es bei der Athener Armee realistische Einsparungsmöglichkeiten gibt. Aber derVerteidigungsminister erklärte unlängst: »Sie sollten nicht glauben, dass wir den Rüstungshaushalt um auch nur einen Euro kürzen werden.« Dabei hat Griechenland mehr als 500 Militärstandorte.

 

Und es wäre aus der Sicht eines neutralen Dritten sinnvoll, einen Teil davon zu schließen. Allein, die Militärs wollen das nicht. Klar ist: Wenn die Griechen am Sonntag Sparmaßnahmen zustimmen, dann weiß die Armee nicht mehr, womit sie ihren gewaltigen Apparat finanzieren soll.

 

In Fachkreisen wird daher die Frage diskutiert, wie die Generäle reagieren werden. Die Regierung Tsipras hat bislang Rücksicht auf die Armee genommen und vor allem nicht unter Hochdruck gegen korrupte ranghohe Militärs ermittelt. Klar ist: Bei jedem neuen Rüstungsgeschäft fließen Gelder.

 

Und so ist es kein Wunder, dass die ranghöchsten griechischen Militärs ganz sicher zu den größten Verlierern gehören werden, wenn die Sparmaßnahmen durchgesetzt und fest eingeplante Rüstungsgeschäfte gestrichen werden.  Am Donnerstag meldete dann der deutsche Nachrichtensender N-TV:

+++ 16:07 Verteidigungsminister: Griechische Armee bereit, einzugreifen +++ Griechenlands Verteidigungsminister von der rechten ANEL-Partei sorgt mit einem Satz für Unruhe: Berichten zufolge sagte er: »Das Militär stellt die Stabilität im Land sicher.« Weitere Ausführungen machte er nicht.

Und das Handelsblatt brachte den Aufmacher »Angst vor Staatsstreich in Athen«, siehe nachfolgenden Screenshot:

 

 

Wenige Stunden später ist der Artikel mit der Überschrift »Angst vor Staatsstreich in Athen« wie von Zauberhand verschwunden. Und auch der Spiegel berichtet nun, warum die Generäle sich ganz sicher ruhig verhalten werden. Schließlich hat man den Journalisten das so gesagt, Zitat: »Heute sind die Streitkräfte komplett demokratisch und pflichtbewusst

 

Wie bitte? Woher ist sich der Spiegel-Journalist da so sicher? Und was ist mit dieser Vorrangmeldung, die wenige Minuten zuvor über die Ticker lief:

 

 

Es ist offenkundig nicht gewünscht, dass über die möglichen Szenarien in allen möglich erscheinenden Facetten berichtet wird. Teile der Realität, vor denen auch der BND als Möglichkeit warnt, werden uns offenkundig von den Massenmedien vorenthalten. Niemand weiß, was in den nächsten Tagen in Athen wirklich passieren wird. Aber man tut in diesen Tagen wohl gut daran,sich nicht auf gekaufte Journalisten zu verlassen.

 

Vielleicht ist ja in Wahrheit alles ganz anders als das, was wir gerade in den Medien zu Griechenland präsentiert bekommen. Vielleicht verläuft ja im Hintergrund auch alles nach einem Plan, den deutsche Politiker und Journalisten nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Oder schlicht nicht verstehen.

 

Frank Schäffler beschreibt eine Strategie der griechischen Regierung, die genial wäre, wenn sie tatsächlich so verfolgt würde.

 

In wenigen Tagen werden wir wissen, ob wir von unseren Journalisten zum Thema Griechenland korrekt unterrichtet wurden. Es sind übrigens die gleichen Journalisten, die uns den Euro einst als sichere Währung mit angeblich wundervoller Zukunft verkauft haben.

 

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos sagte jetzt, Griechenland befinde sich »im Krieg« mit der EU und werde nicht nachgeben. Darüber berichtet heute der Londoner Telegraph,aber erstaunlicherweise nicht ein deutscher Journalist.

 

Der Telegraph berichtet auch, dass den Geldautomaten genaueinen Tag VOR dem Referendum das Geld ausgehen wird, sie werden dann nicht mehr bestückt.

 

So will die EU Druck auf die Griechen ausüben, damit diese für die EU stimmen. Wir hatten ja schon am Montag unter Berufung auf den BND darüber berichtet, wer darüber entscheidet, ob und wann die Geldautomaten wieder gefüllt werden: das Söldnerunternehmen G4S –alle Hintergründe dazu finden sich hier. Wer diese Hintergründe kennt, der weiß auch, ob und wie realistisch ein möglicher Putsch der Armee ist…

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (17) zu diesem Artikel

03.07.2015 | 14:41

Livia

Ich habe erst kürzlich erfahren, daß die USA auch schon hinter dem griechischen Militärputsch von 1967 steckte! Gar so unwahrscheinlich ist das also nicht: Die USA / NATO wollen ihre "Südostflanke" im Mittelmeer um keinen Preis verlieren! Die Banker / IWF gehen hin und verlangen Sparmaßmahmen, die Militärs / NATO wollen aber auf keinen Cent verzichten. Dabei behaupten sie, daß Griechenland mehr rüstet, als von ihm verlangt wird - nach außen hin - intern sieht das wohl anders aus! Oder hätte Griechenland nachvollziehbar vor, jemanden zu erobern? Das paßt zur Doppelzüngigkeit und Zweigleisigkeit der USA! Militärputsch stillschweigend genehmigen und sogar bevördern, anschließend über Menschenrechts- und Demokratiedefizite schimpfen und daran eventuell irgendwelche "Maßnahmen" knüpfen, die das betroffene Volk noch mehr knebeln, nicht aber die geostratikeschn Absichten der USA zu kontakarieren, sieht dem Ami auch ähnlich und ist offensichtlich ab 1967 schon einmal so gelaufen!

 Zuklappen


03.07.2015 | 14:23

news.flash.checker

Die Masken gegenüber Griechenland fallen: http://www.griechenland-blog.gr/


03.07.2015 | 14:17

news.flash.checker

“Massenmedien Griechenlands haben Fake-Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, laut denen die meisten Griechen bei dem Referendum am 5. Juli für das Ultimatum der Geldgeber abstimmen werden”: siehe: http://de.sputniknews.com/politik/20150703/303068036.html





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