Dienstag, 14. Juli 2015

GRIECHISCHER SCHULDKOMPLEX UND DIE PERFIDIE DER SYRIZA. (HELIODA1)

Griechische Schuld und die Perfidie der Syriza


F. William Engdahl


Quelle: Kopp online.



In der derzeitigen gefährlichen Phase der Krise um Griechenland und der Knebelforderungen der Troika wird eines deutlich: 

Es wäre nie so weit gekommen, wenn sich die Griechen nicht schuldig an der Verschuldung ihres Landes gefühlt hätten. 

Als Konsequenz dieses Schuldgefühls seit Beginn der Krise im Oktober 2009 wandelt sich die Lage rapide zu einer humanitären Katastrophe, in der mittlerweile ein ganzes Volk vom Untergang bedroht ist.

 

In einem früheren Beitrag habe ich den ehemaligen Finanzminister Gianis Varoufakis als trojanisches Pferd für die in- und ausländischen Oligarchen beschrieben, die die Griechen hinters Licht führen, um sie zu brechen und damit die Hoffnung auf Schuldenerleichterung oder -streichung zu zerschlagen.

 


Am 5. Juli stimmten die Griechen in einem Referendum darüber ab, ob die Forderungen der Troika nach weiterer Sparpolitik als Bedingung für den Verbleib in der Euro-Zone akzeptiert werden sollten oder nicht. 

Rund 61 Prozent der Wähler stimmten mit einem klaren Nein gegen die Sparforderungen der Troika. Tsipras und Varoufakis hatten für dieses Nein geworben 

und 

den Wählern vorgemacht, dadurch erhielten sie in Brüssel und Berlin eine »stärkere Hand«, um der Troika bessere Bedingungen abzutrotzen.

 


Stattdessen erklärte Tsipras am 9. Juli, er habe einen neuen Vorschlag übergeben, der sich bei näherem Hinsehen als praktisch identisch mit den Forderungen der Troika erwies, die die griechischen Wähler gerade vehement abgelehnt hatten. Dieser Verrat bewirkt eine Demoralisierung, wenn nicht Schlimmeres.

 


Nach Varoufakis‘ Rücktritt unmittelbar nach der Abstimmung am 6. Juli ernannte Tsipras Efklidis Tsakalotos zum neuen Finanzminister. Tsakalotos ist ein Oxford-Absolvent, studierter »marxistischer« Ökonom und Freund des anderen Café-»Marxisten« Gianis Varoufakis,aber auch Sprössling einer reichen Familie von Reedern, Landbesitzern und Militärs


Es scheint ein bisschen seltsam für eine Regierung, die vorgibt, gegen Troika, IWF und deren System der Schuldensklaverei zu Felde zu ziehen.

 

Jetzt wird deutlich, dass Tsipras und Finanzminister Tsakalotos das Kapitulationsangebot gegenüber weiteren Sparmaßnahmen mithilfe beratender hochrangiger französischer Bürokraten entworfen haben, 

die Frankreichs Präsident Hollande persönlich zu Tspiras geschickt hatte



Per definitionem 

hat die Syriza-Partei damit Verrat gegen das griechische Volk begangen und das durch das Referendum gewonnene Vertrauen verspielt.

 


Es zeigt sich immer klarer, dass die Griechenlandkrise seit 2009 von vorn bis hinten aus dem Ausland und auch aus Griechenland selbst inszeniert war 

und ist. 


Das war nur möglich, weil sich die Griechen 2009 schuldig fühlten und glaubten, sie müssten durch Zahlungen an die Banker bestraft werden.

 


Genauso hielten sie sich für schuldig, als sie nach Papandreou mehrere Regierungen ins Amt wählten, die sie mit einer Sparmaßnahme nach der anderen bestraften. 


Dasselbe Schuldgefühl veranlasste sie, sich trotz aller Härten den Verbleib in der Euro-Zone zu wünschen.

 




Schuld und das Große Schisma

 

Schuld ist ein schreckliches Gefühl, es kann bei Betroffenen fürchterliche Folgen haben. Oft bringt das Schuldgefühl – ein völlig nutzloses Gefühl, weil es nichts löst und unsere Lage nur verschlimmert – jemanden dazu, sich selbst und andere zu belügen, in dem törichten Versuch, eben jenes Schuldgefühl zu verbergen.

 


Diese Lüge hat selbst schwere Folgen, auch wenn wir diese nicht erkennen. 

Wir haben gegen ein moralisches Gebot unserer Gesellschaft verstoßen und niemand darf das wissen, also lügen wir. 


Typischerweise schämen wir uns für unsere Schuldgefühle

Alle großen Weltreligionen haben Schuldgefühle unter ihren Gläubigern kultiviert, keine meisterhafter als die römisch-katholische Kirche mit ihrem von Augustinus inspirierten Dogma, wonach wir alle in Sünde geboren sind, schuldig bereits vor unserem ersten Atemzug: 

die Doktrin der Erbsünde.

 


Für die aktuelle Griechenlandkrise ist die historische Tatsache nicht unbedeutend, dass die christliche Kirche, die sich vor rund 1700 Jahren aus Byzanz entwickelte, um das Jahr 1054 eine traumatische Spaltung erlebte, die in der Kirchengeschichte als das »Große Schisma« bekannt ist. 

Der theologische Kernpunkt bei dieser Spaltung war die Weigerung der späteren östlichen orthodoxen Kirche, die katholische Doktrin der Erbsünde zu übernehmen. 

Die Orthodoxie lehnt die Vorstellung ab, dass der Mensch schuldig an den Sünden seiner Vorfahren geboren wurde, eine Schuld, die dann gebüßt werden muss.

 


Das grausame Paradox in der Lage des heutigen Griechenlands ist, dass die Griechen trotz des kulturellen Erbes, das die griechische Kultur durchdringt, heute die kollektive Schuld empfinden, etwas Schlechtes begangen zu haben, sodass sie irgendwie verdienen, was sie bekommen. Die Griechen sind dazu gebracht worden, sich nicht mehr gut, sondern schlecht zu fühlen, schuldig, diese schwere Krise in Europa verursacht zu haben.

 


Schuldgefühle bei einem Volk können verheerende Konsequenzen haben, wie die Deutschen nur allzu gut wissen. 1919 zwangen die siegreichen alliierten Mächte die deutsche Regierung zur Unterzeichnung des berüchtigten Artikels 231 des Versailler Vertrages, der Kriegsschuld-Klausel. 



Darin hieß es

»…Deutschland erkennt an, dass Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungenen Krieges erlitten haben.«iii

 


Dass Deutschland gezwungen wurde, die Alleinschuld für den Ersten Weltkrieg zu übernehmen und die anschließende Verurteilung zur Zahlung von Kriegsreparationen an die alliierten Siegermächte USA, Großbritannien, Frankreich und Italien setzte Entwicklungen in Gang, die direkt in das Dritte Reich und die zweite deutsche Niederlage 1945 führten.

 



Der Schweizer Psychoanalytiker C.G. Jung schrieb 1945 in einem Aufsatz, die Deutschen empfänden eine Kollektivschuld für die von ihren Landsleuten begangenen Grausamkeiten. Die Deutschen dazu zu bringen, diese Schuld anzuerkennen, werde eine der wichtigsten Aufgaben sein.iv 


[NB W. Timm / CHZA: C.G. Jung klaute ursprüngliche Fachbezeichnungen von unserem Norddeutschen Privatgelehrten CARL HUTER, nämlich INNERLICHKEITSMENSCH und ÄUSSERLICHKEITSMENSCH - nun hieß es bei Freuf-Schüler Jung INTROVERSION und EXTRAVERSION! Dennoch ist C.G. Jung ein lesenswerter Psychologe!] 



Nach dem Krieg förderten die britischen und amerikanischen Besatzungstruppen Scham und Schuld mit einer Publicitykampagne: »Diese Schandtaten: Eure Schuld«.v

 




Die griechische Erb-»Sünde«

 

Gehen wir zurück zum aktuellen Griechenland-Debakel. 

Wenn man so will, gehen die Wurzeln, was unbezahlbare Schulden und unerträgliche Sparpolitik angeht, zurück zu der Lüge, die die griechische Regierung im Jahr 2000 auftischte, um in den inneren Kreis, die sogenannte Euro-Zone, aufgenommen zu werden.

 


Goldman Sachs 

war aktiv an dieser Lüge beteiligt, Griechenland erfülle die Maastricht-Kriterien einer Obergrenze von drei Prozent im Verhältnis Haushaltsdefizit zu BIP und 60 Prozent Gesamt-Staatsverschuldung zu BIP

Das erreichte die griechische Regierung durch einen komplizierten Währungstrick, den ihr die Weisen bei Goldman Sachs vorgeschlagen hatten.

Um den Euro-Deal unter Dach und Fach zu bringen, verheimlichte die Regierung Brüssel auch Rüstungskäufe in Höhe von 1,6 Milliarden Euro.vi

 


Wir sollen glauben, dass die sozialdemokratische Pasok-Regierung von Kostas Simitis, in der Giorgios Papandreou 2000, zum Zeitpunkt von Griechenlands Euro-Beitritt, Außenminister war, ihr schmutziges Geheimnis vor den Vertretern der Europäischen Zentralbank und EUROSTAT,der offiziellen Statistikbehörde der EU, verbergen konnte.

 


Weiter lautet die offizielle Linie: Als derselbe Papandreou im Oktober 2009 als Ministerpräsident eine neue Pasok-Regierung bildete, beschloss er, das Geheimnis zu lüften, das ihm 2000 als Außenminister in der Regierung Simitis bekannt war. 

Papandreou erklärte, er habe »entdeckt«, dass Griechenlands jährliches Defizit nicht drei Prozent, sondern 12,7 Prozent betrug. Diese Nachricht allein hätte nicht notwendigerweise die folgende Schuldenexplosion ausgelöst.

 


Papandreous Erklärung bewirkte, dass die Rezession in Griechenland, eine Folge der globalen Finanzkrise vom September 2008, zu einer schweren Krise wurde. 

Zum Zeitpunkt seiner Erklärung lag die Arbeitslosigkeit bereits bei zehn Prozent und die New Yorker Ratingagenturen stuften die griechische Staatsverschuldung auf BBB+ herunter, der niedrigsten Bewertung in der Euro-Zone.

 


Beraten wurde Papandreou bei der Entscheidung, auf die damalige tiefe Rezession mit Sparpolitik zu reagieren, von Gianis Varoufakis, dem soeben zurückgetretenen Finanzminister von der Syriza, 

der maßgeblich dazu beitrug, Griechenland in den Schlamassel zu stürzen, in dem es sich heute befindet. 

Papandreou folgte Varoufakis‘ Rat und verhängte drakonische Sparmaßnahmen, die eine volle Krise auslösten. 

Die Regierung kürzte Ausgaben, erhöhte Steuern, legte Neueinstellungen auf Eis, setzte das Rentenalter herauf und kürzte die Gehälter im öffentlichen Dienst um zehn Prozent. Überall im Land kam es zu Streiks gegen die Sparpolitik.vii

 

Ein sorgfältig gehegtes Märchen besagt, die Milliardenkredite von EU, EZB und IWF seien direkt den Griechen zugutegekommen, die, wie die Mainstream-Medien unablässig betonen, von einem überaus großzügigen Rentensystem profitierten und sich weigerten, Steuern zu zahlen. Natürlich sorgt das für Wut an deutschen Stammtischen.

 


Doch dieses Bild ist nicht richtig. Seit die Krise mit voller Wucht ausbrach – mit Hedgefonds-Attacken auf den griechischen Rentenmarkt und den Euro, angeführt vom Mega-Spekulanten George Soros im Februar 2010viii, die die Zinsen für die griechische Regierung in die Höhe jagten, hat die Troika Darlehen und Kredite in Höhe von rund 240 Milliarden Euro vergeben.

 



Die wirkliche Frage, 

die in den Mainstream-Medien der EU nie beantwortet wurde, lautet: 

Was ist mit dem Geld passiert? Der griechische Ökonom Gianis Mousakis hat berechnet, 

dass von den 240 Milliarden Euro 83 Milliarden in die Rückzahlung alter Schulden vornehmlich bei französischen und deutschen Banken flossen.


 

Weitere 41 Milliarden Euro wurden für Zinszahlungen für bestehende Staatsanleihen verwendet, die ebenfalls hauptsächlich von nicht-griechischen EU-Banken und anderen Banken gehalten werden. 


Mit weiteren 48 Milliarden Euro wurde privaten Banken aus der Patsche geholfen, Banken, die zum größten Teil 

griechischen Oligarchen gehören, die laut Gesetzen in Griechenland keine Steuern bezahlen müssen.

 

Weitere 35 Milliarden flossen in die Finanzierung des Schulden-»Haircut« von 2012. Das sind zusammen 207 Milliarden Euro von bislang insgesamt 240 Milliarden; 86 Prozent der Summe, 

und 

das meiste geht in die Rettung französischer und deutscher Banken, die in dem Wissen in die griechischen Schuldenpapiere eingestiegen sind, dass sie, wenn die Blase platzt, »zu groß sind, um bankrott zu gehen«. 


EZB und EU würden gezwungen sein, ihnen aus der Patsche zu helfen – genau das ist passiert.

 


Nur 27 Milliarden von den 240 Milliarden Euro sind in den griechischen Haushalt oder in Infrastruktur-Investitionen geflossen. 

Und für diesen Kredit übernahm die griechische Regierung die Schuldobligation der rücksichtslosen Banken, darunter auch griechische Banken.ix

 




Die Schuld

 

Unter dem Strich heißt das: Griechenland und die Griechen sind belogen, betrogen, beraubt und jetzt verraten worden – 

durch Syriza und Ministerpräsident Tsipras, von denen sie gehofft hatten, sie würden sich für den Bestand des Landes einsetzen. Seit Anfang 2010 erleben die Griechen, was Holger Schmieding von der Berenberg Bank als »das härteste Sparprogramm …, das ein westlicher Staat in Friedenszeiten jemals aufgelegt hat« bezeichnet.x

 


Keine Regierung wäre durchgekommen mit dem, was Papandreou und Varoufakis ihren griechischen Landsleuten seit 2010 aufbürdeten, hätten die Griechen sich nicht selbst des Finanzbetrugs schuldig gefühlt. 

Sie waren und sind keines finanziellen Vergehens schuldig, abgesehen höchstens von den Praktiken zur Steuervermeidung, die sie ihren Oligarchen abgeschaut haben. 

Doch die Medienbarrage von Oligarchen-Medien in und außerhalb Griechenlands überzeugte sie offensichtlich, dass sie »gesündigt« hätten.

 


Es sei betont, dass das Wort für Sünde und Schuld in allen großen Religionen dasselbe ist. Zufall? Ich glaube nicht. 

Hinter diesen »Schulden« stehen Gläubiger, die von den »schuldigen Sündern« ihr Pfund Fleisch verlangen. 

Gehen Sie zurück zu der blutigen Geschichte der großen Kreuzzüge, Kriege, die vom Papst in Rom erklärt wurden, anfänglich zur Eroberung Konstantinopels und Umgebung von der östlichen orthodoxen Kirche nach dem großen Schisma von 1054, um sie der römisch-katholischen Kirche einzuverleiben.

 

1146 richtete Bernhard von Clairvaux einen Brief an die Tempelritter, den mächtigsten und reichsten militärischen Orden in der Zeit der mittelalterlichen christlichen Kreuzzüge gegen den »ungläubigen« Islam. 


Bernhard erklärte den Templern

»Der Christ, der den Ungläubigen im Heiligen Krieg tötet, ist seines Lohnes sicher, noch sicherer, wenn er selbst den Tod findet.« (De Laude Novae Militia, III-De Militibus Christi).

 


Der charismatische französische Abt Bernhard von Clairvaux mobilisierte Zehntausende armer, ungebildeter Bauern aus Süddeutschland und Frankreich. 


Sein Schlachtruf lautete

»Eile, die Wut des Himmels zu besänftigen … Eile alsdann, deine Sünden durch Siege über die Ungläubigen zusühnen, und lass die Übergabe der Heiligen Stätten die Belohnung für deine Reue sein… Verflucht sei der, der sein Schwert nicht mit Blut beschmutzt.«xi

 


Bernhard pflanzte den Bauern die Furcht vor Gott ein und überzeugte sie, der einzig mögliche Weg, für die Schuld, in Sünde geboren zu sein, zu büßen, liege im Töten Ungläubiger und dabei Byzanz vom orthodoxen byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos für Rom zu erobern. Heute übernehmen die Rolle der Kreuzzug-Könige, Ludwig VII. von Frankreich und Konrad III. aus Deutschland, Präsident Hollande und dessen gefügiger Finanzminister Sapin sowie Bundeskanzlerin Merkel und ihr hartherziger Finanzminister Schäuble.

 


Schuld 

und 

das Schüren von Schuldgefühlen bei einem Einzelnen oder ganzen Ländern zählt zu den gefährlichsten Methoden, mit denen Kirchen und schlechte Politiker ihre Menschen manipulieren. 


Aus Schuld wird eine irrationale Angst vor Bestrafung



Die Griechen werden in der Tat bestraft für Sünden, 

die sie nicht begangen haben. Kein französischer Banker, 

kein Banker von Goldman Sachs, keine französische IWF-Direktorin Lagarde wandert für seine oder ihre 

Rolle in der Krise ins Gefängnis



Mario Draghi, 

ehemaliger Goldman-Sachs-Banker, wird wie ein Held behandelt, wenn er die derzeitige Phase der Griechenlandkrise am 11. Februar beschleunigt


Damals erklärte er, keine weiteren griechischen Staatsanleihen als Sicherheiten für EZB-Kredite anzunehmen, 

und 

beschleunigte damit die Krise, die Varoufakis und 

Tsipras nutzen, um ihr Volk zu verraten. 





[DER VERRAT]


Der Verrat lag in Tspiras »Ja« zur Troika, drei Tage nach dem klaren »Nein« der griechischen Wähler 

zu weiteren Austeritätsforderungen der Troika.

 


Griechen sind und waren

besonders bevor sie von Politikern und Oligarchen in die EU und den Euro gelockt wurden, 

wunderbare, warmherzige, ruhige Menschen



Sie sind sozial und 

freuen sich am Guten und Schönen im Leben gutes Essen mit netten Leuten, gute Musik und Tanz. 

Und genau dieses Gute wird jetzt zerstört.

 

Durch den 

offenkundig lange geplanten Verrat an den Griechen 

durch griechische Oligarchen

 und 

deren politische Anhängsel wie Varoufakis, Tsipras und jetzt Finanzminister Efklidis Tsakalotos im eigenen Land 

und 

von ausländischen Interessen hinter der Troika 

droht den Griechen die nächste Folge im Schuldzyklus – von Angst vor Bestrafung zum Wunsch nach Rache an denen, die ihnen das alles ihrer Ansicht nach angetan haben. Gott 

verhüte

dass dieses Stadium jetzt einsetzt. Nur wenn verstanden wird, dass es keine Schuld gibt, 

sondern 

vielmehr kriminelles Handeln, um das griechische Volk zu zerstören, werden Griechen die innere Stärke finden, das Gute zu tun und die Krise zu lösen. 

Die Alternative sind Mord und Selbstmord, und davon hatten wir wahrlich genug.

 

 


Fußnoten

 

i Denis MacShane, »Greeces New Found Love of Irelands Sinn Fein: Why the Syriza government will stay its go-it-alone course«, 8. Juli 2015.

ii Stephan Richter, »Has Tsipras Delivered?«, 10. Juli 2015.

iii »Peace Treaty of Versailles, Articles 231-247 and Annexes, Reparations«.

iv Jeffrey K. Olick, Andrew J. Perrin (2010), Guilt and Defense, Harvard University Press, S. 24 f.

v Jeffrey K. Olick (September 2003), »The Guilt of Nations?«, Ethics & International Affairs 17 (2): 109–117.

vi Charles Forelle, Stephen Fidler, »National Leaders Ignored Greece's Soaring Debt for Years«, 3. März 2010,The Wall Street Journal.

vii »Greece unveils austerity programme to cut deficit«,BBC, 3. Februar 2010.

viii Susan Pulliam, Kate Kelly, Carrick Mollenkamp, »Hedge Funds Try Career Trade Against Euro«, The Wall Street Journal, 26. Februar 2010.

ix Vincent Körner, »Griechischer Frühling Syriza«, Neues Deutschland Dossier, März 2015.

x Zitiert in Vincent Körner, a.a.O.

xi James Meeker Ludlow, The Age of the Crusades,Christian Literature Co. (1896) S. 164 ff. 

 

 

Leser-Kommentare (32) zu diesem Artikel

14.07.2015 | 16:09

pedrobergerac

Ich sehe das auch viele enttäuscht sind über das vermeintliche "weiterso" Politik. Nichts könnte aber weiter weg von der Wahrheit sein als diese vermeintliche Einigung. 

Sie ist trügerischer als alles je dagewesene! Folgendes spielt sich nun ab ( Drehbuch ) : Das was jetzt abläuft ist die Insolvenzabwicklung !!! 

Man sagt jetzt Leute wenn ihr für euer Volk noch was retour wollt geht es nur noch mit Sachwerten an die kommt ihr aber nur noch über einen letzten Deal mit...

 Aufklappen


14.07.2015 | 15:51

Niemand

@Frank Hofmann , genau das denke ich auch. Alle sind nur geblendet. 

Wie immer! 

Die Menschen lernen nie ! 

Es wird ein erwachen geben, die richtig weh tut. Nie wurde was gutes im Sinne für Menschheit getan, nur für einige wenige. 

Aber das wird hier immer überlesen. Sehen Sie China, wie dort regiert wird. 

Das wir schön ausgeblendet. 

Unsere neuen Herren, wenn dem so kommen soll , werden uns noch schlimmer Knechten als jetzt.


14.07.2015 | 15:29

kryon

Der beste Artikel, den ich je gelesen habe. Danke bestens!


14.07.2015 | 14:44

Frank Hofmann

Das Märchen von den guten BRICS Staaten. Ich verspreche allen hier, dass sich die BRICS in einen Zombie verwandeln werden, der noch grausamer wird als das NATO Monster. Weder Putin noch Hi sind Vorsteher von direkten Demokratien. 

Und beide Staaten werden von nationalistisch geprägten Parteioligarchen gelenkt. In der alten Weltordnung der NATO sieht es keinen Deut besser aus. 

Was hat also der kleine Mann von den BRICS? NICHTS! 

Was heute klein aussieht, wird morgen groß sein. Was...





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