Freitag, 8. Mai 2015

70. GEBURTSTAG VON KEITH JARRETT AM 8. MAI. (HELIODA1)

Keith Jarrett - Ein Künstler, der stets neue Standards setzt

Quelle: jazzecho.de

Zum 70. Geburtstag von Keith Jarrett am 8. Mai erscheinen neben zwei neuen Alben auch fünfzehn Klassiker im MfiT-Format (Mastered for iTunes). 

Keith Jarrett, Zum 70. Geburtstag des Ausnahmepianisten© Henry Leutwyler/ECM RecordsKeith Jarrett


Standards zu spielen gehört zum Grundhandwerk eines jeden Jazzmusikers. 

Standards zu setzen ist dagegen nur einigen wenigen vorbehalten. 

Keith Jarrett hat in seiner Karriere beides gemacht. In seinem sogenannten "Standards"-Triomit Bassist Gary Peacock und Schlagzeuger Jack DeJohnette, das 2013 sein 30-jähriges Jubiläum feierte, sogar zur selben Zeit. 

Seit 1983 beweist dieses Trio unermüdlich, dass die Klassiker des "Great American Songbook" nicht zum alten Eisen gehören, wenn sie nur in die richtigen Hände fallen. 

Ebenso rastlos setzte Jarrett aber auch immer wieder neue Standards für Piano-Soloimprovisationen. 

Angefangen bei dem Studioalbum "Facing You", mit dem er 1972 bei ECM debütierte, über das erste monumentale Live-Soloalbum "Bremen/Lausanne" und das unglaublich populäre "Köln Concert" bis hin zu "Rio" aus dem Jahr 2011.


Doch man würde der tatsächlichen Vielseitigkeit dieses Künstlers nicht gerecht werden, wenn man ihn nur auf diese erfolgreichen und von der Kritik stets in höchsten Tönen gelobten Solo- und Trio-Alben reduzieren würde. 

Den Beweis dafür liefert nun eine Serie mit Neu- und Wiederveröffentlichungen, die anlässlich des 70. Geburtstags von Keith Jarrett am 8. Mai 2015 erscheint.


"Creation" enthält Musik aus sechs improvisierten Solokonzerten, die der Pianist 2014 in Tokio, Toronto, Paris und Rom gab, und zu einer ungemein lyrischen Suite formte. 

Auf "Samuel Barber/Béla Bartók", aufgenommen bereits Mitte der 1980er Jahre, steht hingegen der fantasievolle Interpret klassischer Werke im Fokus. Parallel richtet iTunes für Jarrett eine "Curated Artist Page" ein, auf der fünfzehn neu gemasterte Klassiker des Pianisten im MfiT-Format (Mastered for iTunes) angeboten werden. 

Zehn dieser Alben präsentieren den Jazzmusiker Jarrett, mal als Solisten oder mit seinem "Standards"-Trio", dann wieder mit seinem amerikanischen (feat. Dewey Redman, Charlie Haden & Paul Motian) oder europäischen Quartett (feat. Jan Garbarek, Palle Danielsson & Jon Christensen) der 1970er Jahre oder gar in einem orchestralen Rahmen. 

Auf den anderen fünf Alben spielt Jarrett klassische Werke von Schostakowitsch, Bach, Händel und Mozart

Die Alben kann man bei iTunes auch besonders preiswert zusammen in einer "Jazz Collection" und einer "Classical Collection" erwerben. 

Auf Keith Jarretts Facebook-Seite wird es außerdem eine Fan-Aktion anlässlich des Geburtstages geben.


Im Mai kommt Keith Jarrett für zwei Solokonzerte nach Europa. 

Am 18. Mai tritt er im Teatro San Carlo in Neapel auf und am 22. Mai im KKL in Luzern. 

Weitere Jarrett-Auftritte in Europa sind für dieses Jahr bislang nicht geplant.


Alle Veröffentlichungen zum 70. Geburtstag von Keith Jarrett:

Neuerscheinungen:

  • Keith Jarrett - Creation (ECM 2450)
  • Keith Jarrett - Samuel Barber/Béla Bartók (ECM New Series 2445)


Wiederveröffentlichungen im MfiT-Format (Mastered for iTunes):

Keith Jarrett - A Jazz Collection:

  • Keith Jarrett - Facing You (ECM 1017)
  • Keith Jarrett - Belonging (ECM 1050)
  • Keith Jarrett -The Köln Concert (ECM 1064/65)
  • Keith Jarrett - Arbour Zena (ECM 1070)
  • Keith Jarrett - The Survivors’ Suite (ECM 1085)
  • Keith Jarrett - My Song (ECM 1115)
  • Keith Jarrett - Eyes Of The Heart (ECM 1150)
  • Keith Jarrett - Standards Vol. 1 (ECM 1255)
  • Keith Jarrett - Changes (ECM 1276)
  • Keith Jarrett - Standards, Vol. 2 (ECM 1289)

Keith Jarrett - A Classical Collection:

  • Shostakovich - 24 Preludes and Fugues (ECM New Series 1469/70)
  • Bach - 3 Sonaten für Viola da Gamba/Cembalo (ECM New Series 1501)
  • Bach -  The French Suites (ECM New Series 1513/14)
  • Händel - Suites for Keyboard (ECM New Series 1530)
  • Mozart - Piano Concertos I (ECM New Series 1565/66)

 



Keith Jarrett, Zum 70. Geburtstag des Ausnahmepianisten
KEITH JARRETT
 
Zum 70. Geburtstag des Ausnahmepianisten
 

 
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Keith Jarrett - Verdoppelte Kreativität


Quelle: http://www.jazzecho.de/keith-jarrett/news-und-rezensionen/news/article:233554/keith-jarrett-verdoppelte-kreativitaet?utm_source=static&utm_medium=email&utm_content=textLink&utm_campaign=int-je-nwl-kw-19

Bei den Aufnahmen für das neue Soloalbum "Creation" bewies Keith Jarrett seine Kreativität nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinterher im Studio. 

Keith Jarrett, Keith Jarrett - Verdoppelte Kreativität© Henry Leutwyler/ECM RecordsKeith Jarrett


Wohl kein anderer Jazzkünstler beherrscht die hohe Kunst, aus dem Stegreif heraus zu "komponieren", so perfekt wie Keith Jarrett

Seit den frühen 1970er Jahren spiegelten Aufnahmen seiner Solokonzerte stets ungefiltert wieder, wie sich der Fluss seiner spontanen musikalischen Ideen und Inspirationen im Laufe eines Abends entwickelte.


Für "Creation" griff Jarrett nun erstmals nachträglich auf intuitive Weise in diesen kreativen Prozess ein. 

Die Aufnahmen, die diesem Album zugrunde liegen, wurden 2014 bei sechs Konzerten in Tokio, Toronto, Paris und Rom aufgezeichnet. 

Nachdem Jarrett sie intensiv durchgehört hatte, wählte er die seines Erachtens prägnantesten Episoden heraus: 

allesamt improvisierte Stücke mit betont liedhaften Charakter. 

Diese ordnete er danach so an, dass eine Art Suite mit einer eigenen inneren Logik und Dynamik entstand und formte sie zu einem ungemein lyrischen Opus. 

Zugleich beweist Jarrett hier aber auch seine geradezu unheimliche Begabung, ad hoc bezwingende Musik zu erschaffen. 

Sein melodisch-harmonischer Einfallsreichtum als Improvisator und seine Fähigkeit, immer wieder neue Formen zu finden und auszugestalten, ist auch nach all den Jahren berauschender Solokonzerte noch bemerkenswert.


"Jarrett ist so bedeutend, weil er die Geheimnisse des Improvisierens kennt wie kaum irgendjemand", schrieb der kanadische Kritiker Paul Wells nach dem Auftritt in Toronto. 

"Er versteht es, mit Melodie und Logik, mit strukturierten und überraschenden Momenten auf vielfältige Weise und unbegrenzt jonglieren."




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