Montag, 23. Februar 2015

SCHWEIZER BREITSEITE AUF DIE DEUTSCHE "LÜGENPRESSE". (HELIODA1)

Schweizer Breitseite auf die deutsche »Lügenpresse«

23.02.2015

Sie grenzen aus. 

Sie operieren mit Verdachts-Berichterstattung. 

Sie lehnen sich an das politische Establishment an. 

Und sie benehmen sich gegenüber ihrem Publikum wie »strenge Kolonialoffiziere«. 

Das sind nur ein paar der schroffsten Vorwürfe, mit denen die Neue Zürcher Zeitung deutschen Leitmedien in einem scharfen und phasenweise bissigen Kommentar die Leviten liest.

Ausgangspunkt der dicken medialen Watsche aus Zürich ist die Beobachtung, dass »in Deutschland die Medienverdrossenheit in Medienverachtung umgekippt ist«. 

Wer die Kommentare von Lesern auf den Webseiten und in sozialen Plattformen der tonangebenden Medien liest, der weiß, wovon die NZZ da spricht.


Der Aufstand des Publikums hat nach Beobachtung der Zeitung allerdings eine neue Qualitätsstufe erreicht. 

Ursprünglich habe er sich auf das Internet beschränkt und sich in Umfragen wie der des NDR-Medienmagazins Zappgeäußert.

Dieses berichtete kurz vor Weihnachten, dass nur knapp ein Drittel der Bevölkerung großes bis sehr großes Vertrauen in die Medien hat. 


Beststeller wie Udo Ulfkottes Gekaufte Journalisten hätten ebenfalls auf die wachsende Verachtung gegenüber Mainstream-Journalisten hingewiesen.


Doch inzwischen sei die wachsende Wut sogar schon ein »Mobilisierungsmotiv für Straßenprotest« geworden. 


Die NZZ beobachtet, dass unter dem Ansturm der Kritik der »bleierne Konsens« der etablierten Medien zu brechen beginnt.

Als Beispiel wird die Wochenzeitung DIE ZEITgenannt, die am 29. Januar unter der Schlagzeile »Europa: Ausweitung der Kampfzone« erstaunliche Selbstkritik geäußert hat

Das Blatt gestand in dem Kommentar:

»Die Politik predigt Alternativlosigkeit, und die Medien skandalisieren jede Tabuverletzung. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Bürger vom System frustriert sind


Als dieser Frust sich bei PEGIDA-Märschen in Dresden und anderswo Bahn brach, hätten, so die NZZ, »die tonangebenden Medien nicht mit ergebnisoffener Recherche, sondern mit gewohnten Reflexen reagiert«.


Mit Verdachtsberichten und unüberprüfbaren Unterstellungen hätten führende Mainstream-Publikationen hinter der Fassade »den Nazi zu enttarnen« versucht.


Die NZZ distanziert sich bei ihrer Analyse vom Begriff Lügenpresse. 

Kein Wunder, sie ist selbst ein mediales Flaggschiff in dem von frustrierten Lesern und Zuschauern attackierten System. 



[LEITMEDIEN und PEGIDA]

Doch das Blatt verweist auf eine vielsagende Beobachtung:

Die Leitmedien hätten bei ihren Berichten über PEGIDA die verbreiteten Informationen in eine große »und allzu distanzlos mit der Politik geteilte Rahmenerzählung vom Kampf der Weltoffenheit und Vielfalt gegen bornierte Einfalt« eingebettet.


Die Erklärung für dieses ausgrenzende Verhalten gegenüber Bürgern, die Meinungen außerhalb des vom System tolerierten Konsens artikulieren, lautet bei der NZZ so:

Den Massenmedien – so wird der Medienanalytiker Lutz Hachmeister zitiert – fehlen in Deutschland auf der rechten Seite des Spektrums Publikationen, die die dort angesiedelten Ansichten und Interessen artikulieren und wiedergeben können.


Die übrigen Medien lehnen sich demnach mit ihren abgeschliffenen Konturen und ihrem »ausgezehrten argumentativen Inventar« an den »sozialdemokratisch-ökologischen Konsens der deutschen Politik« an und entlarven sich dabei – obwohl sie sich »vom Selbstverständnis her eher linksliberal und grün-alternativ fühlen«, als ein »faktisch konservatives Establishment«.


Im Klartext: 

Sie sind System-Stabilisierer, die ganz im Sinne der politischen Kaste die Deutungshoheit suchen, anstatt ohne Blick auf das Ergebnis Entwicklungen und Bewegungen auszuleuchten und Befindlichkeiten im Wahlvolk zu analysieren und zu artikulieren.


Das Bild, das hier gezeichnet wird, ist das von einem Wachhund, der zum Schoßhund der Berliner Kartell-Parteien mutiert ist und einen erklecklichen Teil des Wahlvolks ausgrenzt.



[VERRAT AM TEIL DER LESERSCHAFT]

Das ist auch Verrat an einem Teil der (potenziellen) Leserschaft. 

Und das zu einer Zeit, in der das Überleben der Mainstream-Blätter bereits seit Jahren mehr vom Verkauf an die Leser abhängt, als von den schwer eingebrochenen Anzeigen-Einnahmen.

Quelle: Kopp-online vom 23.02.2015




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