Familie Rothschild und das Satiremagazin Charlie Hebdo // CC-BY WIlhelm von Pax

Familie Rothschild und das Satiremagazin Charlie Hebdo // CC-BY WIlhelm von Pax

Laut Berichten des niederländischen Wirtschaftsmagazins “Quote” hat die Bankiersfamilie Rothschild das französische Satiremagazin Charlie Hebdo übernommen. 

Die Redaktion des Religionskritischen Magazins war am 7.01.2015 von mehreren Islamistischen Attentätern angegriffen worden. 

Dabei starben 13 Menschen, darunter der Chefredakteur des Magazins. 

Laut “Quote” hätte es innerhalb der von Verschwörungstheorien umwobenen Familie Diskussionen über die Übernahme der Verlegschaft gegeben, letztendlich hätte man sich aber für eine Übernahme entschieden.

“Von meinem Onkel Baron Edouard de Rothschild gab es einige erhebliche Einwände gegen die Übernahme 

Einige Verwandte wollte den Kauf blockieren , Weil das uns in den Medien zu einer politischen Kraft machen würde. Wir wollen das auf jeden Fall vermeiden. Wir haben nichts mit Politik zu tun. 

Letztlich wurden die Kritiker in der Familie überstimmt. “

Im Interview ging es um den Kauf des französischen Verlages “Liberation”, der auch die Satirezeitschrift Charlie Hebdo verlegt. 

Dabei sei eine Millionensumme aufgewendet worden. 

Das Magazin startete am Mittwoch mit einer Millionenauflage und erreichte weltweite Bekanntheit. 

Philippe de Rothschild hat laut “Quote” seit Dezember eine Mehrheitsbeteiligung am zuständigen Verlag. 

Das Interview wurde am 18.12.2014 veröffentlicht.

Rothschild ist der Name einer jüdischen Familie, deren Stammreihe sich in Deutschland ab 1500 urkundlich belegen lässt. 

Ihre Mitglieder sind seit dem 18. Jahrhundert vor allem als Bankiers bekannt geworden. 

Sie zählten im 19. Jahrhundert zu den einflussreichsten und wichtigsten Finanziers europäischer Staaten. 

Das Stammhaus des Bankgeschäfts war M. A. Rothschild & Söhne in Frankfurt

die Familie ist weiterhin über verschiedene Nachfolgeinstitute im Bankgeschäft tätig, hauptsächlich im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung. 

Heute spielt die Bankiersfamilie eine weitaus geringere Rolle. 

Die Banken und Institute, die noch in Familienbesitz sind, sind kaum mehr zusammenhängend und bilden nur wenig Marktanteil aus. 

Trotzdem gehört die Familie zu einer der reichsten der Welt.