Freitag, 29. August 2014

DIE IRMINSUL. (HELIODA1)

Die Irminsul

 
 
 
 
 
 
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Vorweg ein kurzer Hinweis:


Trotz aller gelesenen Texte, war es für uns undurchsichtig, etwas konkretes auszumachen, so dass wir nun Mutmaßungen anhand von Zeittafeln und einigen “Aussagen” anstellen.

Wer hierzu anderes Wissen hat, kann uns das gerne schreiben. Damit wir aktualisieren und uns austauschen können, da dieses Thema sehr interessant ist.


(Irmansûl, Yrmensûl, Ermensul, ahd., „allgemeine, alles tragende Säule”, Irminsäule) Bei den Sachsen war Irminsul, benannt nach dem Kriegsgott Irmin, ein großer und heiliger Baumstamm, Sinnbild des Weltbaumes. Irmin (der Erhabene) war als Sohn des Mannus der Stammvater der germanischen Stammesgruppe der Herminonen.



Die Irminsul war ein Heiligtum heidnischer Germanen. Die gewaltige Säule soll die Verbindung des Himmels mit der Erde symbolisiert haben. Wenn diese Verbindung unterbrochen ist, gerate die Welt ins wanken. Irminsul wird daher als sächsische Entsprechung der eddischen Yggdrasil betrachtet. Diese soll zu Beginn des Weltenbrandes erbeben und das die Götterdämmerung (Ragnarök) ankündigen (Völuspá, 39).

(Quelle: Link)

Der Mönch Rudolf von Fulda (gest. 865), dem wir die einzige ausführlichere Nachricht zur Irminsul verdanken, schreibt dazu in De miraculis sancti Alexandri (Kap. 3):

„Truncum quoque ligni non parvae magnitudinis in altum erectum sub divo colebant, patria eum lingua Irminsul appellantes, quod Latine dicitur universalis columna, quasi sustinens omnia.“

„Sie verehrten auch unter freiem Himmel einen senkrecht aufgerichteten Baumstamm von nicht geringer Größe, den sie in ihrer Muttersprache ,Irminsul‘ nannten, was auf lateinisch ,columna universalis‘ (dtsch. All-Säule) bedeutet, welche gewissermaßen das All trägt.“

(Quelle Wikipedia)

 

Irminsul

772 soll von Karl dem Großen die Irminsul zerstört worden sein. Diese Zerstörung soll nicht minder 3 Tage lang gedauert haben und wurde so vehement vollzogen, dass ein Wiederaufbau etc. nicht mehr möglich war.

Hier treten schon div. Ungereimtheiten auf, was die „Verschleppung“ der Irminsul, nach deren Zerstörung anbelangt.

Mutmaßen wir mal:
Nach eingehender Lesung sind wir nun u.E. zu folgendem Schluss gekommen:

Auf der Irminsul befand sich ein Symbol, ob Armin=Hermann, oder ein Anderes, ist nicht genau bekannt. Wobei seinerzeit in Corvey eine Steintafel mit der Inschrift: „Dux ego gentis Saxonum, Victoriam certam polliceor me venerantibus.“ gefunden wurde, was bedeutet: „Das ist/ Ich bin der Sachsen führer/ sage zu gewissen Sieg/ denen die mich ehren.“ Demnach kann es sich hierbei nur um eine menschliche Gestalt als Symbol auf der Irminsul gehandelt haben.
Dieses „Symbol“ hatten sich die Saxen nach der Zerstörung der Irminsul angeeignet und in Sicherheit gebracht.
Karl der Große ließ in einer heimlichen Nacht- und Nebelaktion die Überreste der Irminsul nach Corvey bringen und dort verbuddeln.
814 starb Karl der Große, 816 wurde sein Sohn Ludwig Kaiser und 818 wurde das Kloster Corvey gegründet.  Da aber Ludwig 840 verstarb, kann die Jahreszahl bei der Überführung der Überreste der Irminsul, nämlich anno 882 nicht stimmen (da eindeutig Ludwig diese Überführung zugeschrieben wurde). Somit muß zwischen 818 und 840 die Irminsul nach Hildesheim gebracht worden sein.

Grund für die Überführung nach Hildesheim war, dass Ludwig wohl dachte „aus den Augen, aus dem Sinn“ für die Saxen und was sie nicht anbeten können, oder wissen, dass es noch existiert, kann auch nicht zum Streit führen. Heimlich wollte er nun die Überreste nach Hildesheim schaffen lassen.
Bei aller Heimlichkeit aber, kam das natürlich raus und so rotteten sich Westfalen zusammen, verbündeten sich mit den Saxen und diese überfielen dann den geheimen Trupp der Franken nach Hildesheim.
Allerdings hatten die Westfalen und Saxen kein Glück, verloren den Kampf und die Irminsul war verloren. Die Irminsul wurde angeblich in den Hildesheimer Dom gebracht. Der Ort an dem dieser Kampf, oder diese Schlacht statt fand, nennt man heute Irmenseul (früher Armenseul). Acht Mann von beiden Seiten wurden getötet, so dass man drei Gedenksteine errichtete, wo später auch eine Kapelle erbaut wurde und eine Siedlung entstand.

Wobei wie in dem unten angeführten Link zu lesen ist, bzw. angenommen werden kann, dass die geschriebenen Texte von Conradus Fontanus monachus erst im Hochmittelalter oder später enstanden sind. Demnach ist hier die Authentizität dieser Texte auch beschränkt, bzw. fraglich.
(Infos hierüber: Link)

sachsenkriege.preview

Die Karte vermittelt einen Überblick zu den verschiedenen kriegerischen Auseindersetzungen mit den unterschiedlichen Gruppen der Saxen zwischen 772 und 804.

Quelle: 799 Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn, Katalog der Ausstellung Paderborn 1999, hg. von Christoph Stiegemann und Matthias Wemhoff, Bd. 1 (1999) S. 265 Abb. 1.

 

 

Quelle: http://eggevolk.de/?Die_Iburg_-%26nbsp%3B_Hausburg:Die_Irminsul



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