Sonntag, 13. Juli 2014

ELEKTRIFIZIEREND: GIGANTISCHER FUTURISTISCHER "TESLA-TURM" NAHE MOSKAU. (HELIODA1)

Elektrifizierend: Gigantischer futuristischer »Tesla-Turm« in einem aufgegebenen Wald nahe Moskau

Redaktion

Quelle: Kopp Online.

Nein, es geht nicht um eine Siedlung Außerirdischer, eine Zeitmaschine oder um die russische Version des amerikanischen Ionosphärenprogramms HAARP

Aber in einem Wald nahe Moskau befindet sich diese »Blitzmaschine« aus der Sowjetära, die unter Umständen eine Leistung erreicht, die der gesamten Stromerzeugung Russlands entspricht.

 

Dieses technische Juwel, mit der etwas sperrigen Bezeichnung »Hochspannungs-Forschungseinrichtung zu Marx- und Tesla-Generatoren«, zieht zahlreiche Blogger an. 

Die Testanlage, eine Niederlassung des Russischen Instituts für Elektro-Ingenieurswissenschaft, befindet sich in der verschlafenen Kleinstadt Istra, etwa 50 Kilometer von Moskau entfernt, in einem relativ kleinen Waldstück in der Nähe des Klosters Neu-Jerusalem.

 

Diese geheime, sich unter freiem Himmel befindende Hochspannungs-Testanlage wurde Ende der 1970er Jahre gebaut, um Nichtleiter zum Schutz von Fahrzeugen, Flugzeugen und elektronischer Ausrüstung vor Blitzschlägen zu entwickeln.

 

Die Einrichtung ist in vieler Hinsicht einzigartig. Es gibt auf der ganzen Welt – insbesondere in Bezug auf ihre herausragende Ladekapazität – nichts Vergleichbares. 

Die Spitzenleistung dieses gigantischen Marx-Generators erreicht, wenn sich ein Blitz auf einer isolierten Plattform entlädt, einen Wert, der der Erzeugung aller russischen Stromerzeugungsanlagen zusammengenommen – einschließlich aller Wärmekraftanlagen, Wasserkraftwerke sowie Kernkraftwerke, Solar- und Windanlagen – entspricht. 

Allerdings wird diese Leistung nur für etwa 100 Mikrosekunden erreicht, wie der russische Fernsehsender Rossija 1 berichtete.

 

Der Marx-Generator wurde nach dem deutschen Elektroingenieur Erwin Otto Marx benannt, der ihn bereits 1924 beschrieb. In Russland ist er unter der Bezeichnung »Arkadjew-Marx-Generator« bekannt, da der russische Physiker Wladimir Arkadjew und sein Mitarbeiter, der bekannteRegisseur für Wissenschaftsfilme Nikolai Baklin, 1914, also zehn Jahre früher, eine so genannte »Blitzmaschine« konstruierten.

 

Die »Blitzmaschine« in Istra, die in ihrer Entladungsleistung unerreicht ist, besteht aus Kaskadenspannungswandlern mit einer Leistung von drei Megawatt, einem Impulsspannungsgenerator (PVG) mit einer Leistung von neun Megawatt und einer Konstantspannungseinheit mit einer Leistung von 2,25 Watt. 

Sie erreicht eine Höhe von 39,30 Metern und ist in der Lage, einen künstlichen Blitz mit einer Länge von 150 Metern zu erzeugen (möglicherweise der längste künstliche Blitz der Welt).

 

Der Prüfstand entlädt einen Blitz einer bestimmten Stärke auf einer besonders stark isolierten Plattform, auf der sich der zu testende Gegenstand befindet. Auf der Plattform sind zahlreiche Sensoren eingebaut, die genau erfassen, wie sich die elektrische Entladung auf das Testobjekt auswirkt.

 

Wenn die Anlage arbeitet, ist die statische Ladung in der »heißen Zone« so gewaltig, dass sich die Haare praktisch aller Anwesenden sträuben. In einem Bericht für den Fernsehsender Rossija 1 heißt es, einmal sei ein neugieriger Zuschauer in die Einrichtung eingedrungen und habe dasTestgelände betreten, als gerade ein Versuch lief und die Kondensatoren maximal geladen wurden. »Gott allein weiß, wie dieser Typ überlebt hat und nicht durch die Entladung getötet wurde«, erklärte Wladimir Sjosojew, ein leitender Forschungsarbeiter in der Einrichtung.

 

Andere erklärten, Blitze seien immer noch ein Forschungsbereich mit vielen offenen Fragen. Deshalb sei weitere Grundlagenforschung unbedingt erforderlich. Verschiedene Bäume, die sich auf dem Testgelände befanden und völlig verbrannten, erinnern daran, dass Blitze nur schwer zu kontrollieren sind.

 

Seit der Sowjetära wurden auf dem Istra-Testgelände viele Versuche durchgeführt. So wurde dort etwa der Blitzschutz des russischen Suchoi-Superjet erprobt. Da die Einrichtung im Betrieb aber erhebliche Kosten verursacht, wird sie nur noch zu besonderen Gelegenheiten benutzt.

 

Anders als das berüchtigte High Frequency Active Auroral Research Program (HAARP) der USA war der Marx-Generator in Istra nie dazu gedacht, das Wetter zu manipulieren, allerdings war erdurchaus an der Entwicklung zukünftiger Waffensysteme beteiligt.

 

Ganz in unmittelbarer Nähe der Forschungseinrichtung befindet sich ein weiteres Testgelände mit Namen »Allure«. Es handelt sich um einen stationären Simulator elektromagnetischer Pulse (EMP). In der Anlage wird getestet, ob militärische und zivile Fluggeräte und  ausrüstung elektromagnetischen Impulsfeldern natürlicher oder künstlicher Ursache standhalten können.

 

Ein EMP, der bei einer Atomexplosion durch indirekte Gammastrahlung ausgelöst wird, kannelektronische Geräte völlig ausschalten. Daher ist die Fähigkeit, künstlich, also ohne eine Atomexplosion, einen EMP zu erzeugen, in militärischer Hinsicht bedeutsam. Aus diesem Grund »träumt« fast jedes Land von einer EMP-Waffe.

 

Der Allure-Komplex sollte Teil eines gigantischen Wissenschaftsgebäudes werden. Auch eine Kuppel mit einer Höhe von 118,40 Metern und einem Durchmesser von 236,50 Metern war geplant, aber kurz vor Abschluss der Bauarbeiten brach die riesige Struktur am frühen Morgen des 25. Januar 1985 in sich zusammen. Das Gebäude wurde nie wiederaufgebaut, aber sein kreisrunder Sockel ist noch aus dem Weltraum zu erkennen (geografische Position: 55° 55’ 8”N, +36° 49’ 7”O).

 

Auch wenn die Kuppel aufgrund von Konstruktionsfehlern einstürzte, hatte der Zusammenbruch unbeabsichtigte historische Konsequenzen. Der hochrangige kommunistische Parteifunktionär in Moskau, der die Bauaufsicht der Kuppel in Istra innehatte, wurde gefeuert und als Strafe in die Provinz abgeschoben.

 

Er wurde durch einen anderen kommunistischen Apparatschik ersetzt – einen gewissen Boris Jelzin –, der später nach Moskau geholt und dann der erste russische Präsident wurde.

 


Leser-Kommentare (1) zu diesem Artikel

13.07.2014 | 12:32

Rietberger

99,9 Prozent aller Lebensformen, die jemals auf der Erde existierten, sind ausgestorben..... Und in Deutschland werden Millionen ausgegeben und von Grünen geklagt bis zum geht nicht mehr wenn der Mensch - auch eine dieser Lebensformen - sich sein Leben etwas angenehmer machen will durch den Bau von Straßen etc.Und wenn nach 4.5 Mrd Jahren mal wieder die Temperatur etwas steigt, ist der Mensch auch schuld daran...






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