Donnerstag, 10. April 2014

TECHNISCHER DIREKTOR DER NSA BESTÄTIGT SNOWDEN. (HELIODA1)



Der Untersuchungsausschuss, der die Aktivitäten des US-Auslandsnachrichtendienstes NSA in Deutschland aufklären soll, ist wenige Tage nach seiner Zusammenstellung bereits zu einer parteipolitischen Farce geworden. 


Die Oppositionsparteien wollen Edward Snowden in Deutschland als Zeugen auftreten lassen und verlangen ein Zeugenschutzprogramm für ihn, aber die Vertreter der Bundesregierung wollen das unter allen Umständen verhindern. Schliesslich fliegt Schosshündin Merkel Anfang Mai zu Obama nach Washington zum Rapport und da kann sie einen gleichzeitigen Auftritt des Whistleblower in Berlin gar nicht gebrauchen.


Wegen diesem ganzen Gerangel der Parteien über eine Aussage von Snowden ist schon der zweite überraschende Rücktritt im Zusammenhang mit dem NSA-Skandal erfogt. 

Zuerst legte vergangene Woche Philipp Mißfelder das Amt als transatlantischer Koordinator der Bundesregierung nieder, am Mittwoch teilte sein CDU Fraktionskollege Binninger mit, dass er mit sofortiger Wirkung nicht mehr Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses sei. 

Was die ganzen Politkasper in Berlin unbedingt wissen sollten, der ehemalige technische Direktor der NSA hat in einem Interview die Aussagen von Snowden bestätigt.


William Binney war Technischer Direktor der National Security Agency (NSA). Er war zum Teil für die Einrichtung der ganzen Abhörprogramme verantwortlich. Am 31. Oktober 2001 schied er nach 30-jähriger Arbeit für die NSA aus dem Dienst und wurde zum Whistleblower. Schon seit Jahren versucht er, auf die Datensammelwut der NSA aufmerksam zu machen.


Im folgenden Interview vom 7. April sagt Binney, am Anfang seiner Arbeit für die NSA ging es "nur" um das Abhören der Kommunikation im Ausland, was ja der Auftrag des Geheimdienstes ist. Aber spätestens nach 9/11 wurden auch alle Telefongespräche innerhalb der USA gespeichert. Weil das gegen die Charta der NSA und gegen die US-Verfassung verstösst schied er aus der NSA aus und ging in Rente.


Er erzählt im Interview, er versuchte dann alle zuständigen Behörden, das Justizministerium bis hin zum Weissen Haus und dem Verfassungsgericht über die Praktiken der NSA zu informieren. Aber niemand interessierte sich für seine Aussagen. Im Gegenteil, er wurde eingeschüchtert und bedroht und man versuchte ihn mit erfundenen Beschuldigungen anzuklagen.

Binney sagt, was Edward Snowden bisher an Abhörprogrammen ans Licht gebracht hat stimmt, er kann es bestätigen. Die ganze Welt steht unter der Beobachtung der NSA. Die Transatlantiker in Berlin wollen aber eine Aufdeckung verhindern, wollen was die NSA in Deutschland macht nicht an die Öffentlichkeit bringen und tun alles um den Untersuchungsausschuss zu sabotieren. 

So handeln nur Landesverräter!



Der eigentliche Skandal ist, dass Washington seinen "Partner" und "Alliierten" wie einen Feind behandelt, aber die Bundesregierung nichts dagegen macht sondern dauernd auf Russland eindrischt und Sanktionen verhängt statt gegen Amerika. Wie unlogisch und inkonsequent ist das denn? Moskau soll der Böse sein, dabei ist es der einzige Ort wo Snowden Asyl bekommt und nicht verfolgt wird. In den USA erwartet ihn die Todesstrafe!

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Technischer Direktor der NSA bestätigt Snowden http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2014/04/technischer-direktor-der-nsa-bestatigt.html#ixzz2yTCbuyn4

Quelle: DKFZ Heidelberg 1987. Publikation Leserbrief Wolfgang Timm, Husum zur Erstausgabe "Einblick" des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

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Diese Beiträge stellen nicht die Meinung der Redaktion dar. 

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