Dienstag, 8. April 2014

SCHMETTERLINGSSTERBEN DURCH MONSANTO. (HELIODA1)

Schmetterlingssterben durch Monsanto


Quellehttp://netzfrauen.org/2014/04/08/gvos-von-monsanto-vermindern-die-population-der-schmetterling-kolonien-weiter/

Schmetterling3




Ein Massenmord geschieht – heimlich, still und leise, weil die Ermordeten keine Stimme haben, um laut zu schreien.

Wir dürfen nicht warten, bis die an der Reihe sind, die ihren Schmerz und ihr Leid laut herausschreien können.

Wir dürfen nicht warten, bis wir die Nächsten sind – denn auch unsere Ermordung hat bereits begonnen –  noch heimlich, still und leise! Obwohl oder gerade weil wir am Ende der Nahrungskette stehen, geht dieses Thema uns alle an!

Diesen Text über den massenhaften Tod der Monarchfalter haben wir für Sie übersetzt. 

OriginalSerious: Monsanto GMOs Continue to Devastate Butterfly Population


„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“
Margaret Mead


Es ist nicht einfach, eine an deinen Kopf gehaltenen Waffe mit der schwungvollen Schönheit einer Monarchen-Kolonie – die in den nach Pinien duftenden Himmel aufsteigt, um in den Süden Mexicos zu fliegen – in Verbindung zu bringen. Diese Monarch-Falter, die sich von Seidenpflanzen ernähren, waren einst im mittleren Westen weit verbreitet. Jetzt werden sie aufgrund der GVO-Kreationen von Monsanto und deren Pestiziden ausgerottet. Kolonien von Monarch-Faltern sind in den Vereinigten Staaten nun vom Aussterben bedroht. Bedanken dafür können wir uns bei mehr als einer Million Hektar Bt-Mais und Soja und natürlich bei den Bio-Tech-Giganten, darunter Monsanto. Aber das ist genau das, was geschieht: zuerst sind es die Bienen, dann sind die Schmetterlinge an der Reihe – dann wir.


Monarch-Falter bestäuben schätzungsweise 75% aller Nahrungspflanzen. Sie sind die einzige bekannte Art, die eine „Zwei-Wege-Migration“ unternehmen – alles für die Asclepias L. (Seidenpflanze). Es gab einmal über 60 Millionen Schmetterlinge, die die Reise von Mexiko in die USA unternahmen, so dass ihre Nachkommen von den Seidenpflanzen speisen konnten, eine „Abfall-Pflanze“, die die Schmetterlinge in ihren Speiseplan aufgenommen haben, in einer jahrtausendlangen Anpassung – die einzige Pflanze, die ihre Larven essen. Nun sind diese Zahlen erschreckend niedrig – in Korrelation zu dem mehr als 80% igen Rückgang der Seidenpflanzen in den USA.


Der Biologe der Iowa State University, John Pleasants, hat in den letzten anderthalb Jahrzehnten die Maisfelder in seinem Staat beobachtet. Vor RoundUp wuchsen auf den Feldern Seidenpflanzen und jetzt kann nicht eine einzige Pflanze gefunden werden. Das Herbizid, das unerwünschte Unkräuter abtöten sollte, hat aber auch die Nahrungsgrundlage des Monarchen abgetötet. Monsanto und die FDA sind sich dessen bewusst. Sie haben den Nachweis von Wissenschaftlern der ganzen Welt erhalten, die sich damit beschäftigt haben, und ihre Reaktion darauf?


Tom Helscher, vom Büro für Unternehmensangelegenheiten bei Monsanto, sagt, die Erhaltung der Schmetterlinge sollte mit der „Notwendigkeit, die Produktivität in der Landwirtschaft zu verbessern“ abgestimmt werden.


Wer könnte in der Landwirtschaft produktiver zu sein? Die Schmetterlinge (und Bienen) haben uns schon immer viel Arbeit abgenommen.


Monsanto wurden bereits zahlreiche Studien vorgelegt, darunter eine von der Cornell University, in der Wissenschaftler Monarchfalter-Raupen auf Pollen von gentechnisch verändertem Monsanto-Mais ausgesetzt haben. Keiner der Schmetterlinge, die Pollen von „natürlichem“ Mais gefressen haben, ist gestorben, während 44% der Monarch-Falter nach dem Verzehr der Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen (alle voll mit Bt-Toxinen, von denen man uns versichert hatte, dass sie sicher wären) in nur vier kurzen Tagen starben. 

Bienen, gefüttert mit von Monsanto hergestellten Pollen starben ebenfalls. Monsanto ist nicht in der Lage, echte und natürliche Blütenpollen zu kopieren, obwohl sie es wahrscheinlich gedacht haben.


Dies ist nur ein weiterer Sargnagel für unsere Natur, und es scheint so, als sei Monsanto ganz versessen darauf, diese zu zerstören. 

Und obwohl es weit hergeholt scheint, wir – die an der Spitze der Nahrungskette stehen – sind die Nächsten. 

Monsantos Bt-Toxine haben bereits bewiesen, dass sie menschliche Embryozellen töten.


Landwirte beobachten das Ganze. Kürzlich wurden 20.000 Seidenpflanzen wieder auf die Felder gepflanzt. Und manche Menschen geben sogar kostenlos den Samen der Seidenpflanze aus und versuchen so, die Monarch-Kolonien zu schützen. 

In Austin haben sie so genannte „Boxenstopp“-Pflanzen angepflanzt, so dass die Schmetterlinge auf ihrer langen Reise Nahrung finden. Bei diesen Menschen handelt es sich noch um eine Minderheit und die Schmetterlinge werden in Rekordzahlen sterben.


Als „betroffene und ermächtigte Bürger“ können wir mit mehr Schwung und Begeisterung aktiv werden. Ich erinnere an ein spezielles Phänomen der Schmetterlinge – das der „imaginalen (ein fertig ausgebildetes Insekt betreffende)“ Zelle. Ein Schmetterling wächst von Geburt an auf etwa das 27.000-fache seiner ursprünglichen Größe. 

Wenn eine Raupe sich ihren Kokon baut, um ein Schmetterling zu werden, sind es die sogenannten imaginalen Zellen, die die Zeit für einen Wechsel signalisieren. 

Die zum Schmetterling werdende Raupe erkennt diese imaginalen Zellen zuerst nicht, so dass das Immunsystem sie angreift, nicht ahnend, dass sie für einen Teil ihrer Metamorphose bestimmt sind. Es  behandelt sie wie Krebszellen.


Aber diese imaginalen Zellen sind beharrlich. Sie beginnen als kleine Minderheit, wie die Menschen, die kostenlos Seidenpflanzen verteilen, wie die Menschen, die sich gegen Monsanto erheben, außerhalb ihrer Aktionärstreffen, und dann beginnt diese Minderheit zu wachsen. 

Letztendlich verwandelt sich eine Reihe von imaginalen Zellen in eine Reihe von DNA, genau wie unsere Eigenen, und erkennt, dass die Raupe in Wirklichkeit ein Schmetterling ist, und damit kann die Transformation stattfinden.

Monsanto mag ja die Absicht haben, uns zu töten, aber wir halten zusammen – und einst eine Minderheit, werden wir, die offenen Aktivisten, diese Mörder der Natur zerstören. Aber das kann nur geschehen, wenn Sie sich uns anzuschließen. Bitte teilen Sie dieses Wissen mit so vielen Menschen wie Sie können, so dass auch andere ein Teil der positiven Veränderung dieses Planeten werden können.

Netzfrau Kerstin Hördemann

Millionen Bienen vergiftet – Lebensmittelversorgung ist bedroht

Freihandelsabkommen – Alle unter einer Decke mit Monsanto und Co.

Wissenschaftler finden heraus, dass in Ernten von Monsanto gefundene Bt-Toxine die roten Blutkörperchen schädigen

Brasilien stoppt Anbau Bayer Gen-Mais und Mexiko verbietet Monsanto Gen-Soja


Brasilien stoppt Anbau Bayer Gen-Mais und Mexiko verbietet Monsanto Gen-Soja


Quellehttp://netzfrauen.org/2014/03/19/historisches-gerichtsurteil-stoppt-de-anbau-von-gen-mais-von-bayer-brasilien/

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Wie gestern bereits berichtet, verbieten El Salvador und Sri Lanka den Einsatz von u.a. Monsantos Roundup. Ausschlaggebend ist die neue Studie, die belegt, dass Glyphosat zu tödlich endende Nierenerkrankungen führt.

Heute folgen nun zwei weitere Länder, Brasilien und Mexiko, die sich gegen gemanipuliertes ausgesprochen haben. [Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!]


Historisches Gerichtsurteil stoppt den Anbau von Gen-Mais von Bayer in Brasilien

Dieses Urteil ist eine weitere rechtliche Katastrophe für die Biotech-Branche. Die Entscheidung, den Anbau von Gen-Soja zu verbieten, ist in dieser Woche in der Region von Campeche in Mexiko von einem Gericht getroffen worden. Damit sollen die Traditionen der Maja-Bevölkerung geschützt werden, nämlich die Bienenzucht.

Das brasilianische Gericht hob die Entscheidung der brasilianischen Bio-Sicherheits-Kommission (CTNBio), die die Freigabe für den Anbau des GV-Mais Liberty Link erlaubt hatte, auf. Die Zivilklage gegen CTNBio wurde von Land Rights, dem brasilianischen Institute für Verbraucherschutz – ICDE und des Landesverband der kleinen Farmer eingereicht.

Die Entscheidung wird wohl ein neues rechtliches Vorbild sein und kann brasilianische Behörden dazu zwingen, alle anderen kommerziellen Genehmigungen von GMO in Brasilien zu überdenken. Nie zuvor hat ein Richter festgestellt, dass Studien notwendig sind, die sich mit den negativen Auswirkungen von GMO auf alle großen Biome im Land auseinandersetzen.

Bundesrichter Candido Alfredo Silva Junior Leal liest etwa 1 1/2 Stunden Auszüge aus seiner Entscheidung vor. Neben seinen Kommentaren zu den Biomen, forderte der Richter CTNBio auf, Standards zu entwickeln, die der breiten Öffentlichkeit den Zugang zu Unterlagen der Kommission ermöglichen, so dass ihnen eine qualifizierte Beteiligung an der Handelsliberalisierung gewährleistet wird.

Rechtsanwalt Fernando Prioste erklärt, dass die Entscheidung einen großen Einfluss auf die GVO-Probleme in Brasilien haben wird. Sie zwingt die nationalen Regulierungsbehörden dazu, Studien durchzuführen, um Risiken in allen Bereichen der Biome beurteilen zu können und CTNBio dazu, ausreichende Transparenz in Bezug auf die Freisetzung von GVO in die geben Umwelt zuzulassen; “Die heutige Abstimmung verdient eine ausführliche Untersuchung, weil es das Thema in der Tiefe behandelt, die rechtlichen Aspekte analysiert, in dem sie die sozialen und wirtschaftlichen Folgen durch die Aussaat von GVO in Brasilien für künftige Generationen kombiniert.”

“Zehn Jahre nach der kommerziellen Aussaat von Gentechnik-Pflanzen in Brasilien hat sich die Debatte über das Thema ernst intensiviert, das Aufdecken der Schwachstellen von Pestiziden und GVO-basierter Landwirtschaft. Die Entscheidung des Gerichts ist heute ein wichtiger Faktor, der den Kampf des Volkes für ein Modell der Landwirtschaft, das auf Agro-Ökologie setzt, unterstützt, der die Rechte der Bauern und ein Recht der Bevölkerung auf gesunde Lebensmittel ohne Pestizide garantiert”, sagte Prioste abschließend…

Originatext: Historic Court Ruling Stops Cultivation of Bayer’s GM Maize in Brazil


Erste Bundesländer in Mexiko verbieten Gentechnik-Mais

Genmais3Bereits 2011 wurde in den Bundesstaaten Tlaxcala sowie Michoacán in Mexiko der Einsatz von gentechnisch verändertem Mais-Saatgut gesetzlich verboten. 

In den kürzlich verabschiedeten Gesetzen wurde der Mais als Grundnahrungsmittel und Kulturerbe unter besonderen Schutz gestellt. Dies galt als ein wichtiges Zeichen für das ganze Land, denn alleine in diesen beiden Bundesstaaten wird ein Drittel allen Maises produziert. 

Mexiko ist die Wiege der Mais-Pflanze und birgt mit Tausenden über Jahrhunderte gezüchteten Sorten die größte Vielfalt dieser Kulturpflanze. 

1998 erließ die mexikanische Regierung ein Anbaumoratorium für gentechnisch veränderten Mais, das am 6. März 2009 trotz zahlreicher Proteste auslief. Seitdem ist in bestimmten Regionen von Mexiko der Versuchsanbau mit gentechnisch veränderten Mais-Pflanzen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Da es immer wieder zu ungewollter Verunreinigung von Saatgut kommt, war das Verbot 2011 nach vier Jahre langer Protesten der Initiative ‘Grupo Vicente Guerrero’  ein großer Erfolg. Doch leider bedeutet das auch in Mexiko,  dass die Menschen sich nicht auf ihren Erfolg ausruhen dürfen. In Mexiko wird weitergekämpft und zum Glück auch gewonnen, wie die folgende Nachricht zeigt.


Mayas gewinnen den Rechtsstreit in Mexiko,Region Campeche, gegen Gen-Soja

Ein mexikanischer Richter hatte Ende Dezember 2013 die Beschwerden von Mexikos SEMARNAT (Umwelt-und Ressourcenministerium) und Monsanto, die versuchten, eine Gerichtsentscheidung aus September zu kippen, zu Gunsten der Protestler abgelehnt. Der Anbau von Gen-Mais bleibt verboten. Die Initiative  Acción Colectiva, eine Gruppe aus 53 Wissenschaftlern und 22 Organisationen konnten sich erfolgreich  gegen den Gen-Mais in Mexiko durchsetzen.

Das Problem begann am 6. Juni 2012, als die SAGARPA, mit der Unterstützung der SEMARNAT, die Freisetzung von Monsantos Roundup-Ready-Sojabohnen in die Umwelt erlaubte. Die Pflanzung von 253 000 Hektar wurde in sieben Staaten von Mexiko, einschließlich der Gemeinden von Campeche, Hopelchén, Tenabo, Calkiní, Escárcega, Carmen und Palisade erlaubt.

In Campeche reagierten die Maya-Behörden verärgert auf die Genehmigung der Regierung. Pac-Chen, Cancabchen und verschiedene Verbände von Campeche Imker entschlossen sich das nicht hinzunehmen und gingen vor Gericht.Sie waren fest entschlossen, die Pflanzen zu verhindern. Die Honigindustrie würde durch die GVO “Verschmutzung der Produktion”, zu Schließungen von Imker für den internationalen Märkten führen.

Das zweite Bezirksgericht in Campeche entschied zugunsten der drei Maya-Gemeinden. Mit dem Verweis, das Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht, ländliche Entwicklung, Fischerei und Ernährung (SAGARPA) und dem Sekretariat für Umwelt und Natürliche Ressourcen (SEMARNAT), dass diese Ämter nun verpflichtet seien, sicherzustellen, dass keine GVO-Sojabohnen gepflanzt werden dürfen. 

Die Maya-Gemeinden hatten festgestellt, dass der Anbau von Gen-Sojabohnen die traditionellen historischen Praktiken der Menschen (Imkerei) negativ beeinflusse, und dass es eine Verletzung ihres Rechts auf eine gesunde Umwelt sei, die  durch die Überproduktion von Herbiziden und Abholzung durch den Anbau von Gen-Soja gefährdet wird. Nach fast zwei Jahren von Rechtsstreitigkeiten, unterstützt das Zweite Amtsgericht die Ansprüche der indigenen Gemeinschaften. [Mayans Win Legal Battle to Ban GM Soya in Mexico’s Campeche Region]

Es gibt keinen Grund, warum es nicht auch in anderen Teilen der Welt umgesetzt werden kann!


Was eine (r) nicht schafft schaffen viele!

Monsanto mit Gift und Genen – Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben - Am 24. Mai 2014 heißt es weltweit wieder – March against Monsanto!

© Netzfrauen Kerstin Hördemann und Doro Schreier

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Quelle: DKFZ Heidelberg 1987. Publikation Leserbrief Wolfgang Timm, Husum zur Erstausgabe "Einblick" des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

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Wissenschaftliche Referenz Gesamtschau-Digital: CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & ETHISCHE SCHÖNHEITSLEHRE auf Hauptseite www.chza.de !