Dienstag, 15. April 2014

BLACKWATER-SÖLDNER ERSTÜRMEN FLUGHAFEN IN OSTUKRAINE FINNISCHER GEHEIMDIENST: KEIN RUSSISCHES MILITÄR IN DER REGION. INFORMATIONSKRIEG. (HELIODA1)

Blackwater-Söldner erstürmen Flughafen in Ostukraine – Finnischer Geheimdienst: Kein russisches Militär in der Region (Videos)

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(Foto: Massenaktionen von Anhängern der Föderalisierung der Ukraine in Donezk)


Die ukrainische Armee hat am Dienstag den Flughafen in Kramatorsk im Gebiet Donezk im Osten der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht.

Dabei seien vier Volkswehrangehörige getötet und zwei verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Augenzeugen.


Ein Anhänger der Föderalisierung in der Ukraine, der sich als Mitglied der sogenannten Volksarmee vorgestellt hatte, sprach von Blackwater-Söldnern (größte US-amerikanischeprivate Sicherheits- und Militärunternehmen, jetzt unter Academi firmierend) unter den Angreifern. „Die Zahl der Toten ist deutlich höher“, behauptete er. Nach Angaben des Radiosenders Kommersant FM gab es elf Todesopfer. Der Nachrichtenagentur UNN zufolge wurden beim Sturm auf den Flugplatz „einige Dutzend“ Menschen getötet.


Aus Kiew verlautete, dass es auf der Seite der Nationalgarde keine Betroffenen gab. Das Verteidigungsministerium und der Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung wollten die Operation nicht kommentieren. Dafür sei der Inlandsgeheimdienst SBU zuständig, hieß es.


Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte die Entscheidung von Interimspräsident Alexander Turtschinow, die Armee gegen das eigene Volk einzusetzen, als eine äußerst gefährliche Entwicklung bezeichnet. „Diejenigen, die den Machthabern in Kiew zu solchem Vorgehen anspornen, müssen die gesamte Verantwortung dafür tragen“, forderte Lawrow.

Der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenamtes, Konstantin Dolgow, äußerte tiefe Besorgnis über Opfer während der Erstürmung des Flughafens in Kramatorsk. „Allem Anschein nach geht die Entwicklung nach schlimmstem Szenario… Die Behörden der Ukraine nahmen Kurs auf die gewaltsame Niederschlagung der Proteste der Bevölkerung im Südosten des Landes und setzen sich dabei über legitime Forderungen der Menschen hinweg“, sagte Dolgow in Moskau.

Trotz seiner ‚friedlichen Deklarationen‘ begann Kiew eine Militärkampagne im Land, die einen Bürgerkrieg in der Ukraine zur Folge haben kann. Das droht mit einer weitgehenden Destabilisierung der Lage in südöstlichen Regionen und möglicherweise auch in ganz Ukraine“, sagte Dolgow.

Video:

Finnischer Geheimdienst: Kein russisches Militär in Ost-Ukraine

Die finnische Militäraufklärung weist die Behauptungen ukrainischer und westlicher Politiker über russisches Militär in der Ost-Ukraine zurück.

In der Region gebe es weder aktive Kampfhandlungen noch russische Präsenz, sagte Admiral Georgij Alafuzoff, Chef des militärischen Nachrichtendienstes Finnlands, in einem Interview der Fernseh- und Radiogesellschaft Yle. „Meines Erachtens sind das hauptsächlich Einwohner der Region, die mit dem jetzigen Stand der Dinge unzufrieden sind.


Die politische Krise in der Ukraine war eskaliert, nachdem die prowestliche Opposition im Februar den prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch gestürzt und eine Übergangsregierung gestellt hatte. Von Russen dominierte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine haben die neue, von Nationalisten geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. 

In Donezk, Charkow, Lugansk und andere Städten demonstrierten Tausende Menschen für eine Föderalisierung der Ukraine. Aktivisten besetzten Verwaltungs-gebäude und bauten Barrikaden. Daraufhin ordnete die Regierung in Kiew einen „Anti-Terror-Einsatz“ in den Protestregionen an.

Anders als noch am Nachmittag berichtet, verneinte die US-Regierung nun, Waffen in die Ukraine zu liefern. “Wir erwägen keine tödlichen Hilfsmittel”, sagte Präsident Barack Obamas Sprecher Jay Carney am Montag. “Das ist ganz und gar nicht das, worauf unser Fokus liegt”, erklärte auch Außenamtssprecherin Jen Psaki. Jedoch räumten die Regierungssprecher ein, Waffenlieferungen für die Zukunft nicht ausschließen zu können.

Video: Die CIA und das FBI schicken Spezialisten in die Ost-Ukraine, um die Putschisten-Regierung in Kiew dort zu unterstützen

Medwedjew: Ukraine am Rande eines Bürgerkrieges

Die Ukraine steht am Rande eines Bürgerkrieges, erklärte Russlands Regierungschef Dmitri Medwedjew. 

Der Premierminister brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die, „von denen heute die Entscheidungsfindung abhängt“, „genug Verstand besitzen, das Land nicht in solche schrecklichen Erschütterungen zu treiben“. 

Medwedjew präzisierte, er meine damit „die faktische Macht in der Ukraine, die durch einen Staatsstreich an die Lenkung des Landes gekommen ist“.


Nach Medwedjews Worten ist der einzige Weg, die Ukraine zu erhalten und die Lage zu beruhigen, „die Schaffung von normalen Bedingungen zur Entwicklung des Landes, der Dialog mit den eigenen Menschen und die Berücksichtigung aller ethnischen Gruppen“.

Video: Propaganda des Ukrainisches TV – Das Fernsehen zeigt leere Regale, weil Menschen in Panik geraten und angeblich Hamsterkäufe tätigen. Dummerweise sind die Preise auf den Regalen in US-Dollar, dieses Foto stammt aus einem Laden in New York. Sehen Sie weitere Beispiele…

Quellen: PRAVDA TV/rp-online.de/Stimme Russlands/Ria Novosti vom 15.04.2014


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ANHANG

Telefonat mit Obama: Putin weist Vorwurf der USA als Spekulation zurück

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-putin-telefoniert-mit-obama-a-964420.html
Präsident Putin: Die Ukraine dürfe nicht gegen prorussische Demonstranten vorgehenZur Großansicht
DPA

Präsident Putin: Die Ukraine dürfe nicht gegen prorussische Demonstranten vorgehen


Sie telefonierten wieder - erstmals seit zwei Wochen: Wladimir Putin weist gegenüber Barack Obama die Schuld an der Eskalation in der Ostukraine von sich. Er fordert den US-Präsidenten auf, ein Blutvergießen zu verhindern.


Moskau - Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Anschuldigungen der USA im Zusammenhang mit der Rolle Moskaus bei den Unruhen in der Ukraine zurückgewiesen. 

In einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama habe Putin deutlich gemacht, dass es sich bei dem Vorwurf, Moskau greife in den Konflikt im Südosten des Nachbarlandes ein, um "Spekulationen" handele, die "auf unbegründete Informationen" beruhten, teilte der Kreml am Montag mit.


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Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses, hatte zuvor mitgeteilt, dass es "erdrückende Beweise" gäbe, dass Russland in der Ostukraine Unruhe stifte.


Putin forderte Obama in dem ersten Telefonat seit mehr als zwei Wochen auf, alles dafür zu tun, um die Anwendung von Gewalt und ein Blutvergießen in der Ukraine zu verhindern. Obama solle die ukrainische Regierung dazu bringen, nicht gegen prorussische Demonstranten im Osten der Ukraine vorzugehen.


Nach dem wirkungslos verhallten Ultimatum an die prorussischen Aktivisten hatte der ukrainische Interimspräsident Alexander Turtschinow den Befehl für einen Spezialeinsatz im Osten des Landes unterzeichnet. Was dies konkret bedeutet, blieb zunächst unklar

"Widerwille und Unfähigkeit" der Kiewer Behörden verantwortlich



Putin rief erneut zu Verhandlungen auf, an denen die wichtigsten politischen Akteure und Vertreter der Regionen teilnehmen sollten. 

Grund für die Proteste in Donezk, Lugansk, Charkow, Slowjansk und anderen Städten seien der "Widerwille und die Unfähigkeit" der Kiewer Behörden, die Interessen der russischen und russischsprachigen Bevölkerung zu berücksichtigen, sagte Putin. Das Weiße Haus gab zunächst keine Stellungnahme zu den Inhalten des Gesprächs ab.

Die USA, Deutschland und andere westliche Staaten verdächtigen Russland, ähnlich wie auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim im Osten der Ukraine mit Sicherheitskräften zu intervenieren, um eine Abspaltung der Region vorzubereiten.


Russland hatte im März die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert. Seitdem gibt es im Osten der Ukraine vermehrt prorussische Kundgebungen. 
In zahlreichen Städten in der Region halten Milizionäre seit Tagen mehrere Gebäude von Polizei und Geheimdienst sowie von weiteren Behörden besetzt. Sie fordern ein regionales Referendum über eine Angliederung an Russland.


Der Kreml hat Berichte über einen bevorstehenden Einmarsch in die Ostukraine stets mit Nachdruck zurückgewiesen. 

Gleichzeitig ließ Kreml-Chef Putin über seinen Sprecher wissen, er erhalte sehr viele Anfragen aus grenznahen Regionen "mit der Bitte um Hilfe in dieser oder jener Form, mit der Bitte um Einmischung in dieser oder jener Form".

Für Donnerstag sind in Genf Gespräche zwischen Russland, den USA, der Ukraine und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton geplant, bei denen Möglichkeiten für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts ausgelotet werden sollen.

sun/AFP/AP/dpa

CHRISTIAN LEHMANN
14.04.2014 | 00:12

Das Ende des Revolutions-Marketings

Quellehttps://www.freitag.de/autoren/christian-lehmann/das-ende-des-revolutions-marketings

Ukraine Tahir, Taksim und vor kurzem der Maidan. Drei Plätze in verschiedenen Ländern. Sie verbindet tragischerweise eines: Man versucht sie uns als Revolution zu verkaufen.

 

Die Berichterstattung in unserem Mainstream-Medien ist darauf ausgerichtet, über die Vorgänge positiv zu berichten.  

Was genau dort geschieht kann der normale Bürger gar nicht nachvollziehen. Die Informationsflut ist so breit gefächert und gleichzeitig so paradox, dass er fast dazu genötigt ist, der westlichen Medien-Propaganda glauben zu schenken.


Unter Propaganda versteht man einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zum Zwecke der Erzeugung einer von den Propagandisten – in concreto die Quadriga aus Politk, Justiz, Medien und Wirtschaft -erwünschte Reaktion zu steuern.

Die Reaktion soll hier lauten: “Hurra, freu dich! Viva Revolution.” Den seit Ché Guevara hat die Revolution was chices an sich. Ob sie die Betroffenen darüber freuen, sei erstmal dahingestellt.

Quelle: Screenshot

Quelle: Screenshot



Auf dem Maidan sah man beim Umsturz ein ganz anderes Bild: 

Brennende Straßen, Menschen mit der ukrainischen Flagge und ein ehemaliger Schwergewichtsboxer, sind die Bilder, die einem in den Kopf schießen, wenn man über die Aufstände in Kiew oder Lwiw nachdenkt.

Das Bild der friedlichen Revolution ist aber diesmal schnell nach hinten losgegangen. Klitschko hat sich mit Faschisten verbrüdert und Timoschenko durch ein Telefonat selbst diskretitiert.  Putin in den Kopf schießen zu wollen und acht Millionen Russen umzubringen, das ist selbst den Cowboys aus Amerika eine Spur zu viel.


Peinlich nur, dass die CSU ihr den Nobelpreis vorschlagen wollte. Glaubt man den Leitmedien geht es wie immer um mehr Demokratie, Freiheit und Grundrechte. Große Worte, die aber leider mehr und mehr inflationär verwendet werden.


Eins ist aber klar wie Kloßbrühe: Sowohl der Westen als auch Russland wollen ihren Einfluss in der Ukraine nicht verlieren. Einige Russen, die in Deutschland lebten, wussten schon, dass Putin die Krim nicht dem Westen überlassen möchte.


Das Schwarze Meer ist viel zu wichtig für Russland. Zudem ist ja bekanntlich die Mehrzahl der Krimbewohner russischstämmig. Insoweit war die Entscheidung der Krimbewohner wieder nach Russland zu kommen objektiv vorhersehbar.

Quelle: Screenshot Facebbook

Quelle: Screenshot Facebbook


Solche Bilder wurden denjenigen vorenthalten, die sich ausschließlich aus den westlichen Leitmedien ihre Informationen holten.

Beim Saarland beschwerte sich auch kein anderes Land, nachdem sich die Saarländer im Jahre 1957 mit überwältigender Mehrheit für Deutschland entschieden hatte. Die Krim als das russische Saarland.

Die große Frage ist, warum jetzt der Westen mit wirtschaftlichen Sanktionen um sich schlägt. Besonders die USA stehen traditionell an vorderster Front. Als möchte man einen Keil zwischen Deutschland und Russland treiben. 

Dabei ist Putin alles andere als deutschlandfeindlich.

Quelle: Screenshot

Quelle: Screenshot


Hierzulande wollen das nicht wirklich viele für wahr haben. Vielmehr wird wieder mal ein altes Feindbild ausgepackt. Obwohl Russland und Deutschland sich trotz aller Kriege und trotz aller westlichen Spaltungen immer in der Lage war einen vernünftigen Dialog zu führen.


Wie schon im vorigen Artikel angeführt, sollte die Presse ihren Job anders machen. Potential ist da. Was Presse hierzulande leisten kann, auch die mehrheitlich angepasste Presse, zeigen immer noch die großen Zeitungen Europas und der USA, z.B. bei der Veröffentlichung der Snowden-Dokuemente, bei der Aufklärung zu NSU und Diensten.


Selbst in Israel schaut es da besser aus Da ist der meiste Teil der Presse konservativ, ein nicht ganz kleiner Anteil sogar reaktionär, trotzdem kommt die Korruption, z.B. im Bauwesen ans Licht, doch trotzdem schreibt Haaretz tapfer weiter über den Skandal.


Würde die Presse, also nicht die kleinen, sondern die großen neutrale Töne in Richtung Russland schicken, so wäre dies besser als jede Diplomatie.


Auch russische Leitmedien beobachten die Berichterstattung in Deutschland und können sich ausrechnen wie die Stimmung hierzulande gegenüber Russland ist.

Anstatt uns eine weitere Revolution zu verkaufen, sollte man die Lage außenpolitisch rational betrachten und durch die Berichterstattung indirekten Einfluss auf die Politiker nehmen, die sich mal mehr und mal weniger peinlich verhalten.


Der ehemalige Präsident der Sowjetunion monierte einst 1987 in seinem Buch Perestroijka das Verhalten der NATO-Länder so:

Es ist bedauerlich, daß die Regierungen der NATO-Länder, diejenigen eingeschlossen, die sich ausrdrücklich von den gefährlichen Extremen der amerikanischen Politik distanzieren, schließlich dem Druck nachgeben und aus diese Weise die Verantwortung übernehmen für die Ausweitung des Rüstungswettlaufs und der internationalen Spannungen


Das war lange her, aber der Satz könnte heute wie damals ausgesprochen werden und würde international breite Anerkennung finden.

Es war auch Gorbatschow dem wir die Wiedervereinigung zu verdanken haben und nicht den westlichen Bündnispartnern, die weiter ein geteiltes Deutschland wollten.

Daher:

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia


Zurück zur Ukraine: 

Die Ukraine bedeutet übrigens übersetzt “an der Grenze” – an der Grenze zwischen dem byzantinisch-orthodoxen östlichen und dem lateinisch-abendländisch geprägten Kulturraum. Dieses Land gehört weder dem Westen, noch Russland.

Beide wären gut bedient das Kräftemessen endlich sein zu lassen und gemeinsam der Ukraine beim Aufbau des Landes zu helfen. Noch ist es dafür nicht zu spät.

Zumindest hört nun hoffentlich der billge Verkauf von Revolutionen auf. Beim arabischen Frühling ging es schließlich auch nicht um die Menschen, sondern um die westlichen Interessen und Einflussgebiete.



 

Quelle: DKFZ Heidelberg 1987. Publikation Leserbrief Wolfgang Timm, Husum zur Erstausgabe "Einblick" des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

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