Freitag, 21. März 2014

EUROPÄISCHE FIRMEN BOYKOTTIEREN ISRAELISCHE UNTERNEHMEN. (HELIODA1)


QuelleIran German Radio (IRIB) vom 21.03.2014

Europäische Firmen boykottieren israelische Unternehmen

 

Written by:  lavassani

 

Al Quds /Jerusalem (taz/IRIB) – Immer mehr Firmen brechen Handelsbeziehungen zu israelischen Unternehmen ab. Auch aus deutschen Supermärkten könnten Waren aus Israel verschwinden, berichtet die “tageszeitung” (taz).

 


Grund ist die israelische Siedlungspolitik. 

Während die Regierung Netanjahu die wirtschaftlichen Folgen eines Boykotts herunterspielt, warnt US-Außenminister John Kerry vor den Auswirkungen, und israelische Unternehmenschefs sorgen sich um eine Ausweitung der Kampagne.

 

Wie die taz schreibt, haben das niederländische Unternehmen Boskalis und die italienische Condote de Agua ihre Bewerbung um einen Auftrag beim geplanten Bau zweier Häfen in Israel zurückgezogen und bereits Anfang letzten Jahres stellte die holländische Firma Vitens ihre Zusammenarbeit mit dem israelischen Trinkwasserunternehmen Mekorot mit der Begründung ein, Israel würde die Wasserquellen im Westjordanland ausbeuten. 

Norwegen setzte zwei israelische Unternehmen auf eine schwarze Liste, weil sie Siedlerwohnungen in Ostjerusalem bauen.

 

Die dänische Danske Bank verweigert die Zusammenarbeit mit der Bank Hapoalim, die den Bau von Wohnungen in den Siedlungen mitfinanziert. Skandinaviens größte Bank, Sweden Nordea, will mit gleicher Begründung gleich fünf israelische Banken boykottieren. 

Im Januar zog der PGGM, größter Pensionsfond der Niederlande, aufgrund „der illegalen Siedlungen“ Investitionen bei mehreren israelischen Banken zurück.

 

Auch die Deutsche Bank soll vorübergehend erwogen haben, die Zusammenarbeit mit der israelischen Bank Hapoalim einzustellen.

 

Dabei achten die meisten europäischen Unternehmen darauf, den Boykott auf Firmen zu beschränken, die in Siedlungen und im israelisch besetzten Westjordanland aktiv sind. 

Die EU, Israels größter Handelspartner, schließt bereits seit Jahren die Importware aus den Siedlungen von den Zollvergünstigungen aus, die Israel im Rahmen des Assoziationsvertrags genießt.

 

Die Einführung einer einheitlichen Kennzeichnungspflicht für Produkte aus den Siedlungen liegt für die Zeit der aktuellen Friedensverhandlungen auf Eis. Ziel ist es, dem Endverbraucher die Wahl für oder wider einen individuellen Boykott zu überlassen.

 

Vorläufig bleibt es den einzelnen EU-Staaten selbst überlassen, ob sie die Ware aus Israel und aus dem Westjordanland unterschiedlich markieren. 

Dänemark hat sich dafür entschieden, der Handelsverband und die Lebensmittelketten in Großbritannien lassen die Siedlerware durchgängig kennzeichnen. Schweden, Finnland und die Beneluxstaaten wollen folgen. 

Die Bundesregierung hält vorläufig von einer solchen Regelung Abstand, sie fürchtet Assoziationen mit dem „Judenboykott“ in Nazideutschland.

 

Lebensmittelketten können die Produkte auch von sich aus kennzeichnen. Bei Rewe gibt es offenbar Überlegungen, die Siedlerware komplett aus den Regalen zu verbannen. 

Laut Recherchen der ARD-„Tagesschau“ handelt die Supermarktkette Kaiser’s bereits seit zwei Jahren nicht mehr mit Produkten „made in Israeli settlements“.

  

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