Donnerstag, 13. März 2014

100 JAHRE NACH DEM ERSTEN WELTKRIEG: TOTE SOLDATEN TAUCHEN AUS DEN GLETSCHERN AUF - ZUFALL ODER MAHNUNG? (HELIODA1)

100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg: Tote Soldaten tauchen aus den Gletschern auf – Zufall oder Mahnung?

Geschrieben von deutschelobby - 13/03/2014


Einhundert Jahre nach dem ersten Weltkrieg tauchen die Leichen gefallener Soladaten aus dem Ersten Weltkrieg bei Trentino in den Alpen auf. Der “Weiße Krieg” forderte viele Todesopfer. 

Wie eine seltsame Mahnung scheint es, daß sie seit ein paar Jahren wieder zum Vorschein kommen und uns daran erinnern, daß Frieden und Völkerverständigung ein zerbrechlicher Schatz sind.


Viele der jungen Männer sind bei Rekord-Minustemperaturen einfach erfroren oder verhungert, die meisten sind gefallen. Drei Jahre dauerte der erbitterte Kampf, unzählige Männer sind in dieser Zeit auf beiden Seiten gestorben. Ihre mumifizierten Körper erscheinen plötzlich, wenn im heißen Sommer das Eis weiter abschmilzt als bisher.

Archäologen beeilen sich, um die Gletschermumien noch rechtzeitig zu finden, wenn sie auftauchen. Denn sie zerfallen an der Luft und bei Plus-Temperaturen nicht nur sehr schnell, vorbeikommende Bergwanderer, Touristen – oder regelrechte Schnäppchenjäger nutzen den “Fund” und begehen Leichenfledderei. 

Da ragt plötzlich schon mal eine alte, österreichische Flinte aus dem Eis, und bringt ein nettes Sümmchen auf E-Bay. Was man an Kleidung, Schuhen, persönlicher Habe und Ausrüstung der Gefallenen noch sicherstellen kann, das wird in dem örtlichen Museum “Museo della Grande Guerra” in Pejo ausgestellt (siehe Video).


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Die letzten Soldaten, die man im Sommer 2013  fand, lagen Seite an Seite im Presena-Gletscher. Sie waren erst 16 und 18 Jahre alte blonde, blauäugige österreichische Buben, als sie an der grausamen Front in Italien kämpften. Anscheinend wurden sie von Kameraden in einer Mulde verscharrt. 

Die Archäologen, die die Mumien untersuchten stellten fest, daß sie an Kopfschüssen gestorben waren. Einer der Jungen hatte noch einen Löffel an seine Uniform geheftet, um schnell seine Ration herunterzuschlingen.

Schon 2004 kamen die ersten Eismumien zum Vorschein. Drei österreichische Kämpfer tauchten damals aus ihrem eisigen Grab auf.

Mehr als eine Million Soldaten fielen auf beiden Seiten an der hunderte Kilometer langen italienischen Front. Hunger und Kälte setzte den jungen Männern zusätzlich zu. Ein Schneesturm konnte die Temperaturen auf Minus 30 °C fallen lassen. 

Der furchtbare Gebirgskrieg dauerte bis Oktober 1918. Die italienischen Alpini und die österreichisch-ungarischen Kaiserschützen schenkten sich nichts. Bisweilen wurde versucht, mit Granatwerfern die Schneemassen über den gegnerischen Reihen ins Rutschen zu bringen, um die feindlichen Soldaten unter einer Lawine zu begraben. 

Erst die Schlacht von Vittoria Veneto brachte die endgültige Niederlage der Ungarisch-österreichischen Truppen und den bitteren Sieg auf der anderen Seite.


Wie viele junge, hoffnungsfrohe Leben ausgelöscht worden waren, läßt sich kaum beschreiben. Aber auch die Leben der Angehörigen waren zerstört und voller Leid. 

Wie viele Mütter und Väter haben mit wehem Herzen ihren blühenden Jungen davongehen  – und ihn nie wieder gesehen? 

Wie viele davon liegen noch unter dem Eis begraben? Bei einem der armen Kerle wurde ein vollständig intakter Brief an seine Liebe “Maria” gefunden. 

Auf dem Gipfel des Punta Linke fand man eine Funkstation, in der noch die Briefe der Soldaten an die Wand gesteckt waren.


Die Archäologen können kaum ständig im Gebirge an den Gletscherrändern nach den Toten suchen. Sie warten meist darauf, daß sie von den Bergtouristen benachrichtigt werden. Doch dann sind die Ausrüstungsgegenstände meistens schon weggenommen worden. 

Im nächsten Jahr, so vermuten die Wissenschaftler, wird man wahrscheinlich keine Eismumien finden. Dieser Winter war kalt und brachte sehr viel Schnee mit sich. Womöglich wird es Jahre dauern, bis die Gletscher wieder ein paar Tote aus ihrer eisigen Gruft freigeben.

Alpini im ersten Weltkrieg


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http://quer-denken.tv/index.php/309-zufall-oder-mahnung

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