Donnerstag, 13. Februar 2014

UNIVERSITÄT BONN: STREIT UM HENRY-KISSINGER-PROFESSUR GEHT WEITER. (HELIODA1)

Universität Bonn
Streit um Henry-Kissinger-Professur geht weiter
 al

BONN.  Auf Gegenwehr stößt der Bonner Professor Christian Hacke bei Bonner Studenten. Der Politikwissenschaftler hatte deren Kritik an der Henry-Kissinger-Professur für Völkerrecht und internationale Beziehungen in einem Interview mit dem Deutschlandradio als "Irrwitz" bezeichnet.

[Hinzugefügt:



Henry Kissinger, nach dem ein Lehrstuhl an der Uni Bonn benannt werden soll, war unter anderem 1973 am Militärputsch in Chile beteiligt. Foto: dpa

[Hinzugefügt:

Es sei hiermit wiederholt auch darauf hingewiesen, daß vor der Staatsgründung Israels Chaim Weizmann und Amandus Kupfer sich persönlich begegnet sind. Weizmann wurde nach Gründung des Staates Israels erster Präsident. Weizmann besuchte in den 20er Jahren Amandus Kupfer bei Nürnberg und fragte um physiognomische-psychologische Beratung zu dem Vorhaben Gründung des Staates Israel.
ENDE]


"Im Rahmen der bisherigen Aufklärungsarbeit zu Henry Kissingers völkerrechtlich bedenklichem, teils auch klar widrigem Verhalten halten wir uns zugute, höchst sachlich und aufgrund seriöser historischer und zeitgenössischer Quellen zu argumentieren", schreibt jetzt der Allgemeine Studentenausschuss (Asta) in einem offenen Brief und bietet Professor Hacke ein Gespräch an.


Auch die Grüne Hochschulgruppe reagierte auf das Radio-Interview und fordert "zum wiederholten Mal zu einer kritischen Diskussion des Vorhabens auf. Denn nicht die Kritik an dem Lehrstuhl selbst, sondern die Ehrung eines Mannes, dem Völkerrechtsbruch und Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, stellt den ,Irrwitz' dar."


Weitere Links
Rat soll sich laut den Linken querstellen
Grüne wollen keine Henry-Kissinger-Professur
Eine Henry-Kissinger-Professur für Bonn


Wie berichtet, soll der neue Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Völkerrechtsordnung an der Universität Bonn den Namen des ehemaligen amerikanischen Nationalen Sicherheitsberaters und Außenministers tragen und durch Mittel des Bundesverteidigungsministeriums und des Auswärtigen Amtes finanziert werden.

Wie dies "mit der Beteiligung Kissingers am Militärputsch in Chile 1973, der Unterstützung der argentinischen Militärjunta in den 70ern und der Tolerierung der Invasion Ost-Timors 1975 in Einklang gebracht werden soll, erschließt sich uns nicht", kritisierte die grüne Hochschulgruppe bereits im vergangenen Sommer.

Universität Bonn: Streit um Henry-Kissinger-Professur geht weiter | GA-Bonn - Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-zentrum/Streit-um-Henry-Kissinger-Professur-geht-weiter-article1263846.html#plx1240167234