Freitag, 28. Februar 2014

TÄUSCHUNG UND RUFMORD: GEHEIMDIENSTE MANIPULIEREN INTERNET-FOREN. (HELIODA1)

Täuschung und Rufmord: Geheimdienste manipulieren Internet-Foren

Westliche Geheimdienste bilden Agenten zur Unterwanderung des Internets aus. Sie versuchen kritische Diskussionen zu steuern und zu stören. Die Agenten nutzen sogar Cyber-Attacken und Sex-Fallen, um ihre Opfer zu zermürben.

Im British Government Communcations Headquarter (GCHQ) befinden sich auch Abteilungen zur Unterwanderung von Internetforen. (Foto: dpa)

Im British Government Communcations Headquarter (GCHQ) befinden sich auch Abteilungen zur Unterwanderung von Internetforen. (Foto: dpa)


Westliche Geheimdienste unterwandern gezielt kritische Internetforen und Blogs. Dort manipulieren sie Diskussionen und versuchen unangenehme Themen zu zerstreuen, wie Glenn Greenwald berichtet. 

Der ehemalige Guardian-Journalist hat als einer der wenigen Menschen Zugang zu den Dokumenten von Edward Snowden.


Die Agenten wenden dabei Taktiken der Täuschung an und schrecken auch vorRufmord nicht zurück, wie Greenwald auf dem US-Medium The Interceptberichtet. Greenwald bezieht sich bei seinen Aussagen auf Dokumente des britischen Geheimdiensts, die Einblicke in dessen Online-Operationen geben.


Im British Government Communications Headquarter (GCHQ) werden alle Spionageaktivitäten der britischen Dienste koordiniert. Eine Arbeitsgruppe mit dem Namen Human Science Operation Cell (HSOC) verfolgt den Zweck, in den Netzdiskurs einzudringen, um ihn zu verstehen, zu kontrollieren und zu steuern.


Eine andere Arbeitsgruppe des GCHQ mit dem Namen Joint Threat  Research and Intelligence Group (JTRIG). Die Methoden dieser Gruppe bei der Unterwanderung von kritischen Webseiten sind vielfältig: 

DDoS-Attacken auf Webseiten (Überlastung von Servern durch massenhafte Anfragen), erpresserische Sex-Fallen(„Honigtöpfe“) und psychologische Kriegsführung.


„Die Geheimdienste haben sich mit der Macht ausgestattet, vorsätzlich den Ruf von Leuten zu ruinieren und ihre Aktivität im Netz zu stören“, so Greenwald.


So lautet eine der Taktiken zur gezielten psychischen Zerstörung von Opfern beispielsweise „Leugnen, Zerrütten, Herabwürdigen und Überlisten“. 

Diese Taktik beinhaltet „Telefonanrufe, SMS-Bombardement im Zehn-Sekunden-Takt; Freunde, Kollegen und Vorgesetzte werden angemailt, mit gefälschten kompromittierenden Inhalten“, wie der Spiegel berichtet.


Doch die Geheimdienste versuchen auch, die Richtung von neuen Aufdeckungen zu lenken. So lassen sie gezielt vertrauliche Informationen über Blogs an Unternehmen oder an die Presse durchsickern, um die Diskussion so entscheidend zu beeinflussen.


Dadurch könne man die „Paranoia auf ein ganz neues Level bringen“, freut sich ein Agent in einer GCHQ-Präsentation zur Anleitung neuer Foren-Trolle mit dem Titel „Die Kunst der Täuschung: Training für verdeckte Online-Operationen“.


Auch vor dem Angriff auf Unternehmen und Wirtschaftsspionage macht der Geheimdienst nicht halt. So gehört es auch zu seinen Optionen gezielt Viren, Trojaner und Würmer auf Firmenrechnern zu installieren. Aber auch gefälschte Inhalte werden platziert.


Auch die EU hat sich bei den Geheimdiensten inspirieren lassen und unterwandert Foren. PR-Agenturen und EU-Beamte sollen dort EU-kritische Kommentareentkräften (mehr hier). 

Die EU finanziert sogar die Entwicklung von Algorithmen, die kritische Spekulationen und Gerüchte aufspüren sollen (hier).


In den Dokumenten des GCHQ ist nirgends die Rede von richterlichen Beschlüssen oder auch nur begründeten Verdachtsmomenten. 

Die Aktionen zielen vornehmlich auf Internet-Aktivisten, doch Opfer ist potentiell jeder, der zu kritisch oder unbequem ist.



KOMMENTARE

  • Mainfranke sagt:

    Also, ich sehe das ganze eher entspannt. Forentrolle gab`s bisher auch schon. Die verschiedenen Methoden Blogger zu terrorisieren dürften einige Straftatbestände erfüllen, so das die Behörden tätig werden müssten, ob es ihnen gefällt oder nicht.

    Man wird sich ansehen, ob und was da angeleiert wird, und sich darauf einstellen.
    Der Geist der Meinungsfreiheit ist aus der Flasche, und all die verzweifelten Versuche
    der Strippenzieher und Schlapphüte ihn wieder zurück zu stopfen, werden ungefähr so
    erfolgreich sein wie die Finanzhilfen für Griechenland.

    Die Fernsehprogramme und Zeitungen mögen sie kontrollieren, aber die brauchen wir auch nicht mehr, weil sie den Fehler gemacht haben, uns das Internet zu geben.
    Wenn selbst in China Wege gefunden werden Sperren und Schikanen zu umgehen,
    dann sollte das hier doch erst recht möglich sein, oder?
    Ich für meinen Teil halte das ganze eher für einen hilflosen Einschüchterungsversuch.

    Halten wir es daher wie die Bewohner eines bekannten gallischen Dorfes, und fürchten uns nur davor, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt ;-)

  • lolo sagt:

    Als ob auf dieser Seite nicht genau so manipuliert würde. Beim Artikel
    “Karlsruhe: Bundespräsident darf NPD-Anhänger Spinner nennen” ist erst der Zugriff auf die Kommentare gesperrt worden (es waren über 30 Stück), und jetzt tauchen sie überhaupt nicht mehr auf.

  • cherry sagt:

    Ach was, macht euch nicht Sorgen um den Machtwahn der Kranken,
    macht euch eher Sorgen, dass ihr diesem Wahn auch verfällt.

    Wahnsinnige gibt es immer, aber wenn sie zu viele werden, dann haben wir ein Problem.

    Denn dann hat eine Sekte die Oberhand.

    Und daran arbeiten die!

  • groeßteGefahrfuerDeutschland sagt:

    Die NSA-Stasi wird für den deutschen Bürger und unserer Demokratie zur schlimmsten Gefahr überhaupt. Die NSA-Stasi ist mächtiger als es die DDR-Stasi war und sie wird alle illegalen Tricks nutzen, um Kritiker zum schweigen zu bringen!

    CDU und SPD unternehmen nichts dagegen. Wir brauchen neue Parteien.

    • Aran Yana sagt:

      wir brauchen keine neuen Parteien, wir brauchen ein neues System. Und damit mein ich keins was von den Marionetten bzw ihren Strippenziehern angeleiert wird!

    • cherry sagt:

      Man kann an einem Fake auch prüfen wie die Leute auf manche Sachen reagieren.

      So ohne ist das nicht, denn möglich ist das schon lange, durchgeführt hat man es noch nicht.

    • Manfred Ebel sagt:

      Wortschatz, korrekter Wortgebrauch, Rechtschreibung und Grammatik sind unmittelbarer Ausdruck der geistigen Ausrichtung und dessen Fähigkeiten.

      Auf Anhieb fällt auf, dass die “Experten” nicht einmal richtig schreiben können.

      In anderen Foren werden Szene-Sprachen benutzt oder eine ätzende Rechtschreibung, um Zugehörigkeit und Authentizität zu demonstrieren.

  • Hegglin sagt:

    Der neuste Fall könnte auch die Bitcoin Börse MT.Gox sein. Denn der Verdacht das ein bezahlter Hacker oder mehrere Hacker die Bitcoin zufall gebracht hat ist im Bereich des möglichen. Der zuschnelle Bekanntheitsgrad und der Zulauf von Bitcions Fans,so wie die Akzeptans von Unternehmen hat wohl den Banken und Regierungen gar nicht gefallen. Den Bitcoin sind ausserhalb des Macht Bereichs der Staaten, also nicht manipulierbar durch die Notenbanken. Da schwimmen ja einem die Felle davon.
    Ubd so viel Freiheit ist nicht gut für die Menschen.
    Es könnte aber auch ganz einfach ein ganz normaler Diebstahl sein, auch das ist möglich.
    Aber irgend wie stinkt es gehöhrig nach Manipulation.

     

    Für alle auf "HELIODA1 BLOG" veröffentlichten Inhalte, Kommentare, Meinungen und Blogs sind ausschließlich ihre Autoren verantwortlich. Diese Beiträge stellen nicht die Meinung der Redaktion dar. Wissenschaftliche Referenz Gesamtschau-Digital: CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & ETHISCHE SCHÖNHEITSLEHRE auf Hauptseite www.chza.de ! 

    Motto von Carl-Huter-Zentral-Archiv: WISSEN in Liebe IST MACHT statt Geld ist Macht!