Montag, 10. Februar 2014

RUSSISCHER BOTSCHAFTER IN BERLIN: "ZEIT IN DEUTSCHLAND HAT MICH STARK GEPRÄGT". (HELIODA1)

Russischer Botschafter in Berlin: "Zeit in Deutschland hat mich stark geprägt"

STIMME RUSSLANDS Am 10. Februar wird in Russland der Tag des Diplomaten gefeiert. 

Aus diesem Anlass hat der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Russlands in Deutschland, Wladimit Grinin, der STIMME RUSSLANDS ein Interview gegeben. 

Er beantwortet Fragen unseres Berliner Korrespondenten Alexander Sorkin.

Wladimir Michailowitsch, guten Tag! Vielen Dank, dass Sie die Zeit gefunden haben, mehrere Fragen zu beantworten. Wladimir Michailowitsch, Sie haben 43 Jahre dem diplomatischen Dienst gewidmet. An was können Sie sich zurückschauend erinnern, was waren bis heute die schwierigsten und vielleicht die glücklichsten Augenblicke Ihrer Karriere?

„Nun, was jegliche Art von Ereignissen betrifft, will ich zur Illustration Folgendes sagen: 1986 schickte man mich als sowjetischen Diplomaten in die sowjetische Botschaft in die Deutsche Demokratische Republik, in jenes Gebäude, in dem wir uns heute befinden. 1992 verließ ich dieses Gebäude bereits als russischer Diplomat in der Berliner Abteilung der Botschaft der Russischen Föderation im wiedervereinten Deutschland. Sie können sich vorstellen, wie viele Ereignisse jeglicher Art es in diesen Jahren gegeben hat, die sich mir stark eingeprägt und meine Lebensvorstellungen, meine Lebenswahrnehmung bestimmt haben.“

Wie können Sie als Diplomat der alten Schule die Diplomatie der UdSSR und die Diplomatie Russlands beschreiben?

„Das Kräfteverhältnis in der Welt hat sich geändert, es haben sich die Einfluss-, die Macht-, die Kraftzentren usw. verändert. Es sind neue Kommunikationssysteme, neue Fernmeldesysteme aufgetaucht. Doch der Sinn der Diplomatenkunst, der Sinn der diplomatischen Idee sind dieselben geblieben. Die Hauptaufgabe ist es, ein gegenseitiges Verständnis zu erzielen, irgendeinen Kompromiss zu finden.“

Womit überzeugte die russische Diplomatie, die russische Regierung die USA, was die Syrien-Frage betrifft? Viele Experten, Politikwissenschaftler meinen, zur Verhinderung einer Intervention der USA in Syrien habe gerade die russische Diplomatie beigetragen. Worin war die Position des Außenministers Lawrow und des ganzen diplomatischen Korps der Russischen Föderation bemerkenswert?

 „Das ist das, worüber ich gesprochen habe. Das ist die Kunst, einen Kompromiss zu erzielen. Die Kunst, den Partner von der Richtigkeit der eigenen Position zu überzeugen. Und uns freut natürlich, dass es so gekommen ist, und wir hoffen auf eine solche Entscheidung zu Syrien, nach der wir alle streben.“

[Hinzugefügt by W. Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum & Madrid:

GESAMTSCHAU-DIGITAL: CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & SCHÖNHEITSLEHRE by Diplom Psychologe WOLFGANG TIMM, HUSUM & MADRID.

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, CHZA, Husum u. Madridund PHYSIOGNOMISCHE GESELLSCHAFT SCHWEIZ, PGS, Zürich u. Basel, KOOPERIEREN.

Bedeutsames Grundlagenwissen in PSYCHOLOGIE & MEDIZIN:
HEILWISSEN 1898. Autor CARL HUTER, Nichtakademiker, Privatgelehrter.
HAUPTWERK MENSCHENKENNTNIS 1904 bis 1906.
(Wissenschaftshistorische Totalerfassung-Digital by Medical-Manager WOLFGANG TIMM, Husum-Schobuell.Es existieren ca. 12.000 Seiten Original-Material.)

Fachschrift PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE Nr. 72, Oktober 2011, zum 150. Geburtstag vom BEGRÜNDER MENSCHENKENNTNIS publizierte die vom Autor WOLFGANG TIMM recherchierte PRIMÄRLITERATUR 1893 bis 1952.
CARL HUTER (1861-1912): BEGRÜNDER ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & KALLISOPHIE.

Fragt man aber: "WER WAR CARL HUTER?" - so lautet die Antwort:
EIN EINFACHER DEUTSCHER MANN, DER DURCH FLEISS UND GUTE BEGABUNG MEHR WAHRHEITEN FAND ALS ANDERE VOR IHM.
Quelle: DgM ZEITUNGSAUSGABE Nummer 3 (von 101). 1932. Hrsg. Amandus Kupfer (1879-1952).

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "HAFTUNG VON LINKS" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von den verlinkten Seiten, ebenso vom Inhalt übernommener Artikel.

Diplom Psychologe Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv & Kommission 146.
www.chza.de

ENDE]


Wladimir Michailowitsch, im vergangenen Jahr wurde eine neue Regierung der Bundesrepublik Deutschland vereidigt, neuer Außenminister wurde Frank-Walter Steinmeier. Lohnt es sich, mit seiner Ernennung eine Veränderung der Außenpolitik Deutschlands zu erwarten, konkret der bilateralen Beziehungen Deutschland-Russland?

„Unsere Beziehungen befinden sich gegenwärtig im Stadium der Herausbildung einer neuen Agenda, zeitlich wie auch inhaltlich. Aber jene Signale, die uns von deutscher Seite her erreichen, beflügeln uns in bedeutendem Maße. Es ist beabsichtigt, die deutsche Politik dynamischer zu gestalten, und aus dem Munde Steinmeiers verlautete, dass Russland eine wichtige Rolle in der Außenpolitik Deutschlands spiele, dass Deutschland auf Russland zähle.“

Ist in der Tätigkeit der Botschaft unter den Bedingungen, da die Rolle Brüssels stetig wächst, etwas Besonderes aufgetaucht und besitzt da jedes Subjekt der Europäischen Union die Möglichkeit, eine eigene Linie in seiner Außenpolitik zu betreiben?

„Verstehen Sie, hier ist die Situation so flexibel, so veränderlich. Ich kann zum Beispiel nicht sagen, dass eine stetige Tendenz zur Vergrößerung der ständigen Kontrolle der überstaatlichen Organe der EU zu beobachten ist. Deshalb zu sagen, was hier siegen wird - das übernationale System oder das System kollektiver Handlungen -, ist wohl eher eine Frage der Zukunft. Aber ich kann ihnen die erste Frage beantworten. Natürlich muss man mehr sehen, was in der Europäischen Union geschieht, natürlich muss man auf die Entscheidungen achten, die in der Europäischen Union getroffen werden.“

Am Beispiel der Münchener Sicherheitskonferenz sahen wir eine völlig konsolidierte Position - der USA als auch der meisten europäischen Länder - hinsichtlich der Regelung der ukrainischen Frage. Besitzt ein jedes europäisches Land die Möglichkeit, in dieser oder jener Frage die eigenen Interessen zu verteidigen?

„Die Ukraine muss selbst entscheiden, wie es weitergehen soll. Und das muss sie im Dialog der Regierung mit der Opposition entscheiden. Gewissermaßen beflügelt uns Deutschlands Position, weil Kanzlerin Merkel schon am 29. November, gleich nach dem Abschluss des Gipfels der Ostpartnerschaft in Vilnius, erklärte, man müsse einen Dialog mit Russland aufnehmen, man müsse von der Position oder-oder abkommen. Entweder eine Anbindung an Brüssel oder eine Anbindung an Moskau. Uns ist es natürlich sehr angenehm, dass unser Standpunkt und unsere Herangehensweise hinsichtlich dessen wahrgenommen wurden, dass die Zukunft unserer Beziehungen, Russland, die Europäische Union und die postsowjetischen Staaten einbezogen, im gemeinsamen wirtschaftlichen und humanitären Raum von Lissabon bis nach Wladiwostok liegt.“

Wladimir Michailowitsch, eine letzte Frage. Was wünschen Sie den russischen und deutschen Sportlern?

„Den russischen und den deutschen Sportlern wünsche ich erstens, Spaß an der Teilnahme an den Olympischen Spielen zu haben, sich gebührend als Sportler zu offenbaren. Die gebührende Anzahl an Medaillen zu erkämpfen. Aber vor allem, auch nach den Olympischen Spielen und weiterhin die sportlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern zu erhalten, die ein Teil unserer allgemeinen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland sind.“

 

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