Dienstag, 21. Januar 2014

STUDIE: EIN PROZENT DER MENSCHHEIT BESITZT HÄLFTE DES WELTWEITEN REICHTUMS [= FEUDALISMUS]. (HELIODA1)

Studie: Ein Prozent der Menschheit besitzt Hälfte des weltweiten Reichtums [= FEUDALISMUS]

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oxfam-studie-kluft-zwischen-armen-und-reichen-waechst-a-944474.html

Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer - diese Aussage wird nun mit neuen Zahlen untermauert. 

Demnach verfügt ein Prozent der weltweiten Bevölkerung über die Hälfte des gesamten Reichtums. Und die 85 reichsten Menschen haben genauso viel, wie die ärmere Hälfte der Welt besitzt.

Das Intercontinental Hotel in Davos: Treffen der WirtschaftseliteZur Großansicht
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Das Intercontinental Hotel in Davos: Treffen der Wirtschaftselite

Hamburg - In zwei Tagen [einem Tag] werden sich im schweizerischen Davos mehr als 40 Staats- und Regierungschefs treffen, sie wollen nach Lösungen für brennende internationale Probleme suchen. Eines davon wird die weltweit wachsende Kluft zwischen Arm und Reich sein. 

Wie ungerecht der Wohlstand tatsächlich verteilt ist, zeigen auch Zahlen, die die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam nun veröffentlicht hat. 


Ein Auszug:

  • Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über fast die Hälfte des weltweiten Reichtums.
  • Dieses eine Prozent verfügt über 110 Billionen US-Dollar. Das ist 65-mal so viel, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung hat.
  • Diese ärmere Hälfte der Weltbevölkerung verfügt über genauso viel, wie die reichsten 85 Menschen haben.
  • Sieben von zehn Menschen leben in Ländern, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen 30 Jahren gewachsen ist.


"Es ist niederschmetternd, dass im 21. Jahrhundert die Hälfte der Bevölkerung - das sind dreieinhalb Milliarden Menschen - nicht mehr hat als diese Mini-Elite, die gemeinsam locker in einen Doppeldeckerbus passen würde", zitiert der "Guardian" die Oxfam-Geschäftsführerin Winnie Byanyima.

[Hinzugefügt by W. Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv:

ENDE]


[AUSLAUFMODELL "TEILE und HERRSCHE"]

"Statt sich gemeinsam zu entwickeln, werden die Menschen immer mehr durch wirtschaftliche und politische Macht getrennt", heißt es in der Zusammenfassung der Oxfam-Studie. Die Gefahr sozialer Spannungen und gesellschaftlicher Zusammenbrüche würde dadurch zwangsläufig wachsen.


Eine Umfrage in sechs Ländern habe zudem ergeben, dass ein Großteil der Bevölkerung glaubt, Gesetze würden zugunsten der Reichen verzerrt. Befragt wurden Menschen in Spanien, Brasilien, Indien, Südafrika, Großbritannien und den USA.


Kurz vor Beginn des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums in Davos richten sich die Verfasser der Studie mit ihren Ergebnissen an die Teilnehmer. Denn sie "haben die Macht, die wachsende Ungleichheit zu stoppen". 

Die Beratungen stehen unter dem Motto "Die Neugestaltung der Welt: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft". 

Insgesamt werden rund 2500 Teilnehmer aus fast hundert Ländern erwartet.

IWF-Chefin Lagarde: Wachstum gering, zerbrechlich und ungleichmäßigZur Großansicht

REUTERS

IWF-Chefin Lagarde: Wachstum gering, zerbrechlich und ungleichmäßig


Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte vor ihrem Auftritt in Davos gewarnt, dass der Wohlstand immer ungerechter verteilt wird, während die Probleme von Armut und Arbeitslosigkeit nicht gelöst werden.

[Hinzugefügt:


KOMMENTARE

0.
Patrick Pekrul [AG-GOuFP Piratenpartei] Es wird immer krasser
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oxfam-studie-kluft-zwischen-armen-und-reichen-waechst-a-944474.html

"Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer - diese Aussage wird nun mit neuen Zahlen untermauert. Demnach verfügt ein Prozent der weltweiten Bevölkerung über die Hälfte des gesamten Reichtums. Und die 85 reichsten Menschen haben genauso viel, wie die ärmere Hälfte der Welt besitzt."

Den zweiten Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 85 Menschen besitzen so viel wie 3,5 Milliarden zusammen!

Wer da noch an so etwas wie einen freien Markt - oder überhaupt einen Markt - glaubt, der hat nicht verstanden, was ein Markt ist.

Wenn eine Handvoll Menschen im ppm-Bereich (parts per million, in Prozent oder Promille lässt sich das gar nicht mehr ausdrücken) mehr Vermögen hat als die Hälfte der Menschheit, dann sind wir tatsächlich im Feudalismus angekommen. Bei allem Verständnis für die Belohnung cleveren Unternehmertums, muss einem doch spätestens jetzt die Kinnlade runtergehen. Und da sage noch jemand Vermögen sei irrelevant...


"Ein Auszug:

   • Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über fast die Hälfte des weltweiten Reichtums.
   • Dieses eine Prozent verfügt über 110 Billionen US-Dollar. Das ist 65-mal so viel, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung hat."


Aber das folgende kann man wohl nur noch als Realsatire auffassen:

"Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte vor ihrem Auftritt in Davos gewarnt, dass der Wohlstand immer ungerechter verteilt wird, während die Probleme von Armut und Arbeitslosigkeit nicht gelöst werden."

Ausgerechnet die Chefin des IWF...

Zitat: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/weltkonjunktur-lagarde-beklagt-ungerechte-verteilung-des-reichtums-a-943787.html


"Die Krise besteht weiter fort. Doch es liegt Optimismus in der Luft", sagte die IWF-Chefin. Die positive Entwicklung hänge besonders davon ab, dass die Notenbanken ihre Konjunkturmaßnahmen nicht zu schnell auslaufen ließen. "Zentralbanken sollten nur dann zu einer normaleren Geldpolitik zurückkehren, wenn stabiles Wachstum auf ein festes Fundament gründet", meinte Lagarde."


Ja, genau. Haut die Kohle weiter raus und heizt damit den Markt für Wertpapiere und Immobilien noch weiter an, das hilft bestimmt am meisten, um die zunehmende Ungleichverteilung zu schließen! 

Ich weiß nicht, welche "Konjunktur" die gute Dame am Horizont ausmacht, ich sehe nur eine Gruppe von 85 Menschen, die davon noch reicher werden; wer keine Wertpapiere oder Immobilien besitzt - wie die anderen 3,5 MILLIARDEN Menschen - muss sich halt mehr anstrengen ;-)


"die Entwicklungs- und Schwellenländer müssten mit Investitionen in Infrastruktur, den Abbau bürokratischer Hürden und einer besseren Regulierung des Finanzsektors ihr künftiges Wachstumspotential freisetzen."


Gröhl! Nicht die USA, nein, die Schwellenländer müssten mal ihren Finanzsektor auf Vordermann bringen - schließlich weiß ja jeder, dass es die toxischen Finanzprodukte aus Süd-Korea und Malaysia waren, die die weltweiten Börsen erzittern liessen...

Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

1.
Celestine gestern, 14:31 Uhr
So, so, das Thema wird also in Davos als Thema aufgegriffen. Gilt sicher als eine Erfolgsmeldung für die Vertreter des 1%, welche wohl noch eine Steigerung anpeilen werden. Alles andere wäre die gleiche Heuchelei wie die ganzen Codes, of Compliance, Ethics, Moral etc., welche alles Andere sind, nur nicht ehrlich gemeint.
2. Genug Zeit gewesen
John2k gestern, 14:39 Uhr
[Zitat von sysopanzeigen...]
Die Erstankömmlinge hatten genug Zeit sich in Hi-Scores zu beweisen. Es wird Zeit für ein gerechteres Wirtschaftssystem. Eventuell sollte man sich ganz vom Geld abwenden. Dann wäre auch genug Platz und Zeit für vernachlässigte Bereiche. Die Forschung könnte aufblühen und mit er Zeit sich die Welt für alle Verbessern, außer für die, denen sie im Moment gehört.
3. Es ist beängstigend
statler&waldorfmuppets gestern, 14:42 Uhr
dass Reichtümer heute kaum mehr mit Arbeit, Erfindungen, Handel und Innovationen erreicht werden...sondern vor allem mit Zockerei, Spekulation und Steuerflucht. Zwar bin ich Anhänger des Kapitalismus, aber die Entwicklung der letzten 20 Jahre ist nur noch als Auswuchs zu bezeichnen. Dazu kommt die Abgreifmentalität der statten, welche leider nur beim Mittelstand und Kleinverdienern kassiert. Die wirklich Reichen zahlen wenig oder nichts, denn man hat entsprechende Spezialisten in Diensten.
4. Von dem Topf...
lecker gestern, 14:43 Uhr
...fliegt irgendwann der Deckel weg mit einem großen Rumms. Aber davon kriegen die 85 Hanseln nicht mit, denn die haben sich dann vorher schon auf eine genauso einsam wie luxuriöse Insel zurückgezogen und schauen dem Rest der Welt von dort aus beim großen Schlachtfest zu.
5. Mal wieder ....: Überraschung!
dieteroffergeld gestern, 14:46 Uhr
Frau Lagarde hegt Befürchtungen. Ach Gottchen! Das muss ja wirklich eine erschreckende Neuigkeit für sie gewesen sein. Und wie werden sich die 1-Prozentvertreter in Davos oder anderswo hierzu äußern? Haben die etwa schon Platzkarten für ihr Elysium da draußen? Nun, wenn die nicht bald sich vom Acker machen, es könnte ungemütlich werden. Oder werden sogenannten Entscheider sich noch eines Besseren besinnen und vielleicht doch so ein bisschen wenigstens versuchen, die Ungleichheit auszugleichen?



ANHANG

"Die nützliche Armut"
http://www.youtube.com/watch?list=PL2Dz1Rc_TJ496E7fxYk87Fj3Zuk6JBvpm&v=EMJzE2mT2Yc


Uns geht es doch gut" -- beruhigt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutschen mit Blick auf die grassierende Verelendung in anderen EU-Staaten. 

Doch tatsächlich hat sich die Armut auch bei uns verschärft, bei Arbeitslosen, Rentnern, Grundsicherungsbeziehenden genauso wie bei Beschäftigen.

Armut ist kein Betriebsunfall, sondern sie scheint systemnotwendig in der „Wettbewerbsgesellschaft". 
Interviews mit Prof. Dr. Heinz Sünker, Prof. Dr. Helga Spindler, Dr. Rudolf Martens, Prof.
Dr. Michael Vester, Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stefan Selke, und Martin Behrsing.

 

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