Montag, 20. Januar 2014

KenFM: HONECKER VS. OBAMA - 19. JANUAR 1989 TRIFFT 20. JANUAR 2014. (HELIODA1)

KenFM · 53.341 gefällt das
vor 58 Minuten · Bearbeitet · 
HONECKER vs. OBAMA - 19. Januar 1989 trifft 20. Januar 2014

Am 19. Januar 1989 hielt der letzte Präsident der DDR, Erich Honecker, seine legendäre Rede zur Lage der Nation, in der vor allem ein Satz, seine persönliche Prognose zur Zukunft der DDR, in Erinnerung geblieben ist:

„[Die Mauer] wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben.“
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/02429/index-80.html.de

Honecker lag falsch, wie wir seit rund 20 Jahren wissen. 
Der Mann war der sich rasch ändernden geopolitischen Lage nicht gewachsen. Er, als auch seine Kaste im „Arbeiter- und Bauern-Staat“, waren nicht in der Lage zu erkennen, dass ihnen selber der intellektuelle Background fehlte, um ein Land auch übermorgen noch attraktiv zu machen. 
Das misslang vor allem deshalb, da man interne Kritik nie als Verbesserungsvorschläge aus dem System für das System erkannte, sondern immer nur als Störung. 
Die „Störer“ wurden drangsaliert, abgehört, in den Knast verfrachtet oder, wenn es gar nicht mehr anders ging, zu West-Geld gemacht. 
Die DDR schob die eigene intellektuelle DNA sukzessive ins Ausland ab.


Was blieb, war ein Staatskörper, nur dass in dessen Kopf eine Software lief, die sich selber nicht mehr erneuern konnte, und damit verurteilt war, nach einer gewissen Zeit hoffnungslos veraltet zu sein.


Die DDR ist nicht zugrunde gegangen, da sie ihren Bürgern zuwenig Grundnahrungsmittel bieten konnte. Sie ist am Verlust von geistiger Perspektive gestorben. Ein Staat, der seinen Bürgern keine geistige Perspektive mehr bieten kann, mit dem sich die Bürger intellektuell nicht mehr identifizieren können, muss sich nicht wundern, wenn sich das Volk auf Konsum verlegt.

 [Hinzugefügt by W. Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv:

ENDE]



Shoppen als Ersatz für eine fehlende Perspektive. Wir kennen das aus dem Westen.

Der Westen ist nur deshalb „stabil“, da er die breite Masse mittels Konsumrausch in der Betäubungsschleife gefangen hält. 
Würde bei uns dieser Konsum nicht mehr möglich sein, da die Produkte entweder zu teuer würden, oder aber die Industrie diese Produkte überhaupt nicht mehr liefern könnte, stünde auch bei uns binnen weniger Monate das System auf der Kippe. 
Merkel würde geputscht oder ignoriert, wie in der DDR im Endstadium die Mitglieder des gesamten Politbüros ignoriert wurden. Das, was Gustave le Bon „Nimbus“ nennt, war der Führung vollständig verloren gegangen.


Der Mythos eines besseren Staates als der, aus dem er hervorgegangen war, fiel in sich zusammen. Da der Abgesang via TV in alle Welt übertragen wurde, verstärkte sich durch diese quasi Live-Übertragung mittels Massenmedien seine symbolische Wirkung um ein Vielfaches. 
Hier implodierte nicht nur irgendein Land auf der Erde. Hier wurde ein bis dato immer noch sehr attraktives Konzept zu Grabe getragen. Die sozialistische Idee, umgesetzt als Staatsform.


Diese Kombination ging nicht auf, da sie die Bürger bevormundete.

Aber ist die Idee hinter der Idee aus heutiger Sicht wirklich Schnee von gestern? Ist ein Land, das eine Alternative zum Kapitalismus versucht, automatisch auf dem Holzweg? 
Oder muss man sich heute eher mit dem Gedanken anfreunden, dass es eher die Vetternwirtschaft, das kleinkarierte Denken, die permanente Unterdrückung von Individualität war, die selbst die sozialistische Idee nicht auf Ewig aushalten konnte?


Wesentliche Ideen der DDR werden eine Renaissance erfahren. Spätestens dann, wenn dem kapitalistischen Turbo-Motor der Treibstoff ausgeht. Intakte Umwelt. Was wir von der DDR in jedem Fall lernen können ist Sparsamkeit.

Honeckers DDR war keine Wegwerfgesellschaft. Das konnte sie sich ökonomisch gar nicht erlauben. 
Wären heute im Westen Rohstoffe so rar wie damals in der DDR, hätten wir längst den Schritt getan, den wir in jedem Fall tun müssen, wenn uns etwas am Überleben auf diesem Planeten liegt.
Befreiung vom Überfluss, nennt es der Ökonom Niko Peach.
http://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/befreiung-vom-ueberfluss.html

ER verweist auf den Boom sogenannter Repair-Cafés.
http://repaircafe.org/de/

In der DDR war diese - für den Westen neue - Form zu Wirtschaften reiner Pragmatismus. Repair-Cafés gab es dort überall. Nur hießen sie nicht so. In jeder normalen Werkstatt wurde „improvisiert“, um Defektes wieder brauchbar zu machen. 
Es gab das SERO-System.
http://de.wikipedia.org/wiki/SERO

Ist das zurückblickend nicht auch unsere Zukunft? Nur, dass wir SERO heute - voll modern - ZERO nennen, und z.B. Zero-Autos als den letzten Schrei deklarieren. Allerdings nur, wenn wir das Fahrzeug auch wieder in Massen kaufen. Tesla. „Car of the Year 2013“. Mit oder ohne ADAC-Bewertung.
http://www.teslamotors.com/de_DE/models


Was die DDR dann überhaupt nicht erkennen konnte, war der Abstand, in dem das System dann vor dem Absturz stand. Vergleichen kann man das vielleicht mit einer Mannschaft in einem Kanu, die das Getöse in Fahrtrichtung nicht als das interpretiert, was es ist. Als Wasserfall.


Wie gut sind wir, das Siegersystem, der so erhabene Westen, darin, unser Zusteuern auf den Wasserfall wahrhaben zu wollen?

[Hinzugefügt:


Etwas muss man Erich Honecker bei all seiner Verschrobenheit lassen. Er beanspruchte für den Staat, dem er vorstand, Souveränität. Natürlich war die DDR ein Außenposten der UdSSR, aber Honecker formulierte es in seiner Rede vom 19. August 1989 dennoch wie folgt:
Die Sicherung der Grenze ist das souveräne Recht eines jeden Staates.


Wenn das stimmt, wieso ist es dann in den Grenzen der BRD möglich, dass eine ausländische Macht, die USA, hier die Bundesbürger ausspioniert, wie man das - als es noch Stasi hieß und Teil der DDR war - massiv verurteilte? Sind wir nicht alle ein klein wenig heuchlerisch?
http://www.youtube.com/watch?v=BGO8t1qltAY


Wir werden überwacht. Immer und überall“, sendete letztes Jahr 3Sat in einem Beitrag, dem keiner widersprach. Weil er die Tatsachen benannte. 
In diesem Beitrag sagt der Historiker und Autor des Buches „Überwachtes Deutschland“ ( http://www.v-r.de/de/title-0-0/ueberwachtes_deutschland-1007436/ ), Josef Foschepoth, den 
Satz zum Thema Schutz der Privatsphäre:

„Wir dürfen uns nichts vormachen, dieses Grundrecht gibt es nicht mehr.“

[Hinzugefügt:



Zeitsprung. 20 Januar 2014.

Heute vor genau fünf Jahren wurde in den USA ein ehemaliger Sozialarbeiter nach einem sündhaft teuren Wahlkampf zum 44. Präsidenten der USA ernannt.

Obama stammte nicht, wie sonst eher üblich, um im Weißen Haus das Sagen zu haben, aus einer alteingesessenen schwerreichen Familie.


Im Gegenteil. Der Mann ist aus Sicht der meisten seiner Vorgänger noch immer ein armer Kerl. Er verfügt trotz Präsidentschaft noch immer nicht über ein Privatvermögen, das dreistellige Millionensummen aufweisen kann. Der ehemalige Boss eines im Vergleich winzigen europäischen Staates ist gegen ihn ein Gigant. Berlusconi.


Barack Obama wird erst dann zu echtem Geld, das auch für eine üppige Rente reicht, kommen, wenn er im Anschluss an das Amt seine Memoiren schreibt, bzw. hoch bezahlte Beraterjobs in der Industrie annimmt. Als Gastredner den Reibach macht.


Jetzt, nachdem die zweite Amtszeit schon zu 25% verstrichen ist, dem ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA nur noch drei Jahre bleiben, um „seine“ Pläne umzusetzen, kann man langsam schon mal damit beginnen, Bilanz zu ziehen.
Was hat der Mann erreicht, wo ist er gescheitert, welches Versprechen hat er gebrochen?


Diese Fragen ergeben aber nur dann einen Sinn, wenn sich der Fragende im Vorfeld selber die Frage stellt, ob die Antworten denn für ihn überhaupt relevant sind!


Warum sollte man beispielsweise als Europäer den amtierenden Präsidenten einer anderen Nation positiv bewerten, da dieser in seinem Land eine staatliche Gesundheitsreform, Obamacare, eingeführt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Patient_Protection_and_Affordable_Care_Act


Schön für die Amerikaner. Aber was hat das mit Europa oder der Welt außerhalb der USA zu tun?


Was wir sagen wollen: Es ist völlig idiotisch, einen ausländischen Staatsmann nach Kriterien zu beurteilen, die einen selber überhaupt nicht betreffen.

Niemand würde in Griechenland auf die Idee kommen, Angela Merkel dafür zu loben, dass sie sich in Deutschland für eine Erhöhung des Kindergeldes ausspricht, das dann aber nur in Anspruch genommen werden kann, wenn man auch in Deutschland wohnt und hier ein Kind zu versorgen hat.


Angela Merkel wird außerhalb der BRD vor allem für ihre EU-Politik gelobt oder kritisiert. Politik also, die auch Nicht-Deutsche im Ausland betrifft.


Geht es um die Beurteilung des Amerikanischen Präsidenten, sollten wir genauso vorgehen. Wenn seine Entscheidung zu Situation X uns nicht betrifft, muss sie von uns auch nicht in die Bilanz seiner Amtszeit integriert werden.


Dass wir seine Amtszeit überhaupt beurteilen, hat nur einen Grund. Die USA sind eine Supermacht und treffen jeden Tag auch Entscheidungen, die Deutschland betreffen. Ob wir wollen oder nicht.


Nur deshalb sollten und müssen wir über eine Bilanz von Barack Obama sprechen. Sein Handeln oder Nichthandeln hat einen Impact auf die BRD, während es den Deutschen weitgehend egal sein kann und definitiv auch ist, was die Regierung in Lesotho entschieden hat. Kaum einer kann auf Anhieb sagen, wo dieses Lesotho überhaupt liegt.


Nehmen wir uns also die Präsidentschaft Barack Obamas unter der Vorgabe vor, ob das, was er geleistet oder nicht geleistet hat, UNS, speziell uns Europäer und damit auch uns Deutsche, betrifft.

Und schon sind wir bei den großen Versprechen dieses Präsidenten, der, noch bevor klar wurde, dass er das Rennen ins Weiße Haus gewinnen würde, seinen Wahlkampfberatern vertraute, als diese im rieten, die Kennedy-Karte zu spielen. Berlin zu besuchen.
http://www.youtube.com/watch?v=OAhb06Z8N1c


Deutsche, treudoof wie sie nunmal sind, strömten zu hunderttausenden Richtung Siegessäule, um hier zur Abwechslung mal nicht Dr. Motte, sondern den Präsidenten einer „befreundeten Nation“ zu hören.

Dass hier eine Art Film gedreht wurde, bei dem sie nur Statisten waren, ging den meisten nicht auf. Verdacht schöpften sie auch nicht, dass jeder angehalten war, doch bitte eine USA-Flagge zu schwenken. Quasi als im Nachhinein erhobener Eintrittspreis.

Wir von KenFM waren schon im Juli 2008 sehr sehr verwundert über das, was uns Obama damals an Floskeln um die Ohren warf, und vor allem über die Art der Inszenierung. Wir standen damals weitgehend auf weiter Flur. 
Jahre später würde uns ein öffentlich-rechtlicher Sender, bei dem KenFM damals sendete, für den damals in Berlin-Brandenburg ausgestrahlten Beitrag rügen, und auch wegen diesem endgültig vor die Tür setzen.

Begründung: Nicht ausreichend redaktionell geprüft. Wenn so etwas beim DDR-Rundfunk geschah, nannte die West-Presse das Zensur.

Was aber ist, speziell aus heutiger Sicht, nicht korrekt an diesem Beitrag mit dem Titel „Obama kommt“?
http://www.youtube.com/watch?v=XSfR0K3Vv1Y



Nehmen wir uns konkret DIE Entscheidungen Barack Obamas vor, die uns auch betreffen.

IRAK
Barack Obama hat die unter George W. Bush in den Irak kommandierten Truppen aus diesem Land weitgehend abgezogen. Betrifft UNS das? Teilweise. WIR waren offiziell nie im Irak. Nach dem Einmarsch der USA im Irak wurde das Land aber in die Steinzeit zurückgebombt. 
Der Irak ist heute ein Ort, an dem Terrorismus entsteht, der wiederum jeden von uns treffen kann. Ist die Gefahr von irakischem Terror, den man eher als Rache bezeichnen muss, größer oder kleiner geworden, seit Barack Obama den Irak wieder sich selber überlassen hat?


Kommt darauf an, ob man als Deutscher im Irak zu tun hat oder nicht. Die Gefahr, in der BRD dem Anschlag eines Irakers zum Opfer zu fallen, nur weil dieser empört über die USA ist, geht gegen Null. Es sei denn, man steht als Touri in Deutschland vor einer amerikanischen Einrichtung, wie in etwa der Botschaft in Berlin. 
Wahrscheinlicher aber ist, dass die Gefahr eher von der Botschaft ausgeht, da diese in Wahrheit auch in Deutschland die Funktion hat, die amerikanische Botschaften auf der ganzen Welt erfüllen. Sie sind eine Art Headquarter für Agenten. Und von hier aus wird das Gastgeberland illegal abgehört.
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/horchposten100.html


AFGHANISTAN
Auch hier planen die USA einen Abzug im Rahmen der NATO. Deutschland ist betroffen, denn wenn die Amis gehen, gehen wir natürlich mit. Egal ob das Ziel „Mädchenschulen und Brunnen“ nun erreicht ist oder nicht.


Wesentlich ist, dass Deutschland als Teil der Allianz mitgeholfen hat, Afghanistan noch unsicherer zu machen, als es eh schon war. 
Wenn Präsident Karsai 2013 von sich gibt „Ich traue ihnen nicht, und sie trauen mir nicht“ (http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-11/afghanistan-karsai-aeltestenversammlung-sicherheitsabkommen ), meint er in erster Linie die USA. Aber letztlich auch all seine Partner - oder muss man ehrlicher sagen: Mittäter?


Die BRD darf sich dank Obama wieder aus Afghanistan zurückziehen. 17 Milliarden in den Sand gesetzt und unendliches Elend produziert.
http://www.faz.net/aktuell/politik/afghanistan-einsatz-zehn-jahre-kosten-deutschland-17-milliarden-11480569.html


Parallel dazu wurde der Export von Heroin aus Afghanistan auf über 90% erhöht. Dieser Stoff landet auch auf Schulhöfen in den Hot-Spots deutscher Städte.
http://www.youtube.com/watch?v=X1FTZCXKGiE


Jedes Kilo Schlafmohn bringt einem Afghanischen Bauern auch heute noch rund 150 Euro. In all den Jahren der überwiegend amerikanischen Besatzung auch unter Obama hat sich daran nichts geändert. Es ist schlimmer geworden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/heroin-in-afghanistan-schlafmohn-anbau-fuer-opium-gesteigert-a-868308.html


Kann man HIER Obama eine gute Note ausstellen? Ohne den Schutz der NATO-Truppen käme das Heroin nie in den Mengen raus aus Afghanistan. Betrifft uns das? Ja. Denn mit den dabei erwirtschafteten Milliarden wird Weltpolitik gemacht. Die Politik der Gewalt. Des Waffen- und Menschenhandels. Auch in Deutschland.
http://www.heise.de/tp/artikel/16/16687/1.html


GUANTANAMO
Barack Obama hatte seinerzeit mal vor, das Foltergefängnis zu schließen. Das ist bis heute nicht geschehen. Betrifft UNS das?

Ja. Da wir böse Mine zum guten Spiel machen, verlieren wir extrem an Glaubwürdigkeit, wenn wir in „Dritte Welt“-Staaten einreiten, begründet mit der Aussage, WIR dürften nicht länger wegsehen, wenn in Staat X die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, während wir in Guantanamo seit über 10 Jahren einfach die Augen verschließen und unseren Mund halten.


Außerdem sind wir Deutschen betroffen, da es jederzeit auch einen von uns treffen könnte. Der Fall Kurnaz hat gezeigt, dass die deutsche Regierung, selbst wenn sie erfährt, dass ein deutscher Staatsbürger von den USA nach Guantanamo verschleppt wurde und dort massiv gefoltert wird, nichts unternimmt.
http://www.stern.de/politik/deutschland/fall-kurnaz-steinmeier-wusste-von-kurnaz-haft-578433.html


KLIMASCHUTZ
Um es kurz zu machen. Der Klimaschutz war auch unter Obama weitgehend ein Thema, das gemieden wurde. Hier hat sich nichts getan. Das von Obama angeregte Klimaschutzgesetz lässt nicht auf sich warten. Es ist gescheitert.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/obamas-niederlage-im-us-senat-fiasko-fuer-den-klimapraesidenten-a-708092.html

Sein Ziel war seinerzeit nicht nur, den CO2-Ausstoß der USA drastisch zu reduzieren, eine Obergrenze gesetzlich festzulegen; Obama hatte auch mal vor, bis zum Jahre 2020 mehr als sechs Millionen US-Haushalte mit grüner Energie zu versorgen. Erzeugt auf regierungseigenem Land. Stattdessen baut die Regierung Obama nach 30 Jahren Pause das nächste Atomkraftwerk der USA.
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/1459996/amerika-baut-wieder-kernkraftwerke.html


Der Schock von Harrisburg? Vergessen.

Betrifft uns das alles? Ja. Wo immer zusätzlich Atommüll anfällt, betrifft das jeden. Wenn ein Land wie die USA sich weiter als ignorant gegenüber dem Klimaschutz zeigen, wird das auch in der BRD zu Unwettern führen, deren Schäden keine Versicherung mehr übernimmt.
http://www.deutschlandradio.de/klimawandel-treibt-versicherungspraemien-in-die-hoehe.331.de.html?dram%3Aarticle_id=201648

Betrifft das uns? In der BRD? Ja.
Bilanz Obamas in diesem Punkt?


DEMOKRATIEEXPORT
Demokratie ist ohne Privatsphäre nicht möglich. Wo immer ein Staat für sich das Recht erhebt, Bürger weltweit auszuspionieren, ist die Demokratie auf dem Rückzug und ein Orwell-Staat entsteht.

Die NSA-Affäre, ans Licht gekommen unter Barack Obama, hat erneut bewiesen, was von amerikanischen Versprechen mittlerweile zu halten ist. Wenig.

Auch dieser Tage hat Barack Obama mit seinem Claus Kleber-Interview im ZDF klar gemacht, dass die USA im Falle X auch dann noch die Welt, und damit auch ihre „Freunde“, ausspionieren werden, wenn sie es für Richtig halten. Warum? Weil sie es können.
http://www.youtube.com/watch?v=oT-PMEFg5C8


Die BRD ist Lichtjahre von echter Souveränität entfernt. Sie muss sich endlich freimachen von einer Siegermacht, die in diesem Land nicht nur das Grundgesetz mit Füßen tritt, sondern darüber hinaus auch noch viele Köpfe besetzt hält. Wer mit seiner Stasi-Politik die eigenen Freunde ausspäht, ist nicht mehr das, was er vorgibt zu sein. Ein großer Bruder. Die USA sind zum Konkurrenten mutiert.


Deutschland und Europa kommen nicht umhin, auch was die digitale Welt angeht, hier einen eigenen Weg einzuschlagen. Ein europäisches Google, europäische Netzwerke. Unabhängigkeit, wie man das bei Airbus erfolgreich bewiesen hat, um Boeing Paroli zu bieten.
Einer der wenigen, der das so offen ausspricht, Deutschland als einen Vasall der USA benennt und enttarnt, ist Jakob Augstein.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-zur-obama-rede-und-obama-interview-im-zdf-a-944417.html


Schließen wir den Kreis und kehren wir zurück zu Honecker und der DDR. Die DDR hat nie im großen Stil Menschen in fremden Ländern aus imperialistischen Gründen umbringen lassen.

Genau das aber ist die Drohnen-Politik unter Barack Obama. Dieser Präsident hat in seiner Amtszeit tausende Zivilisten von oben, hinterrücks, ermorden lassen. Damit hat sich Barack Obama über das Amt des Präsidenten vom Sozialarbeiter zum Massenmörder verändert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-bis-zu-3000-tote-durch-drohnen-angriffe-a-882311.html


Betrifft uns das? Ja, denn die Bundeswehr plant ebenfalls, sich US-Drohnen anzuschaffen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeswehrverband-fordert-bewaffnete-Drohnen-2074155.html


Dann morden auch Deutsche mittels Joystick vom Schreibtisch aus. Weltweit. Wir alle werden damit langsam reif für eine Neuauflage der Nürnberger Prozesse.


Dieser Tage konnte man in der Süddeutschen Zeitung einen vor Betroffenheit triefenden Bericht über einen ungewöhnlichen Fund lesen.
Das Werkzeug des Nazi-Schafrichters Johann Reichhart ist wieder aufgetaucht. Seine Guillotine.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/scholl-hinrichtung-wuerdevoller-umgang-mit-guillotine-1.1860655
Mit ihr enthauptete der Mann im Rahmen seiner Funktion als ausführendes Organ der Justiz, allein zu Zeiten des zweiten Weltkriegs, fast dreitausend Menschen.
Unter den Enthaupteten: Die Geschwister Scholl.


Die Nazis haben ihren „Feinden“ wenigstens noch einen Prozess gemacht. Dieser war in der Regel zwar eine Farce, denn das Ergebnis stand schon vorher fest, nur versuchten selbst die Nazis noch, den Schein von Rechtsstaatlichkeit zu wahren.


Barack Obamas Kill-List wird von ihm persönlich jeden Dienstag schlicht unterzeichnet. Er ist damit Ankläger, Anwalt und Richter in einer Person, und das Urteil lautet zu 100% Tod durch Drohne.


Was ist da jetzt der große Unterschied zu Nazi-Henker Johann Reichhart? Und, betrifft uns das?

Ja. Indirekt. Wir wissen von den Todesurteilen ohne Gerichtsverfahren, die der US-Präsident jede Woche unterzeichnet. Wer von einem geplanten Mord weiß, diesen aber nicht zu verhindern versucht, noch zur Anzeige bringt, macht sich mitschuldig.

Betrifft uns das? Ja. Denn wir alle sind, da wir es wissen, ohne auch nur einen Finger zu rühren, Komplizen. Komplizen eines Massenmörders mit Friedensnobelpreis.

Bilanz in diesem Punkt?



Das Foto zeigt den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan während seiner Rede 1987 in West-Berlin vor dem Brandenburger Tor.
HONECKER vs. OBAMA - 19. Januar 1989 trifft 20. Januar 2014

Am 19. Januar 1989 hielt der letzte Präsident der DDR, Erich Honecker, seine legendäre Rede zur Lage der Nation, in der vor allem ein Satz, seine persönliche Prognose zur Zukunft der DDR, in Erinnerung geblieben ist:

„[Die Mauer] wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben.“
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/02429/index-80.html.de

Honecker lag falsch, wie wir seit rund 20 Jahren wissen. Der Mann war der sich rasch ändernden geopolitischen Lage nicht gewachsen. Er, als auch seine Kaste im „Arbeiter- und Bauern-Staat“, waren nicht in der Lage zu erkennen, dass ihnen selber der intellektuelle Background fehlte, um ein Land auch übermorgen noch attraktiv zu machen.  Das misslang vor allem deshalb, da man interne Kritik nie als Verbesserungsvorschläge aus dem System für das System erkannte, sondern immer nur als Störung. Die „Störer“ wurden drangsaliert, abgehört, in den Knast verfrachtet oder, wenn es gar nicht mehr anders ging, zu West-Geld gemacht. Die DDR schob die eigene intellektuelle DNA sukzessive ins Ausland ab.

Was blieb, war ein Staatskörper, nur dass in dessen Kopf eine Software lief, die sich selber nicht mehr erneuern konnte, und damit verurteilt war, nach einer gewissen Zeit hoffnungslos veraltet zu sein.

Die DDR ist nicht zugrunde gegangen, da sie ihren Bürgern zuwenig Grundnahrungsmittel bieten konnte. Sie ist am Verlust von geistiger Perspektive gestorben.  Ein Staat, der seinen Bürgern keine geistige Perspektive mehr bieten kann, mit dem sich die Bürger intellektuell nicht mehr identifizieren können, muss sich nicht wundern, wenn sich das Volk auf Konsum verlegt.

Shoppen als Ersatz für eine fehlende Perspektive. Wir kennen das aus dem Westen.

Der Westen ist nur deshalb „stabil“, da er die breite Masse mittels Konsumrausch in der Betäubungsschleife gefangen hält. Würde bei uns dieser Konsum nicht mehr möglich sein, da die Produkte entweder zu teuer würden, oder aber die Industrie diese Produkte überhaupt nicht mehr liefern könnte, stünde auch bei uns binnen weniger Monate das System auf der Kippe. Merkel würde geputscht oder ignoriert, wie in der DDR im Endstadium die Mitglieder des gesamten Politbüros ignoriert wurden.  Das, was Gustave le Bon „Nimbus“ nennt, war der Führung vollständig verloren gegangen.

Der Mythos eines besseren Staates als der, aus dem er hervorgegangen war, fiel in sich zusammen. Da der Abgesang via TV in alle Welt übertragen wurde, verstärkte sich durch diese quasi Live-Übertragung mittels Massenmedien seine symbolische Wirkung um ein Vielfaches. Hier implodierte nicht nur irgendein Land auf der Erde. Hier wurde ein bis dato immer noch sehr attraktives Konzept zu Grabe getragen. Die sozialistische Idee, umgesetzt als Staatsform.

Diese Kombination ging nicht auf, da sie die Bürger bevormundete.

Aber ist die Idee hinter der Idee aus heutiger Sicht wirklich Schnee von gestern? Ist ein Land, das eine Alternative zum Kapitalismus versucht, automatisch auf dem Holzweg? Oder muss man sich heute eher mit dem Gedanken anfreunden, dass es eher die Vetternwirtschaft, das kleinkarierte Denken, die permanente Unterdrückung von Individualität war, die selbst die sozialistische Idee nicht auf Ewig aushalten konnte?

Wesentliche Ideen der DDR werden eine Renaissance erfahren. Spätestens dann, wenn dem kapitalistischen Turbo-Motor der Treibstoff ausgeht. Intakte Umwelt. Was wir von der DDR in jedem Fall lernen können ist Sparsamkeit.
Honeckers DDR war keine Wegwerfgesellschaft. Das konnte sie sich ökonomisch gar nicht erlauben. Wären heute im Westen Rohstoffe so rar wie damals in der DDR, hätten wir längst den Schritt getan, den wir in jedem Fall tun müssen, wenn uns etwas am Überleben auf diesem Planeten liegt.
Befreiung vom Überfluss, nennt es der Ökonom Niko Peach.
http://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/befreiung-vom-ueberfluss.html

ER verweist auf den Boom sogenannter Repair-Cafés.
http://repaircafe.org/de/

In der DDR war diese - für den Westen neue - Form zu Wirtschaften reiner Pragmatismus. Repair-Cafés gab es dort überall. Nur hießen sie nicht so. In jeder normalen Werkstatt wurde „improvisiert“, um Defektes wieder brauchbar zu machen. Es gab das SERO-System.
http://de.wikipedia.org/wiki/SERO
Ist das zurückblickend nicht auch unsere Zukunft? Nur, dass wir SERO heute - voll modern - ZERO nennen, und z.B. Zero-Autos als den letzten Schrei deklarieren. Allerdings nur, wenn wir das Fahrzeug auch wieder in Massen kaufen. Tesla. „Car of the Year 2013“. Mit oder ohne ADAC-Bewertung.
http://www.teslamotors.com/de_DE/models

Was die DDR dann überhaupt nicht erkennen konnte, war der Abstand, in dem das System dann vor dem Absturz stand. Vergleichen kann man das vielleicht mit einer Mannschaft in einem Kanu, die das Getöse in Fahrtrichtung nicht als das interpretiert, was es ist. Als Wasserfall.

Wie gut sind wir, das Siegersystem, der so erhabene Westen, darin, unser Zusteuern auf den Wasserfall wahrhaben zu wollen?

Etwas muss man Erich Honecker bei all seiner Verschrobenheit lassen. Er beanspruchte für den Staat, dem er vorstand, Souveränität. Natürlich war die DDR ein Außenposten der UdSSR, aber Honecker formulierte es in seiner Rede vom 19. August 1989 dennoch wie folgt:
„Die Sicherung der Grenze ist das souveräne Recht eines jeden Staates.“

Wenn das stimmt, wieso ist es dann in den Grenzen der BRD möglich, dass eine ausländische Macht, die USA, hier die Bundesbürger ausspioniert, wie man das - als es noch Stasi hieß und Teil der DDR war - massiv verurteilte? Sind wir nicht alle ein klein wenig heuchlerisch?
http://www.youtube.com/watch?v=BGO8t1qltAY

„Wir werden überwacht. Immer und überall“, sendete letztes Jahr 3Sat in einem Beitrag, dem keiner widersprach. Weil er die Tatsachen benannte. In diesem Beitrag sagt der Historiker und Autor des Buches „Überwachtes Deutschland“ ( http://www.v-r.de/de/title-0-0/ueberwachtes_deutschland-1007436/ ), Josef Foschepoth, den entscheidenden Satz zum Thema Schutz der Privatsphäre:

„Wir dürfen uns nichts vormachen, dieses Grundrecht gibt es nicht mehr.“


Zeitsprung. 20 Januar 2014.

Heute vor genau fünf Jahren wurde in den USA ein ehemaliger Sozialarbeiter nach einem sündhaft teuren Wahlkampf zum 44. Präsidenten der USA ernannt.
Obama stammte nicht, wie sonst eher üblich, um im Weißen Haus das Sagen zu haben, aus einer alteingesessenen schwerreichen Familie.

Im Gegenteil. Der Mann ist aus Sicht der meisten seiner Vorgänger noch immer ein armer Kerl. Er verfügt trotz Präsidentschaft noch immer nicht über ein Privatvermögen, das dreistellige Millionensummen aufweisen kann. Der ehemalige Boss eines im Vergleich winzigen europäischen Staates ist gegen ihn ein Gigant. Berlusconi.

Barack Obama wird erst dann zu echtem Geld, das auch für eine üppige Rente reicht, kommen, wenn er im Anschluss an das Amt seine Memoiren schreibt, bzw. hoch bezahlte Beraterjobs in der Industrie annimmt. Als Gastredner den Reibach macht.

Jetzt, nachdem die zweite Amtszeit schon zu 25% verstrichen ist, dem ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA nur noch drei Jahre bleiben, um „seine“ Pläne umzusetzen, kann man langsam schon mal damit beginnen, Bilanz zu ziehen.
Was hat der Mann erreicht, wo ist er gescheitert, welches Versprechen hat er gebrochen?

Diese Fragen ergeben aber nur dann einen Sinn, wenn sich der Fragende im Vorfeld selber die Frage stellt, ob die Antworten denn für ihn überhaupt relevant sind!

Warum sollte man beispielsweise als Europäer den amtierenden Präsidenten einer anderen Nation positiv bewerten, da dieser in seinem Land eine staatliche Gesundheitsreform, Obamacare, eingeführt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Patient_Protection_and_Affordable_Care_Act

Schön für die Amerikaner. Aber was hat das mit Europa oder der Welt außerhalb der USA zu tun?

Was wir sagen wollen: Es ist völlig idiotisch, einen ausländischen Staatsmann nach Kriterien zu beurteilen, die einen selber überhaupt nicht betreffen.
Niemand würde in Griechenland auf die Idee kommen, Angela Merkel dafür zu loben, dass sie sich in Deutschland für eine Erhöhung des Kindergeldes ausspricht, das dann aber nur in Anspruch genommen werden kann, wenn man auch in Deutschland wohnt und hier ein Kind zu versorgen hat.

Angela Merkel wird außerhalb der BRD vor allem für ihre EU-Politik gelobt oder kritisiert. Politik also, die auch Nicht-Deutsche im Ausland betrifft.

Geht es um die Beurteilung des Amerikanischen Präsidenten, sollten wir genauso vorgehen. Wenn seine Entscheidung zu Situation X uns nicht betrifft, muss sie von uns auch nicht in die Bilanz seiner Amtszeit integriert werden.

Dass wir seine Amtszeit überhaupt beurteilen, hat nur einen Grund. Die USA sind eine Supermacht und treffen jeden Tag auch Entscheidungen, die Deutschland betreffen. Ob wir wollen oder nicht.

Nur deshalb sollten und müssen wir über eine Bilanz von Barack Obama sprechen. Sein Handeln oder Nichthandeln hat einen Impact auf die BRD, während es den Deutschen weitgehend egal sein kann und definitiv auch ist, was die Regierung in Lesotho entschieden hat. Kaum einer kann auf Anhieb sagen, wo dieses Lesotho überhaupt liegt.

Nehmen wir uns also die Präsidentschaft Barack Obamas unter der Vorgabe vor, ob das, was er geleistet oder nicht geleistet hat, UNS, speziell uns Europäer und damit auch uns Deutsche, betrifft.
Und schon sind wir bei den großen Versprechen dieses Präsidenten, der, noch bevor klar wurde, dass er das Rennen ins Weiße Haus gewinnen würde, seinen Wahlkampfberatern vertraute, als diese im rieten, die Kennedy-Karte zu spielen. Berlin zu besuchen.
http://www.youtube.com/watch?v=OAhb06Z8N1c

Deutsche, treudoof wie sie nunmal sind, strömten zu hunderttausenden Richtung Siegessäule, um hier zur Abwechslung mal nicht Dr. Motte, sondern den Präsidenten einer „befreundeten Nation“ zu hören.
Dass hier eine Art Film gedreht wurde, bei dem sie nur Statisten waren, ging den meisten nicht auf. Verdacht schöpften sie auch nicht, dass jeder angehalten war, doch bitte eine USA-Flagge zu schwenken. Quasi als im Nachhinein erhobener Eintrittspreis.
Wir von KenFM waren schon im Juli 2008 sehr sehr verwundert über das, was uns Obama damals an Floskeln um die Ohren warf, und vor allem über die Art der Inszenierung. Wir standen damals weitgehend auf weiter Flur. Jahre später würde uns ein öffentlich-rechtlicher Sender, bei dem KenFM damals sendete, für den damals in Berlin-Brandenburg ausgestrahlten Beitrag rügen, und auch wegen diesem endgültig vor die Tür setzen.
Begründung: Nicht ausreichend redaktionell geprüft. Wenn so etwas beim DDR-Rundfunk geschah, nannte  die West-Presse das Zensur.
Was aber ist, speziell aus heutiger Sicht, nicht korrekt an diesem Beitrag mit dem Titel „Obama kommt“?
http://www.youtube.com/watch?v=XSfR0K3Vv1Y

Nehmen wir uns konkret DIE Entscheidungen Barack Obamas vor, die uns auch betreffen.

IRAK
Barack Obama hat die unter George W. Bush in den Irak kommandierten Truppen aus diesem Land weitgehend abgezogen. Betrifft UNS das? Teilweise. WIR waren offiziell nie im Irak. Nach dem Einmarsch der USA im Irak wurde das Land aber in die Steinzeit zurückgebombt. Der Irak ist heute ein Ort, an dem Terrorismus entsteht, der wiederum jeden von uns treffen kann. Ist die Gefahr von irakischem Terror, den man eher als Rache bezeichnen muss, größer oder kleiner geworden, seit Barack Obama den Irak wieder sich selber überlassen hat?

Kommt darauf an, ob man als Deutscher im Irak zu tun hat oder nicht. Die Gefahr, in der BRD dem Anschlag eines Irakers zum Opfer zu fallen, nur weil dieser empört über die USA ist, geht gegen Null. Es sei denn, man steht als Touri in Deutschland vor einer amerikanischen Einrichtung, wie in etwa der Botschaft in Berlin. Wahrscheinlicher aber ist, dass die Gefahr eher von der Botschaft ausgeht, da diese in Wahrheit auch in Deutschland die Funktion hat, die amerikanische Botschaften auf der ganzen Welt erfüllen. Sie sind eine Art Headquarter für Agenten. Und von hier aus wird das Gastgeberland illegal abgehört.
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/horchposten100.html

AFGHANISTAN
Auch hier planen die USA einen Abzug im Rahmen der NATO. Deutschland ist betroffen, denn wenn die Amis gehen, gehen wir natürlich mit. Egal ob das Ziel „Mädchenschulen und Brunnen“ nun erreicht ist oder nicht.

Wesentlich ist, dass Deutschland als Teil der Allianz mitgeholfen hat, Afghanistan noch unsicherer zu machen, als es eh schon war. Wenn Präsident Karsai 2013 von sich gibt „Ich traue ihnen nicht, und sie trauen mir nicht“ ( http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-11/afghanistan-karsai-aeltestenversammlung-sicherheitsabkommen ), meint er in erster Linie die USA. Aber letztlich auch all seine Partner - oder muss man ehrlicher sagen: Mittäter?

Die BRD darf sich dank Obama wieder aus Afghanistan zurückziehen. 17 Milliarden in den Sand gesetzt und unendliches Elend produziert.
http://www.faz.net/aktuell/politik/afghanistan-einsatz-zehn-jahre-kosten-deutschland-17-milliarden-11480569.html

Parallel dazu wurde der Export von Heroin aus Afghanistan auf über 90% erhöht. Dieser Stoff landet auch auf Schulhöfen in den Hot-Spots deutscher Städte.
http://www.youtube.com/watch?v=X1FTZCXKGiE

Jedes Kilo Schlafmohn bringt einem Afghanischen Bauern auch heute noch rund 150 Euro. In all den Jahren der überwiegend amerikanischen Besatzung auch unter Obama hat sich daran nichts geändert. Es ist schlimmer geworden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/heroin-in-afghanistan-schlafmohn-anbau-fuer-opium-gesteigert-a-868308.html

Kann man HIER Obama eine gute Note ausstellen? Ohne den Schutz der NATO-Truppen käme das Heroin nie in den Mengen raus aus Afghanistan. Betrifft uns das? Ja. Denn mit den dabei erwirtschafteten Milliarden wird Weltpolitik gemacht. Die Politik der Gewalt. Des Waffen- und Menschenhandels. Auch in Deutschland.
http://www.heise.de/tp/artikel/16/16687/1.html

GUANTANAMO
Barack Obama hatte seinerzeit mal vor, das Foltergefängnis zu schließen. Das ist bis heute nicht geschehen. Betrifft UNS das?
Ja. Da wir böse Mine zum guten Spiel machen, verlieren wir extrem an Glaubwürdigkeit, wenn wir in „Dritte Welt“-Staaten einreiten, begründet mit der Aussage, WIR dürften nicht länger wegsehen, wenn in Staat X die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, während wir in Guantanamo seit über 10 Jahren einfach die Augen verschließen und unseren Mund halten.

Außerdem sind wir Deutschen betroffen, da es jederzeit auch einen von uns treffen könnte. Der Fall Kurnaz hat gezeigt, dass die deutsche Regierung, selbst wenn sie erfährt, dass ein deutscher Staatsbürger von den USA nach Guantanamo verschleppt wurde und dort massiv gefoltert wird, nichts unternimmt.
http://www.stern.de/politik/deutschland/fall-kurnaz-steinmeier-wusste-von-kurnaz-haft-578433.html

KLIMASCHUTZ
Um es kurz zu machen. Der Klimaschutz war auch unter Obama weitgehend ein Thema, das gemieden wurde. Hier hat sich nichts getan. Das von Obama angeregte Klimaschutzgesetz lässt nicht auf sich warten. Es ist gescheitert.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/obamas-niederlage-im-us-senat-fiasko-fuer-den-klimapraesidenten-a-708092.html

Sein Ziel war seinerzeit nicht nur, den CO2-Ausstoß der USA drastisch zu reduzieren, eine Obergrenze gesetzlich festzulegen; Obama hatte auch mal vor, bis zum Jahre 2020 mehr als sechs Millionen US-Haushalte mit grüner Energie zu versorgen. Erzeugt auf regierungseigenem Land. Stattdessen baut die Regierung Obama nach 30 Jahren Pause das nächste Atomkraftwerk der USA.
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/1459996/amerika-baut-wieder-kernkraftwerke.html

Der Schock von Harrisburg? Vergessen.

Betrifft uns das alles? Ja. Wo immer zusätzlich Atommüll anfällt, betrifft das jeden. Wenn ein Land wie die USA sich weiter als ignorant gegenüber dem Klimaschutz zeigen, wird das auch in der BRD zu Unwettern führen, deren Schäden keine Versicherung mehr übernimmt.
http://www.deutschlandradio.de/klimawandel-treibt-versicherungspraemien-in-die-hoehe.331.de.html?dram:article_id=201648

Betrifft das uns? In der BRD? Ja.
Bilanz Obamas in diesem Punkt?

DEMOKRATIEEXPORT
Demokratie ist ohne Privatsphäre nicht möglich. Wo immer ein Staat für sich das Recht erhebt, Bürger weltweit auszuspionieren, ist die Demokratie auf dem Rückzug und ein Orwell-Staat entsteht.

Die NSA-Affäre, ans Licht gekommen unter Barack Obama, hat erneut bewiesen, was von amerikanischen Versprechen mittlerweile zu halten ist. Wenig.
Auch dieser Tage hat Barack Obama mit seinem Claus Kleber-Interview im ZDF klar gemacht, dass die USA im Falle X auch dann noch die Welt, und damit auch ihre „Freunde“, ausspionieren werden, wenn sie es für Richtig halten. Warum? Weil sie es können.
http://www.youtube.com/watch?v=oT-PMEFg5C8

Die BRD ist Lichtjahre von echter Souveränität entfernt. Sie muss sich endlich freimachen von einer Siegermacht, die in diesem Land nicht nur das Grundgesetz mit Füßen tritt, sondern darüber hinaus auch noch viele Köpfe besetzt hält. Wer mit seiner Stasi-Politik die eigenen Freunde ausspäht, ist nicht mehr das, was er vorgibt zu sein. Ein großer Bruder. Die USA sind zum Konkurrenten mutiert.

Deutschland und Europa kommen nicht umhin, auch was die digitale Welt angeht, hier einen eigenen Weg einzuschlagen. Ein europäisches Google, europäische Netzwerke. Unabhängigkeit, wie man das bei Airbus erfolgreich bewiesen hat, um Boeing Paroli zu bieten.
Einer der wenigen, der das so offen ausspricht, Deutschland als einen Vasall der USA benennt und enttarnt, ist Jakob Augstein.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-zur-obama-rede-und-obama-interview-im-zdf-a-944417.html

Schließen wir den Kreis und kehren wir zurück zu Honecker und der DDR. Die DDR hat nie im großen Stil Menschen in fremden Ländern aus imperialistischen Gründen umbringen lassen.
Genau das aber ist die Drohnen-Politik unter Barack Obama. Dieser Präsident hat in seiner Amtszeit tausende Zivilisten von oben, hinterrücks, ermorden lassen. Damit hat sich Barack Obama über das Amt des Präsidenten vom Sozialarbeiter zum Massenmörder verändert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-bis-zu-3000-tote-durch-drohnen-angriffe-a-882311.html

Betrifft uns das? Ja, denn die Bundeswehr plant ebenfalls, sich US-Drohnen anzuschaffen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeswehrverband-fordert-bewaffnete-Drohnen-2074155.html

Dann morden auch Deutsche mittels Joystick vom Schreibtisch aus. Weltweit. Wir alle werden damit langsam reif für eine Neuauflage der Nürnberger Prozesse.

Dieser Tage konnte man in der Süddeutschen Zeitung einen vor Betroffenheit triefenden Bericht über einen ungewöhnlichen Fund lesen.
Das Werkzeug des Nazi-Schafrichters Johann Reichhart ist wieder aufgetaucht. Seine Guillotine.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/scholl-hinrichtung-wuerdevoller-umgang-mit-guillotine-1.1860655
Mit ihr enthauptete der Mann im Rahmen seiner Funktion als ausführendes Organ der Justiz, allein zu Zeiten des zweiten Weltkriegs, fast dreitausend Menschen.
Unter den Enthaupteten: Die Geschwister Scholl.

Die Nazis haben ihren „Feinden“ wenigstens noch einen Prozess gemacht. Dieser war in der Regel zwar eine Farce, denn das Ergebnis stand schon vorher fest, nur versuchten selbst die Nazis noch, den Schein von Rechtsstaatlichkeit zu wahren.

Barack Obamas Kill-List wird von ihm persönlich jeden Dienstag schlicht unterzeichnet. Er ist damit Ankläger, Anwalt und Richter in einer Person, und das Urteil lautet zu 100% Tod durch Drohne.

Was ist da jetzt der große Unterschied zu Nazi-Henker Johann Reichhart? Und, betrifft uns das?

Ja. Indirekt. Wir wissen von den Todesurteilen ohne Gerichtsverfahren, die der US-Präsident jede Woche unterzeichnet. Wer von einem geplanten Mord weiß, diesen aber nicht zu verhindern versucht, noch zur Anzeige bringt, macht sich mitschuldig.

Betrifft uns das? Ja. Denn wir alle sind, da wir es wissen, ohne auch nur einen Finger zu rühren, Komplizen. Komplizen eines Massenmörders mit Friedensnobelpreis.

Bilanz in diesem Punkt?



Das Foto zeigt den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan während seiner Rede 1987 in West-Berlin vor dem Brandenburger Tor.