Mittwoch, 13. November 2013

MÜNCHNER KUNSTFUND WECKT HOFFNUNG. BEZUG GURLITT, HUSUM. (HELIODA1)

Münchner Kunstfund weckt Hoffnungen

Beschlagnahmt, geraubt, verkauft . . .

Feuilleton 
Gouache von Franz Marc, die eine Landschaft mit Pferden darstellt. Die Herkunft dieses Werke ist gesichert, es soll aus dem Kunst- und Gewerbemuseum in Moritzburg stammen.
Gouache von Franz Marc, die eine Landschaft mit Pferden darstellt. Die Herkunft dieses Werke ist gesichert, es soll aus dem Kunst- und Gewerbemuseum in Moritzburg stammen. (Bild: Reuters)
QUELLE: NZZ
Mehr als 21 000 Kunstwerke wurden in der Zeit des Nationalsozialismus aus deutschen Museen beschlagnahmt, weitere 600 000 in diversen Ländern Europas geraubt. Nur ein Teil davon wurde an die rechtmässigen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben. Der Münchner Kunstfund macht Hoffnung. Zu Recht?

Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser, [vom 13.11.2013]

in der Affäre um den grossen Kunst-Fund von München haben die Verantwortlichen gestern eine Kehrtwende vollzogen, schreibt Marcel Gyr. Entgegen der ursprünglichen Absicht werden nun einige Bilder mit Verdacht auf Raubkunst ins Internet gestellt. Unabhängig von der Aktualität bleiben in dieser Sache aber noch viele Fragen offen. In seinemHintergrund-Bericht beschreibt Joachim Güntner das Milieu, aus welchem Cornelius Gurlitt stammt, jener Mann, in dessen Wohnung die bemerkenswerte Kunst-Sammlung gefunden wurde.


Sensationsfund von München

Kunsträuber stellt man sich nicht so gebildet vor

Kunst und Architektur 
Die Ausstellung «Entartete Kunst» mit 650 konfiszierten Werken startete am 19. Juli 1937 in München und machte wenig später auch im Haus der Kunst am Berliner Königsplatz Station.
Die Ausstellung «Entartete Kunst» mit 650 konfiszierten Werken startete am 19. Juli 1937 in München und machte wenig später auch im Haus der Kunst am Berliner Königsplatz Station. (Bild: Scherl / Sueddeutsche Zeitung Photo)
Er war kein brauner Gesinnungsgenosse, vielmehr ein Freund und Förderer der künstlerischen Moderne. Dennoch oder gerade deswegen profitierte Hildebrand Gurlitt, der aus einer vielfältig begabten Familie stammte, von der NS-Kunstpolitik.
QUELLE: NZZ vom 13.11.2013

Bildungsbürger durch und durch

1950 hatte Hildebrand Gurlitt seine am Kriegsende von den Amerikanern konfiszierten Kunstwerke und Antiquitäten zurückerhalten, es kann sich dabei aber nur um einen Bruchteil seiner Sammlung gehandelt haben. 1956, kurz vor seinem Tod bei einem Autounfall, steuerte er zwei Dutzend Bilder zur Schau «A Mid-Century Review» in San Francisco bei. Dabei blieb er als Leihgeber keineswegs im Dunkeln, sondern wurde für seine Grosszügigkeit gerühmt. Auch der Nachruf auf Gurlitt erwähnt dessen Kunstbesitz, ohne allerdings eine Ahnung vom Umfang zu haben. Gelang es dann Sohn Cornelius, die Bestände mit dem Schleier des Vergessens zu umhüllen? Alfred Weidinger, Vizedirektor des Wiener Belvedere, will davon nichts wissen. Das sei «alles ziemlich aufgeblasen», liess er sich über eine Presseagentur vernehmen. «Dass diese Sammlung existiert, das war kein Geheimnis. Im Grunde genommen hat jeder wichtige Kunsthändler im süddeutschen Raum gewusst, dass es das gibt – auch in der Dimension.»

Während die Provenienz der allermeisten Werke aus Gurlitts Sammlung Rätsel aufgibt, und dies wegen der öffentlichkeitsscheuen Augsburger Staatsanwaltschaft möglicherweise noch auf lange Zeit, ist die Geschichte der zentralen Akteure recht gut erforscht. Wir haben es auf geradezu exemplarische Weise mit einer Familie des deutschen Bildungsbürgertums zu tun. 

Kunstsinn, Gelehrsamkeit und Tatkraft kamen in den Gurlitts üppig zur Geltung. Hildebrands Vater war der berühmte Dresdner Kunst- und Architekturhistoriker Cornelius Gurlitt (1850 – 1939), der den seinerzeit verachteten Barock wieder zu Ehren brachte. Seine Brüder Fritz, Ludwig und Wilhelm wurden als Kunsthändler bzw. Schulreformer und als klassischer Archäologe bekannt. Hildebrands Bruder Willibald wiederum, ein Verfechter der historischen Aufführungspraxis alter Musik, genoss als Musikwissenschafter internationale Reputation, und die mit 29 Jahren verstorbene Schwester Cornelia zeigte Anlage zu einer grossen Malerin. Auch diese Gabe gehörte zur genealogischen Mitgift, denn Grossvater Louis und Urgrossvater Theodor waren Landschaftsmaler gewesen.

Dass sich Louis mit der Jüdin Elisabeth Lewald verheiratet hatte, einer Schwester der Autorin und Frauenrechtlerin Fanny Lewald, trug den Enkeln unter den Nazis Berufsverbote ein. Willibald verlor seine musikwissenschaftliche Professur, und Hildebrand musste wegen seiner «nicht arischen Herkunft» als Direktor des Kunstvereins Hamburg 1933 seinen Hut nehmen. 1930 schon hatte man ihn auf Betreiben des «Kampfbundes für Deutsche Kultur» in Zwickau entlassen, wo er als Direktor des König-Albert-Museums nicht nur die alten städtischen Sammlungen gepflegt, sondern auch zeitgenössischen Künstlern ein Forum gegeben hatte. 

Wer sich darüber wundert, dass Hildebrand Gurlitt schon so früh, drei Jahre vor Hitlers Machtübernahme, ein Opfer des von Alfred Rosenberg gegründeten «Kampfbundes» werden konnte, der sei daran erinnert, dass auf der Ebene der Lokalpolitik eine rechte Mehrheit genügen konnte, um progressive Kräfte zu verjagen. 

1925 etwa erlag das als «internationalistisch» verschriene Bauhaus Weimar solchem lokalpolitischem Druck und zog nach Dessau um.


Als Direktor in Zwickau war Hildebrand Gurlitt 1926 der Erste, der die «Richtung Dix» ins Museum holte – in Dresden, wo der Ankauf von Otto Dix' Bild «Kriegskrüppel» zur Entlassung eines Museumsdirektors geführt hatte, hätte er sich diese Freiheit nicht mehr nehmen können. 

Gurlitt begann mit einer Schau junger Dresdner Künstler, die einem harten sozialkritischen Realismus zuneigten und teilweise in dem kommunistischen Künstlerbund «Rote Gruppe» organisiert waren. Der als «Arme-Leute-Malerei» verhöhnten Neuen Sachlichkeit liess er Ausstellungen zu Käthe Kollwitz und den Expressionisten Max Pechstein, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff folgen.


Für den völkischen Kunstgeschmack nationalistischer Kreise war das zu viel Moderne. Gurlitt zog nach seiner Entlassung nach Hamburg und brachte dort den Kunstverein auf eine zeitgenössische Linie. Dem nach Anfeindungen erneut drohenden Rauswurf kam er mit einer Kündigung zuvor. Verbürgt scheint die Anekdote, wonach Hildebrand Gurlitt den Fahnenmast auf dem Dach des Kunstvereins absägen liess, um das Hissen der Hakenkreuzflagge zu verhindern.


Und dieser Mann – ein progressiver gebildeter Bürger, der seiner jüdischen Grossmutter wegen als «Mischling II. Grades» den Rassenideologen ein Dorn im Auge war – stieg unter den Nazis zu einem der einflussreichsten Kunsthändler auf? 

Allerdings. Wobei zu solchem Aufstieg zwei Parteien gehören: einmal der Aufsteiger, der hochkommen will und dabei vieles mitmacht, und dann die Mächtigen, die es ihm erlauben. 

Hildebrand Gurlitts Karriere erhielt mächtig Schub, als nach den Säuberungsaktionen gegen die «entartete Kunst» eine Kommission zur Verwertung der beschlagnahmten Werke eingesetzt wurde. 

Diese bestellte für das Geschäft vier Kunsthändler, alles Männer, die seit langem mit moderner Kunst handelten: Ferdinand Möller, der Emil Nolde und Lionel Feininger vertrat; Bernhard Boehmer, ein enger Freund Ernst Barlachs; sowie Karl Buchholz und eben Hildebrand Gurlitt. 

Die vier waren angewiesen, die aus den Museen entfernte «entartete Kunst» gegen Devisen zu verhökern – und sie konnten aus dem riesigen Lager auch selbst Kunstwerke für wenig Geld erwerben, sofern sie in fremder Währung bezahlten. 

Für viele Werke war es ein Glück, dass sie zu Schleuderpreisen weggehen durften, denn so kamen sie rasch ausser Landes und landeten nicht wie der unverkaufte Rest am 20. März 1939 auf einem Scheiterhaufen der Berliner Feuerwehr. Bei dem als «Übung» deklarierten Autodafé verbrannten fünftausend Gemälde, Plastiken, Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken.


Als vor zwei Wochen die Galerie Kornfeld in Bern in den Ruch geriet, mit NS-Raubkunst gehandelt zu haben, weil sie Bilder aus der Sammlung Gurlitt verkauft hatte, da verteidigte sie sich mit dem Hinweis: «Es ist scharf zu trennen zwischen Werken, die der Kategorie ‹Raubkunst› zuzuordnen sind, und den von den Nationalsozialisten beschlagnahmten Werken aus den Beständen ‹entarteter Kunst›, die bis heute frei verkäuflich sind.» 

Das stimmt, aber Hildebrand Gurlitts Geschäfte beschränkten sich eben nicht auf das Verwerten der als entartet beschlagnahmten Werke. Zugleich war er eine ganz grosse Nummer, um in Frankreich, Belgien und Holland Kunst für das in Linz geplante «Führermuseum» anzukaufen. 

Die Devisen dafür stellte – in staunenswertem Übermass – der «Sonderbeauftragte für Linz» zur Verfügung. Daneben konnten die befugten Händler auch mit «eigenen Devisen» Kunstgut im Ausland aufkaufen, um es anschliessend in Reichsmark an das Linzer Projekt zu veräussern. «Ein Geschäft, das für beide Seiten äusserst einträglich war», schreibt dazu die Kunsthistorikerin Kathrin Iselt in ihrer Studie zu dem «Sonderbeauftragten des Führers» Hermann Voss.



Parteigenosse musste man nicht sein


Zwar hat Gurlitt nach dem Krieg beteuert, bei seinen Geschäften nie Druck ausgeübt, vielmehr alle Erwerbungen zu marktgerechten Preisen erworben zu haben. In Paris hatte er einen guten Leumund. 

Doch in der deutschen Presse ist auch von Raubkunst-Werken in seiner Sammlung zu lesen, solchen mithin, die verfolgungsbedingt entzogen wurden oder unter Zwang verkauft werden mussten. Die Provenienzen zu klären, um die Ansprüche legitimer Erben befriedigen zu können, ist ein (moralisches, nicht rechtliches) Gebot der Washingtoner Erklärung von 1998. 

Hildebrand Gurlitt hat vom NS-Regime profitiert. Er liess sich benutzen und nutzte die Spielräume. Wo es ihrem Vorteil diente, vermochten die Nazis über die Ferne eines Günstlings zur braunen Ideologie hinwegzusehen. Als Hermann Voss – ein Kunstfreund wie Gurlitt – zum Sonderbeauftragten für Linz berufen wurde, glaubte er, darauf hinweisen zu müssen, nicht in der NSDAP zu sein. Lakonisch erhielt er zur Antwort, es seien «nur Fachkenntnisse» gefragt. Auch so also konnte man oben mitschwimmen. Die Wirklichkeit ist grauer als jede Theorie. [ENDE]




Münchner Kunstfund weckt Hoffnungen

Beschlagnahmt, geraubt, verkauft . . .

Feuilleton 

Hanne Weskott

Diese Geschichte ist niemals zu Ende. Selbst heute, bald 70 Jahre nach Kriegsende und fast 80 nach der Aktion «Entartete Kunst», gibt es kein Entrinnen. Da wurde bei einer Routinekontrolle im Schnellzug zwischen Zürich und München ein alter Herr mit viel Bargeld erwischt, und schon ist die Geschichte wieder höchst lebendig. 


Als sich der Anfangsverdacht eines «steuerstrafrechtlichen» Vergehens erhärtete, kam es zu einer gerichtlichen Durchsuchung der Wohnung des Herrn, und die Sensation war perfekt, allerdings erst, als das Magazin «Focus» den Fund von gut 1400 Kunstwerken an die Öffentlichkeit brachte. Plötzlich war das Unwort «entartete Kunst» wieder in aller Munde, obwohl nur ein paar Künstlernamen wie Beckmann, Marc und Dix gefallen waren.



Freund der Moderne


Ausschlaggebend für die Spekulationen war der Name des alten Herrn, Cornelius Gurlitt, Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, der allerdings in der Nachkriegszeit keinen so schlechten Ruf hatte und sogar Leiter des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf wurde. 

Schliesslich hatte er sich als Leiter des König-Albert-Museums in Zwickau (1925–30) Meriten als Freund der Moderne erworben. Diese Stelle verlor er ebenso wie seine nächste als Leiter des Kunstvereins Hamburg, weil seine Abstammung wegen einer jüdischen Grossmutter nicht rein arisch war, und er machte sich als Kunsthändler selbständig. 

Diese Vorgeschichte und die Tatsache, dass er nie Parteimitglied war, haben ihm nach dem Krieg, als er wie alle anderen einen Entnazifizierungsprozess durchlaufen musste, wohl trotz seiner jahrelangen Tätigkeit für die Nazis zu einer reinen Weste verholfen. 

Immerhin hatte er während des Dritten Reichs nicht nur Zugriff auf das Sammellager der in den Museen beschlagnahmten Gemälde in Schloss Niederschönhausen in Berlin, sondern war auch im «Sonderauftrag Linz» unterwegs, um für das geplante Führermuseum in Linz Kunst aller Epochen zu besorgen und auch zu kaufen.


Für die erste Station der Wanderausstellung «Entartete Kunst» 1937 im Galeriegebäude am Münchner Hofgarten – nicht im Haus der Kunst, wie oft geschrieben wird – hatten Hitlers Handlanger bereits an die 20 000 Werke zeitgenössischer Kunst, die heute zur klassischen Moderne zählen, in deutschen Museen beschlagnahmt. 

Damit war praktisch die gesamte Moderne aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland verschwunden, darunter auch Leihgaben von Privatpersonen. 1938 wurde für diese Räuberei nachträglich ein Gesetz über die «Einziehung von Erzeugnissen entarteter Kunst» erlassen. Dieses Gesetz wurde auch nach dem Krieg nicht aufgehoben, weil erstens der Staat sozusagen mit seiner Kunst in den Museen machen kann, was er will, und zweitens, um dem Kunstmarkt eine Rechtsicherheit zu gewähren.


Kein Gesetz aber gab es für den NS-Kunstraub. Das wagten sogar die Nazis nicht. Unter diesem Begriff wurden an die 600 000 Kunstwerke aller Epochen meist jüdischen Mitbürgern weggenommen, oder diese wurden gezwungen, sie selbst unter Wert zu verkaufen. Wenn es dafür auf dem Papier auch gewisse gesetzliche Richtlinien gab, unterlag die Durchführung doch oft der Willkür Einzelner. Da hat dann so mancher stramme Nazi sein Mütchen gekühlt, seine Habgier befriedigt und seinem Sozialneid freien Lauf gelassen.

BILDSTRECKE

Hans Christoph: «Paar», Aquarell, 1924

Diese «Raubkunst» wurde dann ebenso wie die in den Museen beschlagnahmte Kunst teilweise zur Devisenbeschaffung bevorzugt in der Schweiz verkauft. Einer der dazu berechtigten Händler war Hildebrand Gurlitt. 

Allerdings muss er einiges selbst behalten oder auch käuflich erworben haben, wie der jetzige Fund zeigt. Bei seiner Befragung nach dem Krieg erklärte er aber alles als verbrannt. Hätte er seine Schätze offenbart, wäre es sicher zu einer Untersuchung der Besitzverhältnisse gekommen, was er offensichtlich scheute, aus seiner Sicht zu Recht. 

So berichtet die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf bisher unbekannte Dokumente der National Archives in Washington, dass etwa 100 Bilder aus Gurlitts Besitz 1945 von den Alliierten beschlagnahmt worden waren, darunter auch einige, die in seinem Münchner Lager gefunden wurden, wie eine Gouache von Marc Chagall, das Selbstporträt von Otto Dix und die «Zwei Reiter am Strand» von Max Liebermann. 

Diese wurden in einer US-Sammelstelle in Wiesbaden aufbewahrt, bis sie schliesslich auf Antrag von Hildebrand Gurlitt 1950 mit Ausnahme von zwei Werken an ihn zurückgegeben wurden.


Damals existierten in grossen Städten wie München sogenannte Art Collecting Points, wo die Eigentumsverhältnisse aller nicht privaten Kunstwerke, besonders derer, die von der Auslagerung auf dem Land in die Stadt zurückkamen, geprüft wurden. 

Wie allerdings das Lager Gurlitt in München zustande kam, ist bis jetzt völlig unklar. Immerhin ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt nicht nur wegen eines möglichen steuerrechtlichen Straftatbestands, sondern auch wegen Unterschlagung.


Hohe Erwartungen


Sind schon deshalb die hochgeschraubten Erwartungen realistisch, und soll man schon wieder die Kunstgeschichte umschreiben? 

Was bisher veröffentlicht wurde, rechtfertigt das keineswegs, auch wenn darunter schöne und wertvolle Bilder sind. Aber weder das bisher unbekannte «Selbstporträt» von Otto Dix noch Max Liebermanns «Zwei Reiter am Strand» und auch nicht das Gemälde einer sitzenden Frau von Henri Matisse, das 1942 aus einem Banktresor in Lebourne in Frankreich vom Reichseinsatzleiter Rosenberg geraubt wurde, verändern unseren Blick auf deren Kunst nachhaltig.


Ganz anders sähe die Beurteilung natürlich aus, wenn tatsächlich einige der berühmten, verschollenen Meisterwerke auftauchen würden wie «Der Turm der Blauen Pferde», den Franz Marc 1913 gemalt hat und der heute in jedem Marc-Katalog zitiert wird. 

Dieses Bild glaubte ein Journalist in der Gouache der «Landschaft mit Pferden» zu erkennen. Nicht weniger sensationell wäre der Fund von «La belle jardinière» von Max Ernst von 1924, das auf einer Foto aus der Ausstellung «Entartete Kunst» zu erkennen ist. Max Ernst hat dieses Bild sehr vermisst. 

Und so gäbe es noch viel offene Wünsche zu Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Otto Müller, Erich Heckel und Emil Nolde und vielen anderen. Aber ob auch nur einer davon in Erfüllung geht, ist mehr als ungewiss. Denn was wir bis anhin wissen, ist eher dürftig, so dass der in der Presse herumgeisternde Wert des Fundes von einer Milliarde Euro völlig aus der Luft gegriffen ist.



Kunstsinnige Familie


In der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt wurden 121 gerahmte Werke und 1285 ungerahmte vorerst beschlagnahmt, alle in sehr gutem Zustand. Die Zahlen besagen, dass vermutlich viele Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Lithografien und andere Grafik, darunter sind. 

Wie gross der Anteil an «entarteter Kunst» ist, bleibt völlig im Dunkeln, weil es hier alles gibt, angefangen bei der klassischen Moderne über das 19. Jahrhundert bis hin zu einzelnen älteren Stücken wie der vorgestellten Radierung von Canaletto, die Padua zeigt und aus dem 18. Jahrhundert stammt. Woher das alles kommt, weiss man nicht.


Jedenfalls werden die Recherchen zu den Besitzverhältnissen noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Schliesslich war Gurlitt Kunsthändler, so dass nach seinem Tod 1956 eine Menge an Kunst übrig blieb, die er durchaus auch rechtmässig erworben oder geerbt haben kann. Schliesslich waren die Gurlitts eine bekannte kunstsinnige Familie, aus der mehrere Kunsthistoriker hervorgingen. 

Jedenfalls wird, wenn es nach der Staatsanwaltschaft Augsburg geht, weder die allgemeine Neugier noch die Hoffnung der Erben auf Rückgabe der Raubkunst so schnell befriedigt werden, wenn überhaupt. Dort interessiert man sich in erster Linie für Straftatbestände. [ENDE]


[Auszug NZZ vom 05.11.2013:]

Unklare Eigentumsverhältnisse


Nur wenig mehr Klarheit herrscht derzeit über die Eigentumsverhältnisse der Werke. Manche seien eindeutig der sogenannt «entarteten Kunst» zuordenbar, also den von den Nazis 1937 in öffentlichen Museen beschlagnahmten Bildern der klassischen Moderne, erläuterte Meike Hoffmann, Kunsthistorikerin und Expertin für Herkunftsforschung der Freien Universität Berlin. 

Sie begutachtet seit März 2012 alle Bilder. Andere Werke seien hingegen möglicherweise sogenannte Raubkunst, also Werke, die von den Nazis bei Verfolgten nach deren Flucht oder Vertreibung eingezogen worden waren oder von den Opfern auf massiven Druck hin zwangsweise verkauft werden mussten.


Dazu zählt ein nun in München beschlagnahmtes Gemälde von Henri Matisse. Dieses war von den Nazis aus einem Banktresor im französischen Libourne geraubt worden. Das Tresorfach gehörte Paul Rosenberg, dem Grossvater der Journalistin Anne Sinclair. 

Für jedes mögliche Raubkunstobjekt werde nun versucht, die ursprünglichen Eigentümer oder ihre Erben ausfindig zu machen, betonte Hoffmann weiter. Auch können sich potenzielle Berechtigte nun bei der Staatsanwaltschaft Augsburg melden, fügte Reinhard Nemetz, Leiter des dortigen Strafjustizzentrums, hinzu.



Weitere LINKs:
http://folksvalue.de

AUGENÖFFNER - Video Dr. Rath:
http://www.youtube.com/watch?v=e3MTLYahWvw

Junger Mann zum Status Bundesrepublik Deutschland. VIDEO: Inhalt ist korrekt!
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Sie werden die Demokratie und Republiken im Mutterleib ersticken. BRD-WIDERSTANDSRECHT in Tradition der Weißen Rose - In Memoriam Geschwister Scholl, u.a. KOMMISSION 146 steht in Tradition der Weißen Rose. VIDEO:
http://youtu.be/jtFS5VAI6C0

http://helioda1.blogspot.de/2013/11/der-brd-dreck-im-ganzen-aufklarung-was.html?m=0

BVG-Urteil 25.07.2012 Entzieht der BRD-Direktion das Recht auf Steuergeld!
VIDEO: http://youtu.be/wnoW3mFJ1p4

152. GEBURTSTAG VON CARL HUTER (* 9. OKTOBER 1861). IN MEMORIAM DEM GROSSMEISTER DER MENSCHENKENNTNIS IN TRADITION VON ALBRECHT DÜRER (1471-1528): WANDLUNG ZUM 100. TODESJAHR VON CARL HUTER. (HELIODA1) | Helioda1's Weblog
http://helioda1.wordpress.com/2013/10/09/152-geburtstag-von-carl-huter-9-oktober-1861-in-memoriam-dem-grossmeister-der-menschenkenntnis-in-tradition-von-albrecht-durer-1471-1528-wandlung-zum-100-todesjahr-von-carl-huter-helioda1/


http://folksvalue.de/urkunde-146.html

http://dpvm.me/gg-146-umsetzung.html

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In Memoriam Hacker-Genie "Tron" (1972-1998)
http://www.tronland.de


ZURÜCKWEISUNG DER WAHLBENACHRICHTIGUNG !
http://youtu.be/9oHw5PKywb8


SCHREIBEN W. TIMM AN STAATSANWALTSCHAFT FLENSBURG OKTOBER 2013 - SEIN INHALT HIERMIT VERÖFFENTLICHT. BEZUG: HAUSDURCHSUCHUNG KRIPO von CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV / WOLFGANG TIMM 22.10.2013. BRD-RAUB DER VERLAGS ARBEITSGRUNDLAGEN von Carl-Huter-Zentral-Archiv und Klientendaten (sensibel/vertraulich) als Diplom Psychologe, hier Eigentum Dritter Mac Mini PC, Privat-Sponsoring für CHZA, Inhaber CHZA Hr. JingJing Zhu, Shanghai, nicht durch Beschluß gedeckt. Beschlagnahme iPhone4 & iPad Mini! Daten wurden zum Schutz total via iPhone-Suche gelöscht.
http://helioda1.blogspot.de/2013/10/schreiben-w-timm-staatsanwaltschaft.html?m=0
DOKUMENTE:
http://helioda1.blogspot.de/2013/11/dokumente.html?m=0


Bemerkung zu HEILUNG:

Alle Menschen, die sich selbst heilen konnten, haben eines gemeinsam: Sie haben irgendwann aufgehört vor sich selbst davonzulaufen.

In dem Augenblick, indem sie aufgehört haben, sich abzulenken, sind sie sich selbst begegnet, mit allem was sie sind. Solange du vor dieser Begegnung Angst hast, kannst du nicht geheilt werden.

Copyright Nina Konitzer

[Vergleiche HEILWISSEN 1898 von und nach Privatgelehrten Carl Huter (1861-1912), Begründer ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS]


Edited by Dipl. Wolfgang Timm / Kommission146 / Carl-Huter-Zentral-Archiv: Gesamtschau-Digital CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & Kallisophie. www.chza.de & www.folksvalue.de !