Sonntag, 15. September 2013

GRÜNE: FORSCHER BRINGT JÜRGEN ZRITTIN IN VERBINDUNG MIT PÄDOPHILIE-AFFÄRE. (HELIODA1)

GrüneForscher bringt Jürgen Trittin in Verbindung mit Pädophilie-Affäre

15.09.2013 23:23 Uhrvon 
Jürgen Trittin Foto: dpa
Der grüne Spitzenkandidat Jürgen Trittin. - FOTO: DPA

Der Politologe Franz Walter erforscht im Auftrag der Grünen die Pädophilie-Verstrickungen der Partei. Dabei rückt jetzt auch der grüne Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, in den Blick.

Die Debatte um Pädophilie rückt jetzt auch an Jürgen Trittin heran, Fraktionschef der Grünen und ihr Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag. 

In einem Beitrag für die „taz“ vom Montag schreiben die Politologen Franz Walter und Stephan Klecha, Trittin habe 1981 das Kommunalwahlprogramm der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL) in Göttingen presserechtlich verantwortet – dort plädierte die AGIL für eine strafrechtliche Freistellung von sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen. Die Zeitung widmet dem Thema eine Schlagzeile auf Seite eins, dazu eine ganze Schwerpunktseite.


Jürgen Trittin gerät durch die Nachforschungen zur Pädophilie unter Druck

Trittin bestätigte der "taz" den Sachverhalt. "Franz Walter beschreibt die Sachlage zutreffend“, sagte er der Zeitung. Die AGIL sei falschen Forderungen nicht energisch genug entgegengetreten. „Dies ist auch meine Verantwortung. Und dies sind auch meine Fehler, die ich bedaure“, sagte Trittin. 

Der Grünen-Politiker erklärte weiter: "Wir haben es nicht mal hinterfragt, als wir unser Programm zur Kommunalwahl 1981 erstellt haben." Es habe zu lange gedauert, bis die falschen Aussagen korrigiert worden seien. Für Missbrauch könne es kein Straffreiheit geben. Konkret hatte die AGIL in Göttingen den Programmabschnitt "Schwule und Lesben" von der "Homosexuellen Aktion Göttingen" übernommen - laut Walter und Klecha kein ungewöhnlicher Vorgang, weil sich die Grünen in jener Zeit "als Sammlungskraft für sehr unterschiedliche Bewegungen verstanden" hätten.


Führende Grünen-Politiker wollten den Bericht am Sonntagabend nicht kommentieren. „Kenne ich nicht, kann ich nichts zu sagen“, sagte Parteichef Cem Özdemir auf Tagesspiegel-Anfrage. Auch Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke will sich erst an diesem Montag nach der Lektüre des Zeitungsartikels äußern, wie sie erklärte.



Franz Walter untersucht Pädophilie-Verstrickungen in der Frühzeit der Partei

Walter war im Mai von den Grünen mit der Aufklärung der Pädophilie-Verstrickungen in der Frühzeit der Partei beauftragt worden. Nach seinen Erkenntnissen war Trittin unter dem damaligen Kommunalwahlprogramm der AGIL als eines von fünf Mitgliedern der Schlussredaktion aufgeführt. Nur hinter Trittins Namen stehe das Kürzel V.i.S.d.P. - die Abkürzung für „Verantwortlich im Sinne des Presserechts". Der heute 59-jährige Trittin war damals Student und Kandidat für den Stadtrat. Walter ist Parteienforscher und Professor für Politikwissenschaft an der Universität Göttingen, Klecha wissenschaftlicher Mitarbeiter seines dortigen Institut für Demokratieforschung.


Unter der Überschrift "Die fatale Schweigespirale" gehen die von den Grünen beauftragten Wissenschaftler Walter und Klecha ganz generell mit der Partei ins Gericht. 

"Die Grünen halten lieber den Mund, murmeln höchstens von einem besonderen Zeitgeist, raunen von Verirrten und Sektierern, die man längst hinter sich gelassen habe", schreiben die Politologen in der "taz". 

Die Sprachlosigkeit der grünen Führungsriege konsterniere. "Sie legt einen gravierenden Verlust des zuvor so strotzenden Selbstbewusstseins offen - gerade in der moralischen Hybris, die Partei der Guten zu sein." 

Warnende Hinweise von "durchaus kundigen Zeitgenossen" habe es, so Walter und Klecha, bereits in den frühen 80er Jahren gegeben, "aber sie wurden in der Gründungszeit der grünen Partei ignoriert".


http://staatenlos.info/index.php/2013-01-07-06-54-05/handlungsanleitung-heimatpaket


EDITED BY WOLFGANG TIMM / CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV. www.chza.de !