Freitag, 19. Juli 2013

POLITISCHE PSYCHOLOGIE: PLÜNDERUNG UND MISSWIRTSCHAFT DEUTSCHER UNTERNEHMEN DURCH VORSTÄNDE, AUFSICHTSRÄTE UND GEWERKSCHAFTSFUNKTIONÄRE - DEUTSCHLAND AG AM BEISPIEL SIEMENS. (HELIODA1)


Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie 
IP-GIPT DAS=25.12.2003 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung 25.3.9 
Impressum: Diplom-PsychologInnen Irmgard Rathsmann-Sponsel und Dr. phil. Rudolf Sponsel 
Stubenlohstr. 20     D-91052 Erlangen * Mail: sekretariat@sgipt.org_Zitierung & Copyright

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Willkommen in der Abteilung Allgemeine und Integrative Politische Psychologie, Bereich Wirtschaft, Rubrik "Deutschland AG", hier speziell zum Thema:

Zur Plünderung und Mißwirtschaft deutscher Unternehmen durch Vorstände, Aufsichtsräte und Gewerkschaftsfunktionäre

Deutschland AG am Beispiel Siemens

Plutokratische Vorstands Gagen konfundiert mit unsozialer Mitarbeiter- und Firmenpolitik und Aufgabe einst hochstehender traditioneller Firmenkultur

Geballter Realitätsverlust, kein Anstand, keine Elite-Ehre, nur hemmungsloser Egoismus und Plünderung des Firmenschatzes in die eigenen Taschen, das ist das "Verantwortungsverständnis" der sog. deutschen Wirtschaftselite. Sollte man daher nicht am besten wenigstens die halbe Deutschland AG global nach Plutopia_outsourcen?

Eine neue Variante der Wirtschaftskriminalität: die ganz legale? - Wann endlich reagiert der Nachtwächterstaat?

Dokumente zur deutschen Plutokratie und zum Amigo-Republikanischen Prinzip:

"Wer auf höherer Ebene Mist macht, wird gnadenlos belohnt."
_Hollyvoodoo in Germany

von Rudolf Sponsel, Erlangen


Siemens: Die 12 Outsource Apostel * Aktienwert und Vorstandsbezüge * Kleines Histörchen zur Dividende * Siemens Paradoxie Corporate Governance *  Kleine Bettlektüre für Vorstand und Aufsichtsrat *  Siemens Links zur Geschichte * Was würde Werner von Siemens zu dem Ganzen sagen ...und Aristoteles? * Handelsblatt: Siemens-Mitarbeiter wollen Vorstand nicht entlasten *  Kommentar zur Veränderung und Situation der Siemens MitarbeiterInnenSiemens und das SchmiergeldKommentar zur Schmiergeldaffäre 2006 * Investors Relations: Siemens und die Deutschland AG * Siemens im Internet Siemens Kritisch * Was lief schief bei Siemens (Probleme, Pannen) *Literaturauswahl * Kommentar zu Deutschland AG * Neue Bücher Mißmanagement * Reichtum/ Armut in De * Querverweise 

 


Aktienwert und Vorstandbezüge

Daten-Quelle Cortal-Consors  Siemens verglichen mit dem deutschen Aktien-Index DAX: Siemens schlägt DAX. Montagen von RS. Kennzahlen Siemens AG: http://info.consors.de/financeinfos/profile.do?ID=82902&ID_NAME=ID_OSI
Kommentar: Im Gegensatz zu den meisten Pflaumen, Pennern und Pleite-Managern der Deutschland AG hat Siemens relativ gut "performanced" (in Bissinesskreisen spoukt man Inglisch):  Der Aktienkurs wurde nur halbiert, dafür haben sich die Vorstands-Gagen seither natürlich leistungs- und verantwortungsbedingt entsprechend erhöht. Rausschmeißen und Outsourcen kostet viel Kraft und muß angemessen belohnt werden. 



Kleines Histörchen zur Dividende 
 
Wie Georg Siemens im Bd. III "Geschichte des Hauses Siemens" (1951), S. 255 ff mitteilte, wurde 1926/27 bei Siemens & Halske eine Dividende von 12%, bei Siemens-Schuckert von 9% ausgeschüttet (Durchschnittsdividende dt. Aktien1926: 3,4%; 1927: 4,4%). 1929 betrug die Dividende bei Siemens & Halske 14% (S. 258); (Durchschnittsdividende dt. Aktien1929 6,6%). Damals hatten Siemens-Aktionäre noch echte Dividendenperlen. Heute beträgt sie 2,47% (Quelle), damit für die Plutokraten der Deutschland AG genügend vorhanden ist.

"Share holder value" ist also genau betrachtet auch nur eine Verarschung durch die Vorstände und Aufsichtsräte. 

Quelle (links): Siemens. die Bank mit der angehängten Elektroabteilung 
Alte historische Aktien und Wertpapiere 
http://www.schoene-aktien.de/infosiemens_alte_aktien.html

Quelle: Deutsche Bundesbank  (1976). Deutsches Geld- und Bankwesen in Zahlen 1876-1975. Frankfurt a.M.: Deutsche Bundesbank, S. 294 
 
Weniger als 10 Stück dieser Siemens-Aktie vom 24. März 1898 sind weltweit bekannt: Äußerlich identisch mit der Gründungsaktie der Siemens & Halske AG von 1897 ist dieses Papier unterzeichnet von Carl von Siemens, Bruder des Firmengründers Werner von Siemens. Preis: etwa 1.800 Euro. Quelle: Dresdner Bank.  
  
  
  
 

 



Zu den wichtigsten Prinzipien des Vorstandes gehört das Verschweigen der individuellen Bezüge 

Dies steht zwar im krassen Gegensatz zu den Grundsätzen der Corporate Governance, doch dieser Widerspruch stört den Siemensvorstand so wenig wie sonst einen Vorstand der Deutschland AG. Die ordinäre Raffgier, der geballte Realitätsverlust, verlorener Anstand, aufgegebene Eliten-Ehre, fehlende Solidarität ... muß nicht auch noch individuell im Detail belegt werden [Beleg:]

 
Tatsächlich: Siemens erkennt den deutschen Corporate Governance Kodex nicht an (nicht ganz). 

Kleine Bettlektüre für Vorstand und Aufsichtsrat ;-)




Zur Geschichte des Hauses Siemens: 
Geschichte: http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=t4cs6uo1032026d1032462pn1032026fl0m&sdc_sid=33913981652& 
Archiv: http://w4.siemens.de/archiv/de/index.html

Was würde der große Mann der deutschen Industriegeschichte, Werner von Siemens, zu der ganzen Entwicklung sagen? 
 

 
Und was meinte Aristoteles zum Outsourcen der Plutokraten?
Montage R. Sponsel Frei verwendbar mit Link-Quellenangabe: http://www.sgipt.org/politpsy/wirts/dag/siemens.htm


Schaden für die Firmenkultur: Siemens-Mitarbeiter wollen Vorstand nicht entlasten 

Handelsblatt: "Auf der Jahreshauptversammlung im Januar wollen die Mitarbeiteraktionäre von Siemens dem Vorstand wegen des drastischen Stellenabbaus die Entlastung verweigern. HB MÜNCHEN. „Wir sind enttäuscht, wie die Siemens AG angesichts einer insgesamt guten Gewinnsituation überzogene Kapazitätsanpassungen realisiert und mit welcher Rigorosität Personalabbauziele verfolgt werden“, kritisierte der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG am Montag in München. Die Firmenkultur habe nachhaltig Schaden genommen. 

Bedenklich seien auch Pläne zur Verlagerung von weiteren Tätigkeiten ins Ausland. Der Siemens-Konzern hatte in den vergangenen Jahren den Abbau von mehr als 35 000 Arbeitsplätzen angekündigt. 

Besonders betroffen sind unter anderem das Arbeitsgebiet Information und Kommunikation, die industriellen Dienstleistungen und die Gebäudetechnik. „Die Firmenleitung hat es versäumt, alles zu tun, dass die notwendigen Anpassungen solidarisch innerhalb des Siemens-Konzerns gelöst wurden“, kritisierten die Belegschaftsaktionäre. 

So sei unverständlich, warum die betroffenen Mitarbeiter nicht intern zu anderen Bereichen vermittelt worden seien. Der Verein kritisierte zudem, eine besondere Verpflichtung gegenüber dem Standort Deutschland gebe es bei Siemens nur noch eingeschränkt. „Diese Politik bricht mit der Siemens-Tradition.“ Es sei inzwischen offenbar erklärte Firmenpolitik, vor allem Entwicklungs- und Verwaltungstätigkeiten nach Osteuropa, Indien oder China auszulagern. „So verabschiedet Siemens sich mehr und mehr vom Standort Deutschland.“

QuerverweisAnonymus: Persiflierende Zyglosse auf das Heinrich von Pierer Siemens und die "Deutschland AG".



Kommentar zur Veränderung und Situation der Siemens MitarbeiterInnen 

Wer früher, vor 5-10 Jahren - oder gar noch länger zurück - bei Siemens arbeitete, konnte vielfach beneidet werden. Siemens garantierte die Arbeitsplatzsicherheit einer BeamtIn bei gleichzeitig sehr guter Bezahlung im Stile eines florierenden und führenden Industrieunternehmens von dem das Bonmot die Runde machte: Bank mit angeschlossenem Elektroladen. Kündigungen gab es kaum. Für nahezu jeden fand sich nötigenfalls selbst ein hochbezahlter Ruheposten. 

Ein "Siemenser", das war wer, zumindest in Erlangen. Vielleicht kam es auch daher zu der Namensgebung "Siemensianer", worin sich erhöhte Rolle und Status einer Siemens-MitarbeiterIn ausdrückte, was manchen Neid, ja sogarMißgunst weckte. 

Diese Zeiten sind nicht nur vorbei, sondern scheinen sich - hoffentlich nur vorübergehend - in ihr Gegenteil verkehrt haben. Denn wie es scheint, sind inzwischen fürchterliche Zeiten angebrochen

Outsourcing, Entlassungen, Mobbing, rücksichtsloser Überlebenskampf, Mißbrauch und Ausbeutung so mancher Leiharbeitskräfte, Herabstufungen, Ausgrenzungen und alle anderen Arbeitsübel dieser Welt scheinen inzwischen die einst nobelste und kultivierteste Edelfirma der deutschen Industrie schlimmer denn je heimzusuchen. 

Aber auch einst eherne Werte wie Gründlichkeit, Solidität, Qualität, profunde Technik und Ingenieurkunst, basierend auf erfahrenen hauseigenen Ressourcen, scheinen nicht mehr die Rolle zu spielen wie früher und mehr dem seichten, flotten, allzeit flexiblen Management, der Kunst der Sprüche, KäuferIn und VerkäuferIn, der Illusion des einfachen und schnellen Geldes aufzusitzen (was lief schief bei Siemens?). 

Zwar scheint es grundsätzlich verständlich und richtig, daß mehr nachzuweisende Leistung verlangt wird, daß auch herabgestuft oder entlassen werden kann. Doch was man zur Zeit aus dem Unternehmen hört, macht Angst und Bange, sieht es doch sehr danach aus, als würde man nun das Kind mit dem Badewasser ausschütten. Ich glaube nicht, daß das langfristig gut gehen kann. Die alte Siemenskultur hatte sicher ihre Schwächen, aber die neue scheint weit überwiegend aus solchen zu bestehen. 

    Sehr kritisch ist anzumerken, daß Subventionen kassieren in Deutschland, Steuern zahlen in Irland, verjüngen der MitarbeiterInnen- Struktur auf Kosten des Arbeitsamtes und der Rentenkassen, als grundsätzlich antisozial abzulehnen ist. Ob deutsche Konzerne wirklich etwas taugen, erfragen wir z.B. wie folgt:
  • Gibt es einen Firmen-Kindergarten?
  • Gbt es einen Firmen-Hort?
  • Gibt es eine Firmen-Kindergrippe?
  • Gibt es eine Firmen-Hausaufgabenbetreuung?
  • Gibt es ein Firmen-Altenheim?
  • Gibt es ein Firmen-Pflegeheim?
  • Gibt es ein Firmen-Bürgerhaus?
  • Gibt es einen Firmen-Kulturtreff?
  • Gibt es einen Firmen-Sportclub?
  • Gibt es ... ?
  • Wie ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Gemeinde? Wie viel Geld wird für die Firma aufgebracht, wie viel zahlt sie?
  • Wie viel Steuern werden im Lande bezahlt?
  • Wie viele Subventionen streicht man ein?
  • Wie viele Arbeitsplätze werden geschaffen?
  • Wie werden die Betriebsangehörigen am Firmengewinn und -vermögen beteiligt?
  • ...




Siemens und das Schmiergeld  (Auswahl und Beachte) 
 
Kommentar zur Schmiergeldaffäre 2006  

Es ist unglaublich, mit welch dreisten Geschichten und kaum glaublichen Verrücktheiten, sich einige Verantwortliche bei Siemens der Öffentlichkeit zumuten. Da zieht es doch selbst hartgesottenen BewährungshelferInnen sogar noch nicht vorhandenene Schuhe aus.


Die armen Vorsitzenden Kleinfeld und von Pierer haben angeblich nichts gewußt.

Wie merkwürdig, wo sie doch so unendlich viel Verantwortung tragen, dass eine Gagenerhöhung für ihre "Verantwortlichkeit" in Höhe von 30% notwendig wurde, während gleichzeitig outgesourct, die untere Belegschaft verkauft (BenQ) oder ERA-rasiert und der Staat um einen gehörigen Anteil seiner wohlverdienten Steuern gebracht wird, weil man hierzulande in erster Linie Subventionen einstreicht, um es mit einen Murks nach dem andern sonder zu danken.

Das einzige, was sie wahrscheinlich wirklich nicht gewußt haben war, wie dilletantisch bis dümmlich die Schmiergelder versteckt und verpackt wurden. Da ist wohl mit der Personalauswahl und dem outsourcing einiges schief gegangen.

Warum können die nicht einfach verbuchen "Vorinvestition" oder "Provision" an XYZ zumal es doch auch noch von der Steuer absetzbar ist ... und es alle so machen? Nun, Siemens will wohl nicht "alle" sein, sondern hat einen Saubermann-Image-Anspruch, d.h. dass man offiziell ganz besonders sauber dastehen möchte, vielleicht weil man sein International Image wie eine Krampfhenne aufrechterhalten wollte, was auch kein gutes Licht auf Transparencey wirft und einmal mehr die Frage aufwirft, ob hier nicht eine ganze Herde von Böcken in eine Großgärtnerei demutieren.

In der Tat: Überall auf der Welt wird beschissen, geschmiert, getrickst, gemurkst und in die eigenen Taschen gewirtschaftet. Und genau darum ist diese Welt auch so, wie sie ist. Auch "dank" dieser neuen "Kernkompetenzen" der Siemens-Bosse
  • Siemens setzt KPMG vor die Tür. "Jahrelang hat KPMG die Bücher kontrolliert, doch von den schwarzen Kassen wollen die Wirtschaftsprüfer nichts mitgekriegt haben. Das hat Folgen: Siemens wechselt seine Abschlussprüfer aus - ein Signal vor allem in Richtung der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. ..." [Spiegel 28.11.8]
  • Zur Siemens Korruptionsaffäre 2006.
  • Ströbele Veranstaltung zur Parteispendenaffäre: Sehr viel schwarzes Geld:http://www.nadir.org/nadir/initiativ/linksrhein/seeblaettle/2000/06/g.htm
  • ver.di: Wer besticht am meisten? Der Korruptionsindex von International. Werner Rügemer, Publizist, Köln. Leseprobe: "Der Bürger wundert sich oft, dass Staaten mit demokratischem Anspruch jahrzehntelang Schmiergelder überhaupt als steuerbegünstigte Ausgaben behandelten und dass etwa Siemens ohne Furcht vor der deutschen Justiz ausländische Amtsträger bestechen durfte. Das zeigt an, wie tief verwurzelt die Korruptionspraxis in der „westlichen Wertgemeinschaft“ war und ist. Übrigens geht die Steuerbegünstigung für Schmiergeld auf das erste Jahressteuergesetz der Nationalsozialisten im Jahre 1933 zurück – geändert wurde die Bestimmung erst 1999; aber die Öffentlichkeit dürfte dies kaum bemerkt haben, und an der Praxis hat sich wohl noch wenig geändert."
  • Loccum: Rückkehr zur Ehrlichkeit. Mit einem neuen Abkommen, das Bestechung im Ausland unter Strafe stellt, haben die Industrieländer einen globalen Feldzug gegen die Korruption begonnen. In deutschen Konzernzentralen herrscht Alarmstimmung:http://www.constantin-v-antaris.de/forum/messages/3283.html
  • Was ist Korruption, warum soll und wie kann sie bekämpft werden? Hieraus: "Es wird gern das Märchen erzählt, dass Korruption dort blühe, wo "die Beamten" schlecht bezahlt werden und ihr geringes Gehalt durch Schmiergelder aufbessern (müssen). Die Fakten sind anders, nämlich wie in den "Entwicklungsländern". Dort zahl(t)en Siemens, Elf Aquitaine und Lockheed die jeweils höchste Summe an den Staats- oder Regierungschef, und die Summen für Minister und Beamte richte(te)n sich streng nach Rang und Bedeutung. Wie die Auswertung der Gerichtsverfahren von etwa dreitausend verurteilten Korrupteuren in Frankfurt, Wuppertal und München zeigt, werden Schmiergelder in Deutschland streng nach Amtshierarchie und Entscheidungskompetenz bezahlt: der Oberstadtdirektor bekommt am meisten, der Abteilungsleiter weniger undsoweiter, genau den Stufen folgend von B 10 über A 14 und zu BAT 11 ..."
  • Junge Welt: Moderne Märkte - Moderne Korruption: Hieraus: "Deutsche Konzerne, die international wegen Korruption auffällig geworden sind, werden auch in Deutschland auffällig. Das gilt etwa für Siemens. Ob Griechenland, Uruguay, Südkorea oder Singapur: Siemens ist dabei, aber nicht nur in der Ferne, sondern auch in der Heimat. Ein Großverfahren gegen fünf Siemens-Manager wegen Bestechung für einen Klärwerksauftrag in München machte deutlich, daß hier mit denselben Methoden gearbeitet wird wie in Entwicklungsländern: Einschaltung eines externen Vermittlers, verdeckter Geldfluß über eine Finanzoase, Einrichtung eines Nummernkontos für den Empfänger in der Schweiz, Falschdeklarierung der Schmiergeldzahlung, Überhöhung des Auftragspreises. Die hochrangigen Manager, die zu Gefängnis- und Geldstrafen verurteilt wurden, zeigten kein Schuldbewußtsein. Das Unternehmen Siemens übernahm alle Anwaltskosten und gewährte den Verurteilten während ihres Gefängnisaufenthalts nicht nur ihr reguläres Gehalt, sondern auch die ihnen sonst zustehenden Gehaltserhöhungen."
  • Focus 17.12.6 zur Aufklärung der Korruptionsaffäre.


Hinweis: Die Links wurden unter Google durch Eingabe von "Siemens Schmiergelder" gefunden. 
Querverweis: Neuer Bericht von International zur Korruption * Zur allgemeinen Korruptionsproblematik *



Investor Relations: Siemens und die Deutschland AG 

Allgemein kritisch: http://www.kritischeaktionaere.de/Konzernkritik/konzernkritik.html 
Überblick: http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=pfs3ndcmut4o1026936l0&sdc_sid=4947958837 
Der Vorstand: http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=pfs6n1030112d1032553cmut4o1030112l0


Siemens und die Deutschland AG (Aufsichtsrat): Männer : Frauen = 19 : 1 (Ausdruck des zukunftsweisenden und fortschrittlichen Führungsstils nach Siemens Corporate Governance Prinzipien? Im Vorstand ist das Verhältnis 12 : 0) 
 

Dr.rer.oec. Karl-Hermann Baumann
Vorsitzender. Geburtsdatum: 22. 7. 1935 
Erste Bestellung: 19. 2. 1998 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Deutsche Bank AG, Frankfurt/Main 
E.ON AG, Düsseldorf 
Linde AG, Wiesbaden 
Schering AG, Berlin 
ThyssenKrupp AG, Düsseldorf 
Wilhelm von Finck AG, Grasbrunn
Ralf Heckmann 
1. stellv. Vorsitzender 
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats 
der Siemens AG 
Geburtsdatum: 19. 7. 1949 
Erste Bestellung: 24. 3. 1988 
  
  
 

 

Dr. oec. Josef Ackermann 
2. stellv. Vorsitzender 
Sprecher des Vorstands der 
Deutsche Bank AG 
Geburtsdatum: 7. 2. 1948 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Bayer AG, Leverkusen 
Linde AG, Wiesbaden 
Deutsche Lufthansa AG, Köln
Lothar Adler 
Stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 
Geburtsdatum: 22. 2. 1949 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
  
  
 

 

Gerhard Bieletzki 
Mitglied des Konzernbetriebsrats der Siemens AG 
Geburtsdatum: 16. 5. 1947 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
Konzernmandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Siemens VDO Automotive AG, 
München (stellv. Vorsitz)
John David Coombe 
Chief Financial Officer, GlaxoSmithKline plc 
Geburtsdatum: 17. 3. 1945 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
  
 

 

Dr. jur. Gerhard Cromme 
Vorsitzender des Aufsichtsrats der 
ThyssenKrupp AG 
Geburtsdatum: 25. 2. 1943 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Allianz AG, München 
Axel Springer Verlag AG, Berlin 
E.ON AG, Düsseldorf 
Deutsche Lufthansa AG, Köln 
Ruhrgas AG, Essen 
Volkswagen AG, Wolfsburg 
Vergleichbare Auslandsmandate: 
BNP Paribas S.A., Frankreich 
SUEZ S.A., Frankreich
Rolf Dittmar 
Mitglied des Betriebsrats 
München-Perlach der Siemens AG 
Geburtsdatum: 25. 10. 1943 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
  
  
  
  
  
  
  
 

 

Bertin Eichler 
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied 
Finanzen der IG Metall 
Geburtsdatum: 27. 8. 1952 
Erste Bestellung: 13. 11. 1996 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Allgemeine Deutsche Direktbank 
AG, Frankfurt/Main 
BGAG Beteiligungsgesellschaft der 
Gewerkschaften AG, 
Frankfurt/Main (Vorsitz) 
BauBeCon Holding, Hannover 
BHW Holding AG, Hameln
Birgit Grube 
Bürokauffrau 
Geburtsdatum: 21. 8. 1945 
Erste Bestellung: 11. 3. 1993 
  
  
  
  
  
  
  
 

 

Heinz Hawreliuk 
Leiter des Ressorts Mitbestimmung 
der IG Metall 
Geburtsdatum: 23. 3. 1947 
Erste Bestellung: 1. 4. 1985 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Astrium GmbH, München 
DaimlerChrysler Aerospace AG, München 
DaimlerChrysler Luft und Raumfahrt 
Holding AG, München 
Eurocopter Deutschland GmbH, München 
Infineon Technologies AG, München
Prof. Dr. rer. nat. Walter Kröll 
Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. 
Geburtsdatum: 30. 5. 1938 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
MTU Aero Engines GmbH, München 
  
 

 

Wolfgang Müller 
Leiter des Siemens-Teams der IG Metall 
Geburtsdatum: 14. 1. 1948 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003 
Externe Mandate 
Infineon Technologies AG, München
Georg Nassauer 
Stahlformenbauer 
Geburtsdatum: 8. 3. 1948 
Erste Bestellung: 11. 3. 1993

 

Dr. jur. Albrecht Schmidt 
Vorsitzender des Aufsichtsrats 
Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG 
Geburtsdatum: 13. 3. 1938 
Erste Bestellung: 11. 3. 1993 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
HVB Real Estate Bank AG, München 
(Vorsitz, bis 30. 9. 2003) 
Münchener Rückversicherungs- 
Gesellschaft AG, München
Dr. jur. Henning Schulte-Noelle 
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz Aktiengesellschaft 
Geburtsdatum: 26. 8. 1942 
Erste Bestellung: 13. 2. 1997 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
E.ON AG, Düsseldorf 
ThyssenKrupp AG, Düsseldorf

 

Peter von Siemens 
Industriekaufmann 
Geburtsdatum: 10. 8. 1937 
Erste Bestellung: 11. 3. 1993 
Externe Mandate 
Deutsche Aufsichtsratsmandate: 
Münchener Tierpark 
Hellabrunn AG, München
Jerry I. Speyer 
President, 
TishmanSpeyer Properties 
Geburtsdatum: 23. 6. 1940 
Erste Bestellung: 14. 7. 2003 
 

 

Sir Iain Vallance 
Vice Chairman, 
The Royal Bank of Scotland Group 
Geburtsdatum: 20. 5. 1943 
Erste Bestellung: 23. 1. 2003
Klaus Wigand 
Industriekaufmann 
Geburtsdatum: 19. 11. 1945 
Erste Bestellung: 19. 2. 1998

Der Aufsichtsrat: http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=l0o1030367t4umcd1032553n1030367s6fp 
Anmerkung: "Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern besetzt. Auf der Hauptversammlung vom 23. Januar 2003 wählten die Aktionäre die Vertreter der Anteilseigner. Die Vertreter der Arbeitnehmer wurden am 5. Dezember 2002 von einer Delegiertenversammlung der Arbeitnehmer gewählt. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre." Weitere Dateien zum Aufsichtsrat können heruntergeladen werden: Ausschüsse des Aufsichtsrats PDF (36 KB); Geschäftsordnung des Aufsichtsrats PDF (109 KB)



Nachträge 2006 
Probleme bei Siemens > Was lief schief bei Siemens? 
Was lief schief bei Siemens ? [Weitere Hinweise erwünscht]



Siemens im Internet (Auswahl und Beachte) 
Homepage Siemens: http://www.siemens.de/index.jsp 
Extras: Siemens Lexikon Online: http://w3.siemens.de/solutionprovider/_online_lexikon/ 
Siemens Probleme 
Siemens Kritisch (Auswahl) siehe bitte auch oben > Siemens und das Schmiergeld.
  • Siemens und die deutschen Spendenskandale (auf den Seiten evtl. suchen, z.B. Siemens):http://www.trend.partisan.net/trd0300/t240300.html.
  • Schröder will Atomkredit für Siemens: http://www.akweb.de/ak_s/ak428/23.htm.
  • S I E M E N S: Massiver Stellenabbau, schleichend. Die IG Metall schlägt Alarm. Angeblich plant der größte deutsche Elektronikkonzern die Verlagerung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Billiglohnländer. So sollen Teile der Software-Entwicklung nach China, Indien und Osteuropa gehen. http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,259463,00.html.
  • Siemens drängt rot-grün zu Atomkredit und Hermes-Bürgschaft: http://www.siemens-boykott.de/atomgeschaefte/laender/osteuropa/ukraine/k2r4_status_mai99.html.
  • Siemens im Nationalsozialismus: http://www.nadir.org/nadir/periodika/lotta_dura/n9/siemens1.html.
  • 60.000 Beschäftigte bei Siemens von Ausgliederungen betroffen. Von Elisabeth Zimmermann. 17. November 1998:http://www.wsws.org/de/1998/nov1998/siem-n17.shtml.
  • http://www.siemens-boykott.de/sonstiges/zag/zag1.html.

  • EU-Kommission 
    Siemens droht Millionenstrafe 
    Dem Siemens-Konzern droht eine hohe Kartellstrafe im Millionenbereich aus Brüssel wegen der Beteiligung an einem wettbewerbswidrigen Elektrizitäts-Kartell. (27.10.2006, 17:33 Uhr)
  • Was lief schief bei Siemens (alphabetisch nach Stichworten)?

  • Haupt-Stichworte: AKWs *  BenQ *  Bestechungs- und Korruptionsthema * Budapester Straßenbahnen * CombinoBaselBudapest * DSL-Modem * ERA * Handy-Flops * ICE *  Image * Monorailbahn Düsseldorfer Flughafen  * Preisabssprachen, illegale * Radikaler Konzernumbau durch von Pierer * Schilys dubiose Rolle *Schwelbrandanlage Fürth * SkyTrain *  Selbstbedienung der Vorstände und Manager * SkyTrain * Telekom Austria (verantwortlich: Siemens) * Transrapid * U-Bahnprojekt Nürnberg *
    • AKWs:
      • AKW Finnland. Pfusch am AKW-Bau. Arbeiten an finnischem Reaktor verzögern sich weiter. Umweltschützer warnen vor Sicherheitsmängeln. (taz 8.12.6).  * Finanztreff 12.3.7: "... Das macht den Neubau von Reaktoren zu einer schwierigen Angelegenheit. Schließlich ist in den vergangenen Jahren viel Know-how verloren gegangen. Kritiker verweisen auf die Pannen beim Bau des ersten neuen europäischen Reaktors seit 15 Jahren im finnischen Olkiluoto. Der Kraftwerksbauer Areva - eine französische Firma mit Siemens-Minderheit - hat spürbar Mühe. Beim Gießen des Fundaments stimmte die Betonmischung nicht, Spalten im Stahlkäfig für den Reaktorbehälter waren zwei Millimeter zu breit, Zulieferer haben Probleme, die benötigten große Schmiedeteile zur Verfügung zu stellen. Der finnische Meiler, das ist absehbar, geht später ans Netz und wird teurer als geplant. ... "
      • AKW Krümmel. Fernsehmagazin (Monitor 29.8.1996) berichtet über angeblichen Pfusch beim Bau des Reaktors Krümmel. [SQ]
      • AKW Neckarwestheim. "Digitale Leittechnik - Folgenschwerer „Traumstart“ von Siemens. "1998 hat Siemens im Atomkraftwerk Neckarwestheim-1 die Kraftwerkssteuerung in sicherheitsrelevanten Bereichen auf digitale Leittechnik umgerüstet. Am 10. Mai 2000 war diese digitale Leittechnik dafür verantwortlich, dass mit der Reaktorschnellabschaltung das zentrale Sicherheitssystem des Reaktors blockiert war." Aus BBMN e.V Störfälle.
    • BenQ
      • Der Schmutzige Deal mit BenQ stösst auf Kritik 
        Spiegel-Online (28.9.6)BenQ macht für Siemens den Drecksjob. "Ein Jahr nach der Übernahme der Siemens-Mobilfunkgerätesparte durch BenQ steht die Fertigung in Deutschland vor dem Aus. Was sich wie ein Fall BenQ anhört, ist in Wahrheit ein Fall Siemens. Die Asiaten lösen nur eine Aufgabe, vor der sich Siemens-Chef Klaus Kleinfeld drücken wollte. ... " Weitere Stimmen:  , FAZ 28.9.6FR 29.9.6NZZ 29.9.6taz 29.9.5,
    • Bestechungs- und Korruptionsthema (siehe bitte auch Siemens und das Schmiergeld )
      • "Weitere Strafbefehle im Schmiergeld-Skandal. Mittelfranken. Nach Aussage der Münchener Staatsanwaltschaft sind im Schmiergeld-Skandal des Tehnologiekonzerns Siemens gegen fünf weitere Beschuldigte Strafbefehle erlassen worden. Insgesamt hatte die Affäre Siemens mindestens 2,5 Milliarden Euro gekostet. ..." [bo 23.3.9]
      • Zur Korruptionsaffäre 2006.
      • Siemens-Affäre: "Wien war "Drehscheibe" für illegale Aktionen. Aufsichtsrat fordert vom neuen Siemens-Chef rasches Durchgreifen - Siemens Österreich weist Vorwürfe zurück. [derStandard.at 27.7.7.]
      • Siemens verabschiedet verdächtigen Manager mit Millionen [FTD 17.4.7].
        • "Die Gerüchte haben sich bestätigt: Siemens hat einem unter Bestechungsverdacht stehenden Manager zum Abschied eine Millonenabfindung gezahlt. Ein Vorstand schilderte die Geschichte vor Gericht."
      • Verdacht: Organisiertes Verbrechen bei Siemens? [BusinessNews 16.4.7]
      • Betriebsräte in Nürnberg bestochen?
        • "Siemens soll Betriebsräte gekauft haben. Wiederholt sich bei Siemens, was bei VW geschehen ist? Fahnder prüfen nach Informationen der SZ, ob sich der Konzern mit Millionenzahlungen das Wohlwollen eines Arbeitnehmerverbands gesichert hat.  ..." [SZ 12.3.7]
      • Enel-Bestechungsermittlungen.
        • ZDF 19.11.6: "... Schon früher Bestechungsverdacht. Schon früher standen führende Siemens-Mitarbeiter unter Korruptionsverdacht. So erhob die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main im März Anklage gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und einen weiteren Ex-Mitarbeiter des Firmenbereichs "Power Generation" der Siemens AG in Offenbach. Die beiden Manager wurden beschuldigt, zwischen 1999 und April 2002 an zwei Geschäftsführer des einst staatlichen italienischen Energieunternehmens Enel über sechs Millionen Euro Bestechungsgelder gezahlt zu haben, um an Aufträgen für Siemens-Gasturbinen bei zwei Großprojekten zu kommen. Insgesamt soll sich der Konzern bei dem damaligen Projekt nach Angaben der Staatsanwaltschaft zusammen mit lukrativen Wartungsverträge damals Aufträge in Höhe von 338 Millionen Euro gesichert haben. ..." 
          HB 13.3.7: "Geständnisse im Prozess um Siemens-Korruption. Beide Ex-Manager haben im bundesweit ersten Prozess um die Bestechung von ausländischen Geschäftspartnern des Konzerns Geständnisse abgelegt. Die Kraftwerkssparte arbeitete demnach seit langem mit einem komplexen System aus Scheingesellschaften und Tarnkonten, die Rückschlüsse auf Siemens verhindern sollten – mit Wissen und Zustimmung des Bereichsvorstands. ... "
      • SBS-Norway.
        • Monitor 21.12.6: "Neues vom Siemens-Skandal: Die Norwegen-Spur. Bericht: John Goetz, Andreas Orth, Markus Schmidt. Der Schmiergeld-Skandal bei Siemens reicht bis nach Norwegen wie neue MONITOR-Recherchen ergeben. Dort verkaufte die Siemenstochter SBS Norway dem NATO-Partner Hard- und Software für das Militär und rechnete deutlich überhöhte Preise ab. Die norwegischen Einkäufer wurden zugleich mit üppigen Geschenken freundlich gestimmt. Ein aufmerksamer norwegischer Mitarbeiter, der diese Unregelmäßigkeiten erkannt und entsprechend der Unternehmensvorschriften intern angezeigt hatte, wurde gefeuert." [Video]
    • Comnbino.

    • NeueKosten für technische Probleme.
        [FR 25.7.7] "Ein wiederkehrendes Sorgenkind ist der Transport-Bereich, wo neue Kosten für technische Probleme beim Straßenbahnmodell Combino anfallen. Die Sparte sei im jüngsten Quartal als einzige unter ihren Ertragszielen geblieben, räumte Kaeser ein. "Der Bereich benötigt engere Aufsicht", warnte er. Ob der Sparte nun ein Verkauf drohe, wollten allerdings weder er noch Löscher klar beantworten."
      Budapester Straßenbahnen.
        [Budapester Zeitung Nr. 51, 2006] "Vor allem die Probleme mit den neuen Straßenbahnen des Typs Siemens Combino sorgten in der ungarischen Hauptstadt für Diskussionen. Nachdem die Strecke der Linien 4 und 6 extra rekonstruiert worden waren, entlasteten die gelben Raupen – wie sie in der ungarischen Öffentlichkeit des Öfteren genannt werden – den Budapester Verkehr weniger, als dass sie ihn behinderten. In den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme blieben die Combinos immer wieder stehen und sorgten in der sommerlichen Hitze für Verzögerungen der Linie 4 und 6. Entweder rissen die Oberleitungen, der Stromabnehmer brach ab oder die Türen konnten nicht geschlossen werden. Wie sich herausstellte, waren die Oberleitungen mit den Combinos nicht kompatibel. Auf der Margaretenbrücke stürzte einer der Tragpfeiler durch die Belastung sogar um, verletzt wurde allerdings keiner. Obwohl die BKV nachweislich nicht an den Schwierigkeiten schuld war, kam Abas Stuhl mächtig ins Wanken."
      Combino Basel.
        Webjournal.ch 12.3.7: "Combino: Was ewig dauerte, fährt wieder… Der erste sanierte Combino auf Fahrt in Basel. BASEL. bvb/pm.- Die BVB hat am Vormittag des Montag, 12. März 2007, den ersten total sanierten Combino den Medien präsentiert. Messfahrten mit diesem Fahrzeug auf dem Netz der BVB haben den bereits seit August 2006 vorliegenden rechnerischen Betriebsfestigkeitsnachweis für den Basler Combino bestätigt. Das Fahrzeug mit der Nr. 310 wird ab 13. März 2007 den Fahrgästen wieder zur Verfügung stehen. Exakt drei Jahre nach der denkwürdigen durch Siemens angeordneten Ausserbetriebsetzung der Combino-Flotte am 12. März 2004 konnte die BVB zusammen mit Vertretern von Siemens den ersten vollständig sanierten Combino präsentieren. ... "
    • DSL-Modem. [Telepolis 18.12.06 ]
      • "Die Installation des von Hansenet mitgelieferten DSL-Modems von Siemens (CL-040-I) ist denkbar einfach. Die Verkabelung dahinter bringt schon eher logistische Probleme mit sich: Das Modem beherbergt vier Ethernet-Anschlüsse, einer davon geht zum Router oder eben direkt an den PC."
    • ERA. Neues Tarifsystem zum Schaden vieler MitarbeiterInnen. [Info IGm] [Info Siemens]
      • Spiegel-Online 26.9.6: "... Nächstes Jahr im April wird bei Siemens ein neues Tarifsystem eingeführt - das mit der IG Metall ausgehandelte Entgeltrahmenabkommen (ERA). Dabei werden die Mitarbeiter ganz neu eingestuft. Dieser Tage flatterten bei vielen erste Berechnungen ein, was sie dann noch erwarten dürfen. Dabei kam es offenbar zu einigen bösen Überraschungen: Von zehn bis 20 Prozent Einbußen berichten einige Debattenteilnehmer. Dieser Schock sitzt tief - auch wenn der Konzern zu Recht darauf verweist, dass es für solche Fälle Ausgleichszahlungen geben wird. "Die Neueinordnung wird nicht zu individuellen Gehaltseinbußen führen", sagt der Siemens-Sprecher. Ganz stimme das nicht, entgegnet der Betriebsrat. Je nachdem wie viel schlechter ein Mitarbeiter wegkomme, habe er bei späteren Gehaltserhöhungen sehr wohl Nachteile, schränkt er ein. ..."
    • Handy-Flops. [> Der Schmutzige Deal mit BenQ stösst auf Kritik]
      • Flop im Reich der Mitte

      • "Hohe Erwartungen hatte Siemens in das Geschäft mit dem chinesischen Handyhersteller Ningbo Bird gesetzt. Aber die ersten Verkaufsmonate in China verliefen eher enttäuschend für den Münchener Konzern. " [mm 19.10.2004]
      • Tops und Flops bei BenQ-Siemens [Xonio.com 1-26]
      • "Siemens: Flop mit Fashion-Handys. München (dpa) - Nach enttäuschenden Verkaufszahlen beendet Siemens das teure Experiment mit der Zweitmarke Xelibri für Fashion-Handys. Nach dem Auslaufen der aktuellen Modelle werde es keine neue Xelibri- Kollektion mehr geben, sagte ein Sprecher der Mobilfunksparte ICM am Montag in München. Nach Schätzungen in Branchenkreisen könnte der Flop mit den Mode-Handys Siemens mehr als 100 Millionen Euro gekostet haben." (AOL-Blogs 25.5.4)
      • Top of the Flops. "Siemens zieht sich aus der Handy-Produktion zurück – eine Folge schlechten Managements."[ZEIT 9.6.5]
    • ICE
      • "Pannen-Serie: Jeder zehnte ICE nach Berlin ist noch unpünktlich. Ein weiterer technischer Fehler auf der neuen Schnellstrecke bremst die Premieren-Bilanz der Bahn  ... Zur Negativ-Bilanz gehört auch, daß die Bahn auf der neuen ICE-Trasse (Höchstgeschwindigkeit: 230 Stundenkilometer) noch alte Züge einsetzen muß, weil die eigens dafür gebauten 28 ICE-T der zweiten Generation bislang noch keine Zulassung für diese Geschwindigkeit haben. Das beauftragte Konsortium Siemens-Bombardier-Alstom hat es versäumt, die Zulassung beim Eisenbahnbundesamt zu beantragen. Bahnchef Hartmut Mehdorn: "Wir bauen die Züge nicht, wir fahren sie nur. ... "[Die Welt 20.12.4]
    • Image.
      • Niedergang des Firmenimages seit von Pierer und Kleinfeld.

      • infocomma finanzen 28.01.2007: "Nach jahrelanger öffentlicher Zustimmung scheint das Vertrauen in das Unternehmen und sein Management erschüttert, in der öffentlichen Meinung stehen das Traditionsunternehmen und der Vorstandschef Klaus Kleinfeld als skrupellose Geschäftemacher da. So lautet zumindest eines der zentralen Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung, die Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim gemeinsam mit dem internationalen Inhaltsanalyse-Institut Media Tenor durchgeführt hat. Stärken, Schwächen und Ansatzpunkte zeigt eine Langzeitanalyse von 17.272 Textpassagen über Siemens und sein Management von Januar 1998 bis Oktober 2006.  ... "
    • Preisabssprachen, illegale:
      • Elektrizitäts-Kartell: "Brüssel - Die EU-Kommission deckte ein wettbewerbswidriges Elektrizitäts-Kartell auf, an dem das Münchner Unternehmen beteiligt gewesen sein soll. Nach den Ermittlungen der Kommission sollen Siemens und andere große Konzerne wie die französische Alstom, die Schweizer ABB und die japanische Mitsubishi illegal Preise für so genannte Gasisolierte Schaltanlagen abgesprochen haben." (Tagesspiegel 27.10.06)
      • "Siemens droht teurer Ärger. Kartellverfahren. 750 Millionen Euro Strafe – 400 Millionen davon sollen allein auf Siemens entfallen. Die EU-Kommission wird am Mittwoch angeblich eine Kartellstrafe in dieser Höhe gegen Elektrokonzerne verhängen. Das sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Dienstag. Es wäre die zweithöchste Strafe, welche die EU-Kommission je gegen ein Unternehmen ausgesprochen haben." [Wirtschaftswoche 23.1.7]  [Handelsblatt 23.1.7]  [Spiegel 23.1.7] [mm 23.1.7]

      •  
    • Radikaler Konzernumbau durch von Pierer
      • "Hintergrund: Siemens will Aktionäre bei Laune halten.Aus zehn mach' sechs: Nach dem berühmten Zehn-Punkte-Programm will Siemens-Chef Heinrich von Pierer die Aktionäre jetzt mit sechs "Aktionsfeldern" bei Laune halten. Mit der Vorgabe ehrgeiziger Gewinnziele, der Überprüfung aller Aktivitäten auf ihre Profitabilität und der Ausrichtung auf das Internet und andere Hightech-Bereiche will Deutschlands größter Elektrokonzern seine Ertragskraft künftig Jahr für Jahr steigern. Die Börse reagierte auf die Ankündigungen aber nicht gerade euphorisch. "Das sind schöne Sachen, aber keine Bombe", sagte Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck. Der Siemens-Kurs sank um zwischenzeitlich drei Prozent auf rund 138 Euro. Auch Infineon und Epcos wurden im schwachen Marktumfeld der Technologieaktien mit nach unten gezogen." [Heise Online 14.12.2000] Siehe auch: Nach Konzernumbau an die Wall Street [Heise Online 9.3.2001]
    • Schilys dubiose Rolle.
      • Der Kölner-Stadtanzeiger bericht am 14.12.7: "Schwere Vorwürfe gegen Schily. Köln - Der SPD-Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) soll für den Siemens-Konzern bei der amerikanischen Regierung darum gebeten haben, gegen das wegen eines Korruptionsskandals ins Schlingern geratene Unternehmen in den USA nicht zu ermitteln. Nach Ansicht eines führenden SPD-Bundestagsabgeordneten habe Schily „seine guten Kontakte in den USA genutzt hat, um die Interessen von Siemens zu sichern und die Wogen dort zu glätten“. „Das Unheil, das Siemens aus den USA droht, ist noch nicht abgewendet.“ Der 75-Jährige war nach Medienberichten von März bis September 2007 als Anwalt für Siemens tätig und erhielt dafür 140 000 Euro, hatte dies der Bundestagsverwaltung aber nicht angezeigt. ... "  [Hierzu auch: > focus071214. "Nebeneinkünfte. Unmut über Schily wächst. In der SPD formiert sich Widerstand gegen Ex-Innenminister Schily, weil er seine Nebeneinkünfte nicht offen legen will. In der Fraktion wird der Ruf laut, dass der Parteikollege Strafe zahlen soll. ... "
    • Schwelbrandanlage Fürth.
      • Kanczarek, A.; Marko, R. Schwel-Brenn-Anlage in Fürth kurz vor der Fertigstellung. In BWK/TÜ/Umwelt (1996), Nr. 10 S. 30-34. 
        MVA Fürth nach Störfall vorläufig geschlossen. In: Euwid 18.08.1998, Nr. 34 S.3. 
        Die viel gelobte Schwel - Brennanlage in Fürth ist nun eine Industrieruine. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.03.1999 S.26.
    • Selbstbedienung der Vorstände und Manager
      • Die FTD  meldet am 13.12.7:  "Siemens-Vorstand versilbert zum Abschied Millionenpaket. Der Siemens-Manager Rudi Lamprecht hat kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Vorstand Aktien im Wert von gut 4,9 Mio. Euro verkauft. ..."
      Anstieg der Siemens-Vorstandsgehälter stößt auf Kritik
        Fuldainfo (20.9.6): "Der angekündigte Anstieg der Siemens-Vorstandsgehälter um 30 Prozent stößt bei Politikern und Gewerkschaften auf scharfe Kritik. Bayerns Arbeitsministerin Christa Stewens (CSU) betonte, ein solcher Gehaltssprung passe nicht in eine Zeit, die von Stellenabbau und vom Bestreben geprägt sei, Personalkosten möglichst gering zu halten. ... " DU-Generalsekretär Hendrik Wüst forderte Konzernchef Klaus Kleinfeld auf, die Entscheidung zurückzunehmen. ... "   [Mehr an der Quelle] 
        Express.de (21.9.6): "RIESEN-WUT AUF SIEMENS-CHEFS. NRW-CDU fordert: Auf Gehaltserhöhung verzichten. Köln – Die Empörung über die kräftige Gehaltssteigerung, die sich die Siemens-Topmanager genehmigt haben, wird immer lauter.NRW-CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst forderte Konzernchef Klaus Kleinfeld auf, die Entscheidung zurückzunehmen. ... " [Mehr an der Quelle]
    • SkyTrain: Erneute Panne beim SkyTrain [DUS-Forum 23.10.6]  [W]
      • "(RPO) 35 Fluggäste saßen am Freitagabend im SkyTrain am Flughafen fest. Wie Flughafen-Chef Christoph Blume gestern auf RP-Anfrage bestätigte, war es zum zweiten Mal nach Wiederinbetriebnahme der Kabinenbahn vor vier Wochen zu einer technischen Panne gekommen. Dieses Mal habe das Personal von Hersteller Siemens prompt reagiert. Die Passagiere konnten nach 24 Minuten die Wagen verlassen. Vor einem Monat hatte dies noch eine Dreiviertelstunde gedauert. Blume: „Wir erwarten weitere Verbesserungen.“ Im Interview sieht der Flughafen-Chef Christoph Blume keinen Anlass für Krisengespräche mit Siemens. Anders als vor vier Wochen habe alles geklappt." [auch: WZ 8.12.6WDR 16.9.6]
    • Telekom Austria (verantwortlich: Siemens): Jahrhundertfehler legt Telekom Austria lahm. Meldung von Pressetext, 12.11.2004
      • "Wien (pte, 12. Nov 2004 22:08) - Ein Softwarefehler in einem zentralen Übertragungssystem hat von Donnerstagvormittag bis Freitagabend weite Teile von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland kommunikationstechnisch lahm gelegt. Mehr als 30 Stunden waren unzählige Groß- und Mobilfunk-Kunden der Telekom Austria von der virtuellen Welt abgeschnitten. Verantwortlich dafür war fehlerhafte Software im Wiener Arsenal, die ab Donnerstag Punkt zehn Uhr zu einem "rien ne va plus" bei Tausenden Kunden des österreichischen Providers, darunter auch pressetext, führte. Neben den, durch den Ausfall hervorgerufenen, "steinzeitlichen" Kommunikationsbedingungen waren auch Behebungen von Bankomaten, Zahlungen via Kreditkarte sowie die Annahme von Lotto- und Totoscheinen in Trafiken und Lotterien betroffen. TelekomPressesprecher Martin Bredl spricht von einem "noch nie da gewesenen Jahrhundertfehler". Wie es trotz "Katastrophenplan" und doppelten Hard- und Softwaresystemen zu diesem Totalausfall kommen konnte, könne er aber derzeit noch nicht sagen. "Wir arbeiten fieberhaft an einer Schadensanalyse", so Bredl. Verantwortlich für das Softwaresystem der Telekom zeichnet der deutsche Elektronikkonzern Siemens. Laut Siemenssprecher Karl Strasser ist der Ausfall durch ein Softwareupdate entstanden, bei dem die gesamte Datenbasis zerstört wurde. Da mehr als 300 Leitungssysteme der so genannten Fernebene betroffen waren, sind Rückschlüsse auf die Anzahl der Betroffenen nicht möglich. "Etwa 50 Spezialisten arbeiten derzeit an der Behebung des Schadens", so Strasser. Die Dauer des Ausfalls erklärt der Siemens-Experte damit, dass alle Leitungssysteme manuell zugeschaltet werden mussten."
    • Transrapid
    • U-Bahn Projekt in Nürnberg läuft seit zwei Jahren nicht [Südwest aktiv 7.12.6] Hieraus:


Literatur-Auswahl (ergänzende Vorschläge willkommen)

Allgemeine

  • Hempel, Dieter (1983). Die Leitsätze für Führung und Zusammenarbeit der Siemenes-AG. In: Wunderer, Rolf (1983, Hrsg.). Führungsgrundsätze in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Stuttgart: Poeschel.
  • Homburg, H.:  Scientific Management and Personel Policy in the Modern German Enterprise 1918-1939: The Case of Siemens. In: Managerial Strategies and Industrial Relations. Hrsg. v. H.F. Gosupe u. C.R. Littler. London 1983, S. 137ff
  • Homburg, H.: Rationalisierung und Industriearbeit. Arbeitsmarkt, Management, Arbeiterschaft im Siemens-Konzern Berlin 1900-1939. Berlin 1991
  • Schmidt, D.: Weder Ford noch Taylor. Zu Rhetorik und Praxis der Rationalisierung in den zwanziger Jahren am Beispiel dreier Siemens-Werke. Bremen 1993
  • Siemens, Georg (-1951). Geschichte des Hauses Siemens. Drei Bände.Freiburg: Alber
  • Siemens Geschichte: Luise-Berlin.


Literaturempfehlungen der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre über Siemens:

  • Conrad Schuhler (Hrsg.), IG Metall Bayern, isw:  „Schöne Neue SiemensWelt”, München, 2003 , 60 Seiten DIN A4, Broschur, Euro 3,50, Bezug: isw, Johann-von-Werth-Str. 3, D-80639 München, Fax +49-89-1689415, isw_muenchen@t-online.de, www.isw-muenchen.de
  • isw – sozialökologische Wirtschaftsforschung München e.V.: „150 Jahre Geschäfte des Siemens-Konzerns“, isw Report Nr. 33, München, Oktober 1997, 44 Seiten, DIN A4, Broschur, DM 6,– zzgl. Versandkosten, Bezug: isw, Johann-von-Werth-Str. 3, D-80639 München, Fax +49-89-1689415
  • Koordinationskreis Siemens-Boykott: „Siemens Nuklear“, Hintergrundbroschüre zum Siemens-Boykott, Berlin 1997, 36 Seiten, DIN A4, DM 6,–, erhältlich bei der IPPNW Berlin
  • Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre (Hrsg.): „Atomschmiede Siemens – Hintergründe zum Siemens-Boykott“, Köln, Februar 1994, 36 Seiten DIN A4, Broschur, Euro 3,50, zu beziehen beim Dachverband (fast vergriffen)
  • Ferdl Achter u.a.: „Die Geschäfte des Siemens-Konzerns“, isw – sozial-ökologische Wirtschaftsforschung München e.V. (Hrsg.), München, Mai 1992, 24 Seiten, DIN A4, Broschur, DM 5,– zzgl. Versandkosten, Bezug: isw, Johann-von-Werth-Str. 3, D-80639 München, Fax +49-89-1689415
  • Helthey/Kratz: „In bester Gesellschaft“, Göttingen, 1991
  • Entwicklungspolitische Korrespondenz (Hrsg.): „Siemens – Vom Dritten Reich zur Dritten Welt“, Hamburg, 1983, 120 Seiten DIN A5, Broschur, ISBN 3-923785-01-1, (vergriffen, Kopie auf Anfrage beim Dachverband erhältlich)
  • Wolfgang D. Müller: „Geschichte der Kernenergie in der Bundesrepublik Deutschland – Anfänge und Weichenstellungen“, Schäfer Verlag, Stuttgart, 1990, 743 Seiten, gebunden, ISBN 3-8202-0564-0
  • „Wer mit wem in Atomstaat und Großindustrie“, Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main, 1987, 631 Seiten, gebunden, nicht im Buchhandel erhältlich
  • Benjamin B. Ferencz: „Lohn des Grauens“, New York / Frankfurt, 1981
  • Siemens AG (Hrsg.), Sigfrid von Weiher & Herbert Goetzeler: „Weg und Wirken der Siemens-Werke im Fortschritt der Elektrotechnik 1847 - 1980 – Ein Beitrag zur Geschichte der Elektroindustrie“, Siemens AG, Berlin/München, 1981, 197 Seiten, gebunden, ISBN 3-8009-1342-9, Original-Copyright 1972: Tradition, Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmensbiographie, Gesellschaft für Unternehmensgeschichte, Köln
  • Holger Strohm: „Friedlich in die Katastrophe – Eine Dokumentation über Atomkraftwerke“, Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main, 1981, 1.292 Seiten, gebunden, nicht im Buchhandel erhältlich
  • F.C. Delius: „Unsere Siemens-Welt – Eine Festschrift zum 125jährigen Bestehen des Hauses S.“, Rotbuch Verlag, Berlin, 1972 (Originalausgabe) und 1976 (Erweiterte Neuausgabe mit einem Anhang über den Prozeß zur Erstausgabe), 160 Seiten, DM 12,–, ISBN 3-88022-002-6
  • Fred Schmid u.a.: „Die große Siemens-Familie – Report über 125 Jahre Ausbeutung“, herausgegeben anläßlich des 125. Firmenjubiläums am 01. Oktober 1972 von einer Arbeitsgruppe beim Bezirksvorstand der DKP Südbayern, München, 1972, 100 Seiten, DIN A5, Broschur, (vergriffen, Kopie auf Anfrage beim Dachverband erhältlich)


Siemens im Nationalsozialismus nach Quelle.

  • Delius, F. C.: Unsere Siemens-Welt. Eine Festschrift zum 125jährigen Bestehen des Hauses. Berlin 1972
  • Feldenkirchen, Wilfried: Siemens 1918-1945. München 1995
  • Ferencz, Benjamin B.: Lohn des Grauens. Die Entschädigung jüdischer Zwangsarbeiter - Ein offenes Kapitel deutscher Nachskriegsgeschichte. Frankfurt/M. 1981
  • Fröbe, Rainer: Der Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen und die Perspektive der Industrie, 1943-1945. In: Herbert, Ulrich (Hg.): Europa und der "Reichseinsatz. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Deutschland 1938-1945. Essen 1991
  • Gossweiler, Kurt: Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919-1924. Köln 1982
  • Roth, Karl Heinz: Zwangsarbeit im Siemens-Konzern (198-1945). Fakten - Kontroversen - Probleme. In: Kaienburg, Hermann (Hg.): Konzentrationslager und deutsche Wirtschaft 1939-1945. Opladen 1996
  • Sachse, Carola: Zwangsarbeit jüdischer und nichtjüdischer Frauen und Männer bei der Firma Siemens 1940 bis 1945. In: IWK 1/91
  • Siegel, Tilla: Die doppelte Rationalisierung des "Ausländereinsatzes" bei Siemens. In: ebd.
  • Sohn-Rethel, Alfred: Industrie und Nationalsozialismus. Aufzeichnungen aus dem "Mitteleuropäischen Wirtschaftstag". Mit einer Einleitung von Carl Freytag. Berlin 1992




Kommentar: Eine neue Form der Wirtschaftskriminalität ? 
Wohin mit den Plutokraten der Globalen Deutschland AG: Outsourcen nach Plutopia! 
 
Was in dieser Amigo-Plutokratie vor sich geht, ist im Grunde unfaßbar. Die völlig offene Plünderung der Staatskassen, Sozialkassen, Steuergelder, Landesbanken, Unternehmen durch Vorstände, Aufsichtsräte, GewerkschaftsfunktionärInnen und KontrolleurInnen, die keine sind, spottet jeder Beschreibung. Deutschland droht immer mehr zu einem einzigartigen Saustall hemmungsloser, skrupelloser SelbstbedienerInnen zu verkommen, so daß wir uns wirklich ganz ernsthaft fragen müssen, ob hier nicht die schlimmste Form der Wirtschaftskriminalität vorliegt, die denkbar ist: nämlich die ganz legale - mit Hilfe der Politik und Justiz? 

   Das plutokratische System der deutschen Wirtschaftselite, genannt Deutschland AG, ist krank, ja hochpathologisch, weil belohnt wird, was immer auch geschieht, völlig gleichgültig, wie viel Kapitalvernichtung ihnen gelingt, völlig unabhängig von ihrem Wirtschaftserfolg, völlig unabhängig vom Aktienkurs, völlig unabhängig von der MitarbeiterInnenzufriedenheit: sie gieren, raffen und gewinnen immer, völlig abgehoben von jeder Realität, von jeder tatsächlichen Leistung und wirklicher Verantwortung. Das ist der hochpathologische Kern dieses plutokratischen Inzucht- Systems, das sich nicht aus eigener Kraft wie Münchhausen aus seinem verblendeten, völlig realitätsentrückten Brain-Sumpf herausziehen kann. Hier müssen klare Strukturreformen, klare Gesetze dieser Bande marodierender Immer-"Sieger" - in Wahrheit Plünderer und Abstauber - die Grenzen ihrer Pathologie zeigen und sie in die Schranken nationaler wie europäischer Vernunft und Verantwortung weisen. 
_ 
Neue Bücher zum Mißmanagement, zur Habier und Manipulation 
Riße, Stefan (2003). Manager außer Kontrolle: Wie Gier und Größenwahn unsere Wirtschaft  ruinieren. Düsseldorf: Econ. http://www.br-online.de/kultur-szene/sendungen/politischesbuch/ 
Blomert, Reinhard (2003). Die Habgierigen: Firmenpiraten, Börsenmanipulation: Kapitalismus außer Kontrolle. München: Kunstmann.http://www.perlentaucher.de/buch/14181.html 
http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-lit-pol/779.html 
 
In der Deutschland AG und sog. Führungs"elite" gilt das Prinzip: Wer auf höherer Ebene Mist macht, wird gnadenlos belohnt. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine schwärzere Antipädagogik als in den vom Geldtabu und Hollyvoodoo beherrschten Plutokratien, in denen nichts mehr mißbraucht wird als der Freiheitsbegriff. 

Reichtum und Armut in Deutschland: 

Die 250 reichsten Menschen in Deutschland und die Entwicklung ihres Reichtums werden im Manager-Magazin 3/2003 dokumentiert:http://www.manager-magazin.de/koepfe/reichste/0,2828,236831,00.html 


Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung.

    "Mit Beschluss vom 27. Januar 2000 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, regelmäßig einen Armuts- und Reichtumsbericht zu erstatten. Am 25. April 2001 hat die Bundesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt [ErsterAnlagen]. Der Bericht und die zeitgleiche Vorlage des "Nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2001-2003" (NAP-incl) bei der EU-Kommission waren der Beginn einer kontinuierlichen Berichterstattung über Fragen der sozialen Integration und der Wohlstandsverteilung in Deutschland. Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung basiert auf dem Leitgedanken, dass eine detaillierte Analyse der sozialen Lage die notwendige Basis für eine Politik zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit und zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe ist. 
    Am 19. Oktober 2001 hat der Deutsche Bundestag die Verstetigung der Armuts- und Reichtumsberichterstattung beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, jeweils zur Mitte einer Wahlperiode einen entsprechenden Bericht vorzulegen. Dem kommt die Bundesregierung mit der Vorlage des Berichts "Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung" nach. Der Bericht beschreibt die Lebenslagen der Menschen in Deutschland auf der Basis statistischer Daten etwa zu Einkommen, Vermögen, Erwerbstätigkeit, Bildungsbeteiligung. Stand: Februar 2005. PDF-Bericht (1.79 MB) 370 Seiten., Anhänge."
Der Spiegel meldet am 11.6.3:  Trotz Krise: Immer mehr Millionäre 
Die Wirtschaftskrise kann den Reichen und Superreichen nichts anhaben. Einer aktuellen Studie zufolge steigt ihr Vermögen weiter an, immer mehr Menschen dürfen sich Millionär nennen. 



Outsourcen. (1) Teile eines Unternehmens werden ausgegliedert, selbständig und unabhängig vom Ursprungsunternehmen gemacht: Eine neue, raffinierte und abartige Methode der MitarbeiterInnen- Entledigung, die sich aber aus der idiotischen deutschen Kündigungsschutzregelung erzwungenermaßen entwickelt hat. Der Kündigungsschutz ist zwar ein hoher und wichtiger Wert, doch wie so vieles in Deutschland - etwa die verlogenen und unsinnigen Vorschriften zu den Arbeitszeugnissen - hat er solche unsinnigen Inhalte und Formen angenommen, die praktisch zu keiner wirtschaftlichen Realität mehr passen. 

Ein Unternehmen muß natürlich sowohl in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation als auch nach der Qualität der MitarbeiterIn entlassen können. 

Wird dies surrealistisch und idealistisch be- oder gar verhindert, wird sich jede halbwegs vernünftige UnternehmerIn mehrfach überlegen, ob sie einstellt oder nicht. Eine solche Arbeitsgesetzgebung ist wirtschafts-, leistungs-,  verantwortungsfeindlich, ungerecht, unpädagogisch und taugt nichts. (2) Arbeiten auslagern, an andere billigere Anbieter vergeben. (3) Variante Leiharbeit. Kleine Linkauswahl (beachte) zum "outsourcing", erst Beispiele, dann kritisch: 
Quelle: Mentzel, W. & Dürr, Chr. (1997). Outsourcing. In: Lexikon der Personalpraxis. Planegg: WSR, S. 153 
___ 
Siemensianer. kritische Bezeichnung für einen (zugereisten) Angehörigen der Firma Siemens mit der Bedeutung, daß sich "Siemensianer" einen  Status zusprechen, der von den ErfinderInnen der Wortschöpfung "Siemensianer" nicht geteilt und als überhöht betrachtet wird.


Querverweise
Standort Deutschland AG am Beispiel Siemens. 
* 
Geld und Wirtschaft in der IP-GIPT 

*

Suchen in der IP-GIPT, z.B. mit Hilfe von "google": <suchbegriff> site:www.sgipt.org 
z.B. Siemens site:www.sgipt.org
*

Zitierung 
Sponsel, Rudolf (DAS). Deutschland AG am Beispiel Siemens. Plutokratische Vorstands Gagen konfundiert mit unsozialer Mitarbeiter- und Firmenpolitik und Aufgabe einst hochstehender traditioneller Firmenkultur. Zur Plünderung und Mißwirtschaft deutscher Unternehmen durch Vorstände, Aufsichtsräte und Gewerkschaftsfunktionäre. Dokumente zur deutschen Plutokratie der Amigo-Republik "Deutschland AG". IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/wirts/dag/siemens.htm 
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Ende_Siemens_ServiceÜberblick_Relativ Aktuelles _Rel. Beständiges  TitelblattKonzeptArchivRegion_ Mail:_sekretariat@sgipt.org_Kommunikation:  Post: IP-GIPT Stubenlohstr. 20 D-91052 Erlangen  Wichtiger Hinweis zu Links_


korrigiert:




Änderungen 
25.03.09    Bestechungs- und Korruptionsthema: ca. 2,5 Milliarden Kosten. 
29.11.08    Siemens setzt KPMG vor die Tür. 
30.01.07    Niedergang des Firmenimages seit von Pierer und Kleinfeld. 
24.01.07    Preisabsprachen * InTransparency? 
28.12.06    Kommentar zur Schmiergeldaffäre 2006. 
22.12.06    Ergänzungen: Was lief schief bei Siemens? 
11.12.06    Info- und Linkaufbau: Was lief schief bei Siemens? 
27.11.06    Zur Siemens Korruptionsaffäre 2006. 
29.09.06    Der Schmutzige Deal mit BenQ stösst auf Kritik. 
26.09.06    Anstieg der Siemens-Vorstandsgehälter stößt auf Kritik. 
27.12.03    a) Ergänzungen und Links zum Thema outsourcing. b) Literaturquelle outsourcing.