Dienstag, 11. Juni 2013

MOSKAU: STRATEGISCHES COMEBACK RUSSLANDS IN DER NAHOSTREGION. (HELIODA1)

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Geschrieben von Maria Lourdes - 11/06/2013

„Angesichts der komplizierten Situation, die heute auf den Golanhöhen entsteht, könnten wir das österreichische Kontingent, das aus dieser Region abzieht, an der Trennlinie zwischen den israelischen Truppen und der syrischen Armee ersetzen“, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit hohen russischen Militärs in Moskau.

„Natürlich nur in dem Fall, wenn die Staaten der Region daran interessiert sind und wenn uns der Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon darum bittet.“ 

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Da genügt ein Funke und der Golan brennt!

Geschrieben von Maria Lourdes - 11/06/2013

„Angesichts der komplizierten Situation, die heute auf den Golanhöhen entsteht, könnten wir das österreichische Kontingent, das aus dieser Region abzieht, an der Trennlinie zwischen den israelischen Truppen und der syrischen Armee ersetzen“, sagte Putin am Freitagbei einem Treffen mit hohen russischen Militärs in Moskau.

„Natürlich nur in dem Fall, wenn die Staaten der Region daran interessiert sind und wenn uns der Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon darum bittet.“ 

Russland erwägt einen Blauhelm-Einsatz im Nahen Osten, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am MontagQuelle: RIAN

Sollte der UN-Sicherheitsrat der Entsendung eines russischen Friedenskontingents auf die Golanhöhen zustimmen, wird höchstwahrscheinlich ein auf Friedenseinsätze geschulter Verband der 31. Brigade der russischen Luftlandetruppen dorthin geschickt. Die Soldaten der russischen Luftlandetruppen haben bereits Erfahrung beim Einsatz in Konfliktregionen. Viele Offiziere der 31. Brigade wurden bei Friedensoperationen im Kosovo und in Abchasien sowie im Südossetien-Konflikt im August 2008 eingesetzt. Einige der Soldaten schützten russische Militärobjekte und die Botschaft in Kirgisien während der Unruhen im Sommer 2010. Zudem stehen den Luftlandetruppen Kampfhubschrauber Mi-8 und Angriffshubschrauber Mi-24 zur Verfügung.

Der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin teilte am Samstag mit, dass Russland die Entsendung von rund 300 Blauhelm-Soldaten in die Pufferzone zwischen Israel und Syrien erwägt. Laut Tschurkin muss die UNDOF-Mission auf den Golanhöhen durch Luftstreitkräfte unterstützt werden – wie es bereits bei Operationen in Angola, Sierra Leone u.a. der Fall war.

„Die Luftlandetruppen wurden bereits mit Friedensaufgaben beauftragt. Ich war mehrmals Augenzeuge von Einsätzen im Kosovo und in anderen Gefahrenherden. Ich bin davon überzeugt, dass sie auch im Nahen Osten ihre Aufgaben erfüllen“, sagte Generaloberst Leonid Iwaschow.

Aus dem  Kreml und dem Verteidigungsministerium hieß es, dass die russischen Luftlandestruppen ein wichtiger Bestandteil der Blauhelme in Konfliktregionen seien.„Wir werden auch weiter mit unseren UN-Partnern bei Friedensoperationen kooperieren“, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin.

Russisches Kontingent auf Golan für Israel akzeptabel 

Israel wird laut der israelischen VizeinnenministerinFaina Kirschenbaum keine Einwände gegen eine Stationierung russischer Blauhelme auf den Golanhöhen haben.

„Wir haben gehört, dass einige Länder ihre Friedenskontingente abziehen wollen, weil es bei ihnen Verletzte gegeben hat“, sagte sie am Montag im russischen Radiosender Echo Moskwy. „Wenn Präsident Wladimir Putin beschlossen hat, Kräfte dorthin zu entsenden, so denke ich nicht, dass Israel dagegen sein wird. Wir sind stets dafür, dass es dort jemanden gibt, der die Situation überwacht.“

„Dies können sowohl russische als auch österreichische oder australische Kräfte sein. Uns ist es absolut egal“, fügte sie hinzu.

Laut der Vizeministerin gab es schon Situationen, wo auf den Golanhöhen Kräfte stationiert wurden, die nur untätig in ihrem Bunker gesessen haben. „Deshalb möchten wir dort Kräfte haben, die dort für Frieden und Ruhe sorgen würden.“

Eine strategische Rückkehr Russlands als einer vollwertigen Weltmacht in den Nahen Osten.

Das mögliche Eintreffen russischer Blauhelme auf den Golanhöhen an der syrisch-israelischen Grenze kann nach Ansicht von Alexej Puschkow, Chef des auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), als ein strategisches Comeback Russlands in der Nahostregion betrachtet werden.

„Das Eintreffen unserer Blauhelme auf den Golanhöhen würde eine strategische Rückkehr Russlands als einer vollwertigen Weltmacht in den Nahen Osten bedeuten“, twitterte Puschkow am Samstag.

Trotz internationaler Appelle zur Einstellung der Kämpfe dauerten die Gefechte zwischen syrische Rebellen und Regierungstruppen auf dem Golan auch am Wochenende weiter an. Wie Menschenrechts-Beobachter und lokale Aktivisten erklärten, gab es heftige Zusammenstösse in der eigentlich entmilitarisierten Pufferzone, nachdem Aufständische einige Stützpunkte der Armee angegriffen hätten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte zuvor die Kämpfe verurteilt und beide Konfliktparteien aufgefordert, mit der UNO-Mission auf den Golan-Höhen zusammenzuarbeiten und die Sicherheit der Blauhelme zu gewährleisten.

Der Sicherheitsrat heuchelt: “Waffenstillstand zwischen Syrien und Israel brüchig”,dabei wird schon gekämpft!

Der Sicherheitsrat zeigte sich besorgt, dass militärische Operationen in dem Gebiet den seit langem anhaltenden Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien gefährden könnten. 

Smoke rises as a fire burns near the Kuneitra border crossing, as seen from the Israeli occupied Golan Heights, close to the ceasefire line between Israel and Syria

Die Uno-Blauhelm-Soldaten in derdemilitarisierten Zone haben eher einesymbolische Bedeutung. Ihre Präsenz bedeute, dass das Waffenstillstandsabkommen zwischen Syrien und Israel halte.

Dieses ist mit den israelischen Luftangriffen auf syrische Militäranlagen und dem Eindringen syrischer Panzer -zur Rebellen-Bekämpfung- in die demilitarisierte Zone brüchig geworden. 

Angeblich soll laut einem Uno-Dokument, Israel die Syrer am Donnerstag via Uno-Beobachter davor gewarnt haben, dass die israelische Armee eingreifen werde, falls sich die syrischen Panzer weiter in der demilitarisierten Zone bewegten. (Im Bild oben, Feuer beim Grenzübergang Kuneitra.)

Die syrische Armee antwortete, dass die Panzer einzig zur Bekämpfung der bewaffneten Aufständischen dort seien, und bat die israelische Armee, nicht einzugreifen.

Mit dem Abzug der Uno-Beobachter würde eine vermittelnde, schlichtende Kraft fehlen, sagt ein Sprecher der israelischen Armee. Israel möchte vermeiden, in den syrischen Konflikt hineingezogen zu werden. Doch genau das Gegenteil wird passieren!

Wenn UN-Blauhelme aus Russland auf dem Golan stationiert sind, ist es vorbei mit dersymbolischen Bedeutung in der demilitarisierten Zone. Denn, schon fast täglich toben in der längst nicht mehr entmilitarisierten Zone auf den Golanhöhen Gefechte. 

  • Die USA, Israel und westliche Länder rüsten im Persischen Golf und im Mittelmeer auf.
  • Zahlreiche russische Kriegsschiffe liegen bereits im Mittelmeer vor Tartus,
  • Mänöver in allen Regionen der Levante
  • die innenpolitische Lage der Türkei und -nicht zuletzt-
  • die Rolle der westlich-zionistischen Massenmedien mit ihrer Propaganda.

Bei summarischer Betrachtungsweise – ein Pulverfass! 

Da genügt ein Funke -wahrscheinlich eine Operation unter falscher Flagge- und der “Golan brennt” – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Frage lautet jedoch: Von welcher Seite wird die erste Initiative ausgehen?

Linkverweise:

Mögliche Vorbereitung einer “Operation unter falscher Flagge” zur Legitimierung einer Intervention in Syrien?

USA veröffentlichen geheime Informationen über israelische Militärbasis 

Zwischen den Grenzen - Martin Schäuble hat Israel und Palästina zu Fuß von den Golanhöhen bis ans Rote Meer durchquert. In seinem großen, lebendigen Reisebericht erzählt er, wie sich die Menschen dort ihr Leben unter ständiger Bedrohung im Nahost-Konflikt eingerichtet haben.

Er sprach mit orthodoxen Juden und verzweifelten Palästinensern, beobachtete die Protestbewegung in Tel Aviv und wanderte eine Etappe mit David Grossman. Unter großen Schwierigkeiten gelang ihm ein Abstecher in den Gaza-Streifen. 

Schäuble bringt uns nicht nur den Alltag der Israelis und Palästinenser näher, er hilft auch zu verstehen, wie hier auf engstem Raum unterschiedliche Lebensweisen, Interessen und Ansprüche aufeinandertreffen. hier weiter

Die Welt aus den Fugen - Der Bürgerkrieg in Syrien droht zum Flächenbrand zu werden. Die Zahl der »failed states«, Brutstätten des Terrorismus, nimmt beständig zu, vor allem in Afrika. 

Peter Scholl-Latour kennt die Welt wie kein zweiter. Vor dem Hintergrund seiner sechzigjährigen Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens beleuchtet er in seinem neuen Buch die Brennpunkte der aktuellen Weltpolitik.

Seine hellsichtigen Kommentare zu den dramatischen Entwicklungen der vergangenen Jahre zeichnen sich durch den unbestechlichen Blick und die geradezu prophetische Urteilskraft des Autors aus.

»Man kann nach dem erfahrungssatten Erzählton Peter Scholl-Latours süchtig werden.« hier weiter