Donnerstag, 27. Juni 2013

FRANKREICH: ARBEITSLOSIGKEIT STEIGT DRAMATISCH. (HELIODA1)


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Die Zahl der arbeitslosen Franzosen hat ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Frankreich rutscht in die Depression. Präsident Francois Hollande hat kaum Möglichkeiten, den Abwärtstrend zu stoppen. Nun rächt sich, dass sie Frankreich seit Jahren weigert, strukturelle Reformen in Angriff zu nehmen.

 

Francois Hollande, der unbeliebteste Präsident aller Zeiten, hat einen weiteren Rekord gebrochen: Noch nie waren so viele Franzosen ohne Arbeit wie heute. (Grafik: Bloomberg)

Francois Hollande, der unbeliebteste Präsident aller Zeiten, hat einen weiteren Rekord gebrochen: Noch nie waren so viele Franzosen ohne Arbeit wie heute. (Grafik: Bloomberg)

 

Noch nie waren so viele Franzosen ohne Job wie heute. Die wirtschaftsfeindliche Politik des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande hat das Land an den Rand einer Depression gebracht.

 

3,2 Millionen Franzosen sind derzeit als arbeitslos gemeldet, berichtet Bloomberg. Das sind 11,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr und so viele wie niemals zuvor.

 

Präsident Francois Hollande ist bei den Franzosen so unbeliebt wie kein anderer Präsident jemals zuvor. Er versucht derzeit an Popularität zu gewinnen, indem er die EU für die katastrophale Lage in seinem Land verantwortlich macht. Sogar am Aufstieg des rechts-gerichteten Front National soll die EU Schuld sein, vor allem Kommissionspräsident José Manuel Barroso (mehr hier).

 

Der Harvard-Ökonom Niall Fergusson warnte kürzlich, es könne in Paris bereits diesen Sommer zu massiven Ausschreitungen kommen. Grund dafür sei die schlechte Wirtschaftslage, die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die aufgeladene Stimmung gegen die Regierung. Paris sei traditionell eine Stadt, in der es schnell zu Unruhen und Ausschreitungen kommt, so Fergusson (hier).

 

Der französische Aktienindex kletterte am Mittwoch deutlich um 2,1 Prozent. Doch dies hat kaum etwas mit einem Aufschwung der Wirtschaft in der Realität zu tun. Grund ist eher die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, dass die EZB das extreme Gelddrucken auf absehbare Zeit fortsetzen wird (hier).

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 27.06.2013