Freitag, 21. Juni 2013

DAS ENDE DER SPIEL- UND SPASSGESELLSCHAFT - SIEHE BRASILIEN. (HELIODA1)

Grüße aus Brasilien – Das Ende der Spiel- und Spaßgesellschaft naht

Geschrieben von krisenfrei - 21/06/2013


Im Jahre 2006 log sich die deutsche Gesellschaft noch die Fußball-Weltmeisterschaft als ein “Sommermärchen” schön. Der damalige Supererbsenzähler der Bundesregierung, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, ein forscher und damals noch SPD-Genosse, erwartete wichtige gesamtwirtschaftliche Impulse für die deutsche Wirtschaft. Wirtschaftswachstum, so die Vorstellung in den Köpfen maßgeblicher heimischer und ausländischer Zauberlehrlinge der Finanz- und Wirtschaftwissenschaften, könne auch durch Finanz- und Immobilienblasen “nachhaltig” zustande kommen. Nach dieser Devise übernahmen Luftschlösser den Platz der Realwirtschaft.

Clement, “Deutsche bis 80 arbeiten lassen“, der gerne so tut als verstünde er viel von Wirtschaft, prognostizierte damals, dass durch das Sommermärchen Fußball-WM, ein großer volkswirtschaftlicher Gewinn, von über acht Milliarden Euro in die Kassen der Wirtschaft spülen würde. Hauptsächlich durch zusätzliche Übernachtungen, Verbesserungen und Ausbau der Infrastruktur, neue Arenen usw. Obwohl:

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

“Prinzipiell lassen sich die langfristigen Folgen eines solchen Großereignisses auf die wirtschaftliche Entwicklung aufgrund unsicherer Prognosen und vielfältiger Multiplikatorwirkungen nur sehr schwer einschätzen. Messbaren Effekten auf der Einnahmenseite von Staat und Wirtschaft stehen Auswirkungen des Turniers gegenüber, die wie beim Anstieg des Ansehens Deutschlands eher ideeller Natur sind. Zudem ist unklar, ob sich die Investitionen in die Infrastruktur gelohnt haben oder ob Umweltschäden durch den steigenden Tourismus mit verbundenen Folgekosten eingetreten sind. wiki

Im fußballverrückten Brasilien regt sich Widerstand gegen die Milliardensubventionen für die Spaßindustrie Fußball auf der einen Seite und für viele Normalbürger nicht bezahlbare Schulgebühren und ein schlechtes Bildungssystem auf der anderen Seite. Die 20 Centavos Billettpreiserhöhung waren lediglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Vieleicht fangen die Menschen, die nicht nur in Brasilien auf die Straßen gehen um zu protestieren, so langsam an den Zusammenhang zu verstehen, von dem unsere politischen und ökonomischen Zauberlehrlinge nach bestem Ge- und Unwissen nicht reden wollen: Über den Zusammenhang, dass der Glitzerwelt hier, das Elend dort gegenübersteht.

In Deutschland stehen symbolträchtig und (noch) weit auseinander; Uli und das Geld hier, sowie der soziale Absturz da.

Quelle: Gegenmeinung

 


Gewaltsame Proteste in Brasilien fordern erstes Todesopfer

Mehr als eine Million Menschen sollen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in über 100 brasilianischen Städten wieder auf die Straße gegangen sein. In mehreren Städten kam es dabei zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Gummigeschosse und Tränengas wurden eingesetzt, Panik brach aus. Ein Demonstrant starb, über 50 Menschen wurden verletzt.

Die Proteste in Brasilien eskalieren zunehmend. Jeden Tag und jede Nacht beteiligen sich mehr Menschen an den Demonstrationen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollen es über eine Million Demonstranten gewesen sein. Ein Mensch kam ums Leben, mindestens 29 wurden verletzt. Vor allem in Rio de Janeiro kam es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

300 Kilometer von Sao Paolo entfernt, in Ribeirão Preto, starb ein 18-Jähriger Mann bei den Protesten. Er wurde von einem Auto überfahren, als dieses die Barrikaden durchfuhr, berichten die Zeitungen Folha de São Paulo und Estado de São Paulo.

In Rio de Janeiro wurden mindestens 29 Menschen verletzt. Die Polizei soll Augenzeugen zufolge brutal gegen die Demonstranten vorgegangen sein. Die Polizisten setzten Panzer, Gummigeschosse und Tränengas ein. Während der Zusammenstöße brach unter den Demonstranten Panik aus.

In der Hauptstadt Brasilia versuchten Demonstranten am Eingang des Außenministeriums ein Feuer zu legen. Neben dem Außenministerium wurden auch andere Gebäude der Stadt von Demonstranten angegriffen. Mit Gummigeschossen und Tränengas ging die Polizei auch hier gegen die Protestler vor. 26 Menschen erlitten dabei Verletzungen. In Porto Alegre, Campinas und Salvador gab es ebenfalls Zusammenstöße.

Die brasilianische Regierung hat die Nationalgarde nach Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Salvador, Fortaleza und in die Haupstadt Brasilia entsendet, berichtetBBC. Sie soll nun für Ruhe und Ordnung sorgen.

gefunden bei : http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/21/gewaltsame-proteste-in-brasilien-fordern-erstes-todesopfer/

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…danke an TA KI

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Gruß an die Völker