Dienstag, 12. Februar 2013

PRESSEMITTEILUNG BETROFFENER VON SEXUALISIERTER GEWALT UND PAPSTRÜCKTRITT. (HELIODA1)

netzwerkB Pressemitteilung 11.02.2013

PAPST BENEDIKT XVI., bürgerlich Dr. JOSEPH RATZINGER, teilte am 11. Februar 2013 mit, dass er am 28. FEBRUAR 2013 aus seinem Amt als Papst der
römisch-katholischen Kirche zurücktreten werde. Er hat dieses Amt seit 2005 inne.



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UPDATE, 7.03.2013

netzwerkB Pressemitteilung 7. März 2013

In DIE ZEIT, Ausgabe Nr. 8 vom 14. Februar 2013 wurde berichtet auf Seite 2
oben im Beitrag "Der Weg wird frei" unter anderem:

Zitat:
„WIR WERDEN DIESEN PAPST NICHT VERMISSEN“, ruft der Katholik Norbert
Denef Benedikt hinterher. Er ist SPRECHER VON NETZWERK B, der größten
VEREINIGUNG DEUTSCHER MISSBRAUCHSOPFER, die sich immer wieder vor den Kopf
gestoßen fühlten von dieser Kirchenführung. Denef, Berger und Weisner
– sie erheben sich seit Jahren gegen Benedikts Amtsführung, aber zum
Schluss hat er ihnen doch etwas wie Respekt abgenötigt. Oder wenigstens
das Eingeständnis, das Richtige getan zu haben.
Zitatende



Hierzu wird folgendes mittgeteilt:

FALSCH ist die BEHAUPTUNG, dass Denef KATHOLIK sei.

Richtig ist, dass Denef, als Opfer sexualisierter Gewalt durch einen
katholischen Priester und einen katholischen Chorleiter in seiner Kindheit
und Jugend, bereits 1995 aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten
ist und somit NACH GELTENDEM RECHT KEIN KATHOLIK mehr ist.

FALSCH war es, den Eindruck zu erwecken, dass Denef gegenüber Herrn Joseph
Ratzinger einen Respekt empfände für die Aussagen und Entscheidungen, die
er in seiner Eigenschaft als Papst oder in anderen Ämtern zu verantworten
hat.

Richtig ist, dass Denef niemals eine solche Äußerung gemacht hat, die auf
einen solchen Eindruck schließen ließe.

In DIE ZEIT, Ausgabe Nr. 11 vom 7. März 2013 wurde auf Seite 68, "GLAUBEN
& ZWEIFELN, folgende Korrektur veröffentlicht:

ZITAT:
In der ZEIT vom 14. FEBRUAR 2013 wurde Norbert Denef als Katholik
bezeichnet. Richtig ist, dass er in seiner Kindheit und Jugend Opfer
sexualisierter Gewalt durch einen katholischen Priester und einen
katholischen Chorleiter wurde. DENEF IST AUS DER KIRCHE AUSGETRETEN.

Der Sprecher des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB)
stellt klar, er habe nie Respekt für die Aussagen und Entscheidungen
empfunden, die Joseph Ratzinger als Papst oder in anderen Ämtern
verantwortete. Wir bitten den hier entstandenen falschen Eindruck zu
entschuldigen. Zitatende

-
Für Journalisten-Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782
oder +49 (0)1631625091
presse@netzwerkb.org
www.netzwerkB.org
http://twitter.com/netzwerkb

-
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Norbert Denef, Vorsitzender des NETZWERKS BETROFFENER VON SEXUALISIERTER GEWALT (netzwerkB), teilt hierzu mit:

WIR WERDEN DIESEN PAPST NICHT VERMISSEN.

JOSEPH RATZINGER suchte schon wie sein Vorgänger JOHANNES PAUL II. eine
Anlehnung an die rechtskonservativen Kreise in der Kirche.

So berichtete
die Neue Rheinische Zeitung am 11. Februar 2009: "Mit Zielstrebigkeit hatte Ratzinger als Glaubens- und Personalchef während des Pontifikats von PAPST WOJTYLA dafür gesorgt, dass ganz überwiegend Mitglieder und Sympathisanten des OPUS DEI ins Kardinalskollegium gewählt wurden."
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[RECHTSKONSERVATIVE KREISE]

Es sind gerade die rechtskonservativen Kreise, die zum Beispiel DAS PROJEKT DER DEUTSCHEN BISCHOFSKONFERENZ zusammen mit dem KRIMINOLOGISCHEN INSTITUT
NIEDERSACHSEN unter Leitung von Prof. Chrstian Pfeiffer ZUM SCHEITERN GEBRACHT HABEN.


Federführend im Widerstand war das ERZBISTUM VON MÜNCHEN UND FREISING, in dem RATZINGER SELBST ERZBISCHOF GEWESEN ist.

Als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre in Rom betonte
RATZINGER im Rundschreiben "De delictis gravioribus" im Jahre 2001 DIE ZENTRALE MELDEPFLICHT
FÜR SEXUALDELIKTE MIT MINDERJÄHRIGEN.

Zur Unterstützung der Opfer trug Ratzinger aus unserer Sicht nichts bei.



[TÄTERSCHUTZ STATT OPFERSCHUTZ]

Stattdessen wurden Täter und Serientäter weiter geschützt und versetzt.



[OPFER VON SEXUALISIERTER GEWALT]

RATZINGER leistete insbesondere zur Gleichbehandlung der OPFER VON SEXUALISIERTER GEWALT weltweit keinen Beitrag.

Während etwa Opfer in den
Vereinigten Staaten mittlerweile in einer angemessenen Höhe von teilweise
mehr als 1 Million Dollar entschädigt werden und die Personalakten der
Täter zum Zweck der Aufklärung im Internet veröffentlicht werden,
müssen sich die Opfer von sexualisierter Gewalt von Geistlichen und
Kirchenangehörigen in Deutschland mit mehreren tausend Euro abfinden,
oftmals verbunden mit einer Schweigepflichtserklärung und dem Verzicht auf
weitere Ansprüche.

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[DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE]

Die römisch-katholische Kirche zählt zu den größten und mächtigsten
Organisationen und Arbeitgebern in Deutschland.



[SONDERSTATUS]

Sie steht in den Bereichen wie Arbeitsrecht, Strafrecht und Subventionen in einem SONDERSTATUS.



[ERWARTUNG AN DEUTSCHE POLITIK]

Wir erwarten von der deutschen Politik Maßnahmen, dass dieser Konzern nicht
mehr länger AUSSERHALB DER RECHTSSTAATLICHKEIT STEHT.

Das halten wir für
wichtiger, als nun darauf zu warten, ob ein neuer Papst die Kirche noch
reaktionärer führen wird als der alte.


Für Journalisten-Rückfragen:
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11. Februar 2013

Veröffentlicht am 11.02.2013

Eine Morddrohung direkt gegen den Papst erreichte den hohen Würdenträger im November 2011 mit einer Ablauffrist von 12 Monaten. Jetzt verkündet Papast Benedikt XVI seinen Rücktritt für Ende Februar.

Vor ihm taten dies nur 2 Päpste. Zuletzt Papst Coelestin V. im Jahre 1284. Ein neuer Papst soll noch vor Ostern gefunden werden. Die Medien freuen sich bestimmt schon sehr darauf, die nächsten Wochen über nichts anderes mehr berichten zu müssen als über das anstehende Konklave.

Ob dabei wohl auch über die wahren Hintergründe des Rücktrittes spekuliert werden wird? COMPACT berichtete bereits im Juli 2012 von dem ablaufenden Ultimatum an den Papst.
Quelle: (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_DmMSt3uSg4)

EDITED BY WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV. www.chza.de !