Donnerstag, 24. Januar 2013

NEUE PARTEIEN EILEN VON ERFOLG ZU ERFOLG: NUR IN DEUTSCHLAND NICHT, PIRATENPARTEI STÜRZT AB. (HELIODA1)

Neue Parteien eilen von Erfolg zu Erfolg: NUR DEUTSCHLAND SCHLÄFT [inklusive PIRATENPARTEI in BRD]

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 24.01.13, 01:30 | Aktualisiert: 24.01.13, 18:48 | 219 Kommentare

QUELLE / LINK:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/24/neue-parteien-eilen-von-erfolg-zu-erfolg-nur-deutschland-schlaeft/



WELTWEIT ERRINGEN NEUE PARTEIEN SPEKTAKULÄRE WAHLSIEGE, zuletzt am Dienstag in ISRAEL.



[GEMEINSAMKEITEN: FUNDAMENTALE SYSTEM-KRITIK]

Alle haben auffällige GEMEINSAMKEITEN: Sie KRITISIEREN das JEWEILS HERRSCHENDE SYSTEM FUNDAMENTAL.

Sie prangern die KORRUPTION an. Sie fordern mehr SELBSTBESTIMMUNG und eine Sicherung der BÜRGERRECHTE.



[AUSNAHME DEUTSCHLAND]

In DEUTSCHLAND DAGEGEN herrscht gespenstische Ruhe. Liegt es nur am WOHLSTAND?



[POLITISCHE AUFSTEIGER]

Die politischen Aufsteiger der vergangenen Jahre: Yair Lapid (wikipedia/TheCuriousGnome), Alexis Tsipras (wikipedia/FrangiscoDer), Nigel Farage (flickr/Euro Realist Newsletter), Frank Stronach (wikipedia/Steindy) und Beppe Grillo (flickr/Niccolò Caranti)



[ISRAEL]

ISRAEL und die Welt staunten nicht schlecht, als am Dienstag eine VÖLLIG NEUE PARTEI von den Wählern auf Anhieb AUF PLATZ ZWEI KATAPULTIERT wurde. Nur die Partei des Regierungschefs Benjamin Netanjahu konnte sich mit Ach und Krach vor den Newcomern platzieren. Der Gewinner der Wahlen ist jedoch eindeutig Yair Lapid. Der ehemalige TV-Journalist kam mit seiner liberalen Partei Yesh Atid auf 19 Mandate.



[ZEIT FÜR NEUE MENSCHEN, NEUE GESICHTER]

KEINES der neuen Knesset-Mitglieder von Yesh Atid HAT POLITISCHE ERFAHRUNG. Doch genau das mache die Partei aus, so Dov Lipman: „Es ist Zeit für neue Menschen, neue Gesichter und wir freuen uns darauf“, erklärt der Rabbiner, der nun als Abgeordneter in die Knesset einzieht.



[ERFOLG UND MASSENPROTESTE]

Der Erfolg von Yesh Atid geht auf die Massenproteste zurück, die in Israel vor zwei Jahren zu Gefühlen wie beim Prager Frühling geführt hatten. Die Mehrzahl der Israelis ist es leid, dass das Land im Grund von einigen wenigen Familien regiert wird.



[ZUNEHMENDE KLUFT ZWISCHEN ARM UND REICH NICHT HINNEHMEN]

Zahlreiche Korruptions-Skandale haben das Vertrauen der Israelis in die „System-Erhalter“ erschüttert. Sie wollen die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich nicht einfach hinnehmen.


[FERNHALTEN VOM ESTABLISHMENT]

LAPID ist aus dem Nichts gekommen und zu einer GALLIONS-FIGUR geworden. Der ehemalige Moderator von Channel 2 gab keine Interviews, HIELT SICH VOM ESTABLISHMENT FERN.

Die Regierenden witterten die Gefahr. Als ruchbar wurde, Lapid könnte eine eigene Partei gründen, wollte die Regierung noch schnell ein Gesetz verabschieden, dass es Journalisten untersagte, im Anschluss an ihre Karriere in die Politik zu wechseln. Lapid sollte ein Jahr Wartezeit auferlegt bekommen. Doch dieses reaktionäre Ansinnen war nicht mehr durchzusetzen. Lapid hatte seine Anhänger über Facebook gesammelt.



[PARTEIPROGRAMM IST KLAR STRUKTURIERT]

Das Parteiprogramm von Yesh Atid ist klar strukturiert. Zu den ZIELEN gehören DIE STÄRKUNG DER MITTELKLASSE, die Etablierung von einheitlichen Bildungsstandards, eine NEUE VERFASSUNG, die die angespannten Beziehungen zwischen den verschiedenen Gruppen in Israel glätten soll und die BEKÄMPFUNG DER KORRUPTION IN DER POLITIK. Das politische SYSTEM solle KOMPLETT UMSTRUKTURIERTwerden. Eigene Posten für Protegés, die den Titel „Minister ohne besondere Aufgaben“ tragen, sollen abgeschafft werden.



[WAHLERFOLG]

DER WAHLRRFOLG der Yesh Atid überraschte die meisten. Viele hatten schon nicht mehr daran geglaubt, dass das duale System von Rechts und Links noch überwunden werden könnte.



[EINFACHES, KLARES PROGRAMM]

Lapid hatte allerdings ein einfaches, klares Programm – das auch darin bestand, dass er „das System“ bekämpften will, jene Klüngel, die die Steuergelder untereinander verteilen und nur daran interessiert sind, welche Posten für sie, ihre Freunde und Verwandten herausspringen. Das VOLK sei, so schrieb die Journalistin Lily Galili damals auf den DMN, zur RANDFIGUR IM EIGENEN LAND verkommen (hier).



[ÖSTERREICH]

Genau auf dieser Klaviatur spielt auch der Gründer des Automobilzulieferers Magna, Frank Stronach, der in ÖSTERREICH die alten Parteien das Fürchten lehrt. Er stampfte mit viel Geld sein „Team Stronach“ aus dem Boden, warb den Altparteien Abgeordnete ab, und predigt schlichte Grundsätze wie „WAHRHEIT, TRANSPARENZ und FAIRNESS“ (hier).



[TRIFFT NERV]

Dass man mit der Nennung dieser Binsenweisheiten heute offenbar einen Nerv trifft, zeigt, wie herabgekommen die Politik in Österreich ist. Eben wurde der ehemalige Innenminister und EU-Abgeordnete Ernst Strasser zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er zwei als Lobbyisten getarnten Journalisten gegen fürstliche Premien zugesichert hatte. Die Journalisten filmten den unglaublichen Vorgang, Strasser und mit ihm das ganze politische System flogen auf (hier).


Ähnlich wie in Israel versuchen auch die österreichischen Macht-Eliten, den Aufstieg der Stronach-Partei zu behindern, indem sie Bürger, die Stronach unterstützen wollen, einschüchtern und bedrohen (mehr hier)



[EU-KRITIKER, BRITE NIGEL FARAGE]

Einschüchtern kann den Briten Nigel Farage dagegen keiner. Farage hat mit der Übernahme des Amtes des Parteivorsitzenden der UIKP in Großbritannien einen fulminanten Start hingelegt. Der als EU-Kritiker ausgewiesene Farage würde aktuellen Umfragen zufolge bis zu 16 Prozent der Stimmen erhalten.

Farages Lieblingsthema: Die Brüsseler Bürokratie, in der Farage die größte Bedrohung der Demokratie in Europa seit dem zweiten Weltkrieg sieht. Farage findet so großen Zuspruch, dass sich nun auch Premierminister David Cameron genötigt sah, seinen Bürgern ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU zu versprechen (hier).



[VORBEHALTE GEGEN BRÜSSEL. ALLE POLITISCHE MACHT IST VOM BÜRGER ZU LEGITIMIEREN]

Farage wird Cameron damit nicht in die Schranken weisen können: Der rhetorische Super-Star spielt nämlich vor allem eine Melodie, die dem Premier gar nicht gefällt: Er will, dass alle politische Macht auch vom Bürger legitimiert ist.

Seine Vorbehalte gegen Brüssel zielen auf einen Punkt: Die Herren Van Rompuy und Barroso sind von niemandem gewählt. Sie spielen sich als Herrscher Europas auf, obwohl sie kein Mensch kennt. Dies ist der Kern der Fundamentkritik der britischen Liberalen. Kein links-grüner Euro-Verehrer hat diesen zentralen Vorwurf jemals entkräftet können.



[NICHT GEWÄHLTE BÜROKRATEN]

Weil nicht gewählte Bürokraten noch anfälliger für schmutzige Geschäfte sind, sieht sich der Kampf gegen die Korruption durch alle neuen, systemkritischen Parteien. In Italien ist Beppe Grillos Fünf-Sterne-Bewegung aus Massendemonstrationen gegen die politische Korruption entstanden.



[EU-KRITISCH]

Der Partei des ehemaligen Comedians werden bei den kommenden Parlamentswahlen 15 Prozent der Stimmen zugetraut. Grillo ist extrem EU-KRITISCH, er attackiert die Banken, er will das Geflecht von Politik und Finanzwirtschaft bekämpfen, das sich anschickt, Europa ins Unglück zu führen (hier). Italien soll nicht so enden wie Griechenland, sagen die Anhänger Grillos. Die EU habe mit ihrem Zentralismus verheerende menschliche Flurschäden angerichtet.



[ATHEN]

Im Versuchslabor für den neuen Feudalismus befindet sich ebenfalls ein Außenseiter auf dem Vormarsch: Alexis Tsipras von der linksextremen Syriza Partei wurde bei den vergangen Wahlen mit fast 27 Prozent zweitstärkste Kraft im Parlament in Athen.

Umfragen sehen ihn jetzt sogar an der Spitze. Europa beginnt sich langsam mit der Vorstellung anzufreunden, dass Tsipras eines Tages bei den EU-Gipfeln mit am Tisch sitzen wird – für viele System-Erhalter eine unerfreuliche Vorstellung. Daher empfing Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Aufrührer schon mal sicherheitshalber in Berlin. Tsipras selbst sagte in New York, dass Griechenland unter seiner Führung auf jeden Fall in der Euro-Zone verbleiben wolle. Aber der Einmischung von außen durch EZB, EU und IWF müsse ein Ende haben.



[EU = WASSERKOPF DER SYSTEMERHALTER]

Viele Beobachter glauben jedoch, dass sich in der Konstruktion der EU, die in ihrer derzeitigen Form keine gewollte politische Union, sondern ein Wasserkopf der Systemerhalter ist, erst etwas ändern wird, wenn in Deutschland eine euro-skeptische Partei auf den Plan tritt.

David Camerons Drohungen gegen die EU lösen zwar mediale Empörungswellen aus. Aber Großbritannien ist und bleibt in der Wahrnehmung der Kontinental-Europäer auch politisch eine Insel. Bei Deutschland wäre das schon anders: Würde der größte Nettozahler dem Treiben in Brüssel ein Ende setzen, könnte es wirklich ernst werden. Dann könnten die letzten Tage Europas nahen, wie es HENRYK BRODER in einer Polemik prophezeit (hier).

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[DEUTSCHLAND: KEIN POLITISCHES SPRACHROHR DER EURO-SKEPTIKER]]

Doch VON EINER SOLCHEN NEUEN PARTEI IST IN DEUTSCHLAND NICHTS ZU SEHEN. Dies ist ERSTAUNLICH. Denn während man bei den Briten davon ausgehen kann, dass sie zwar bellen, aber nicht beißen – im Ernstfall also mit Ja für den Verbleib in der EU stimmen dürften, könnte es sich bei den Deutschen genau andersherum verhalten:



[REFERENDUM]

Gerade weil es kein politisches Sprachrohr der Euro-Skeptiker gibt, ballen die Bürger die Fäuste in der Tasche und könnten nur darauf warten, in einem REFERENDUM es dem ungeliebten System einmal zu zeigen.



[VOLKSBEFRAGUNG IN ÖSTERREICH: GEGEN BERUFSHEER. DAGEGEN ABSCHAFFUNG DER WEHRPFLICHT = VOLK WEHRLOS HALTEN IN DEUTSCHLAND]

Aus diesem Grund SIND ALLE ETABLIERTEN PARTEIEN GEGEN DIE DIREKTE DEMOKRATIE. Es gibt nichts Unberechenbareres. In BERLIN wird dieser Tage gerne nach Österreich gezeigt, wo der sozialistische Verteidigungsminister gerade vom Volk in die Schranken gewiesen wurde:

Die Österreicher haben in einer VOLKSBEFRAGUNG gegen ein Berufsheer gestimmt. Parteileute in Berlin sind heimlich dankbar für dieses Ergebnis: Hier sehe man, was dabei rauskommt, wenn man das Volk befragt – da kann man ja nicht mehr regieren.


Also müssten jene die gegen die bürokratische EU, gegen die Beschneidung der Bürgerrechte, gegen die Aufgabe der demokratischen Souveränität sind, eine Partei gründen.



[ÜBEREINSTIMMUNG ALLER SYSTEM-PARTEIEN: MEHR ZENTRALISMUS IN BRÜSSEL]

So sehr sich alle alten Parteien ideologisch unterscheiden, in einem Punkt herrscht eine fast gespenstische Übereinstimmung: Für mehr Zentralismus in Brüssel sind alle – von der FDP bis zur Linken. Sie alle transportieren unterschwellig die Botschaft, dass es für Deutschland gut sei, gefesselt zu sein.

Es ist ein „COMMON SENSE“ entstanden, dass DIE DEUTSCHEN ALLEIN GEFÄHRLICH SEIEN. Durch und durch ahistorisch, wird diese steile These mit den Verbrechen der Nazi-Zeit belegt. Wenn man dieser These widerspricht, flüchten sich die Vertreter der politischen Eliten nicht selten in die Dialektik:

Sie sagen, dass aber doch der EURO niemandem so sehr genutzt habe wie Deutschland. Beides ist blanker Unsinn.



[IN DEUTSCHLAND IST DENNOCH KEINE NEUE PARTEI ENTSTANDEN]

Dass dennoch keine neue Partei entstanden ist, mag am immer noch großen WOHLSTAND IN DEUTSCHLAND liegen. DIE SYSTEM-PARTEIEN haben es stets verstanden, die Bürger mit sozialstaatlichen Wohltaten zu versorgen.

Sollte im Zuge der SCHULDENKRISE die Finanzierung des gigantischen Wohlfahrtsstaats und der übermäßigen Staatsapparate jedoch DIE HEILE STEUERFINANZIERTE WELT ZUSAMMENBRECHEN, dann könnte sich der Wind drehen.



[DEUTSCHE WAHLARITHMETIK]

DIE DEUTSCHE WAHLARITHMETIK ist keine unüberwindbare Hürde: Das hat die ENTSTEHUNG DER GRÜNEN gezeigt, dass haben die ERFOLGE DER PIRATEN belegt. [ABSTURZ DER PIRATENPARTEI MIT NUR 2,1% IN NIEDERSACHSEN] Das zeigt vielleicht am deutlichsten der ERFOLG DER FREIEN WÄHLER IN BAYERN.



[BEHAGLICHE ILLUSION IN DEUTSCHLAND]

Um jedoch eine wirklich durchsetzungsfähigen WAHL-ALTERNATIVE zum Durchbruch zu verhelfen, müssten sich die Deutschen von einer Annehmlichkeit verabschieden, die in guten Zeiten ganz prima funktioniert:

Nämlich von der BEHAGLICHEN ILLUSION, dass der Staat „die da oben“ sind; und dass es „die da oben“ schließlich gäbe, um den Laden am Laufen zu halten. Ganz deutlich zeigt sich diese Haltung beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen: In den USA gilt das Prinzip „free speech“ als heilig. Jeder Bürger soll seine Meinung äußern, und sei sie auch noch so schrill.



[GRUNDVERSORGUNG FUSSBALL DURCH BRD-STAAT]

In Deutschland dagegen wurde der Fußball zur „Grundversorgung“ erklärt, für die der Staat zu sorgen habe.



[DIE DEUTSCHEN KAPIEREN NICHT]

Die Deutschen haben noch nicht im ausreichenden Maß kapiert, dass „DIE DA OBEN“ VON DEN STEUERGELDERN „DERER DA UNTEN“ LEBEN. Und dass „DER STAAT“ nicht der Berliner Reichstag oder das Hamburger Rathaus ist, sondern DER ENTSCHLOSSENE WILLEN AUSREICHEND VIELER BÜRGER, DIE LEBENSVERHÄLTNISSE NACH IHREN VORSTELLUNGEN ZU GESTALTEN.



[AUS DEM RUDER GELAUFENER WAHNSINNSPROJEKTE DURCH NICHT MEHR BEHERRSCHBARE ZENTRALPLANERISCHE POLITIK]

Die BERLINER sagen, dass das DEBAKEL um den FLUGHAFEN BER Berlin Milliarden kostet – sie SEHEN NICHT, dass diese Milliarden nicht von der EZB gedruckt werden, sondern dass es sich um jenes GELD handelt, DAS SIE SELBST MONAT FÜR MONAT AUF IHREM LOHNZETTEL NUR SEHEN, NICHT JEDOCH ERHALTEN dürfen. Dasselbe gilt für die ELBPHILARMONIE, STUTTGART 21, den ESM und all die aus dem Ruder gelaufenen Wahnsinnsprojekte einer nicht mehr beherrschbaren zentralplanerischen Politik.



[DIE GUTMÜTIGEN DEUTSCHEN]

Erst wenn die gutmütigen Deutschen in großer Zahl erkennen, dass sie RUND UM DIE UHR ARBEITEN MÜSSEN, damit ein viel zu großer Teil ihrer Löhne nicht in Schulen, Kindergärten, technologische Infrastruktur oder Straßen investiert, sondern wegen der DRAMATISCHEN SCHULDENSPIRALE als ZINS UND ZINSESZINS IN DAS GLOBALE FINANZSYSTEM GELEITET wird, das niemand mehr überblicken und schon gar nicht beherrschen kann – erst dann dürfte auch DEUTSCHLAND den Beispielen Israels, Österreichs, Griechenlands oder Großbritanniens folgen und eine, vielleicht auch mehrere Parteien unterstützen, DIE DAS GESCHEITERTE SYSTEM ALS DAS BENENNEN, WAS ES IST:

DES KAISERS NEUE KLEIDER, stolz getragen von jenen kleinen Fürsten und mittleren Königinnen, DIE DAS SYSTEM DER SICH EWIG SELBSTERGÄNZENDEN ELITEN WIE GESCHMIERT AM LAUFEN HALTEN.



[ „TURNAROUND]

Ob die Zeit dann noch reichen wird, um den demokratischen und sozialen „TURNAROUND“ zu schaffen, ist allerdings eine ganz andere Frage.



[DIE GEBALLTE FAUST IN DER TASCHE IN DEUTSCHLAND]

Viele der unerfreulichen ANTIDEMOKRATISCHEN und FEUDALISTISCHEN TENDENZEN – wie etwa der ESM oder die Rundfunkgebühr – sind AUF RAFFINIERTE WEISE unumkehrbar. Gut möglich, dass DIE GEBALLTE FAUST IN DER TASCHE IN DEUTSCHLAND auf lange Zeit die einzige Geste bleibt, an der man POLITISCH ANDERSDENKENDE erkennen kann.



KOMMENTARE [Auszug]

24. Januar 2013 um 09:20Autofokus sagt:
Diese untenstehenden Erkenntnisse, was die Deutschen betrifft, treffen heute, leider mehr denn je zu und machen einen nur noch sprachlos:

Carl Friedrich von Weizsäcker – “Der bedrohte Friede – heute” (1983)

http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5295853/

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[SUMMARY / ZUSAMMENFASSUNG. POLITISCHE FORDERUNGEN BY W. TIMM / CHZA]

1. Schlichte Grundsätze wie „WAHRHEIT, TRANSPARENZ und FAIRNESS“.

2. EU-KRITIKER ausgewiesene Farage würde aktuellen Umfragen zufolge bis zu 16 Prozent der Stimmen erhalten. Farages Lieblingsthema: Die Brüsseler Bürokratie, in der Farage die größte Bedrohung der Demokratie in Europa seit dem zweiten Weltkrieg sieht.

3. Bürgern ein REFERENDUM über den VERBLEIB DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND IN DER EU zu versprechen.

4. FORDERUNG, daß ALLE POLITISCHE MACHT auch VOM BÜRGER LEGITIMIERT ist. (Vorbehalte gegen Brüssel zielen auf einen Punkt: Die Herren VAN ROMPUY und BARROSO sind VON NIEMANDEM GEWÄHLT. Sie SPIELEN SICH ALS HERRSCHER EUROPAS AUF, obwohl sie kein Mensch kennt. Dies ist der Kern der FUNDMENTALKRITIK der britischen Liberalen. Kein links-grüner Euro-Verehrer hat diesen zentralen Vorwurf jemals entkräftet können).

5. Extrem EU-KRITISCH, die BANKEN ATTACKIEREN, das GEFLECHT VON POLITIK UND FINANZWIRTSCHAFT BEKÄMPFEN, das sich anschickt, Europa ins Unglück zu führen. Die EU habe mit ihrem ZENTRALISMUS verheerende menschliche Flurschäden angerichtet.

6. Viele Beobachter glauben jedoch, dass sich in der Konstruktion der EU, die in ihrer derzeitigen Form keine gewollte politische Union, sondern ein WASSERKOPF DER SYSTEMERHALTER ist, erst etwas ändern wird, wenn in DEUTSCHLAND eine EURO-SKEPTISCHE PARTEI auf den Plan tritt.

7. Würde der GRÖSSTE NETTOZAHLER DEUTSCHLAND dem TREIBEN IN BRÜSSEL EIN ENDE SETZEN, könnte es wirklich ernst werden. Dann könnten die letzten Tage Europas nahen, wie es Henryk Broder in einer Polemik prophezeit.

8. DIE DEUTSCHEN haben noch NICHT im ausreichenden Maß KAPIERT, dass „die da oben“ von den Steuergeldern „derer da unten“ leben. Und dass „der Staat“ nicht der Berliner Reichstag oder das Hamburger Rathaus ist, sondern der entschlossene Willen ausreichend vieler Bürger, die Lebensverhältnisse nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

9. Die Elbphilharmonie, Stuttgart 21, den ESM und all die aus dem Ruder gelaufenen Wahnsinnsprojekte einer NICHT MEHR BEHERRSCHBAREN ZENTRALPLANERISCHEN POLITIK.

10. Erst wenn DIE GUTMÜTIGEN DEUTSCHEN in großer Zahl erkennen, dass sie rund um die Uhr arbeiten müssen, damit ein viel zu großer Teil ihrer Löhne nicht in Schulen, Kindergärten, technologische Infrastruktur oder Straßen investiert, sondern wegen der dramatischen Schuldenspirale als ZINS und ZINSESZINS in das globale Finanzsystem geleitet wird, das niemand mehr überblicken und schon gar nicht beherrschen kann – erst dann dürfte auch Deutschland den Beispielen Israels, Österreichs, Griechenlands oder Großbritanniens folgen und eine, vielleicht auch mehrere Parteien unterstützen, die das gescheiterte System als das benennen, was ist es ist: Des Kaisers neue Kleider, stolz getragen von jenen kleinen Fürsten und mittleren Königinnen, die das System der sich ewig selbstergänzenden Eliten wie geschmiert am Laufen halten.

11. Ob die Zeit dann noch reichen wird, um den demokratischen und sozialen „Turnaround“ zu schaffen, ist allerdings eine ganz andere Frage. Viele der unerfreulichen antidemokratischen und feudalistischen Tendenzen – wie etwa der ESM oder die Rundfunkgebühr – sind auf raffinierte Weise unumkehrbar. Gut möglich, dass die geballte Faust in der Tasche in Deutschland auf lange Zeit die einzige Geste bleibt, an der man politisch Andersdenkende erkennen kann.


KOMMENTARE / AUSZUG

24. Januar 2013 um 09:20Autofokus sagt:
Diese untenstehenden Erkenntnisse, was die Deutschen betrifft, treffen heute, leider mehr denn je zu und machen einen nur noch sprachlos:

Carl Friedrich von Weizsäcker – “Der bedrohte Friede – heute” (1983)

http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5295853/


24. Januar 2013 um 09:22QuoVadis sagt:
So beschreibt Carl-Friedrich von Weizsäcker die Deutschen in seinem Buch “Der bedrohte Frieden” (1983):

(a) absolut obrigkeitshörig,
(b) des Denkens entwöhnt,
(c) typischer Befehlsempfänger,
(d) ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
(e) Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr
hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht
ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein – auch das, was
ihm noch helfen könnte!!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


24. Januar 2013 um 08:45Deutscher sagt:
Wundert mich nicht. Schließlich wird der Michel auch mit Schlafmütze dargestellt. Solange Hartz4 fließt um das Bier, den Ferseher und die Wohnung zu finanzieren um Unterhaltungsprogramme wie Dschungelcamp zu schauen, während der andere Rest – genannt Mittelstand – rund um die Uhr malochen muss, damit am Ende des Monats ein paar Krümel übrigbleiben und er sich darüber freut, wird sich nichts ändern.
Erst einschneidende Maßnahmen, wie wir sie bspw. 1918, 1932 oder 1989 erlebt haben, werden zu Änderungen führen. Vorher nicht.
Der Deutsche ist nicht fähig oder willens, die Zeichen an der wand zu erkennen. Erst wenn klar erkennbar ist, was Sache ist und dies mit Verlust des materiellen Wohlstandes, der Sicherheit und des Arbeitsplatzes verbunden ist, wird sich etwas ändern.


24. Januar 2013 um 08:46Heinz sagt:
Es gibt im vereinten Wirtschaftsgebiet das sich Deutschland nennt, schon eine Partei die es verdient erwähnt zu werden. Das ist die Freiheit. Leider wird diese von den regimetreuen Massenverblödungswaffen ( Rundfunk, Fersehen und Printmedien ) totgeschwiegen. Wie alles, das zum Wohle der Deutschen führen könnte. Das wird wohl der Grund sein, warum alles so ist wie es ist. Aber die Stärkste Partei sind ohnehin die Nichtwähler. Darüber spricht ja auch keiner. Das könnte ja zum Denken anregen. Und das, wäre schrecklich füe die Blockparteien.

Mit bayerischem Gruß

Heinz


24. Januar 2013 um 09:08Livia sagt:
Nein, es liegt nicht am Wohlstand alleine. Selbst 1923 hat gezeigt, daß damals keine Revolution ausgebrochen ist; und das wissen unsere “Oberen” nur zu gut!

Wenn eine neue Partei auftaucht, wird sie entweder auf System pro “Eu-Sozialismus” gebügelt, wie die Piraten – oder in die rechte Ecke gestellt, wo grundsätzlich jeder landet, der EU-kritisch auftritt.

Dazu wirken 60 Jahre Gehirnwäsche, die da lautet: Rechts wählt man nicht! Ebenso hat es das ganze Mittelalter hindurch funktioniert: Den Glauben an Gott zweifelt man nicht an! So wird unsere politische Kaste an der Macht gehalten wie einst die römische Kirche!

Dazu kommt die typisch deutsche Art, daß sich die, die als Nazis beschimpft werden, sich auch noch gegenseitig ausgrenzen und als Nazis bezichtigen, das Spiel spielen: Die sind welche, wir aber nicht! und sich damit beschäftigen, anstatt etwas zu bewirken. Das hält nämlich jede der Gruppen unter der 5% Hürde und damit aus den Parlamenten! Statt Politik zu machen, reibt man sich untereinander auf.

Diese Beobachtung hat schon Tiberius gemacht, als er sagte: Überlassen wir die Germanen ihren inneren Streitigkeiten! Leider hat sich in 2000 Jahren da nichts geändert. Für Deutsche ist es immernoch das Größte erst einmal andere Deutsche in die Pfanne zu hauen, als einen gemeinsamen feind zu erkennen.

So wie sich die Germanen damals teilweise lieber in den Dienst der Legion stellten, so wandern sie heute aus und tun genau das was die etwa 200 Sippen, die die Welt – auch über die EU – gerne beherrschen möchten, im Grunde wollen: Heimatlose Arbeitsnomaden werden, die man ohne Wurzeln, Rückhalt und Solidarität besser ausnutzen und verschieben kann.


24. Januar 2013 um 09:10Lacantun sagt:
Als Berufskollege kann ich dem Autor dieses hervorragenden Artikels nur danken. Den Ausführungen ist kaum noch etwas hinzuzufügen.

Wahlalternativen werden verleumdet oder gleich ganz totgeschwiegen, demokratische Ansätze wie Volksbefragungen verteufelt und stattdessen neue Überwachungsmaßnahmen eingeführt – Deutschland 2013 ist kaum ein lebenswerter Ort, wenn man an Demokratie und Werte glaubt!


24. Januar 2013 um 09:15Lostboy sagt:
Super recherchiert und hervorragend formuliert. Da kann einem Angst und Bange werden…

EDITED BY WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV. www.chza.de !

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