Dienstag, 4. Dezember 2012

VORTRAG ZU CARL HUTER - 100. TODESTAG. (HELIODA1)

WANDLUNG

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der PSYCHO-PHYSIOGNOMIK CARL HUTERs! Ich heisse Sie herzlich willkommen zum 100. TODESTAG VON CARL HUTER.


Wenn wir die GEBURTS- und STERBEDATEN CARL HUTERs betrachten, stellen wir fest, dass der 150. GEBURTSTAG und der 100. TODESTAG ENG BEIEINANDER LIEGEN.


Am 4. DEZEMBER dieses Jahres GEDENKEN WIR DES 100. TODESTAGES VON CARL HUTER.

Wir nehmen dies zum ANLASS, BIOGRAFISCHES als auch SEINE WICHTIGSTEN GEDANKEN und ERKENNTNISSE sowohl zu eroertern, zu wuerdigen und auch ZU HINTERFRAGEN.

Dabei sollen DIE SELBSTBEZEICHNUNGEN CARL HUTERs - "ICH BIN PSYCHO-PHYSIOGNOMIKER und KALLISOPH, NEUETHIKER, NEUWELT- und auch NEUMENSCHGESTALTER." (Ist Frieden eine Utopie? S. 247) als ROTER FADEN meines VORTRAGES dienen.
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DIE KINDHEIT CARL HUTERS

CARL HEINRICH CONRAD HUTER, der BEGRUENDER DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK, wurde am 9. Oktober 1861 in Heinde bei Hildesheim, heute ein Ortsteil der STADT BAD SALZDETFURTH in NIEDERSACHSEN, geboren.

Als aeltestes KIND VON HEINRICH HUTER, der von Beruf Wasserbaumeister war, und JOHANNE HUTER, geb. LAFFERT, wuchs er mit seiner aeltesten Schwester AUGUSTE und seiner juengeren Schwester EMILIE heran.

Bereits mit sechseinhalb Jahren wurde CARL HUTER HALBWAISE, da sein Vater an den Folgen einer Erkaeltung verstarb.

CARL HUTER wurde von seinen Geschwistern GETRENNT und kam im Herbst 1868 zu seinem ONKEL FRIEHE nach Oedelum.

Die FRIEHEs, die KINDERLOS waren, betrieben eine KLEINE LANDWIRTSCHAFT. HUTER sollte ihnen bei der taeglichen Arbeit helfen und ihm wurde in Aussicht gestellt, dass er den Hof spaeter erben koennte.

In der SCHULE in Oedelum erfuhr er eine GUTE FOERDERUNG sowohl durch seinen LEHRER AUGUST ALMELING als auch durch den PASTOR von Oedelum, die beide den BESUCH DES GYMNASIUMS VORSCHLUGEN, weil sie HUTERs BEGABUNGEN ERKANNTEN.

Seine PFLEGEELTERN hatten aber KEIN VERSTAENDNIS FUER DIE WISSENSCHAFTLICHE LITERATUR, mit der sich CARL HUTER beschaeftigte.


AUS DEM BESUCH DES GYMNASIUMS WURDE MANGELS GELD NICHTS. Nach der KONFIRMATION HUTERS, im April 1876, VERLIESS ER SEINE PFLEGEELTERN, verzichtete auf das in Aussicht gestellte ERBE und ging zu seiner Mutter nach Heinde zurueck.

In seiner AUTOBIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 51) beschreibt er sich als: "(...) KOERPERLICH und GEISTIG GEBROCHEN. Ich brauchte Wochen zur Erholung; doch DIE LIEBEVOLLE PFLEGE MEINER MUTTER GAB MIR BALD GESUNDHEIT und LEBENSFREUDE WIEDER."

HUTER schreibt weiter (Ist Frieden eine Utopie? S. 57): "DIE LIEBLOSIGKEIT, die fast taeglichen KRAENKUNGEN und UNGERECHTIGKEITEN, denen ich ausgesetzt war, moegen meine SEELE vielleicht noch FEINFUEHLENDER und SENSIBLER gemacht haben, aber sie WIRKTEN AUCH LEBENSZERSTOEREND AUF MEINEN KOERPER."



JUGENDZEIT
JUGENDZEIT

Im August 1876 begann CARL HUTER eine dreieinhalb Jahre dauernde LEHRZEIT in HILDESHEIM als PORTRÄT-, DEKORATIONS- und PORZELLANMALER, die er 1880 mit Auszeichnung abschloss.

Danach begab er sich in den Jahren 1880-84 auf WANDERSCHAFT und ging zuerst nach BERLIN. Dazu schreibt er (Ist Frieden eine Utopie? S. 60) „BERLIN ZERSPLITTERT ZU SEHR; ich wurde dort sogar eine Zeit lang MATERIALIST und ATHEIST.“

Danach ging er nach LEIPZIG, fand einen Mäzen und erhielt GESANGSUNTERRICHT. Weil seine Stimmbänder überanstrengt und auch seine Lungen stark angegriffen wurden, konnte er kein Opernsänger werden.

In LEIPZIG suchte er SPIRITISTISCHE KREISE auf, nahm an SPIRITISTISCHEN SITZUNGEN teil und wurde, für ein Jahr, Mitglied im Verein für harmonische Philosophie, der Studien mit SPIRITISTISCHEN MEDIEN durchführte.

LEITER diese Vereins war Prof. CYRIAX, der HUTER PRIVATUNTERRICHT in Biologie, Anatomie, Physiologie und Phrenologie gab. Prof Cyriax RIET SEINEN SCHÜLER, SICH GANZ DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK ZU ZUWENDEN.

Von Leipzig ging HUTER nach DRESDEN. In seiner BIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 60) schreibt er über diese Zeit: „In DRESDEN gab ich mich dem STUDIUM DER SCHÖNEN KÜNSTE hin.

In der KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK studierte ich eifrig ALLE ERDENKLICHEN WERKE ÜBER PSYCHOLOGIE, PHILOSOPHIE, KUNSTGESCHICHTE, PHRENOLOGIE, MIMIK und PHYSIOGNOMIK.

Hier fand ich GELEGENHEIT, MEINE KÜNSTLERISCHE NATUR AUSZUBILDEN.“

SPIRITUALISMUS

HUTER hatte immer wieder KONTAKT ZUR GEISTIGEN WELT. Diese OKKULTEN FÄHIGKEITEN hat er, wie er schreibt, VON DER MUTTER SEINER MUTTER, SEINER GROSSMUTTER LAFFERT, GEERBT.

HUTER erkannte, dass nur BESONDERE, nämlich LIEBEVOLLE und MITFÜHLENDE MENSCHEN die GABE DES HELLSEHENS und VORAUSSCHAUENS haben.

Bereits mit zwei Jahren hatte er selbst ERSTE VORAUSAHNUNGEN und SAH LICHT- und SCHATTENGESTALTEN. Mit 16 Jahren beschrieb er viele außergewöhnliche ERSCHEINUNGEN und sah sich als BRINGER EINER NEUEN RELIGION.
„Du erst wirst berufen sein, eine WELTRELIGION ZU SCHAFFEN, die die EDLEN MENSCHEN ALLER VÖLKER ANNEHMEN. Du wirst ein WELTERLÖSER werden, du wirst DAS HÖCHSTE ERREICHEN, WAS EIN MENSCH AN WISSEN, WEISHEIT und KRAFT DES VERSTANDES ERREICHEN KANN“ (IST FRIEDEN EINE UTOPIE? S.52).

Jahre später, am 9. OKTOBER 1902, seinem 41. GEBURTSTAG, hatte er eine ERSCHEINUNG über die VEREINIGUNG DER VÖLKER UNTER SEINER NEUEN RELIGION, bei der er zum KÖNIG DER GEISTIGEN WELT GEKRÖNT wird.

„Ich sah mich darauf auf einer Anhöhe als GEISTESKÖNIG DER WELT stehen, sah, wie ALLE VÖLKER DER ERDE Vertreter gesandt hatten, um mir zu huldigen. Ich sah die Bischöfe und Priester EINER NEUEN KIRCHE; DIE KALLISOPHISCHE KIRCHE war über die ganze Erde verbreitet.“ (Ist Frieden eine Utopie? S.200).

„Ich sah, dass meine Religions-, Staats- und Völkerlehren die GANZE MENSCHHEIT DER ERDE GLÜCKLICH GEMACHT HATTEN, sodass niemand mehr an Krieg dachte.“ (Ist Frieden eine Utopie? S.202).

So war es verständlich, dass sich HUTER 1884, wie gerade gehört, dem VEREIN FÜR HARMONISCHE PHILOSOPHIE ANSCHLOSS. CARL HUTER war überzeugt, dass die Welt, wie der MENSCH auch, eine AUSSENSEITE und eine INNENSEITE besitzt.

Diese INNENSEITE DER WELT ist aber durch unser TAGESBEWUSSTSEIN allein nicht ausreichend erfassbar.

Daher kann, seiner Meinung nach, eine WISSENSCHAFT, für die nur das MESSBARE ERGEBNIS zählt, nicht den INNEREN KERN DER WELT ERKENNEN und ERKLÄREN.

Erst mit den PUBLIKATIONEN des JESUITEN und Paläontologen TEILHARD DE CHARDIN (1881-1955) wurde der GEDANKE, dass die INNENSEITE DER WELT, als auch die AUSSENSEITE DER DINGE ZU BEACHTEN SEIEN, um ein UMFASSENDES BILD VON DER WELT zu erhalten, IN GEWISSEN WISSENSCHAFTLICHEN KREISEN DISKUTIERT und ZUM TEIL AUCH ANERKANNT.

Für CARL HUTER war der SPIRITISMUS ein PROBATES MITTEL, um Antworten besonders auf DIE FRAGEN NACH DEM TOD, DEM FORTLEBEN NACH DEM TOD und der WEITERENTWICKLUNG NACH DEM TOD zu erhalten.

Als ÜBERZEUGTER SPIRITIST legte sich HUTER den KÜNSTLERNAMEN LIRANI CHERUBINI zu, reiste im HERBST 1884 umher, um die TRICKS DER ANTISPIRISTEN und GEDANKENLESER zu entlarven und diese den Zuhörern zu erklären, um dann den ECHTEN SPIRITISMUS zu würdigen.

DOCH DER ZEITGEIST WAR GEGEN IHN. Durch die anstrengende GEISTESARBEIT wurde SEINE GESUNDHEIT STARK ANGESCHLAGEN und ein HERZ- und MAGENLEIDEN waren die Folge.

Er ging nach Heinde zurück, um sich über SEINE BERUFLICHE ZUKUNFT Gedanken zu machen.

Sich an die Zeit erinnernd schreibt HUTER (Ist Frieden eine Utopie? S. 88): „Ich hatte in meiner eigenen ENTWICKLUNG VIER WANDLUNGEN durchgemacht. Einmal war ich von meinem FROMMEN EVANGELISCH-LUTHERISCHEN KIRCHENGLAUBEN der HEIMAT zur MATERIALISTISCHEN WELTANSCHAUUNG BERLINs gekommen. Von dieser gelangte ich nach DRESDEN zur SCHÖNHEITSPHILOSOPHIE und endlich in LEIPZIG zum SPIRITUALISMUS.

Nun begann für mich die ZEIT, IN DER ICH ALLE ALS GUT ERKANNTEN WAHRHEITEN ZUSAMMENFASSTE. Damit kam ich zur FÜNFTEN STUFE MEINER GEISTIGEN ENTWICKLUNG, zu meiner INNEREN SCHÖNHEITSRELIGION.

Nach dieser suchte ich nun MEIN LEBEN ZU GESTALTEN.“ CARL HUTER gab ihr den NAMEN KALLISOPHIE.


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UNERFÜLLTE LIEBE UND KRANKHEIT

Von 1885 bis 1893 betätigte er sich als KUNSTMALER in HILDESHEIM, machte weiterhin KÜNSTLERISCHE STUDIEN und ARBEITETE WISSENSCHAFTLICH. Doch davon konnte er nur leidlich leben.

„Wieder lernte ich NOT, HUNGER, FROST und ELEND kennen“, lesen wir in seiner BIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 90). Nur langsam gelang es ihm, eine BERUFLICHE EXISTENZ AUFZUBAUEN.

Im Frühling des Jahres 1888 VERLIEBTE SICH CARL HUTER IN MINNA PROBST, die Tochter eines reichen Bauern. Diese Sympathie wurde zwar erwidert, doch die geringen Einkünfte Huters und das STANDESBEWUSSTSEIN DES REICHEN BAUERN verhinderten die Heirat.

Er schreibt (Ist Frieden eine Utopie? S. 92): „Als sich das geliebte Mädchen mit dem Kandidaten der Theologie verlobte, überkam mich ein UNSAGBARES SEELENLEID.“ Huter ERKRANKTE DARAUFHIN SCHWER AN HALSKREBS in Verbindung mit einem LUNGENLEIDEN.

SEIN GESCHÄFT IN HILDESHEIM MUSSTE ER AUFGEBEN. Er zog nach BRAUNSCHWEIG, um hier BERUFLICH EINIGE AUFTRÄGE AUSZUFÜHREN. SEINE KRANKHEIT konnte durch ärztliche Hilfe nicht gestoppt werden.

HUTER steckte sich zudem mit CHOLERA an, die er durch STARKE WILLENSKRAFT überwand. Er BEOBACHTETE DABEI AN SICH SELBST, WIE UND IN WELCHEN AREALEN SICH DIE KRANKHEIT ZEIGTE.

In seiner BIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 94) lesen wir dazu: „SOFORT SAH ICH IN MEINEN TASCHENSPIEGEL und BEOBACHTETE MEINE GESICHTSZÜGE, UM ZU SEHEN, WIE SICH DIESELBEN BEI EINER SOLCHEN KRANKHEIT VERÄNDERTEN. ALLE GESICHTSMUSKELN WAREN SCHLAFF, DIE HAUT GANZ GRAU, SELBST DAS WEISSE IM AUGE ERSCHIEN GRAU.“

SEIN HALS- und LUNGENLEIDEN besserte sich nicht, und so ZOG ER im HERBST 1892 – zusammen mit seiner Wirtschafterin und Pflegerin AUGUSTE NEANDER – NACH BREMEN, um sich dort mehrfach operieren zu lassen.

Die KRANKHEIT kam dadurch zum STILLSTAND. Er VERLOBTE SICH MIT AUGUSTE, doch die VERLOBUNG wurde wieder GELÖST, weil HUTER bei einem SPIRITISTISCHEN ERLEBNIS von einem GEIST erfuhr, dass für ihn eine ANDERE FRAU BESTIMMT sei, dass er später noch gesund werde und in ruhige Verhältnisse komme, aber auch noch VIEL SCHWERES DURCHMACHEN MÜSSE.

DER GEIST FÜHRTE WEITER AUS (Ist Frieden eine Utopie? S. 99): „DU WIRST DANN WERKE HERAUSGEBEN, VORTRÄGE HALTEN, oft reisen und DEINE WAHRHEITEN VERBREITEN. Du wirst in dieser Tätigkeit Befriedigung finden und EINE GROSSE MISSION ERFÜLLEN und sollst noch Anerkennung finden, und SEGEN WIRD AUF DEINEM WIRKEN RUHEN.“

1893 ZOG CARL HUTER NACH HANNOVER, widmete sich dem INTENSIVEN STUDIUM DER HEILKUNDE und hatte nun DAS WISSEN, SICH SELBST ZU BEHANDELN und SELBST ZU HEILEN.

Er wurde VON BEDEUTENDEN PERSÖNLICHKEITEN GEFÖRDERT, arbeitete beständig an SEINER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK und KALLISOPHIE, hielt VORTRÄGE ÜBER SEINE ENTDECKUNGEN, schrieb GEDICHTE und GRÜNDETE EINE PHILOSOPHISCHE SCHULE.

Im Sommer 1894 wurde zu CARL HUTER nach einem Vortrag eine SCHWERKRANKE FRAU GEBRACHT, deren KRANKHEIT er zutreffend beschreiben konnte. Man bat ihn inständig, DIE KRANKE ZU BEHANDELN, doch hatte er bis dato nicht die Absicht eine HEILANSTALT zu betreiben.

Die Frau und eine weitere Person WURDEN VON HUTER GEHEILT und der ERFOLG ERMUTIGTE IHN, LEITER EINES KURHAUSES IN EILENRIEDE BEI HANNOVER ZU WERDEN.

Am 4. Januar 1896 HEIRATETE CARL HUTER IN LONDON – gegen den Willen ihres Vormundes – die 14 Jahre jüngere HENNY PIEPER, obwohl er auf Grund seiner PSYCHO-PHYSIOGNOMISCHEN STUDIEN WUSSTE, DASS HENNY NICHT SEINE IDEALE PARTNERIN WAR uns sie ihn bei den zu erwartenden Aufgaben und ANFEINDUNGEN nicht ausnahmslos unterstützen werde.


AUS DIESER EHE STAMMEN FÜNF KINDER.

Im Juli 1897 ERÖFFNETE HUTER in DETMOLD ein EIGENES SANATORIUM und hatte somit die MÖGLICHKEIT, SEINE KRANKENPHYSIOGNOMIK ZU VERVOLLKOMMNEN.

Durch UNZÄHLIGE ANFEINDUNGEN VONSEITEN DER ÄRZTESCHAFT und DES NATURHEILVEREINS und obwohl immer wieder in Auftrag gegebene GUTACHTEN HUTERs PROFUNDE KENNTNISSE IN DEN BEREICHEN ANATOMIE, PHYSIOLOGIE, CHEMIE und HYGIENE BESTÄTIGTEN, wurde dem AUTODIDAKTEN bereits ein Jahr später durch einen MAGISTRATSBESCHLUSS dieses KURHAUS VERBOTEN.

Er verpachte daraufhin sein SANATORIUM und seine FRAU FÜHRTE MIT ANGESTELLTEN DAS KURHAUS WEITER.

HUTER BAUTE NUN SEIN SYSTEM DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK AUS, machte VORTRAGSREISEN und gab ELEMENTARLEHRKURSE. Viele seiner Teilnehmer an den KURSEN abonnierten daraufhin die ZEITSCHRIFT „HOCHWART“, die HUTER im Herbst 1899 HERAUSGAB.

Es entstanden KLEINERE VEREINIGUNGEN, DIE HUTERs LEHREN PFLEGTEN. Doch schon nach kurzer Zeit lösten sie sich wieder auf. Dies bewog HUTER im Juni 1901 eine ZENTRALORGANISATION zu gründen, der er den NAMEN „HUTERISCHER BUND“ gab.

Anfang 1901 vereinbarten HUTER und SEINE FRAU HENNY die AUFLÖSUNG IHRER EHE, die Familie aber sollte zusammenleben, sie wurden daher nicht gerichtlich geschieden.

Es waren Dinge vorgefallen, die ein ZUSAMMENLEBEN DER BEIDEN UNMÖGLICH MACHTE.. Ostern 1901 lernte er ELLY TUCHTFELD kennen, sie wurde schwanger.

Als HUTER auf einer Vortragsreise war, schlief sie aber mit einem anderen Mann. HUTER schreibt (Ist Frieden eine Utopie? S. 194): „Mein Nervensystem war über diesen Fall total erschüttert; ich war fast dem Wahnsinn nahe. Tage- und nächtelang stellten sich HERZKRÄMPFE ein, mein LEBEN SCHIEN VERLOREN“.

ELLY brachte im März 1902 in BELGIEN einen KRANKEN SOHN auf die Welt, den HUTER „HELIOS“ nannte. Er starb nach kurzer Zeit, obwohl HUTER noch versucht hatte, ihm zu helfen.

DAS HUTER DER VATER WAR, IST ZU BEZWEIFELN. HELIOS wurde aber von HUTER als sein SOHN anerkannt. DIE BEZIEHUNG MIT ELLY WAR ZU ENDE.



WAS IST NUN DAS BESONDERE UND ORIGINALE BEI CARL HUTER?

Die BASIS seiner PRAKTISCHEN MENSCHENKENNTNIS, d.h. zum ERKENNEN VON ANLAGE und CHARAKTER DES INDIVIDUUMS, bildet seine NATURELLTYPENLEHRE.

NATURELLEHRE

HUTER schreibt in seinem HAUPTWERK (Menschenkenntnis, S. 620 ff.): «Meine KINDLICH NAÏVE ENTDECKUNG DER NATURELLTYPEN machte ich also im SECHSTEN, meine ERSTE WISSENSCHAFTLICHE durch GESCHICHTLICHE VERGLEICHUNG im ZWÖLFTEN LEBENSJAHRE.»

Hier legte HUTER dar, wie er DURCH VERGELICHENDE BEOBACHTUNG DER GESICHTS-, KOPF- und KÖRPERFORM, der MIMIK, REDE und HANDLUNG, zuerst bei VERSCHIEDENEN PERSONEN in SEINER DÖRFLICHEN UMGEBUNG, später anhand von GESCHICHTLICHEN PERSÖNLICHKEITEN, die NATURELLE bestimmte, sowie DEREN HARMONIE und DISHARMONIE ZUEINANDER ableitete.

HUTER ordnete die NATURELLE in KREISFORM, in einem ABSTAND von 120 Grad an. Vielleicht inspiriert durch die FARBENLEHRE VON JOHANN VON GOETHE, der FARBEN EINE PSYCHOLOGISCHE WIRKUNG AUF DEN MENSCHEN zuschrieb, gibt er JEDEM NATURELL eine EIGENE FARBE.

CARL HUTER fand DIE DREI PRIMÄREN NATURELLE: ERNÄHRUNG mit der FARBE BLAU, BEWEGUNG mit der FARBE ROT, EMPFINDUNG mit der FARBE GELB. Jedem dieser NATURELLE ist ein BESTIMMTER MERKMALKATALOG ZUGEORDNET.

Auch wirken in jedem NATURELL vornehmlich BESTIMMTE KRÄFTE und ENERGIEN nach der KRAFT-RICHTUNGS-ORDNUNG. Darüber werde ich gleich noch genauer sprechen.

CARL HUTER fand die DREI SEKUNDÄREN NATURELLE: Das ERNÄHRUNGS-EMPFINDUNGS-NATURELL mit der FARBE GRÜN, dem ERNÄHRUNGS-BEWEGUNGS-NATURELL gab er die FARBE VIOLETT und dem BEWEGUNGS-EMPFINDUNGS-NATURELL die FARBE ORANGE.

Auch IN den SEKUNDÄREN NATURELLEN sind BESTIMMTE KRÄFTE und ENERGIEN WIRKSAM.

HUTER fand ZWEI POLARE NATURELLE: Das HARMONISCHE NATURELL mit der FARBE WEISS



Und das DISHARMONISCHE NATURELL mit der FARBE SCHWARZ.

So ergibt sich DER ÄUSSERE NATURELLKREIS mit den ACHT NATURELLEN. Den NATURELLEN, die hauptsächlich unsere Welt aktiv gestalten und miteinander in Aktion treten.

Neben den PRIMÄREN und SEKUNDÄREN NATURELLEN fand HUTER noch TERTIÄRE und NEUTRALE NATURELLE.

CARL HUTER erkannte, das DIE DREITEILUNG DER NATURELLE auch für DAS TIER-und PFLANZENREICH zutrifft.

Das NATURELL EINES MENSCHEN ist aber von seiner RASSE zu unterscheiden. IN JEDER RASSE FINDEN WIR SOMIT ALLE NATURELLE.

NATURELL-HARMONIELEHRE

Hatte HUTER zuerst die NATURELLE bestimmt und deren MERKMALE PROTOKOLLIERT, so ging er nun daran zu ERFORSCHEN, WELCHE NATURELLE MITEINANDER HARMONIEREN und WELCHE NICHT.

In jedem NATURELL sind EINZELNE KRÄFTE und ENERGIEN WIRKSAM, die CARL HUTER mit dem BEGRIFF KRAFTRICHTUNGSORDNUNG beschrieben hat, darüber aber später mehr. Sie PRÄGEN den KONSTITUTIONSTYPUS und entscheiden darüber, WER MIT WEM HARMONIERT oder NICHT.

Bestimmte KRÄFTE und ENERGIEN IM MENSCHEN HARMONIEREN GUT MITEINANDER, ANDERE ABER NICHT. So verstärken sich manche KRÄFTE, die aufeinandertreffen, und andere schwächen sich.

Mein Gegenüber besitzt ENERGIEN, die ich nicht habe, die mich aber beruhigen, mich ergänzen oder mir auch SCHUTZ und SICHERHEIT bieten.

Durch die ANORDNUNG IN KREISFORM kann man nun leicht berechnen, WELCHE NATURELLE MITEINANDER HARMONIEREN und WELCHE NICHT.

CARL HUTER geht dabei von AKKORDEN IN DER MUSIK aus. Ein HARMONISCHER AKKORD besteht aus dem GRUNDTON (1. TON), der TERZ (3. TON) und der QUINTE (5. TON).

So besteht z.B. HARMONIE ausgehend vom PRIMÄREN ERNÄHRUNGSNATURELL (GRUNDTON) mit dem HARMONISCHEN NATURELL (TERZ) und dem BEWEGUNGS-EMPFINDUNGS-NATURELL (QUINTE).


Auch zwischen den NATURELLEN, DIE SICH GEGENÜBERLIEGEN, besteht HARMONIE, weil sie sich gegenseitig ergänzen.

In der PRAKTISCHEN ANALYSE spielen allerdings auch noch NASE, MUND und NACKENANLAGE bei der HARMONIEBESTIMMUNG eine Rolle.

KEIMBLATT-THEORIE

Nachdem CARL HUTER seine NATURELLEHRE gefunden hatte und daraus die HARMONIE bzw. DISHARMONIE DER NATURELLE BERECHNEN konnte, ging er daran, das GEFUNDENE DURCH die sogn KEIMBLATT-THEORIE auf eine WISSENSCHAFTLICHE BASIS zu stellen.

Gut zehn Jahre später konnte HUTER, während seiner ZEIT IN LEIPZIG (1880-1885), seine zuerst nur INTUITIV geschaffene NATURELLEHRE NATURWISSENSCHAFTLICH DURCH DIE KEIMBLATT-THEORIE BIOLOGISCH BEGRÜNDEN.

Kurz beschrieben bedeutet sie folgendes:

EIZELLE und SPERMIUM VERSCHMELZEN MITEINANDER. Der KEIM ENTWICKELT SICH und nistet sich nach ca. einer Woche in der GEBÄRMUTTERSCHLEIMHAUT ein.

Der EMBRYOBLAST DIFFERENZIERT sich nach etwas 8-10 Tagen in ZWEI KEIMSCHICHTEN. Das INNERE KEIMBLATT (ENTODERM) ENTSTEHT ZUERST.

Daraus entwickelt sich der VERDAUUNGSTRAKT (ausgenommen Mundhöhle und After) inklusive seiner DRÜSEN, die LEBER, BAUCHSPEICHELDRÜSE, SCHILDDRÜSE, THYMUS und ATMUNGSTRAKT, HARNBLASE und HARNRÖHRE.

Der ORGANISMUS muss also zuerst NAHRUNG AUFNEHMEN, um zu überleben. Danach entsteht das ÄUSSERE KEIMBLATT (EKTODERM), woraus sich die HAUT, das NERVENSYSTEM sowie die SINNESORGANE entwickeln. Das LEBEN braucht sodann den AUSTAUSCH MIT DER UMWELT (KOMMUNIKATION).

In der DRITTEN SCHWANGERSCHAFTSWOCHE entwickelt sich das MITTLERE KEIMBLATT (MESODERM). KNOCHEN, SKELETTMUSKULATUR, BINDEGEWEBE, HERZ, BLUTGEFÄSSE, BLUTKÖRPERCHEN, MILZ, LYMPHKNOTEN, LYMPHGEFÄSSE, NIEREN, KEIMDRÜSEN und INNERE GESCHLECHTSORGANE bilden sich schließlich aus dem MITTLEREN KEIMBLATT.

Das SKELETT stützt alle Teile der Körpers, macht ihn über die MUSKULATUR beweglich und gibt die MÖGLICHKEIT ZUM ORTSWECHSEL sowie zur FLUCHT.


WIR ERKENNEN, dass sich das PRINZIP DER DREITEILUNG, das bereits bei den NATURELLEN anzutreffen ist, sich hier bei den DREI KEIMBLÄTTER wiederfindet.

Je nachdem, welches der DREI KEIMBLÄTTER bzw. ORGANSYSTEME am stärksten entwickelt ist, GESTALTET SICH DER KÖRPERBAU bzw. DER KONSTITUTIONSTYPUS EINES MENSCHEN, der von CARL HUTER als NATURELL bezeichnet wird.

Ist das INNERE KEIMBLATT (ENTODERM) am stärksten ausgeprägt, sprechen wir von einem RUH- und ERNÄHRUNGSNATURELL. Beim BEWEGUNGSNATURELL ist das MITTLERE KEIMBLATT (MESODERM) stärker entfaltet als die anderen zwei. Das ÄUSSERE KEIMBLATT (EKTODERM) steht bei einem DENK- und EMPFINDUNGSNATURELL im Vordergrund.

Neben diesen sogenannten PRIMÄREN NATURELLEN sind auch, wie wir bereits gehört haben, SEKUNDÄRE NATURELLE möglich, bei denen jeweils ZWEI KEIMBLÄTTER BEVORZUGT ENTWICKELT wurden.

Jeder KONSTITUTIONSTYPUS bedingt auch einen BESTIMMTEN KOPF- und GESICHTSAUFBAU sowie eine TYPISCHE AUGEN-, NASEN-, MUND-, MITTELGESICHT-, KINN- und HALSBILDUNG (MERKMALPROTOKOLL9.

Diese MERKMALE SPIEGELN den GRUNDLEBENSCHARAKTER EINES MENSCHEN WIEDER, also SEINE DURCH VERERBUNG und LEBENSFÜHRUNG BESTIMMTE ART DER GEISTIGEN und SEELISCHEN BETÄTIGUNG. Daraus erwachsen die GRUNDBEDÜRFNISSE und BESONDEREN EIGENHEITEN EINES INDIVIDUUMS.

Im JAHRE 1893 verwendete CARL HUTER zu ersten Mal den BEGRIFF KALLISOPHIE für SEINE ETHISCHE SCHÖNHEITSLEHRE.

Aus didaktischen Gründen möchte ich auf die KALLISOPHIE CARL HUTERs später eingehen.



Es folgt in einem gesonderten BLOG-BEITRAG die Beschäftigung mit der FRAGE:

WAS IST NUN DAS BESONDERE UND ORIGINALE BEI CARL HUTER? Fortsetzung EMPFINDUNGSENERGIE DES WELTÄTHERS, PHYSIOGNOMIK – PSYCHO-PHYSIOGNOMIK und PSYCHO-PHYSIOGNOMISCHES GRUNDGESETZ.

Copyright beim Autor Rudolf Zörndlein und Physiognomische Gesellschaft Schweiz, Zürich. Gewerbliche Nutzung ist strikt untersagt!


SOURCE / QUELLE: Fachschrift PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE, Ausgabe Oktober 2012 – Nr. 74.

EDITED BY DIPLOM PSYCHOLOGE WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, CHZA. Physiognomische Gesellschaft Schweiz und CHZA kooperieren. www.chza.de !



EMPFINDUNGSENERGIE DES WELTÄTHERS

HUTER forschte weiter, um seine THESE zu erhärten, dass die DREITEILUNG, die sich in den FORMEN zeigte, bereits in der URMATERIE angelegt ist und nun in der EVOLUTION zur ENTFALTUNG kommt.

Er fand, dass ALLEM SEIENDEN EINE EMPFINDUNGSENERGIE ANHAFTET. Ich möchte hier nur kurz die WICHTIGSTEN PUNKTE aufzeigen.

Auf der Suche nach dem LETZTEN GRUND ALLEN SEINS fand CARL HUTER seine Ansicht zur ENTSTEHUNG DES UNIVERSUMS (vgl. Individuum und Universum, S. 92 FF.).

Während es in der BIBEL heißt „Gott schuf Himmel und Erde“, ist es nach CARL HUTER nicht Gott gewesen, der alles erschuf, sondern BEVOR ETWAS ENTSTEHEN KONNTE, MUSSTE DER RAUM DAGEWESEN SEIN.

Im RAUM existieren zwei URENERGIEN, die in ewiger WECHSELWIRKUNG, die ewigen SCHÖPFER ALLER DINGE, waren und sind.

Diese ZWEI POLAREN KRÄFTE, die eine mit der Eigenschaft der AUSDEHNUNG, der GRÖSSE und WEITE und EXPANSION, die andere nach KONZENTRATION, KLEINHEIT und FEINHEIT strebend, schufen – im Widerstreit durch ihr MÄNNLICHES (ALLAH) und WEIBLICHES (MINDAH) PRINZIP – den URWELTÄTHER.

In ihm liegen die DREI GRUNDENERGIEN RUHE (STOFF), BEWEGUNG (KRAFT) und EMPFINDUNG (GEIST) in HARMONIE, gleich stark beieinander.

So trägt alles, was ist, dieses POLARE PRINZIP in sich: DAS STREBEN NACH GRÖSSE, um sich mit anderen zu vereinigen, aber auch den DRANG NACH WAHRUNG DER KLEINHEIT, also INDIVIDUUM ZU BLEIBEN. Es ist die EINHEIT IN DER VIELHEIT.

Aus den EXPERIMENTEN mit Professor CYRIAX gewann HUTER die ERKENNTNIS, DASS ALLE ELEMENT SICH AUS DEM WELTÄTHER BILDEN und sich auch WIEDER ZURÜCKBILDEN und UMÄNDERN KÖNNEN. Der WELTÄTHER trägt DAS PRINZIP DES GEISTIGEN UND DES MATERIELLEN in sich. Das GRUNDELEMENT DES WELTÄTHERS ist das ÄTHERILION, das wiederum die DREI URENERGIEN BEWEGUNG, RUHE und EMPFINDUNG in HARMONISCHEM GLEICHGEWICHT in sich trägt und somit einer VOLLKOMMENEN KUGEL gleicht.

DIE DREITEILUNG, die CARL HUTER in den PRIMÄREN NATURELLEN entdeckte, die er dann bei den DREI KEIMBLÄTTERN und den daraus entstehenden ORGANEN bestätigt

fand, übertrug er nun auf das KLEINSTE TEILCHEN DES WELTÄTHERS, dem ÄTHERILION.

Im ERNÄHRUNGSSYSTEM finden wir das STOFFPRINZIP, im BEWEGUNGSSYSTEM das KRAFTPRINZIP und im EMPFINDUNGSSYSTEM das PRINZIP REIZAUFNAHME und REIZVERARBEITUNG.

CARL HUTER schreibt dazu in seinem HAUPTWERK (MENSCHENKENNTNIS, S. 203):

„Im ÄTHERILION als letztem und kleinstem Individuum SPIEGELT SICH DAS WELTALL, also das GRÖSSTE WIDER. (...) Alle CHEMISCHEN ELEMENTE und IHRE EIGENSCHAFTEN sind aus dem WELTÄTHER entstanden, JEDE KRAFT UND ENERGIE IST AUS DEM WELTÄTHER HERVORGEGANGEN.“

Durch den DRANG DER EMPFINDUNGSENERGIE ZUR VERÄNDERUNG wurde der EVOLUTIVE PROZESS IN GANG GESETZT, der alles, was „ist“, entstehen ließ, die ANORGANISCHE und auch die ORGANISCHE WELT.

Was letztlich dazu führte, dass es INDIVIDUEN gibt, die über diese Vorgänge nachdenken können.

Der ANTSTOSS DER EMPFINDUNGSENERGIE bringt eine DIFFERENZIERUNG DES URWELTÄTHERS.

Es entsteht das RUHILION, in dem die RUHEENERGIE VORHERRSCHEND ist. Durch Vereinigung vieler Ruheenergiemassen mit HILFE DER KONZENTRATIONSENERGIE kommt es zur ENTWICKLUNG DER CHEMISCHEN STOFFE, der ATOME und MOLEKÜLE. Daneben bildet sich das BEWEGUNGSILION, in dem die BEWEGUNGSENERGIE VORHERRSCHT. Diese bewirkt durch die Sammlung vieler BEWEGUNGSILIONEN WECHSEL UND WANDLUNG und führt zur ENTWICKLUNG DER PHYSIKALISCHEN KRÄFTE. Schließlich entsteht das EMPFINDUNGSILION. Hier ist die EMPFINDUNGSENERGIE VORHERRSCHEND. Sie führt sowohl zur ENTSTEHUNG DER LEBEWESEN und der GEISTIGEN ENERGIE als auch zu GOTTHEIT und zu GÖTTLICHEN WESEN.

HUTER entdeckte, dass sich aus dem URWELTÄTHER – parallel zur MATERIELLEN WELT – nach dem POLAREN PRINZIP die GEISTIGE WELT ENTWICKELT HAT. Neben der SICHTBAREN MATERIELLEN WELT haben sich gleichzeitig – aus den ABGESPALTENEN EMPFINDUNGSENERGIEN, die nicht neues LEBEN bildeten, aus SYMPATHISCHEN NEIGUNGEN heraus – ÄTHERISCH FEINERE GEISTWESEN entwickelt bis hin zu HÖCHSTEN GÖTTLICHEN DASEINSFORMEN.








Nach dem TOD lebt der „ÄTHERLEIB“ (vgl. Die neue Weltanschauung, S. 96), wie ihn CARL HUTER nennt, der aus stark konzentrierter Empfindungsenergie besteht, IN DER GEISTIGEN WELT FORT. Die INDIVIDUEN werden sich dort zu reinen ENGELWESEN weiterentwickeln und dann auch ZU GOTTWESEN EMPORWACHSEN. So GIPFELT DIE MENSCHWERDUNG IM GÖTTLICHEN.

Es kann nach HUTERs MEINUNG nicht nur eine einzigen GOTT geben, sondern es müssen VIELE GOTTWESEN sein, die sich versammeln und das REICH DER LIEBE, DAS GOTTESREICH bilden. HUTER schreibt (Individuum und Universum, S. 45):

„Unter GOTTHEIT verstehe ich die EINHEIT ZWISCHEN UNZÄHLBAREN GEISTERSCHAREN, DIE IHRE INDIVIDUALITÄT BEIBEHIELTEN.“

„Ich glaube, dass in der GEISTIGEN HARMONIE DER HÖCHSTEN LEBEWESEN ein ZENTRALES, ALLES MIT LIEBE DURCHSTRAHLTES WELTWESEN EXISTIERT. (Huter und Haeckel, S. 118), schreibt HUTER und meint damit „GOTT VATER“, den er die VORSEHUNG nennt und der in sich das MÄNNLICHE und WEIBLICHE PRINZIP trägt.

SYMBOLHAFT stellt CARL HUTER „GOTT VATER“ als SIEBENZACKIGEN, STRAHLENDEN STERN dar. In seinem INNEREN enthält er einen KREIS, der die WELTGÖTTIN- MUTTER abbildet.

Den BEGRIFF PHYSIOGNOMIK gab es schon vor CARL HUTER. Als seine bedeutendsten VERTRETER AUF DIESEM GEBIET sind zu nennen: JOHANN CASPAR LAVATER (1741-1801) und Dr. med. FRANZ JOSEF GALL (1758-1828).

PHYSIOGNOMIK – PSYCHO-PHYSIOGNOMIK

Nachdem HUTER aber die DRITTE WELTENERGIE, die EMPFINDUNGSENERGIE, entdeckt hatte und darin die GEDÄCHTNISFÄHIGKEIT DER MATERIE erkannte, war er gezwungen, den BEGRIFF PHYSIOGNOMIK ZU PRÄZISIEREN.

WAS IST NUN DER UNTERSCHIED ZWISCHEN PHYSIOGNOMIK UND PSYCHO-PHYSIOGNOMIK?

Der BEGRIFF PSYCHO-PHYSIOGNOMIK prägte CARL HUTER 1889.

HUTER schreibt dazu in seinem HAUPTWERK (Menschenkenntnis), Seite 56): „Eine Physiognomie hat jedes anorganische Ding auch, das heißt, einen gewissen TYPISCHEN AUSDRUCK (FARBE und GESTALT), aber keine Psycho-Physiognomie.




Die PSYCHO-PHYSIOGNOMIE ist streng genommen eine WISSENSCHAFT VOM ORGANISCHEN LEBEN und dessen INNEWOHNENDEN KÖRPERLICHEN und SEELISCHEN KRÄFTEN.“

Das WORTPARR PSYCHO-PHYSIOGNOMIK setzt sich aus drei aus dem griechischen kommenden Wörtern zusammen.

PSYCHE = SEELE; PHYSIS = KÖRPER; GNOMON = SCHATTENZEIGER, BEURTEILER.

So meint der BEGRIFF PSYCHO-PHYSIOGNOMIK, dass der KÖRPER – besonders das GESICHT, der KÖRPERBAU, die MIMIK, die GESTIK – die SEELISCHEN EIGENSCHAFTEN EINES MENSCHEN ANZEIGT.

CARL HUTER schreibt in seinem HAUPTWERK (Menschenkenntnis), S. 16 f):

„DIE PRAKTISCHE KUNST DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK besteht wohl in DER ENTRÄTSELUNG DER AUGENSPRACHE, DER GESICHTSZÜGE, DER NASENTYPEN, kurz in der ERKENNTNIS DES SEELISCHEN INHALTS JEDER LEBENDIGEN FORM.“ (...)

„Die PSYCHO-PHYSIOGNOMIK ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur GESICHTS-UND KÖRPERFORMENLEHRE, sondern auch LEBENS- UND SEELENAUSDRUCKSKUNDE. Sie zeigt uns den NATURGESETZLICHEN ZUSAMMENHANG ZWISCHEN LEBENSKRAFT, GEISTESENERGIE UND KÖRPERFORM. Und daher sage ich „MENSCHENKENNTNIS DURCH GESICHTSAUSDRUCKSKUNDE.“

PSYCHO-PHYSIOGNOMISCHES GRUNDGESETZ

CARL HUTER forschte weiter, um herauszufinden, warum man aus den LEBENDIGEN FORMEN ihre INNEWOHNENDEN KÖRPERLICHEN UND SEELISCHEN KRÄFTE entschlüsseln kann. Er beschreibt das durch SEIN PSYCHO-PHYSIOGNOMISCHES GRUNDGESETZ.

Sowohl aus SEINEN EXPERIMENTEN als auch durch SEINEN AUSGEPRÄGTEN HELLSINN entdeckte HUTER, dass zwischen dem INDIVIDUUM und der AUSSENWELT eine WECHSELWIRKUNG, d.h. ein REIZAUSTAUSCH stattfindet. ENERGIEN, seien sie KOSMISCHER oder IRDISCHER ART, FORMEN DEN MENSCHEN, so seine Erkenntnis.

Diese REIZE VON AUSSEN berühren zuerst sowohl bei einer ZELLE als auch einem INDIVIDUUM (Pflanzen, Tiere, Menschen) HAUT und PERIPHERIE-ORGANE, hinterlassen hier eine Prägung, die wir PHYSIOGNOMISCHE MERKZEICHEN nennen, bevor sie in das INNERE DES KÖRPERS weitergeleitet werden.

„Es ist GESETZ“, schreibt HUTER in seinem HAUPTWERK (Menschenkenntnis, S. 53), „DIE UMGEBENDE NATUR DRÜCKT JEDEM LEBEWESEN EINEN GEWISSEN PHYSIOGNOMISCHEN STEMPEL AUF.“

In den SINNESORGANEN und dem ZENTRALNERVENSYSTEM wird dieser REIZ umgewandelt, verarbeitet und bis in JEDE EINZELNE ZELLE DES KÖRPERS WEITERGELEITET. Die FÜHLENDE HELIODA ist hierbei die VERMITTELNDE KRAFT.

Da die GEFÜHLSEBENE DER INDIVIDUEN DAS BESTREBEN HAT, diese REIZE ZU SPIEGELN, also NACH AUSSEN ZU BRINGEN, gelangen sie wieder AN DIE PERIPHERIE ZURÜCK und HINTERLASSEN DORT SPUREN und MERKZEICHEN mit einem BESTIMMTEN FORMEN-, FARBEN- und STRAHLUNGSCHARAKTER.

Aber auch DAS GEISTIGE LEBEN und JEDER BEWUSSTSEINSVORGANG kommt an der KÖRPERPERIPHERIE DES ORGANISCHEN LEBENS ZUR ENTFALTUNG.

„Daher habe ich den LEHRSATZ aufgestellt; IN DEN FORMEN LEBT DER GEIST, und IN DER PHYSIOGNOMIE OFFENBART SICH DER GEIST“, schreibt HUTER (Individuum und Universum, S. 74). Er entdeckte, dass die PERIPHERIEORGANE NOTWENDIG sind, um das BEWUSSTSEIN und SELBSTBEWUSSTSEIN DES MENSCHEN HERAUSZUBILDEN. „Ich behaupte, DASS OHNE MATERIELLE KÖRPERFORM KEINE GEISTIGE ENTWICKLUNG DENKBAR, dass dieses das NATURGESETZ DES GEISTES und JEDER GEISTIGEN ENTWICKLUNG ist; und wenn nach dem TODE des grobmateriellen KÖRPERS der ÄTHERISCHE, FEINE STOFFKÖRPER DER SEELE INS VOLLE AUSSENLEBEN TRITT, so wird sich auch an diesem ÄTHERISCHEN GEISTKÖRPER DER SEELE, jenseits des Todes, d.h. JENSEITS DES ERSTEN MATERIELLEN LEBENSABSCHNITTES, DERSELBE VORGANG WIEDERHOLEN.

Immer und immer wieder MUSS GEISTIGE ERKENNTNIS DURCH ÄUSSERE REIZE, WELCHE DIE KÖRPERPERIPHERIE BERÜHREN, GESAMMELT WERDEN. An der KÖRPERPERIPHERIE liegen also die KREUZUNGSPUNKTE ALLER EINFALLENDEN REIZE DER AUSSENWELT AUF DAS INNENLEBEN.

Im INNENLEBEN wird aber alle ENERGIEENTFALTUNG – von außen nach innen, von innen nach außen – DURCH DIE ZENTRALENERGIE DER SEELE BLEIBEND GESAMMELT und AUFGESPEICHERT“, lesen wir bei HUTER (Individuum und Universum, S. 75 f).

OBJEKTIVE und SUBJEKTIVE WELT SPIEGELN SICH somit IN DEN OBERFLÄCHENORGANEN, die es zu pflegen gilt. („TU DEINEM LEIB ETWAS GUTES, DAMIT DEINE SEELE LUST HAT, DARIN ZU WOHNEN“, schrieb schon im 16. Jahrhundert TERESA VON AVILA).


Demnach BESCHÄFTIGT SICH DIE PSYCHO-PHYSIOGNOMIK MIT DEM ERFASSEN DER INNEREN und ÄUSSEREN KRÄFTE und ENERGIEN (KRAFTRICHTUNGSORDNUNG) und DER DURCH DIESE GEBILDETEN FORMEN.

Das GRUNDGESETZ DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK ist ZUGLEICH AUCH GRUNDGESETZ ALLER AUSDRUCKSKUNDE: der MIMIK, GESTIK, KÖRPERSPRACHE und FORMENAUSDRUCKSKUNDE.

Mehr noch, DA DER MENSCH EINEN EVOLUTIVEN WEG HINTER SICH HAT, IST ER IM KLEINEN EIN ABBILD DES GROSSEN GANZEN UNIVERSUMS.

Daraus folgt, DASS ES nach CARL HUTERs Meinung KEINE „MENSCHENKENNTNIS OHNE WELTKENNTNIS und KEINE GOTTESERKENNTNIS OHNE MENSCHENKENNTNIS“ GIBT.

Es folgt im letzten hier im BLOG DRITTEN TEIL Näheres zur EMPFINDUNGSENERGIE HELIODA, DIESER BLOG HEISST DESHALB HELIODA, sozusagen HELIODA = LIEBE. Gerade heute zum auslaufenden JAHR 2012, das SCHLÜSSELJAHR DER WANDLUNG, die viele auch positive VERÄNDERUNGEN für uns MENSCHEN mit sich bringt, beginnt eine NEUE EPOCHE, EIN NEUES ZEITALTER FÜR MENSCHLICHE EVOLUTION.

Gegenwärtiges Zeitalter, HUTER nannte dies „ELEKTRISCHES ZEITALTER“, mit seinen zahllosen KRIEGEN um MACHT und Einfluss einer extremen MINORITÄT, die hieraus PROFIT tätigt, sogenannte „ELITE“ / “Illuminati“ wünscht nach Privatrecherchen von CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV ZUKUNFT OHNE MENSCHEN.

Ihrem DOGMA und HERRSCHAFTSANSPRUCH via DREI ZENTREN, Vatikan = Totale globale Denkkontrolle, City of London = Totale globale Finanzkontrolle und PENTAGON in Washington District of Columbia = TOTALE MENSCHENTÖTUNGSMASCHINERIE, ist als TOTALE GLOBALE MENSCHEN-VERSKLAVUNG via AUSLAUFMODELL gegenwärtiges SCHULD-GELD-SYSTEM als MEGAVERBRECHERISCH und MENSCHENNEGIEREND klar zu kennzeichnen.

Eine extreme MINDERHEIT einer gut vernetzten MACHT-CLIQUE, die insbesondere seit 1913 durch GLOBALE MEINUNGS-GLEICHSCHALTUNG in PRESSE und Bankenwesen, Stichwort GRÜNDUNG FED, Federal Reserve in USA = Begriffstäuschung, da in Wahrheit alles IN PRIVATER HAND, also FED = PRIVAT, und dadurch die STAATEN der Welt, insbesondere auch USA KONTROLLIERT und strenggenommen via Listigkeit und Betrug deren jeweiligen STAATLICHEN SOUVERÄNITÄTEN nachhaltig ausgehebelt hat. MENSCHENABSCHLACHTUNGEN, PLÜNDERUNGEN UND LEBENSMINDERUNG, UMWELTVERNICHTUNG hält diese IRRE MINORITÄT „ELITE“ allen Ernstes für Okay.

DAMIT IST JEDOCH UNUMKEHRBAR SCHLUSS – HIN ZU EINEM GOLDENEN Z E I T A L T E R D E R M E N S C H H E I T . S E I N E I N S B E S O N D E R E GROSSHIRNENTWICKLUNG LÄSST SCHON BEI WEITSICHTIGEN,
HELLSICHTIGEN, BEWUSSTSEINSBEFÄHIGTEN MENSCHEN, DESSEN HORIZONT REAL ERKENNEN. Nach CARL HUTER findet diese WANDLUNG 200 Jahre nach seinem IRDISCHEN DASEIN statt. HUTER starb 4. Dezember 1912. Heute ist November 2012 also 100 Jahre vergangen. Somit HALBZEIT, für EINE ZUKUNFT MIT MENSCHEN mit unglaublichen MÖGLICHKEITEN, individuellen Befähigungen, in ca. 100 Jahren. Die heute geborenen Menschenwesen werden dies noch selbst erleben. Dann ist KRIEG ein Fremdwort, und FRIEDEN AUF ERDEN. End.]



FORTSETZUNG – Schlussteil Oktoberausgabe Fachschrift PP, Physiognomische Gesellschaft Schweiz. Bearbeitung für diesen BLOG „HELIODA1“ (Hauptseite www.chza.de) by WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV.

EMPFINDUNGSENERGIE HELIODA

CARL HUTER fand DIE DREITEILUNG DER ENRGIEN IN DEN NATURELLEN, dann in den KEIMBLÄTTERN, ebenso im ÄTHER-ILION, dem URTEILCHEN DES UNIVERSUMS.

Er UNTERTEILTE, wie bereits erörtert, in KRAFT, STOFF und EMPFINDUNG. Um das INNERE WESEN dieses DRITTEN WELTELEMENTS, die EMPFINDUNGSENERGIE, zu verstehen, brauchte HUTER viele JAHRES DES FORSCHENS.

Durch SPIEGELUNGSEXPERIMENTE während seiner Zeit in LEIPZIG (1880-1885), die CARL HUTER mit Professor CYRIAX durchführte, ERKANNTE er, DASS ALLE ELEMENTE STRAHLEN AUSSANDTEN.

Er ENTDECKTE, dass die ANORGANISCHE MATERIE neben den PHYSISCHEN STRAHLEN, den ELEMENTARSTRAHLEN, auch PSYCHISCHE STRAHLEN absandte.

Daraus FOLGERTE ER, DASS DIE MATERIE SOWOHL SUBJEKTIVE GEFÜHLE ALS AUCH OBJEKTIVE – z.B. GESCHICHTLICHE BEGEBENHEITEN – gleichsam WIE IN EINEM GEDÄCHTNIS SPEICHERT, die MATERIE also EMPFINDUNGSVERMÖGEN hat.

So nahm er z.B. bei einem RING AUS GOLD hellfühlend sowohl dessen SUBSTANTIELLE STRAHLUNG als auch BIOGRAFISCHE EINZELHEITEN sowie KRANKHEITEN SEINES TRÄGERS wahr.

[ ALLE MATERIE IST BESEELT]

HUTER fand das bestätigt, was er schon im URSTOFF, dem ÄTHER-ILION, annahm: ALLE MATERIE IST BESEELT. Auch bei den LEBEWESEN fand er SPANNUNGS- und STRAHLUNGSENERGIEN, aus denen man den SEELISCHEN CHARAKTER DES INDIVIDUUMS ableiten kann.

Wir erkennen: HUTER gewann SEINE ERKENNTNISSE AUF VERSCHIEDENEN WEGEN. Zum einen aus den OBJEKTIVEN NATURWISSENSCHAFTEN PHYSIK, CHEMIE, BIOLOGIE, ANATOMIE, PHYSIOLOGIE usw., und zum anderen AUS SEINEN EIGENEN SUBJEKTIVEN GEFÜHL.

Dann sowohl aus dem PRAKTISCHEN EXPERIMENTAL-SPIRITISMUS als auch durch SPONTANE OFFENBARUNGEN AUS DER GEISTERWELT. HUTERs BESTREBEN war

es, NATURWISSENSCHAFT UND RELIGION AUSZUSÖHNEN (vgl. Huter und Häckel, S. 123).

HUTER schreibt (Huter und Häckel, S. 135): „Jeder ANTRIEB ZUR KRAFTBILDUNG setzt einen IMPULS voraus. IMPULS ist nicht denkbar ohne EMPFINDEN. Aus EMPFINDEN entsteht das SEHNEN, WÜNSCHEN und WOLLEN, das BEWUSSTSEIN.

Der WILLE wurzelt also IM EMPFINDEN. Das EMPFINDEN trägt in sich den IMPULS, ZU HÖHEREM BEWUSSTSEIN ZU GELANGEN. Es STREBT NACH SCHÖNHEIT und VOLLKOMMENHEIT.“

Die EMPFINDUNGSENERGIE TREIBT die EVOLUTION voran und ist gleichzusetzen mit GEIST UND LIEBE. Das EMPFINDEN ist in der sog. „TOTEN MATERIE“ genauso VORHANDEN, wie in der TIER- und PFLANZENWELT.

Nur in ABGESTUFTER FORM und unterschiedlicher INTENSITÄT. Das EMPFINDEN ist die OBERSTE WELTENERGIE, aus der ALLE KRAFT HERVORGEGANGEN ist.

Den EMPFINDENEN TEILCHEN dieser OBERSTEN WELTENERGIE gab CARL HUTER den Namen HELIONEN, die ANSAMMLUNG und KONZENTRATION vieler solcher HELIONEN nannte er HELIODA.

Die HELIODA hat nach CARL HUTER, das HAUPTSTREBEN DIE ENTWICKLUNG DES UNIVERSUMS, als auch DES INDIVIDUUMS, ALS IMPULSGEBER VORANZUBRINGEN. Sie ist die ENERGIE, DIE SAMMELT, ORDNET und ORGANISIERT, aber auch WANDELT und VERÄNDERT.

Die HELIODA ist POLARER NATUR und hat ZWEI KRAFTRICHTUNGEN. Zum einen die NEGATIVE HELIODA. Sie ist AUFNEHMEND, SAUGEND und ist DIE SEELISCHE KRAFT, die das INDIVIDUUM HELLFÜHLEND WAHRNEHMEN KANN, die aber auch SENSITIVER macht.

Und zum anderen die STRAHLENDE, POSITIVE HELIODA. Nach außen wirkend, ist sie DIE SEELISCHE KRAFT, DIE ZUM GRÖSSEREN STREBT, ZU EINEN SUCHT, die letztlich mit dem BEGRIFF LIEBE BESCHRIEBEN WERDEN KANN.

Dadurch, dass die HELIODA ALLE KRÄFTE und STOFFE, die CARL HUTER mit dem BEGRIFF KRAFT-RICHTUNGSORDNUNG beschreibt, UNTER IHRE „BOTMÄSSIGKEIT BRINGEN KANN“, ist sie DIE EINHEITLICHE SEELE IN ALLEM LEBEN und DER ANORGANISCHEN WELT. So VERBINDET SIE ALLES, WAS „IST“, MITEINANDER.

Die HELIODA ist DAS GÖTTLICHE PRINZIP IN JEDER EINZELNEN ZELLE. Durch sie STEHT DAS INDIVIDUUM IN VERBINDUNG MIT DER GOTTHEIT.



Die HELIODA, die LEBENSSTRAHLKRAFT, ist QUELLKRAFT und SCHÖPFERIN ALLER FORMEN, ALLER ORGANE und ALLER ENTWICKLUNG DER DINGE.

Durch SEINE EXPERIMENTE MIT DER HELIODA und durch SEINEN AUSSERORDENTLICHEN HELLSINN ERKANNTE HUTER, DASS DIE HELIODA durch LIEBE, FREUDE, HUMOR, WOHLWOLLEN, EINFÜHLUNGSVERMÖGEN, SPIRITUELLE PRAXIS, GÜTE, WAHRHEIT und SCHÖNHEIT GESTEIGERT WERDEN KANN.

Aber auch, DASS DURCH KUMMER, LEID, ABNEIGUNG, VERBITTERUNG, RACHE, LÜGE und HASS die HELIODASTRAHLUNG SCHWÄCHER WURDE oder GANZ VERSCHWAND.

Aus DIESEN ERKENNTNISSEN heraus ENTSTAND CARL HUTERs KALLISOPHIE.

Die HELIODA kann man DURCH LIEBEVOLLES STREBEN und DURCH DAS WAHRE, GUTE und SCHÖNE stärken und sich so KÖRPERLICH und GEISTIG HÖHER ENTWICKELN. WAS SICH DANN AUCH WIEDER IN DER PHYSIOGNOMIE WIDERSPIEGELT.

HUTER brauchte ein NEUES SYSTEM, um die MERKMALE z.B. der GEISTIGEN BEGABUNGEN, der CHARAKTERVERANLAGUNGEN sowie des GESUNDHEITSZUSTANDES genauer ZU ERFASSEN.

Ausgehend von der PHRENOLOGIE Dr. med. FRANZ JOSEPH GALLs und DESSEN SCHÜLERN verbesserte und vervollständigte er SEINEN KANON (Hauptwerk, S. 719), indem er nicht nur das GEHIRN und den SCHÄDEL in seine UNTERSUCHUNGEN einbezog, sondern den KÖRPERBAU, das GESICHT, den HALS, den OBEREN BRUSTBEREICH und die SCHULTERN.

Das GEHIRN ist NACH HUTERs ANSICHT zwar das ORGAN, IN DEM ALLE GEISTIGEN PROZESSE ZUSAMMENFLIESSEN, DIE GEISTIGEN KRÄFTE WIRKEN ABER AUCH IN ALLEN ANDEREN ORGANEN, BIS HINEIN IN JEDE ZELLE.

Weiter noch BIS IN DAS CENTROSOMA (ZENTRIOLE) IN DER ZELLE, welches DER SITZ DER HELIODA, DER KONZENTRIERTEN, GESAMMELTEN EMPFINDUNS- und LIEBESENERGIE ist, die ZUGLEICH ALS LEIT- und RICHTKRAFT WIRKT.

Sie ist DER GÖTTLICHE FUNKE IN JEDEM LEBEWESEN. „ALLE AUSSTRAHLENDEN LEBENSLICHTER DER ZELLEN SAMMELN SICH IN DEN GANGLIEN, dann IM RÜCKENMARK, schließlich IM GEHIRN und STREBEN ZUR SAMMLUNG IN EINER EINHEIT, und diese ist DIE SEELE“ (Menschenkenntnis, S. 774).


VOM CENTROSOSMA, DER GEISTIGEN ZENTRALE DER ZELLE, GEHEN die sogn. CENTROSOMA-, LEBENS- oder HELIODASTRAHLEN BIS IN DIE ENTFERNTESTEN ZONEN DER ZELLE und DER ZELLHAUT. Dort BILDEN SICH DIE ERSTEN GEFÜHLSPUNKTE IN DER PERIPHERIE.

Die HELIODASTRAHLEN ENDEN ABER NICHT AN DER ZELLHAUT, sondern GEHEN ÜBER SIE HINAUS (STRAHLENDE HELIODA).

Es ENTSTEHEN ERSTE GANGLIEN und NERVENFASERN, DIE DIE EINZELNEN ZELLEN MITEINANDER VERBINDEN. Somit sind MEHRERE ZELLEN UNTER EINER FÜHRENDEN KRAFT, DER HELIODA, ZUSAMMENGESCHLOSSEN.

Mehrere Teile fügen sich zu EINEM NEUEN GANZEN, wobei JEDE ZELLE EIN GANZES und zugleich EIN TEIL DES GANZEN IST (HOLON).

Die HELIODA verbindet so immer mehr kleinere Einheiten zu einer GRÖSSEREN EINHEIT. Vom ÄTHERILION beginnend über das ATOM weiter zum MOLEKÜL, über die ZELLE, die ORGANE, das INDIVIDUUM, die INDIVIDUEN, die MITWELT, (TIERE und PFLANZEN), das UNIVERSUM bis HIN ZUR GOTTHEIT sind wir ALLE DURCH DIE HELIODA, DIE LIEBESENERGIE, DIE DAS BAND DER EINHEIT IST, MITEINANDER VERBUNDEN.

Das eben Festgestellte ist aber NOCH NICHT ALLGEMEINES GEDANKENGUT in unserer GESELLSCHAFT.

In der Ausgabe der „NÜRNBERGER ZEITUNG“ vom 6. Januar 2012 stand zu lesen:

„Um einiges über das SOZIALVERHALTEN, von TIEREN zu erfahren, hielten WISSENSCHAFTLER in den USA LABORRATTEN PAARWEISE IN KÄFIGEN, sodass die TIERE SICH ANEINANDER GEWÖHNTEN.

Anschließend SPERRTEN SIE EINE DER RATTEN IN EINEN DURCHSICHTIGEN BEHÄLTER INNERHALB EINES GRÖSSEREN TEST-KÄFIGS. Wie erwartet, REAGIERTE die VERLASSENE RATTE SICHTBAR NERVÖS AUF DIE GEFANGENSCHAFT IHRES GEFÄHRTEN.

Nach EINIGEN VERSUCHEN LERNTEN die FREIEN RATTEN, die GEFÄNGNIS-TÜR ZU ÖFFNEN und HALFEN IHREN FREUNDEN HERAUS. Sie öffneten jedoch nie die Tür für Stoffmäuse oder andere Gegenstände.

Die RATTEN BEFREITEN die GEFANGENEN auch dann, WENN DIESE NICHT IN DEM GEMEINSAMEN KÄFIG, sondern NACH AUSSEN ENTLASSEN WURDEN. Es gab also auch KEINE BELOHNUNG IN FORM EINES SOZIALEN KONTAKTES.



Selbst wenn die RATTEN die WAHL hatten, entweder ZU HELFEN oder mit dem gleichen Trick einen Behälter mit Schokolade zu öffnen und diese allein zu vernaschen, WÄHLTEN SIE SEHR OFT DIE BEFREIUNG.

Die FORSCHER SCHLIESSEN DARAUS, DASS „UNEIGENNÜTZIGE HILFSBEREITSCHAFT TIEF IN DER EVOLUTION VERANKERT SEIN MUSS.“

Wie wahr! LIEBE und ZUNEIGUNG IST DER ANTRIEBSMOTOR DER EVOLUTION.

Betrachtet man die PUBLIKATIONEN, die man zurzeit auf dem BÜCHERMARKT findet, wird deutlich, dass es auf der einen Seite AUTOREN gibt wie z.B. RICHARD DAVID PRECHT, der die LIEBE ALS NEBENPRODUKT unserer EMOTIONALEN INTELLIGENZ definiert. Die LIEBE habe keine EVOLUTIONÄRE NOTWENDIGKEIT, meint er, genauso sei es auch mit der RELIGIOSITÄT DES MENSCHEN (vgl. Liebe. Ein unordentliches Gefühl, S. 165-169, 365).

Auf der anderen Seite lesen wir beim NEUROBIOLOGEN Prof. Dr. GERALD HÜTHNER in seinem BUCH (Die Evolution der Liebe, S. 35): „Im Kampf ums Dasein überleben nicht nur diejenigen, die sich besser als all die anderen und damit auf Kosten anderer durchsetzen, sondern auf einer HÖHEREN ENTWICKLUNGSSTUFE vor allem diejenigen, DIE BESSER ALS ALLE ANDEREN ZUSAMMENHALTEN, weil sie DURCH EIN GEMEINSAMES GEFÜHL MITEINANDER VERBUNDEN SIND.“

Dieses GEMEINSAME GEFÜHL sei die LIEBE, meint er, DIE JEDEN EINZELNEN ALS EIN TEIL EINES GRÖSSEREN GANZEN SIEHT. Darauf folgt, dass JEDER EINZELNE NUR DANN SICHERHEIT und GLÜCK FINDEN KANN, WENN ER MITHILFT, den ZUSAMMENHALT INNERHALB DER GESELLSCHAFT DURCH WAHRNEHMUNG SEINER SOZIALEN VERANTWORTUNG ZU FESTIGEN.

Der ZENMEISTER und MYSTIKER WILLIGIS JÄGER, mein spiritueller Lehrer, schreibt in seinem Buch (Über die Liebe, S. 136 f.): „Was wir am Ende unseres Lebens in Händen halten, SIND NICHT UNSERE LEISTUNGEN und UNSERE WERKE. WIR WERDEN UNS ZUERST DIE FRAGE STELLEN MÜSSEN, WIE VIEL WIR GELIEBT HABEN. (...)

UNSERE AUFGABE IST ES, ZU WERDEN, WAS WIR ZUTIEFST SIND: LIEBE.“

CARL HUTERs MEINUNG, DASS DIE LIEBE DIE GRUNDSTRUKTUR DER EVOLUTION IST, UNSER UNIVERSUM also EIN UNIVERSUM DER LIEBE IST, wird VON MENSCHEN GETEILT, DIE MEHR ANERKENNEN ALS NUR WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE UND FAKTEN.

Fortsetzung folgt in der April-Ausgabe 2013

GEDENKFEIER ZUM 100. TODESJAHR VON CARL HUTER Vom 8. bis 9. Dezember 2012
In Bad Salzdetfurt Deutschland

Das Programm kann unter www.ppp-zeitschrift.de heruntergeladen werden.

ENDE dieser hier als sozusagen TRILOGIE publizierten VORTRAGES in diesem BLOG „Helioda1“ by Wolfgang Timm, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV.

EDITED BY WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV. www.chza.de !