Samstag, 3. November 2012

DRITTER TEIL - WANDLUNG. PP HEFT 74: HELIODA / LICHT / LIEBE. (HELIODA1)

FORTSETZUNG – Schlussteil

Oktoberausgabe 2012 Fachschrift PP, Physiognomische Gesellschaft Schweiz.

Bearbeitung für diesen BLOG „HELIODA1“ (Hauptseite www.chza.de) by WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV.



EMPFINDUNGSENERGIE HELIODA

CARL HUTER fand DIE DREITEILUNG DER ENRGIEN IN DEN NATURELLEN, dann in den KEIMBLÄTTERN, ebenso im ÄTHER-ILION, dem URTEILCHEN DES UNIVERSUMS.

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[DIE DREITEILUNG]

Er UNTERTEILTE, wie bereits erörtert, in KRAFT, STOFF und EMPFINDUNG. Um das INNERE WESEN dieses DRITTEN WELTELEMENTS, die EMPFINDUNGSENERGIE, zu verstehen, brauchte HUTER viele JAHRES DES FORSCHENS.



[EXPERIMENTE]

Durch SPIEGELUNGSEXPERIMENTE während seiner Zeit in LEIPZIG (1880-1885), die CARL HUTER mit Professor CYRIAX durchführte, ERKANNTE er, DASS ALLE ELEMENTE STRAHLEN AUSSANDTEN.

Er ENTDECKTE, dass die ANORGANISCHE MATERIE neben den PHYSISCHEN STRAHLEN, den ELEMENTARSTRAHLEN, auch PSYCHISCHE STRAHLEN absandte.

Daraus FOLGERTE ER, DASS DIE MATERIE SOWOHL SUBJEKTIVE GEFÜHLE ALS AUCH OBJEKTIVE – z.B. GESCHICHTLICHE BEGEBENHEITEN – gleichsam WIE IN EINEM GEDÄCHTNIS SPEICHERT, die MATERIE also EMPFINDUNGSVERMÖGEN hat.

So nahm er z.B. bei einem RING AUS GOLD hellfühlend sowohl dessen SUBSTANTIELLE STRAHLUNG als auch BIOGRAFISCHE EINZELHEITEN sowie KRANKHEITEN SEINES TRÄGERS wahr.



[ ALLE MATERIE IST BESEELT]

HUTER fand das bestätigt, was er schon im URSTOFF, dem ÄTHER-ILION, annahm: ALLE MATERIE IST BESEELT. Auch bei den LEBEWESEN fand er SPANNUNGS- und STRAHLUNGSENERGIEN, aus denen man den SEELISCHEN CHARAKTER DES INDIVIDUUMS ableiten kann.



[ERKENNTNIS-GEWINNUNG]

Wir erkennen: HUTER gewann SEINE ERKENNTNISSE AUF VERSCHIEDENEN WEGEN. Zum einen aus den OBJEKTIVEN NATURWISSENSCHAFTEN PHYSIK, CHEMIE, BIOLOGIE, ANATOMIE, PHYSIOLOGIE usw., und zum anderen AUS SEINEN EIGENEN SUBJEKTIVEN GEFÜHL.

Dann sowohl aus dem PRAKTISCHEN EXPERIMENTAL-SPIRITISMUS als auch durch SPONTANE OFFENBARUNGEN AUS DER GEISTERWELT.


HUTERs BESTREBEN war es, NATURWISSENSCHAFT UND RELIGION AUSZUSÖHNEN (vgl. Huter und Häckel, S. 123).



[IMPULS UND EMPFINDEN]

HUTER schreibt (Huter und Häckel, S. 135): „Jeder ANTRIEB ZUR KRAFTBILDUNG setzt einen IMPULS voraus. IMPULS ist nicht denkbar ohne EMPFINDEN. Aus EMPFINDEN entsteht das SEHNEN, WÜNSCHEN und WOLLEN, das BEWUSSTSEIN.



[EMPFINDEN - SCHÖNHEIT]

Der WILLE wurzelt also IM EMPFINDEN. Das EMPFINDEN trägt in sich den IMPULS, ZU HÖHEREM BEWUSSTSEIN ZU GELANGEN. Es STREBT NACH SCHÖNHEIT und VOLLKOMMENHEIT.“

Die EMPFINDUNGSENERGIE TREIBT die EVOLUTION voran und ist gleichzusetzen mit GEIST UND LIEBE. Das EMPFINDEN ist in der sog. „TOTEN MATERIE“ genauso VORHANDEN, wie in der TIER- und PFLANZENWELT.

Nur in ABGESTUFTER FORM und unterschiedlicher INTENSITÄT. Das EMPFINDEN ist die OBERSTE WELTENERGIE, aus der ALLE KRAFT HERVORGEGANGEN ist.



[BEGRIFF HELIODA]

Den EMPFINDENEN TEILCHEN dieser OBERSTEN WELTENERGIE gab CARL HUTER den Namen HELIONEN, die ANSAMMLUNG und KONZENTRATION vieler solcher HELIONEN nannte er HELIODA.

Die HELIODA hat nach CARL HUTER, das HAUPTSTREBEN DIE ENTWICKLUNG DES UNIVERSUMS, als auch DES INDIVIDUUMS, ALS IMPULSGEBER VORANZUBRINGEN. Sie ist die ENERGIE, DIE SAMMELT, ORDNET und ORGANISIERT, aber auch WANDELT und VERÄNDERT.


Die HELIODA ist POLARER NATUR und hat ZWEI KRAFTRICHTUNGEN. Zum einen die NEGATIVE HELIODA. Sie ist AUFNEHMEND, SAUGEND und ist DIE SEELISCHE KRAFT, die das INDIVIDUUM HELLFÜHLEND WAHRNEHMEN KANN, die aber auch SENSITIVER macht.

Und zum anderen die STRAHLENDE, POSITIVE HELIODA. Nach außen wirkend, ist sie DIE SEELISCHE KRAFT, DIE ZUM GRÖSSEREN STREBT, ZU EINEN SUCHT, die letztlich mit dem BEGRIFF LIEBE BESCHRIEBEN WERDEN KANN.



[KRAFT-RICHTUNGSORDNUNG]

Dadurch, dass die HELIODA ALLE KRÄFTE und STOFFE, die CARL HUTER mit dem BEGRIFF KRAFT-RICHTUNGSORDNUNG beschreibt, UNTER IHRE „BOTMÄSSIGKEIT BRINGEN KANN“, ist sie DIE EINHEITLICHE SEELE IN ALLEM LEBEN und DER ANORGANISCHEN WELT. So VERBINDET SIE ALLES, WAS „IST“, MITEINANDER.



[MITEINANDER]

Die HELIODA ist DAS GÖTTLICHE PRINZIP IN JEDER EINZELNEN ZELLE. Durch sie STEHT DAS INDIVIDUUM IN VERBINDUNG MIT DER GOTTHEIT.


Hinzugefuegt: Schleswig-Holstein by Medical-Manager Wolfgang Timm im Auftrag CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, Husum-Zentrum.


Die HELIODA, die LEBENSSTRAHLKRAFT, ist QUELLKRAFT und SCHÖPFERIN ALLER FORMEN, ALLER ORGANE und ALLER ENTWICKLUNG DER DINGE.

Durch SEINE EXPERIMENTE MIT DER HELIODA und durch SEINEN AUSSERORDENTLICHEN HELLSINN ERKANNTE HUTER, DASS DIE HELIODA durch LIEBE, FREUDE, HUMOR, WOHLWOLLEN, EINFÜHLUNGSVERMÖGEN, SPIRITUELLE PRAXIS, GÜTE, WAHRHEIT und SCHÖNHEIT GESTEIGERT WERDEN KANN.

Aber auch, DASS DURCH KUMMER, LEID, ABNEIGUNG, VERBITTERUNG, RACHE, LÜGE und HASS die HELIODASTRAHLUNG SCHWÄCHER WURDE oder GANZ VERSCHWAND.



[KALLISOPHIE]

Aus DIESEN ERKENNTNISSEN heraus ENTSTAND CARL HUTERs KALLISOPHIE.

Die HELIODA kann man DURCH LIEBEVOLLES STREBEN und DURCH DAS WAHRE, GUTE und SCHÖNE stärken und sich so KÖRPERLICH und GEISTIG HÖHER ENTWICKELN. WAS SICH DANN AUCH WIEDER IN DER PHYSIOGNOMIE WIDERSPIEGELT.



[NEUES SYSTEM]

HUTER brauchte ein NEUES SYSTEM, um die MERKMALE z.B. der GEISTIGEN BEGABUNGEN, der CHARAKTERVERANLAGUNGEN sowie des GESUNDHEITSZUSTANDES genauer ZU ERFASSEN.

Ausgehend von der PHRENOLOGIE Dr. med. FRANZ JOSEPH GALLs und DESSEN SCHÜLERN verbesserte und vervollständigte er SEINEN KANON (Hauptwerk, S. 719), indem er nicht nur das GEHIRN und den SCHÄDEL in seine UNTERSUCHUNGEN einbezog, sondern den KÖRPERBAU, das GESICHT, den HALS, den OBEREN BRUSTBEREICH und die SCHULTERN.

Das GEHIRN ist NACH HUTERs ANSICHT zwar das ORGAN, IN DEM ALLE GEISTIGEN PROZESSE ZUSAMMENFLIESSEN, DIE GEISTIGEN KRÄFTE WIRKEN ABER AUCH IN ALLEN ANDEREN ORGANEN, BIS HINEIN IN JEDE ZELLE.



[LEIT- UND RICHTKRAFT]

Weiter noch BIS IN DAS CENTROSOMA (ZENTRIOLE) IN DER ZELLE, welches DER SITZ DER HELIODA, DER KONZENTRIERTEN, GESAMMELTEN EMPFINDUNS- und LIEBESENERGIE ist, die ZUGLEICH ALS LEIT- und RICHTKRAFT WIRKT.

Sie ist DER GÖTTLICHE FUNKE IN JEDEM LEBEWESEN. „ALLE AUSSTRAHLENDEN LEBENSLICHTER DER ZELLEN SAMMELN SICH IN DEN GANGLIEN, dann IM RÜCKENMARK, schließlich IM GEHIRN und STREBEN ZUR SAMMLUNG IN EINER EINHEIT, und diese ist DIE SEELE“ (Menschenkenntnis, S. 774).



[CENTROSOMA DER ZELLE]

VOM CENTROSOSMA, DER GEISTIGEN ZENTRALE DER ZELLE, GEHEN die sogn. CENTROSOMA-, LEBENS- oder HELIODASTRAHLEN BIS IN DIE ENTFERNTESTEN ZONEN DER ZELLE und DER ZELLHAUT. Dort BILDEN SICH DIE ERSTEN GEFÜHLSPUNKTE IN DER PERIPHERIE.


[HELIODASTRAHLEN]

Die HELIODASTRAHLEN ENDEN ABER NICHT AN DER ZELLHAUT, sondern GEHEN ÜBER SIE HINAUS (STRAHLENDE HELIODA).

Es ENTSTEHEN ERSTE GANGLIEN und NERVENFASERN, DIE DIE EINZELNEN ZELLEN MITEINANDER VERBINDEN. Somit sind MEHRERE ZELLEN UNTER EINER FÜHRENDEN KRAFT, DER HELIODA, ZUSAMMENGESCHLOSSEN.

Mehrere Teile fügen sich zu EINEM NEUEN GANZEN, wobei JEDE ZELLE EIN GANZES und zugleich EIN TEIL DES GANZEN IST (HOLON).

Die HELIODA verbindet so immer mehr kleinere Einheiten zu einer GRÖSSEREN EINHEIT. Vom ÄTHERILION beginnend über das ATOM weiter zum MOLEKÜL, über die ZELLE, die ORGANE, das INDIVIDUUM, die INDIVIDUEN, die MITWELT, (TIERE und PFLANZEN), das UNIVERSUM bis HIN ZUR GOTTHEIT sind wir ALLE DURCH DIE HELIODA, DIE LIEBESENERGIE, DIE DAS BAND DER EINHEIT IST, MITEINANDER VERBUNDEN.

Das eben Festgestellte ist aber NOCH NICHT ALLGEMEINES GEDANKENGUT in unserer GESELLSCHAFT.

In der Ausgabe der „NÜRNBERGER ZEITUNG“ vom 6. Januar 2012 stand zu lesen:

„Um einiges über das SOZIALVERHALTEN, von TIEREN zu erfahren, hielten WISSENSCHAFTLER in den USA LABORRATTEN PAARWEISE IN KÄFIGEN, sodass die TIERE SICH ANEINANDER GEWÖHNTEN.

Anschließend SPERRTEN SIE EINE DER RATTEN IN EINEN DURCHSICHTIGEN BEHÄLTER INNERHALB EINES GRÖSSEREN TEST-KÄFIGS. Wie erwartet, REAGIERTE die VERLASSENE RATTE SICHTBAR NERVÖS AUF DIE GEFANGENSCHAFT IHRES GEFÄHRTEN.

Nach EINIGEN VERSUCHEN LERNTEN die FREIEN RATTEN, die GEFÄNGNIS-TÜR ZU ÖFFNEN und HALFEN IHREN FREUNDEN HERAUS. Sie öffneten jedoch nie die Tür für Stoffmäuse oder andere Gegenstände.

Die RATTEN BEFREITEN die GEFANGENEN auch dann, WENN DIESE NICHT IN DEM GEMEINSAMEN KÄFIG, sondern NACH AUSSEN ENTLASSEN WURDEN. Es gab also auch KEINE BELOHNUNG IN FORM EINES SOZIALEN KONTAKTES.



Selbst wenn die RATTEN die WAHL hatten, entweder ZU HELFEN oder mit dem gleichen Trick einen Behälter mit Schokolade zu öffnen und diese allein zu vernaschen, WÄHLTEN SIE SEHR OFT DIE BEFREIUNG.



[UNEIGENNÜTZIGE HILFSBEREITSCHAFT]

Die FORSCHER SCHLIESSEN DARAUS, DASS „UNEIGENNÜTZIGE HILFSBEREITSCHAFT TIEF IN DER EVOLUTION VERANKERT SEIN MUSS.“



[LIEBE UND ZUNEIGUNG]

Wie wahr! LIEBE und ZUNEIGUNG IST DER ANTRIEBSMOTOR DER EVOLUTION.



[BÜCHERMARKT ZU LIEBE]

Betrachtet man die PUBLIKATIONEN, die man zurzeit auf dem BÜCHERMARKT findet, wird deutlich, dass es auf der einen Seite AUTOREN gibt wie z.B. RICHARD DAVID PRECHT, der die LIEBE ALS NEBENPRODUKT unserer EMOTIONALEN INTELLIGENZ definiert. Die LIEBE habe keine EVOLUTIONÄRE NOTWENDIGKEIT, meint er, genauso sei es auch mit der RELIGIOSITÄT DES MENSCHEN (vgl. Liebe. Ein unordentliches Gefühl, S. 165-169, 365).


Auf der anderen Seite lesen wir beim NEUROBIOLOGEN Prof. Dr. GERALD HÜTHNER in seinem BUCH (Die Evolution der Liebe, S. 35): „Im Kampf ums Dasein überleben nicht nur diejenigen, die sich besser als all die anderen und damit auf Kosten anderer durchsetzen, sondern auf einer HÖHEREN ENTWICKLUNGSSTUFE vor allem diejenigen, DIE BESSER ALS ALLE ANDEREN ZUSAMMENHALTEN, weil sie DURCH EIN GEMEINSAMES GEFÜHL MITEINANDER VERBUNDEN SIND.“



[SOZIALE VERANTWORTUNG]

Dieses GEMEINSAME GEFÜHL sei die LIEBE, meint er, DIE JEDEN EINZELNEN ALS EIN TEIL EINES GRÖSSEREN GANZEN SIEHT. Darauf folgt, dass JEDER EINZELNE NUR DANN SICHERHEIT und GLÜCK FINDEN KANN, WENN ER MITHILFT, den ZUSAMMENHALT INNERHALB DER GESELLSCHAFT DURCH WAHRNEHMUNG SEINER SOZIALEN VERANTWORTUNG ZU FESTIGEN.



[ZENTRALE FRAGE: WIEVIEL WIR GELIEBT HABEN]

Der ZENMEISTER und MYSTIKER WILLIGIS JÄGER, mein spiritueller Lehrer, schreibt in seinem Buch (Über die Liebe, S. 136 f.): „Was wir am Ende unseres Lebens in Händen halten, SIND NICHT UNSERE LEISTUNGEN und UNSERE WERKE. WIR WERDEN UNS ZUERST DIE FRAGE STELLEN MÜSSEN, WIE VIEL WIR GELIEBT HABEN. (...)



[UNSERE AUFGABE]

UNSERE AUFGABE IST ES, ZU WERDEN, WAS WIR ZUTIEFST SIND: LIEBE.“


CARL HUTERs MEINUNG, DASS DIE LIEBE DIE GRUNDSTRUKTUR DER EVOLUTION IST, UNSER UNIVERSUM also EIN UNIVERSUM DER LIEBE IST, wird VON MENSCHEN GETEILT, DIE MEHR ANERKENNEN ALS NUR WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE UND FAKTEN.

Fortsetzung folgt in der April-Ausgabe 2013

GEDENKFEIER ZUM 100. TODESJAHR VON CARL HUTER Vom 8. bis 9. Dezember 2012
In Bad Salzdetfurt Deutschland

Das Programm kann unter www.ppp-zeitschrift.de heruntergeladen werden.

ENDE dieser hier als sozusagen TRILOGIE publizierten VORTRAGES in diesem BLOG „Helioda1“ by Wolfgang Timm, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV.


Copyright beim Autor Rudolf Zörndlein und Physiognomische Gesellschaft Schweiz, Zürich. Gewerbliche Nutzung ist strikt untersagt!


SOURCE / QUELLE: Fachschrift PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE, Ausgabe Oktober 2012 – Nr. 74.

EDITED BY DIPLOM PSYCHOLOGE WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, CHZA. Physiognomische Gesellschaft Schweiz und CHZA kooperieren. www.chza.de !