Montag, 8. Oktober 2012

SYLT - STOPPT DEN WEGZUG: BEZAHLBARER WOHNRAUM FUER SYLT UND SEINE BEWOHNER. (HELIODA1)

Die INSEL SYLT LEIDET unter einer "Supergentrifizierung", als Folge extrem steigender Grundstückspreise und der Umwandlung von Dauerwohnraum in Vermietflächen oder ZWEITWOHNUNGEN.

Immer mehr MENSCHEN VERLASSEN die INSEL, FEUERWEHREN, VEREINE und die DORFSTRUKTUREN bröckeln weg.

AUF SYLT FEHLEN ca. 2000 DAUERWOHNUNGEN für die Bevölkerung. Wohnungen, die sich ein jeder leisten kann.

Deshalb ist es vielfach unmöglich, OFFENE STELLEN in Betrieben zu besetzen, da schlicht KEIN BEZAHLBARER WOHNRAUM mehr VORHANDEN ist.

Die Zahl der unbesetzten Arbeitsplätze hat in 2012 einen neuen Rekord von gut 500 erreicht.

Vorhandene Wohungen sind oft überteuert oder in menschenunwürdigem Zustand.


Es fehlen Entwicklungsflächen, auf denen die hier lebenden und arbeitenden Menschen eine ZUKUNFT und ein Heim für sich und ihre Kinder aufbauen können.

Eine INSEL OHNE INSULANER ist die düstere Prognose, wenn nicht schnell und beherzt gehandelt wird. Dabei ist die Lösung so nah!

Ein ehem. Militärgelände ist die einzige mögliche Fläche auf der Insel, auf der ausreichend BEZAHLBARER WOHNRAUM für die SYLTER geschaffen werden könnte.

Leider stehen mögliche hohe finanzielle Nachforderungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und der bestehende Landesentwicklungsplan diesem bisher rettenden Ansatz entgegen.

Die BImA wird deshalb aufgefordert, für ein spekulationsgeschütztes Regionalentwicklungskonzept im Rahmen einer Bürgerstiftung auf jegliche Nachforderungen beim ehemaligen Fliegerhorst Sylt zu verzichten.

Das LAND SCHLESWIG-HOLSTEIN wird aufgefordert, den Landesentwicklungsplan entsprechend anzupassen.

Die GEMEINDE SYLT wird aufgefordert diese Forderungen zu unterstützen und konstruktiv an diesem Prozess mitzuwirken.

Bitte HELFEN SIE MIT, DAMIT AUF SYLT auch NOCH MENSCHEN LEBEN können, DIE KEINE MILLIONEN AUF DEM KONTO HABEN.

Text der Petition

An: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben & Landesregierung Schleswig-Holstein

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Verzicht auf Nachforderungen und Anpassung des Landesentwicklungsplanes

DIE INSEL SYLT leidet unter einer "Supergentrifizierung", als Folge extrem steigender Grundstückspreise und der Umwandlung von Dauerwohnraum in Vermietflächen oder Zweitwohnungen.

IMMER MEHR MENSCHEN VERLASSEN DIE INSEL...


[NB by W. Timm / CHZA: Im Rahmen einer Technikschulung, Hotel Amselhof, Westerland, Sylt, mit guter Bewirtung und anschliessendem PIRATENTREFF in "Staendiger Vertretung", Westerland, weilte meine Wenigkeit mit einem Gast der PIRATENPARTEI SCHLESWIG HOLSTEIN am 3. Oktober 2012 auf der INSEL SYLT, meine alte Heimat als Kind, als Sylt noch uns Syltern gehoerte.

Heute ALLES GESCHICHTE !!!

Nun fahren auf Sylt Taxen als Mercedes Benz S-Klasse & Porsche Gelaendewagen, schoene Spritschleudern, etc. -

Alles Schwachmatten, die den dicken Max meinen mit solchem Schickimicki Blendwerk auf Sylt mimen zu muessen. "NORMALOS" sind wohl unerwünscht !

Auch Patrick Breyer, Fraktionsvorsitzender Piratenpartei SH, Landtag Kiel, war auf Sylt anwesend. Patrick ist ebenfalls von der Westküste. Es gibt 55 Mitglieder der Westküste Piratenpartei SH !


Hier noch Statement von Patrick Breyer zum Wohnungsproblem Sylt und Wegzug von Syltern:

BEZAHLBAREN WOHNRAUM IN SCHLESWIG-HOLSTEIN ERHALTEN
4. Oktober 2012

LINK:
http://www.patrick-breyer.de/?p=20229

Wir haben gestern auf dem PIRATENTREFF in WESTERLAND den MANGEL an BEZAHLBAREN DAUERWOHNRAUM auf SYLT diskutiert, der zu ABWANDERUNG bzw. zum Aussterben DER EINHEIMISCHEN (z.B. Familien mit Kindern) führt, aber auch z.B. SENIOREN mit begrenzter Altersversorgung trifft.

Ein ähnliches Problem besteht wohl auch in anderen FREMDENVERKEHRSORTEN, im Hamburger Umland sowie in Flensburg, in geringerem Maß auch in Kiel und Lübeck.


Ich habe dazu folgende Lösungsansätze gefunden:

1. SCHAFFUNG BEZAHLBAREN WOHNRAUMS durch Neubau oder Umwandlung

An der Schaffung neuen bezahlbaren Wohnraums arbeiten Landesregierung und die Gemeinden bereits.

Eine wichtige Rolle spielen hier Wohnungsbaugenossenschaften und BAUGEMEINSCHAFTEN.

Neuschaffung ist aus Platzgründen und finanziellen Gründen nur begrenzt möglich.

Zur verstärkten FINANZIERUNG könnten die GEMEINDEN allerdings die Zweitwohnungssteuer oder die Grundsteuer erhöhen oder eine Übernachtungsabgabe für Touristen einführen (deren Erlöse nicht in den Tourismus fließen müssen).

GEMEINDEN können entscheiden, BAULAND nur an EINHEIMISCHE zu verkaufen oder Neubauten nur durch Einheimische zu erlauben (“Einheimischenmodell”).


2. Wegfall bezahlbaren Wohnraums verhindern

a) Rückbau und Nutzungsänderung verhindern
Jede von Verdrängung betroffene GEMEINDE kann durch “ERHALTUNGSSATZUNG” bestimmen, dass der Rückbau, der Umbau oder die Nutzungsänderung von Wohngebäuden genehmigungspflichtig sein soll (§ 172 BauGB).

Anders als z.B. in Hamburg gibt es auf SYLT eine solche SATZUNG meines Wissens bisher nicht.

Die SYLTER könnten das zum THEMA im KOMMUNALWAHLKAMPF machen.

Vielleicht bekommen wir auch auf LANDESEBENE eine Änderung der GEMEINDEORDNUNG hin, so dass man eine solche SATZUNG durch Bürgerentscheid erzwingen kann, das wird gerade diskutiert.

Wir PIRATEN setzen uns natürlich dafür ein, die SPD ist skeptisch.

b) Mieterhöhungen begrenzen
Im Bereich einer Erhaltungssatzung hat die GEMEINDE ein VORKAUFRECHT.

Dadurch können Verkäufe an Spekulanten verhindert werden. Aus finanziellen Gründen ist ein Vorkauf natürlich nur in relativ wenigen Fällen möglich.

Oft reicht es aber, den Käufer zu überzeugen, zur Abwendung des Vorkaufsrechts eine MIETGARANTIE abzugeben.

So macht das z.B. München. Mit einer sogenannten “Abwendungserklärung” können sich Käufer dort verpflichten, eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen sowie unangemessene Modernisierungsmaßnahmen für die Dauer der jeweiligen Erhaltungssatzung, maximal für zehn Jahre zu unterlassen.

c) Umwandlung in Eigentumswohnungen begrenzen
Wo eine Erhaltungssatzung existiert, kann die Landesregierung durch Rechtsverordnung anordnen, dass auch die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen einer GENEHMIGUNG bedarf (HAMBURG hat das z.B. getan).

d) Umnutzung als FERIENWOHNUNG verhindern
Die Landesregierungen kann für Gemeinden, in denen die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichendem Wohnraum zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist, durch Rechtsverordnung bestimmen, daß Wohnraum nur mit Genehmigung zu anderen als Wohnzwecken (z.B. zur gewerblichen Zimmervermietung) “umgenutzt” werden darf.

Eine solche Verordnung existiert z.B. in Nordrhein-Westfalen, nicht aber in Schleswig-Holstein.

e) VERFALL und Leerstände verhindern
Ein schleswig-holsteinisches Wohnungsaufsichtsgesetz könnte den Gemeinden das Recht geben, Instandhaltungs- oder Instandsetzungsarbeiten an Wohnraum anzuordnen, um dessen Gebrauchstauglichkeit zu erhalten.

Ein solches Gesetz gibt es in Hessen, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Der MIETERBUND fordert das auch für Schleswig-Holstein.

Die Landesregierung hat 2004 behauptet, solche Möglichkeiten ergäben sich schon aus Landesbauordnung und Landesverwaltungsgesetz, was aber meines Erachtens nicht stimmt.

Ein Wohnungsaufsichtsgesetz könnte die Gemeinden auch ermächtigen, es zu verbieten, Wohnungen leer stehen zu lassen (z.B. weil zu hohe Mieten gefordert werden).

3. Gestaltungsspielraum der GEMEINDEN nutzen
All diese Möglichkeiten bringen natürlich nur etwas, wenn die Gemeinden vor Ort auch bereit sind, davon Gebrauch zu machen. Wenn die Gemeinde investorenhörig ist, wird sie das nicht tun.

Es wäre daher wichtig, vor der anstehenden Kommunalwahl anzufragen, welche Partei von welchen Möglichkeiten Gebrauch machen will und von welchen nicht (z.B. durch Wahlprüfsteine).

END W. Timm / CHZA]


Marika Spieß Würzburg, Deutschland 14Monat
Maria Lauer Beckingen, Deutschland 27Monat
Marc Weidner 43Monat
Bettina Ernst 51789 Lindlar, Deutschland 4Uhr
ulrike krumpen 4Uhr
agnes miedbrodt berlin, Deutschland 4Uhr
Christin Dürr sylt, Deutschland 5Uhr
Pawel Hajduk Sylt, Deutschland 5Uhr
Anna-Lena von Lühmann 5Uhr
Bettina Borgmann Bochum, Deutschland 5Uhr


UNTERSTÜTZER

Darum unterschreiben Menschen:
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Monika Söderberg Sylt OT Keitum, Deutschland vor etwa ein Monat

Der AUSVERKAUF DER INSEL SYLT ist eine KATASTROPHE.

Die Verantwortlichen sehen nur das Geld und vergessen darüber die "NORMALEN Bürger " der Insel, ohne die hier in ,meiner Meinung nach absehbarer Zeit alles zusammenbricht.

Was nutzen uns die Leute die hier den dicken Max markieren, ohne auch nur die geringste Leistung für die Insel zu erbringen.

Von der völlig überforderten INFRASTRUKTUR ganz zu schweigen.

Wir brauchen nicht nur die Snobs hier, sondern Menschen die für die Insel arbeiten, damit sie als bewohnbarer Ort erhalten bleibt.

Wir brauchen medizinisches Personal, Müllfahrer, Postboten, Verkäufer/innen ect.

Für diese Leute muß Wohnraum da sein, den sie bezahlen können.

Ansonsten gäbe es die Alternative, die Reichen und die Schönen für derartige Tätigkeiten zwangs zu verpflichten, das wäre dann die Zukunft.

Die KOMMUNALPOLITIKER sollen doch bitte mal ihre GEHIRNE EINSCHALTEN, bevor hier alles kaputt geht.


Petra Meister Berlin, Deutschland vor etwa ein Monat

SYLT OHNE SYLTER ist nicht Sylt !! Die Sylter-Kinder von heute sollten auch die Chance haben auf Sylt glücklich leben zu können und dies u. a. mit einem BEZAHLBAREN WOHNRAUM.


Jens Heising Westerland, Deutschland vor etwa ein Monat

Damit auch "NORMALE" Menschen hier LEBEN & ARBEITEN können ...


Kerstin Liebelt 30966 Hemmingen, Deutschland vor etwa ein Monat

Sylt ist NUR MIT SYLTERN wirklich liebenswert!


marion paulsen taunusstein, Deutschland vor etwa ein Monat

Weil ich wegen den teuren Mieten die Insel verlassen musste und ich würde zu gerne wieder in meine Heimat zurück gehen, aber bei den teuren wohnungen und auch den Mangel an günstigen wohnraum nur ein Traum zur Zeit für mich.


Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

vielen Dank für die ständig wachsene Zahl an Unterschriften. Bis jetzt haben wir fast 20% unseres gemeinsamen Unterschriftenzieles erreicht. Es ist aber immer noch ein weiter Weg!

Wir möchten Sie deshalb bitten, diese Woche JEDEN Tag einmal die Möglichkeit der Einladens von Facebook-Freunden über change.org zu nutzen um die Verbreitung unseres Anliegens weiter zu beschleunigen.

Hier der direkte Link zum Einladungsmodul:
http://www.change.org/de/Petitionen/stoppt-den-wegzug-bezahlbarer-wohnraum-f%C3%BCr-sylt-und-seine-bewohner#invite

Wir freuen uns, jetzt auch noch einen Hinweis auf unser erstes Unterstützungsvideo von den jungen Sylter Rappern Qube & Upside geben zu können, die zukunft.sylt und die Petition unterstützen.

Hier geht es zum Video:
http://www.youtube.com/watch?v=vED9oNrnFVY

Bitte unterstützen Sie uns weiter und teilen Sie die Petition.

WIR.GEMEINSAM.
zukunft.sylt

EDITED BY WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV. Als Kind in Braderup auf Sylt aufgewachsen. Einschulung in Kampen-Wenningstedt.