Mittwoch, 31. Oktober 2012

PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE - HEFT 74, OKTOBER 2012: WANDLUNG 1v3. (HELIODA1)

Zum heutigen REFORMATIONSTAG, bei CARL HUTERs MENSCHENKENNTNIS handelt es sich um eine sozusagen wirkungsvolle WELTREFORMATION, folgt aus Anlass des 100. TODESTAGES CARL HUTERs am 4. DEZEMBER 2012 folgender exzellenter VORTRAG, publiziert in Fachschrift PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE by Physiognomische Gesellschaft Schweiz, PGS.

In diesem BLOG by CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV folgt der ERSTE TEIL in aktueller OKTOBERAUSGABE 2012 von PP, PGS, in drei Teilen:



WANDLUNG

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der PSYCHO-PHYSIOGNOMIK CARL HUTERs! Ich heisse Sie herzlich willkommen zum 100. TODESTAG VON CARL HUTER.


Wenn wir die GEBURTS- und STERBEDATEN CARL HUTERs betrachten, stellen wir fest, dass der 150. GEBURTSTAG und der 100. TODESTAG ENG BEIEINANDER LIEGEN.


Am 4. DEZEMBER dieses Jahres GEDENKEN WIR DES 100. TODESTAGES VON CARL HUTER.

Wir nehmen dies zum ANLASS, BIOGRAFISCHES als auch SEINE WICHTIGSTEN GEDANKEN und ERKENNTNISSE sowohl zu eroertern, zu wuerdigen und auch ZU HINTERFRAGEN.

Dabei sollen DIE SELBSTBEZEICHNUNGEN CARL HUTERs - "ICH BIN PSYCHO-PHYSIOGNOMIKER und KALLISOPH, NEUETHIKER, NEUWELT- und auch NEUMENSCHGESTALTER." (Ist Frieden eine Utopie? S. 247) als ROTER FADEN meines VORTRAGES dienen.



Hinzugefuegt: Schleswig-Holstein by Medical-Manager Wolfgang Timm im Auftrag CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, Husum-Zentrum.


DIE KINDHEIT CARL HUTERS

CARL HEINRICH CONRAD HUTER, der BEGRUENDER DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK, wurde am 9. Oktober 1861 in Heinde bei Hildesheim, heute ein Ortsteil der STADT BAD SALZDETFURTH in NIEDERSACHSEN, geboren.

Als aeltestes KIND VON HEINRICH HUTER, der von Beruf Wasserbaumeister war, und JOHANNE HUTER, geb. LAFFERT, wuchs er mit seiner aeltesten Schwester AUGUSTE und seiner juengeren Schwester EMILIE heran.

Bereits mit sechseinhalb Jahren wurde CARL HUTER HALBWAISE, da sein Vater an den Folgen einer Erkaeltung verstarb.

CARL HUTER wurde von seinen Geschwistern GETRENNT und kam im Herbst 1868 zu seinem ONKEL FRIEHE nach Oedelum.

Die FRIEHEs, die KINDERLOS waren, betrieben eine KLEINE LANDWIRTSCHAFT. HUTER sollte ihnen bei der taeglichen Arbeit helfen und ihm wurde in Aussicht gestellt, dass er den Hof spaeter erben koennte.

In der SCHULE in Oedelum erfuhr er eine GUTE FOERDERUNG sowohl durch seinen LEHRER AUGUST ALMELING als auch durch den PASTOR von Oedelum, die beide den BESUCH DES GYMNASIUMS VORSCHLUGEN, weil sie HUTERs BEGABUNGEN ERKANNTEN.

Seine PFLEGEELTERN hatten aber KEIN VERSTAENDNIS FUER DIE WISSENSCHAFTLICHE LITERATUR, mit der sich CARL HUTER beschaeftigte.


AUS DEM BESUCH DES GYMNASIUMS WURDE MANGELS GELD NICHTS. Nach der KONFIRMATION HUTERS, im April 1876, VERLIESS ER SEINE PFLEGEELTERN, verzichtete auf das in Aussicht gestellte ERBE und ging zu seiner Mutter nach Heinde zurueck.

In seiner AUTOBIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 51) beschreibt er sich als: "(...) KOERPERLICH und GEISTIG GEBROCHEN. Ich brauchte Wochen zur Erholung; doch DIE LIEBEVOLLE PFLEGE MEINER MUTTER GAB MIR BALD GESUNDHEIT und LEBENSFREUDE WIEDER."

HUTER schreibt weiter (Ist Frieden eine Utopie? S. 57): "DIE LIEBLOSIGKEIT, die fast taeglichen KRAENKUNGEN und UNGERECHTIGKEITEN, denen ich ausgesetzt war, moegen meine SEELE vielleicht noch FEINFUEHLENDER und SENSIBLER gemacht haben, aber sie WIRKTEN AUCH LEBENSZERSTOEREND AUF MEINEN KOERPER."



JUGENDZEIT

Im August 1876 begann CARL HUTER eine dreieinhalb Jahre dauernde LEHRZEIT in HILDESHEIM als PORTRÄT-, DEKORATIONS- und PORZELLANMALER, die er 1880 mit Auszeichnung abschloss.

Danach begab er sich in den Jahren 1880-84 auf WANDERSCHAFT und ging zuerst nach BERLIN. Dazu schreibt er (Ist Frieden eine Utopie? S. 60) „BERLIN ZERSPLITTERT ZU SEHR; ich wurde dort sogar eine Zeit lang MATERIALIST und ATHEIST.“

Danach ging er nach LEIPZIG, fand einen Mäzen und erhielt GESANGSUNTERRICHT. Weil seine Stimmbänder überanstrengt und auch seine Lungen stark angegriffen wurden, konnte er kein Opernsänger werden.

In LEIPZIG suchte er SPIRITISTISCHE KREISE auf, nahm an SPIRITISTISCHEN SITZUNGEN teil und wurde, für ein Jahr, Mitglied im Verein für harmonische Philosophie, der Studien mit SPIRITISTISCHEN MEDIEN durchführte.

LEITER diese Vereins war Prof. CYRIAX, der HUTER PRIVATUNTERRICHT in Biologie, Anatomie, Physiologie und Phrenologie gab. Prof Cyriax RIET SEINEN SCHÜLER, SICH GANZ DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK ZU ZUWENDEN.

Von Leipzig ging HUTER nach DRESDEN. In seiner BIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 60) schreibt er über diese Zeit: „In DRESDEN gab ich mich dem STUDIUM DER SCHÖNEN KÜNSTE hin.

In der KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK studierte ich eifrig ALLE ERDENKLICHEN WERKE ÜBER PSYCHOLOGIE, PHILOSOPHIE, KUNSTGESCHICHTE, PHRENOLOGIE, MIMIK und PHYSIOGNOMIK.

Hier fand ich GELEGENHEIT, MEINE KÜNSTLERISCHE NATUR AUSZUBILDEN.“



SPIRITUALISMUS

HUTER hatte immer wieder KONTAKT ZUR GEISTIGEN WELT. Diese OKKULTEN FÄHIGKEITEN hat er, wie er schreibt, VON DER MUTTER SEINER MUTTER, SEINER GROSSMUTTER LAFFERT, GEERBT.

HUTER erkannte, dass nur BESONDERE, nämlich LIEBEVOLLE und MITFÜHLENDE MENSCHEN die GABE DES HELLSEHENS und VORAUSSCHAUENS haben.

Bereits mit zwei Jahren hatte er selbst ERSTE VORAUSAHNUNGEN und SAH LICHT- und SCHATTENGESTALTEN. Mit 16 Jahren beschrieb er viele außergewöhnliche ERSCHEINUNGEN und sah sich als BRINGER EINER NEUEN RELIGION.

„Du erst wirst berufen sein, eine WELTRELIGION ZU SCHAFFEN, die die EDLEN MENSCHEN ALLER VÖLKER ANNEHMEN. Du wirst ein WELTERLÖSER werden, du wirst DAS HÖCHSTE ERREICHEN, WAS EIN MENSCH AN WISSEN, WEISHEIT und KRAFT DES VERSTANDES ERREICHEN KANN“ (IST FRIEDEN EINE UTOPIE? S.52).

Jahre später, am 9. OKTOBER 1902, seinem 41. GEBURTSTAG, hatte er eine ERSCHEINUNG über die VEREINIGUNG DER VÖLKER UNTER SEINER NEUEN RELIGION, bei der er zum KÖNIG DER GEISTIGEN WELT GEKRÖNT wird.

„Ich sah mich darauf auf einer Anhöhe als GEISTESKÖNIG DER WELT stehen, sah, wie ALLE VÖLKER DER ERDE Vertreter gesandt hatten, um mir zu huldigen. Ich sah die Bischöfe und Priester EINER NEUEN KIRCHE; DIE KALLISOPHISCHE KIRCHE war über die ganze Erde verbreitet.“ (Ist Frieden eine Utopie? S.200).

„Ich sah, dass meine Religions-, Staats- und Völkerlehren die GANZE MENSCHHEIT DER ERDE GLÜCKLICH GEMACHT HATTEN, sodass niemand mehr an Krieg dachte.“ (Ist Frieden eine Utopie? S.202).

So war es verständlich, dass sich HUTER 1884, wie gerade gehört, dem VEREIN FÜR HARMONISCHE PHILOSOPHIE ANSCHLOSS. CARL HUTER war überzeugt, dass die Welt, wie der MENSCH auch, eine AUSSENSEITE und eine INNENSEITE besitzt.

Diese INNENSEITE DER WELT ist aber durch unser TAGESBEWUSSTSEIN allein nicht ausreichend erfassbar.

Daher kann, seiner Meinung nach, eine WISSENSCHAFT, für die nur das MESSBARE ERGEBNIS zählt, nicht den INNEREN KERN DER WELT ERKENNEN und ERKLÄREN.

Erst mit den PUBLIKATIONEN des JESUITEN und Paläontologen TEILHARD DE CHARDIN (1881-1955) wurde der GEDANKE, dass die INNENSEITE DER WELT, als auch die AUSSENSEITE DER DINGE ZU BEACHTEN SEIEN, um ein UMFASSENDES BILD VON DER WELT zu erhalten, IN GEWISSEN WISSENSCHAFTLICHEN KREISEN DISKUTIERT und ZUM TEIL AUCH ANERKANNT.

Für CARL HUTER war der SPIRITISMUS ein PROBATES MITTEL, um Antworten besonders auf DIE FRAGEN NACH DEM TOD, DEM FORTLEBEN NACH DEM TOD und der WEITERENTWICKLUNG NACH DEM TOD zu erhalten.

Als ÜBERZEUGTER SPIRITIST legte sich HUTER den KÜNSTLERNAMEN LIRANI CHERUBINI zu, reiste im HERBST 1884 umher, um die TRICKS DER ANTISPIRISTEN und GEDANKENLESER zu entlarven und diese den Zuhörern zu erklären, um dann den ECHTEN SPIRITISMUS zu würdigen.


[NB by W. Timm / CHZA: AUSGANGSPUNKT CARL HUTERs BAHNBRECHENDER VORTRAEGE WAR KIEL!

Schon mit 23 Jahren ging HUTER, anfangs noch unter o.g. Pseudonym / Künstlernamen LIRANI CHERUBINI in die Öffentlichkeit. Ein sehr positives PRESSE-Echo kann in "PINSEL & PALETTE", 1911, sehr ausfuehrlich mit Dokumenten studiert werden. Damals war die PRESSE noch nicht weltweit gleichgeschaltet.

(Uebrigens auch zwei sehr junge 23-jaehrige von der PIRATENPARTEI Schleswig-Holstein sind seit Mai 2012 im KIELER Landtag. Stichwort "23"! Auch HUTER startete mit 23 Jahren in KIEL!)

Diese raffinierte Gleichschaltung in PRESSEWESEN und via Etablierung ZENTRALER BANK, FED = Privat!!!, erfolgte ab 1913, also ein Jahr nach dem Tod von Huter im Dezember 1912.

Die Etablierung sogenannter FEDERAL RESERVE BANK = PRIVAT!!!, in USA, eben nicht Bund, wie Name zur Taeuschung suggeriert, schaffte unser gegenwärtiges globales SCHULDGELDSYSTEM - in Wahrheit zu unserer EIGENEN VERSKLAVUNG, die viele Unwissende bzw. Hakbwissende sogar noch begruesst (auch m.W. in der jungen Piratenpartei in Deutschland).

Gesamte Politik, insbesondere in den USA wurde sozusagen BANKSTER-KARTELLEN ausgeliefert und somit käuflich!!! - Diese totale Abhaengigkeit von Staaten an im Grunde PRIVATBANKEN (FINANZ-KABBALE), gilt es heute JAHR 2012 Final zu beenden. GEGENWAERTIGES SCHULDGELDSYSTEM ist heute klar als AUSLAUFMODELL zu kennzeichnen!

Im Vorwort wies ja Frau EDER, Zentralleiterin der sehr renommierten PHYSIOGNOMISCHEN GESELLSCHAFT SCHWEIZ, auf "HALBZEIT" der vom Grossmeister der Menschenkenntnis voraus gesehenen WELTREFORMATION der gesamten Menschheit innerhalb kommender 200 Jahre, hin! - Seit dem TOD von Carl Huter, 1912, also die HAELFTE der bahnbrechenden WANDLUNG haben wir Menschen schon erfolgreich getaetigt - also HALBZEIT fuer eine grossartige ZUKUNFT MIT MENSCHEN. Ende.]


DOCH DER ZEITGEIST WAR GEGEN IHN. Durch die anstrengende GEISTESARBEIT wurde SEINE GESUNDHEIT STARK ANGESCHLAGEN und ein HERZ- und MAGENLEIDEN waren die Folge.

Er ging nach Heinde zurück, um sich über SEINE BERUFLICHE ZUKUNFT Gedanken zu machen.

Sich an die Zeit erinnernd schreibt HUTER (Ist Frieden eine Utopie? S. 88): „Ich hatte in meiner eigenen ENTWICKLUNG VIER WANDLUNGEN durchgemacht. Einmal war ich von meinem FROMMEN EVANGELISCH-LUTHERISCHEN KIRCHENGLAUBEN der HEIMAT zur MATERIALISTISCHEN WELTANSCHAUUNG BERLINs gekommen. Von dieser gelangte ich nach DRESDEN zur SCHÖNHEITSPHILOSOPHIE und endlich in LEIPZIG zum SPIRITUALISMUS.

Nun begann für mich die ZEIT, IN DER ICH ALLE ALS GUT ERKANNTEN WAHRHEITEN ZUSAMMENFASSTE. Damit kam ich zur FÜNFTEN STUFE MEINER GEISTIGEN ENTWICKLUNG, zu meiner INNEREN SCHÖNHEITSRELIGION.

Nach dieser suchte ich nun MEIN LEBEN ZU GESTALTEN.“ CARL HUTER gab ihr den NAMEN KALLISOPHIE.

UNERFÜLLTE LIEBE UND KRANKHEIT

Von 1885 bis 1893 betätigte er sich als KUNSTMALER in HILDESHEIM, machte weiterhin KÜNSTLERISCHE STUDIEN und ARBEITETE WISSENSCHAFTLICH. Doch davon konnte er nur leidlich leben.

„Wieder lernte ich NOT, HUNGER, FROST und ELEND kennen“, lesen wir in seiner BIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 90). Nur langsam gelang es ihm, eine BERUFLICHE EXISTENZ AUFZUBAUEN.

Im Frühling des Jahres 1888 VERLIEBTE SICH CARL HUTER IN MINNA PROBST, die Tochter eines reichen Bauern. Diese Sympathie wurde zwar erwidert, doch die geringen Einkünfte Huters und das STANDESBEWUSSTSEIN DES REICHEN BAUERN verhinderten die Heirat.

Er schreibt (Ist Frieden eine Utopie? S. 92): „Als sich das geliebte Mädchen mit dem Kandidaten der Theologie verlobte, überkam mich ein UNSAGBARES SEELENLEID.“ Huter ERKRANKTE DARAUFHIN SCHWER AN HALSKREBS in Verbindung mit einem LUNGENLEIDEN.

SEIN GESCHÄFT IN HILDESHEIM MUSSTE ER AUFGEBEN. Er zog nach BRAUNSCHWEIG, um hier BERUFLICH EINIGE AUFTRÄGE AUSZUFÜHREN. SEINE KRANKHEIT konnte durch ärztliche Hilfe nicht gestoppt werden.

HUTER steckte sich zudem mit CHOLERA an, die er durch STARKE WILLENSKRAFT überwand. Er BEOBACHTETE DABEI AN SICH SELBST, WIE UND IN WELCHEN AREALEN SICH DIE KRANKHEIT ZEIGTE.

In seiner BIOGRAFIE (Ist Frieden eine Utopie? S. 94) lesen wir dazu: „SOFORT SAH ICH IN MEINEN TASCHENSPIEGEL und BEOBACHTETE MEINE GESICHTSZÜGE, UM ZU SEHEN, WIE SICH DIESELBEN BEI EINER SOLCHEN KRANKHEIT VERÄNDERTEN. ALLE GESICHTSMUSKELN WAREN SCHLAFF, DIE HAUT GANZ GRAU, SELBST DAS WEISSE IM AUGE ERSCHIEN GRAU.“

SEIN HALS- und LUNGENLEIDEN besserte sich nicht, und so ZOG ER im HERBST 1892 – zusammen mit seiner Wirtschafterin und Pflegerin AUGUSTE NEANDER – NACH BREMEN, um sich dort mehrfach operieren zu lassen.

Die KRANKHEIT kam dadurch zum STILLSTAND. Er VERLOBTE SICH MIT AUGUSTE, doch die VERLOBUNG wurde wieder GELÖST, weil HUTER bei einem SPIRITISTISCHEN ERLEBNIS von einem GEIST erfuhr, dass für ihn eine ANDERE FRAU BESTIMMT sei, dass er später noch gesund werde und in ruhige Verhältnisse komme, aber auch noch VIEL SCHWERES DURCHMACHEN MÜSSE.

DER GEIST FÜHRTE WEITER AUS (Ist Frieden eine Utopie? S. 99): „DU WIRST DANN WERKE HERAUSGEBEN, VORTRÄGE HALTEN, oft reisen und DEINE WAHRHEITEN VERBREITEN. Du wirst in dieser Tätigkeit Befriedigung finden und EINE GROSSE MISSION ERFÜLLEN und sollst noch Anerkennung finden, und SEGEN WIRD AUF DEINEM WIRKEN RUHEN.“

1893 ZOG CARL HUTER NACH HANNOVER, widmete sich dem INTENSIVEN STUDIUM DER HEILKUNDE und hatte nun DAS WISSEN, SICH SELBST ZU BEHANDELN und SELBST ZU HEILEN.

Er wurde VON BEDEUTENDEN PERSÖNLICHKEITEN GEFÖRDERT, arbeitete beständig an SEINER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK und KALLISOPHIE, hielt VORTRÄGE ÜBER SEINE ENTDECKUNGEN, schrieb GEDICHTE und GRÜNDETE EINE PHILOSOPHISCHE SCHULE.

Im Sommer 1894 wurde zu CARL HUTER nach einem Vortrag eine SCHWERKRANKE FRAU GEBRACHT, deren KRANKHEIT er zutreffend beschreiben konnte. Man bat ihn inständig, DIE KRANKE ZU BEHANDELN, doch hatte er bis dato nicht die Absicht eine HEILANSTALT zu betreiben.

Die Frau und eine weitere Person WURDEN VON HUTER GEHEILT und der ERFOLG ERMUTIGTE IHN, LEITER EINES KURHAUSES IN EILENRIEDE BEI HANNOVER ZU WERDEN.

Am 4. Januar 1896 HEIRATETE CARL HUTER IN LONDON – gegen den Willen ihres Vormundes – die 14 Jahre jüngere HENNY PIEPER, obwohl er auf Grund seiner PSYCHO-PHYSIOGNOMISCHEN STUDIEN WUSSTE, DASS HENNY NICHT SEINE IDEALE PARTNERIN WAR uns sie ihn bei den zu erwartenden Aufgaben und ANFEINDUNGEN nicht ausnahmslos unterstützen werde.


AUS DIESER EHE STAMMEN FÜNF KINDER.

Im Juli 1897 ERÖFFNETE HUTER in DETMOLD ein EIGENES SANATORIUM und hatte somit die MÖGLICHKEIT, SEINE KRANKENPHYSIOGNOMIK ZU VERVOLLKOMMNEN.

Durch UNZÄHLIGE ANFEINDUNGEN VONSEITEN DER ÄRZTESCHAFT und DES NATURHEILVEREINS und obwohl immer wieder in Auftrag gegebene GUTACHTEN HUTERs PROFUNDE KENNTNISSE IN DEN BEREICHEN ANATOMIE, PHYSIOLOGIE, CHEMIE und HYGIENE BESTÄTIGTEN, wurde dem AUTODIDAKTEN bereits ein Jahr später durch einen MAGISTRATSBESCHLUSS dieses KURHAUS VERBOTEN.

Er verpachte daraufhin sein SANATORIUM und seine FRAU FÜHRTE MIT ANGESTELLTEN DAS KURHAUS WEITER.

HUTER BAUTE NUN SEIN SYSTEM DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK AUS, machte VORTRAGSREISEN und gab ELEMENTARLEHRKURSE. Viele seiner Teilnehmer an den KURSEN abonnierten daraufhin die ZEITSCHRIFT „HOCHWART“, die HUTER im Herbst 1899 HERAUSGAB.

Es entstanden KLEINERE VEREINIGUNGEN, DIE HUTERs LEHREN PFLEGTEN. Doch schon nach kurzer Zeit lösten sie sich wieder auf. Dies bewog HUTER im Juni 1901 eine ZENTRALORGANISATION zu gründen, der er den NAMEN „HUTERISCHER BUND“ gab.

Anfang 1901 vereinbarten HUTER und SEINE FRAU HENNY die AUFLÖSUNG IHRER EHE, die Familie aber sollte zusammenleben, sie wurden daher nicht gerichtlich geschieden.

Es waren Dinge vorgefallen, die ein ZUSAMMENLEBEN DER BEIDEN UNMÖGLICH MACHTE.. Ostern 1901 lernte er ELLY TUCHTFELD kennen, sie wurde schwanger.

Als HUTER auf einer Vortragsreise war, schlief sie aber mit einem anderen Mann. HUTER schreibt (Ist Frieden eine Utopie? S. 194): „Mein Nervensystem war über diesen Fall total erschüttert; ich war fast dem Wahnsinn nahe. Tage- und nächtelang stellten sich HERZKRÄMPFE ein, mein LEBEN SCHIEN VERLOREN“.

ELLY brachte im März 1902 in BELGIEN einen KRANKEN SOHN auf die Welt, den HUTER „HELIOS“ nannte. Er starb nach kurzer Zeit, obwohl HUTER noch versucht hatte, ihm zu helfen.

DAS HUTER DER VATER WAR, IST ZU BEZWEIFELN. HELIOS wurde aber von HUTER als sein SOHN anerkannt. DIE BEZIEHUNG MIT ELLY WAR ZU ENDE.



Es folgt in einem gesonderten BLOG-BEITRAG die Beschäftigung mit der FRAGE:

WAS IST NUN DAS BESONDERE UND ORIGINALE BEI CARL HUTER? Fortsetzung EMPFINDUNGSENERGIE DES WELTÄTHERS, PHYSIOGNOMIK – PSYCHO-PHYSIOGNOMIK und PSYCHO-PHYSIOGNOMISCHES GRUNDGESETZ.

Copyright beim Autor Rudolf Zörndlein und Physiognomische Gesellschaft Schweiz, Zürich. Gewerbliche Nutzung ist strikt untersagt!


SOURCE / QUELLE: Fachschrift PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE, Ausgabe Oktober 2012 – Nr. 74.

EDITED BY DIPLOM PSYCHOLOGE WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, CHZA. Physiognomische Gesellschaft Schweiz und CHZA kooperieren. www.chza.de !