Donnerstag, 19. April 2012

HSH NORDBANK: VERDACHT DER UNTREUE, ERNEUT RAZZIA. (HELIODA1)

EINLEITUNG WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, HUSUM & MADRID: GERADE ERREICHTE MICH UEBER PIRATENPARTEI WESTKÜSTE (VERTEILER) FOLGENDE NACHRICHT ZUR SKANDAL-BANK HSH NORDBANK UND SEINEM EX-CHEF NONNENMACHER. FUER DAS GROSSE BILD SIEHE FRUEHERE BLOGBEITRAEGE, FINANZSYSTEM AUF DEN PUNKT GEBRACHT, WISSENSCHAFTLICHE SIGNIFIKANZ VON RUECKTRITTEN "BANKSTER" AUF HOECHSTER EBENE, ALSO NICHT MEHR NUR MITTLERES MANAGEMENT UND GESTRIGER WILCOCK-ARTIKEL ZUM ANTRAG AUF PFAENDUNGEN GEGEN 12 FEDERAL RESERVE BANKEN (FED = PRIVAT !!!). End Medical-Manager W. Timm.

QUELLE: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.


VERDACHT DER UNTREUE
ERNEUT RAZZIA BEI DER HSH NORDBANK
19.04.2012, 12:14

BESUCH VON POLIZEI UND STAATSANWALT:

Fahnder haben wieder Geschäftsraeume bei der HSH NORDBANK durchsucht und AKTEN sichergestellt. Es geht um einen RECHTSSTREIT in der TUERKEI - wollte die Bank ihn mit dubiosen Zahlungen aus der Welt schaffen?

ERNEUT HABEN FAHNDER BEI DER HSH NORDBANK ZUGESCHLAGEN:

POLIZEI und STAATSANWALTSCHAFT haben am Dienstag wegen des VERDACHTS DER UNTREUE die BANKZENTRALEN in HAMBURG und KIEL durchsucht.

RAZZIEN gab es auch in vier Privatwohnungen in Hamburg, SCHLESWIG-HOLSTEIN und Niedersachsen sowie in Geschäfts- und Lagerräumen einer SICHERHEITSFIRMA in MUENCHEN.

Dabei seien rund 30 KARTONS mit UNTERLAGEN sowie LAPTOPS, PCs und DATENTRAEGER SICHERGESTELLT worden, bestätigte OBERSTAATSANWALT WILLHELM MOELLERS am Donnerstag einen Bericht der BILD.

Ein EHEMALIGER VORSTAND sowie zwei frühere leitende Angestellte würden verdächtigt, UNBERECHTIGT ZAHLUNGEN über mehr als fünf MILLIONEN EURO an eine Münchner SICHERHEITSFIRMA sowie an eine Salzburger Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft angewiesen zu haben. Die BANK hatte deshalb Ende 2010 SELBST ANZEIGE erstattet.

HINTERGRUND ist ein RECHTSSTREIT mit einem türkischen REEDER, der VON der HSH NORDBANK 61 MILLIONEN EURO FORDERE.

Begonnen hat der Fall Anfang vergangenen Jahrzehnts, als die aufgrund ihres Standorts an der Küste auf SCHIFFS-FINANZIERUNGEN spezialisierte HSH dem türkischen Reeder KREDITE für den Bau einer kleinen Flotte gewährte. 2003 kam es zum STREIT, der Reeder soll die DARLEHEN nicht mehr getilgt haben.

Die HSH griff sich vorübergehend die von ihr finanzierten mehr als fünf SCHIFFE und kam schließlich zu ihrem Geld. Anschließend machte der REEDER in seinem HEIMATLAND jedoch beträchtliche SSVHADENSERSATZFORDERUNGEN geltend, unter anderem für entgangene Frachtaufträge und den RUFSCHADEN, den er erlitten habe.

Hier kam die Münchner SICHERHEITSFIRMA ins Spiel, die bereits in andere HSH-Affären verwickelt ist und die über gute Beziehungen in der Türkei verfügen soll.

Im Mai 2008 erhielt die Sicherheitsfirma mehrere Millionen Euro als ERFOLGSHONORAR, falls es gelinge, die Ansprüche des Reeders abzuwehren. PROJEKTNAME: SHISHA (Wasserpfeife).

Außerdem sollen sie bei der österreichischen WIRTSCHAFTSBERATUNGSGESELLSCHAFT ein NUTZLOSES GUTACHTEN zur Situation türkischer Reedereien über 1,5 Millionen Euro in Auftrag gegeben haben.

[StA] MOELLERS sagte, die Anklagebehörde habe nach rund einjähriger Prüfung Anfang 2012 einen ANFANGSVERDACHT angenommen und am Dienstag von zwei Staatsanwälten und 42 Polizeibeamten insgesamt elf Durchsuchungsbeschlüsse umsetzen lassen.

Bereits ANFANG JANUAR hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs frühere Bankvorstände Anklage wegen UNTREUE IN BESONDERS SCHWEREM FALL und unrichtiger Darstellung, also BILANZFAELSCHUNG, erhoben.

Bei den Beschuldigungen gegen die Manager, darunter auch die früheren Vorstandschefs HANS BERGER und DIRK JENS NONNENMACHER, geht es vor allem um das Geschäft mit dem CODENAMEN "OMEGA55" Ende 2007, das die Bank letztlich 270 Millionen Euro kostete.

Die früheren Vorstände weisen die Anschuldigungen bislang zurück. Sollte das Gericht die Anklage zulassen, rechnet MOELLERS nach eigenen Angaben mit einem Prozess nicht vor Ende des Jahres.


ES FOLGT WEITERER ARTIKEL, JANUAR 2012, HINTERGRUNDINFORMATIONEN ZU SKANDAL-HSH NORDBANK:

Die HAMBURGER STAATSANWALTSCHAFT hat ANKLAGE gegen den früheren Chef der HSH NORDBANK, DIRK JENS NONNENMACHER, und fünf weitere Ex-Vorstände erhoben.

Im Zentrum steht DIE FRAGE: WER IST SCHULD AN DEN HOHEN VERLUSTEN DER LANDESBANK?

WARUM MUSSTE SIE IN DER FINANZKRISE VOM STEUERZAHLER GERETTET WERDEN?

"Bei allen sechs besteht der VERDACHT DER UNTREUE", sagte ein Sprecher der STAATSANWALTSCHAFT.

NONNENMACHER und Ex-Kapitalmarktvorstand Jochen Friedrich wird zudem BILANZFAELSCHUNG VORGEWORFEN. Die Beschuldigten weisen dies zurück.


Der frühere HSH-CHEF NONNENMACHER muss ein GERICHTSVERFAHREN fürchten

Im Zentrum der ERMITTLUNGEN steht ein Geschäft mit dem CODENAMEN "OMEGA 55", mit dem die HSH Anfang 2008 ihr EIGENKAPITAL aufbessern wollte.

Der dringend notwendige Börsengang war angesichts der heraufziehenden FINANZKRISE nicht mehr möglich. Gleichzeitig drohten mehrere Ratingagenturen, die Bonität des Instituts herabzustufen.

Mit Hilfe der französischen BANK BNP PARIBAS entledigte sich die HSH daher eiligst von verbrieften Krediten, ÜBERNAHM dafür jedoch andere RISIKEN, weswegen sie später zeitweise 500 Mio. EURO ABSCHREIBEN musste. Solche Geschäfte sind zwar durchaus üblich, allerdings müssen Banken dies DER AUFSICHT MELDEN. Zudem müssen sie BEDINGUNGEN erfüllen, damit dies anerkannt wird.



ERSTE ANKLAGE GEGEN EINEN KOMPLETTEN BANKVORSTAND

Statt zu entlasten, TRUG der DEAL ZUR SCHIELAGE DER HSH bei und kostete den damaligen Chef Hans Berger den Job. Auf ihn folgte im HERBST 2008 NONNENMACHER, der zuvor Finanzvorstand war.

Wenig später mussten HAMBURG und SCHLESWIG-HOLSTEIN die HSH VOR der PLEITE RETTEN. "Es ist das erste Mal, dass in Folge der Finanzkrise DER GESAMTE VORSTAND EINER BANK ANGEKLAGT wird", sagt der Hamburger STRAFRECHTLER GERHARD STRATE, der die ERMITTLUNGEN mit angestoßen hat.

Auch mit Blick auf die AUFARBEITUNG anderer Bankenschieflagen kommen ERMITTLER DEUTSCHLANDWEIT langsam voran. Im Juni 2011 hatten Staatsanwälte Anklage gegen Ex-Vorstände der BAYERN LB erhoben, im September gegen drei Ex-Vorstände der SACHSEN LB.

Verurteilt wurde bislang nur ein Bankvorstand - und zwar Ex-IKB-CHRF STEFAN ORTSEIFEN wegen vorsätzlicher MARKTMANIPULATION. Er erhielt eine Bewährungsstrafe samt Geldbuße.

Kein Anzeichen für ein Ende der Ermittlungen gibt es bei der LANDESBANK BADEN-WÜRTTEMBERG und der HYPO REAL ESTATE. Untreue gilt als schwammiger Tatbestand und ist schwer nachzuweisen. Zudem ist ein Verlustgeschäft noch keine Straftat. Bankvorstände müssten ihre Pflichten grob fahrlässig verletzt haben.

Die ERMITTLUNGEN GEGEN die HSH-Vorstände laufen SEIT 2009. Neben deren Verantwortung für den "OMEGA"-DEAL wurde zunächst auch untersucht, wie die HSH in großem Stil in GIFTPAPIERE investieren konnte oder warum sie der Investmentbank GOLDMAN SACHD nach der LEHMAN-PLEITE eine Kreditversicherung auszahlte, möglicherweise ohne es zu müssen. Diese Aspekte spielen nun keine Rolle mehr.

Die 8. Große Strafkammer des Landgerichts Hamburg muss nun prüfen, ob sie die KLAGE zulässt, was Monate dauern könnte. Über 500 Seiten hat die Klageschrift. Allein ein Sonderband, in dem der MAILVERKEHR der HSH zu den OMEGA-DEALS abgeheftet ist, umfasst etwa 50 Ordner.



Vorwürfe sind heftig umstritten

Damit haben die Beschuldigten viel Zeit, das Gericht zu überzeugen, das Verfahren noch einzustellen. Stärkstes Argument wird der Bericht der zwölfköpfigen Ermittlungsgruppe 091 sein, der im März 2010 bei der Staatsanwaltschaft eingereicht wurde. Auf 76 Seiten legen die Ermittler des LKA HAMBURG und zwei Wirtschaftsreferenten der Staatsanwaltschaft dar, warum sich die Manager nicht strafbar gemacht hätten.

Die STAATSANWALTSCHAFT war dem jedoch nicht gefolgt, sondern tauschte den Gruppen-Leiter und sieben weitere Beamte aus.

Eine gemeinsame Verteidigungsstrategie werden die Beschuldigten wohl nicht verfolgen. So machte Ex-Kapitalmarktvorstand FRIEDRICH indirekt seinen Mitangeklagten NONNENMACHER für die ABSCHREIBUNGEN verantwortlich:

Friedrich ließ mitteilen, der Verlust aus "Omega 55" sei entstanden, weil das Geschäft Anfang 2010 und damit zu früh aufgelöst worden sei. Die ENTSCHEIDUNG fiel UNTER NONNENMACHER.

Durch die LIQUIDATION konnte die HSH zwar 188,5 Mio. Euro Ertrag aus der Wertaufholung der Papiere verbuchen. Es blieben jedoch nach unterschiedlicher Darstellung immer noch 145 Mio. Euro bis 270 Mio. Euro VERLUST.

EDITED BY DIPLOM PSYCHOLOGE WOLFGANG TIMM, CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV, WWW.CHZA.DE . PHYSIOGNOMISCHE GESELLSCHAFT SCHWEIZ, ZÜRICH, UND CHZA, HUSUM & MADRID, SHANGHAI, KOOPERIEREN.