Montag, 20. Februar 2012

GAU DER BRD-AG: GAUck, IM "LARVE" & BK MERKEL, IM "ERIKA" IM AUFTRAG HOCHFINANZ: FINALE AUSPLUENDERUNG DES DEUTSCHEN VOLKES. (HELIODA1)

Vorweg:
Würzburger Wirtschaftsermittler KRIMINALHAUPTKOMMISSAR Uwe Dolata sagt:

DEUTSCHLAND IST DAS KORRUPTESTE LAND DER ERDE

Es folgen zwei ARTIKEL zu den DREI PERSONEN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, SEIT GESTERN ABEND ZUKUENFTIGER BUNDESPRAESIDENT GAUck, IM "LARVE", BILDERBERGER ASSOZIIERT VIA ATLANTIK BRUECKE, HAMBURG; BUNDESKANZLERIN bzw. GESCHAEFTSFUEHRERIN DER LUEGEN BRD-AG ANGELA "MERKEL-FERKEL", IM "ERIKA" = BILDERBERGERIN; BEIDE ALSO STASI ERPROBT - SOZUSAGEN DDR 2.0 "RELOADED" ZUR FINALEN PLUENDERUNG DEUTSCHLANDS AN DIE HOCHFINANZ, STICHWORT BRD-RATIFIZIERUNG ESM-VERTRAG UND DADURCH TOTALE ENTMACHTUNG DES DEUTSCHEN PARLAMENTARISMUS AN EU-MONSTER & HOCHFINANZ.

Hinweis fuer KENNER DES BRD-SCHWINDELS: SEIT 5. FEBRUAR 1934 wurden DIE DEUTSCHEN VOELKER DURCH DEN DAMALIGEN STAATENLOSEN ADOLF HITLER AUS OESTERREICH TOTAL ENTMACHTET UND ENTRECHTET VIA GLEICHSCHALTUNG LANDESZUGEHOERIGKEIT UND REICHSANGEHOERIGKEIT.

DIESE DE FACTO NAZI-ENTWURZELUNG UND NAZI-HEIMATLOSIGKEIT WURDE VOLLZOGEN UND VON BRD BIS HEUTE UEBERNOMMEN.

EINZIGER NOCH VERBLEIBENDER AUSWEG IST UMSETZUNG VON ARTIKEL 146 GRUNDGESETZ. Meine Wenigkeit Wolfgang Timm vollzog diese UMSETZUNG ART. 146 GG OKTOBER 2011, im 150. JUBILAEUMS GEBURTSTAGS-MONAT UNSERES VEREHRTEN GROSSMEISTERS DER ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & KALLISOPHIE, Nichtakademiker und Privatgelehrter CARL HUTER (1861-1912), der die KUNSTPHYSIOGNOMISCHEN BESTREBUNGEN vom GROESSTEN DEUTSCHEN KUENSTLER ALLER ZEITEN, naemlich ALBRECHT DUERER (1471-1528), Stichwort VIER BUECHER VON MENSCHLICHER PROPORTION, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, HAUPTWERK "MENSCHENKENNTNIS", 1904-06, VOLLENDETE.

AN SICH IST HEIMAT UNVERAEUSSERLICHES GUT. NUR NICHT FUER ALLE DEUTSCHEN, DIE SICH BRD-SYSTEM UNTERWERFEN bzw. SO DUMM SIND und SICH ALS PERSONAL DIESER BRD-FIRMA VERARSCHEN und SOMIT DEMNAECHST FINAL WIDERSTANDSLOS DURCH GAUck & MERKEL, unseren zwei IMs fuer EU-MONSTER & HOCHFINANZ, VERRAMSCHEN LASSEN.

Zum Abschluss folgt zweiter ARTIKEL vom Autor WISNEWSKI, HINTERGRUND-INFOs: WARUM BRD VOGELFREI-BUNDESPRAESIDENT aD WULFF seit Mitte Dezember 2011 zum POLITISCHEN ABSCHUSS FREI GEGEBEN WURDE UND LETZTEN FREITAG MIT HILFE POLITISCH WEISUNGSGEBUNDENER STAATSANWALTSCHAFT GEZIELT OHNE TATSAECHLICHEN ANFANGSVERDACHT, TROTZDEM ANGEKLAGT WURDE, UND WIE ZU ERWARTEN WULFF ALS UEBERRASCHEND SYSTEMKRITISCH GEGENUEBER BRD-PARLAMENTARISMUS UND INSBESONDERE GEGEN HOCHFINANZ ALS BRD-BUNDESPRAESIDENT SOZUSAGEN ALS OBERSTES BRD-FREIWILD POLITISCH ERLEGT WURDE.

Im Vergleich zu anderen POLITGROESSEN UNSERER BRD-SCHURKEN CLIQEN-SEKTEN kann man WULFF wohl als NOVIZEN in KORRUPTION ala BK aD HELMUT KOHL, "Kohls Maedchen" amtierende BK & "STASI=NAZI-MERKEL" und ab 18. Maerz 2012 voraussichtlich gewaehlten ZUKUENFTIGEN AMTIERENDEN BRD-SCHWINDEL BUNDESPRAESIDENTEN & "STASI=NAZI-GAUCK als in der Tat GROESSTEN ANZUNEHMENDEN UNFALL, GAU = GAUCK, SEHEN.

Beispielsweise konnte HELMUT KOHL ganz offen RECHT BRECHEN und wurde als durch und durch korrupt mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt:

KEINER HAT SO GUT WIE UNSER HOCHVERRAETER NUMMER EINS, Hennoch Kohn, alle deutschen vitalen Lebensinteressen an die HOCHFINANZ sozusagen nachhaltig verKOHLt. END KOMMENTAR DIPLOM PSYCHOLOGE WOLFGANG TIMM mit spanischem Sohn, 28, HUSUM & MADRID, EHEMALS 1997 AUF LAND "SCHLAEFRIG-HOLSTEIN" VEREIDIGTER.


Nun zum ersten Artikel. QUELLE: KOPP-VERLAG

JOACHIM GAUCK: Präsident der Herzen oder KANDIDAT DER FINANZINDUSTRIE?
Eva Herman

Immer dann, wenn sich alle Parteien, Wirtschafts- und Finanzgrößen, Promis und vor allem die Medien unseres Landes über eine bestimmte Sache oder Person einig sind, immer dann gibt es eigentlich schon genügend Grund, sofort stutzig zu werden.

So, wie alle Beteiligten vor über sieben Wochen offenbar plötzlich einhellig beschlossen hatten, dass Christian Wulff aus dem Bundespräsidentenamt gejagt werden sollte, so einmütig wurde bereits zwei Tage nach dessen endgültigem Rauswurf am 17. Februar 2012 sein Nachfolger inthronisiert:

Über alle Parteigrenzen hinweg schallt seit gestern Abend der beseelte Ruf über das ganze Land:

Der Retter ist da, Joachim Gauck for president!

["STASI=NAZI"-GAUck wurde via Flieger aus OESTERREICH, Wien, nach BERLIN eingeflogen. ADOLF HITLER erlangte als STAATENLOSER aus OESTERREICH 1933 DAS HOECHSTE POLITISCHE UND SPAETER NACH TOD VOM ALTEN REICHSPRAESIDENTEN HINDENBURG AUCH DAS HOECHSTE REPRAESENTATIVE AMT DES REICHSPRAESIDENTEN, welches NAZI-ADOLF einfach via GLEICHSCHALTUNG auf seine PERSON kurzschloss und zu seinem AMT REICHSKANZLER mit UEBERNAHM. HUTERFREUNDE WARNTEN SCHON 1932 vor HITLER fuer DEUTSCHE VOELKER als OBERSTER POLITISCHER FUEHRER INGEEIGNET. Siehe www.chza.de QUELLEN: "Der Gute Menschenkenner", erste Drei Ausgaben, Nummer Eins August 1932, NUMMER ZWEI September 1932, Bildbeurteilung ADOLF HITLER und Nummer Drei u.a. zu HINDENBURG, Hrsg. Amandus Kupfer (1879-1952) von und nach MENSCHENKENNTNIS CARL HUTERs. End W. Timm]

Nun sollte man kein Spielverderber sein und sich vielmehr zunächst einmal freuen, denn das, was schwer nach einer sich anbahnenden deutschen Staatskrise ausgesehen hatte, wurde in letzter Sekunde gestern von unseren »mutigen« Politikern abgewendet:

Trotz angeblicher Meinungsunterschiede wurden sich alle komischerweise doch ganz schnell einig über den neuen deutschen Vertreter im höchsten Amt (außer den Linken, aber die durften ja aus gutem Grunde auch nicht mitmachen).

Konnte Deutschland länger als zwei Tage ohne Bundespräsident bleiben? Undenkbar.

Dass es sich bei den angeblichen Koalitionsstreitereien zwischen Vizekanzler Rösler und Hauptkanzlerin Merkel nur um ein taktisches Manöver gehandelt haben könnte, um mit der seltsamen Einmütigkeit nicht gleich aufzufallen, bleibt natürlich reine Spekulation.

Ebenso wäre es auch möglich, dass Merkel nach ihrem Wulffschen Rohrkrepierer das Spiel verloren haben und man ihr Gauck nun aufgebrummt haben könnte, so wird es zumindest bereits im Netz kolportiert, doch ist auch das natürlich ebenso reine Spekulation.

Gaucks Wort als Bundespräsident werde künftig neben der Kanzlerin Gewicht haben, heißt es da. Vielleicht behage ihr das ja gar nicht besonders?

Wie gesagt, all das sind Hypothesen, die derzeit im Internet hochkommen, doch diese dürften auch noch eine Weile anhalten.

Dort kursieren bereits belustigte bis besorgte Bürger-Kommentare über den IM Larve (angeblich Gauck) und die IM Erika (angeblich Merkel).

»Nun sind 2 IMs – IM Erika und IM Larve – an der Spitze – DDR2.0«

»Hat Merkel deshalb Gauck abgelehnt? Und die FDP hat sich mit der Unterstützung für ihn an der Merkel gerächt?«

In anderen, nicht sehr freundlichen Wortmeldungen, geht es konkreter um die mögliche Stasi-Vergangenheit sowohl Gaucks als auch Merkels:

Wann werde sich der »neue Bundesaugust nun zur Stasi-Vergangenheit des aufgedunsenen Hosenanzugs äußern?«

Andere schreiben wiederum:

»Joachim Gauck trägt eine mächtig schwere Last in sein neues Amt: Er kennt mit größter Wahrscheinlichkeit die Akte Erika«.

Oder: »....und das Schauspiel geht weiter... der Mann, der schon zu DDR-Zeiten VW-Bus fuhr, der seine Söhne bei der Ausreise aus der DDR begleiten durfte, der Mann, der danach immer noch ungehindert ein- und ausreisen konnte (andere gingen dafür in den Bau), der Mann hat in der von ihm geleiteten Behörde hoffentlich als erstes seine eigene Akte vernichtet.«
Und auch hier:

»Ich kann diese Euphorie um Joachim Gauck nicht nachvollziehen und finde es sehr schade, dass Professor Schachtschneider sich zurückgezogen hat.«

Michael Winkler eröffnet seinen Tageskommentar heute mit folgenden Sätzen: »Alles Gauckelei? Das FDP-Präsidium stimmt geschlossen für Joachim Gauck als nächsten Bundespräsidenten.

Als ehemaliger Bürgerrechtler ist er genauso ein Wendehals wie die ehemalige FDJ-Propagandasekretärin Merkel.

Nur hat Gauck zwischendurch als Stasi-Jäger gearbeitet, deshalb ist er Merkel nicht so sympathisch.

Man sollte auf die Bezeichnungen achten – ein ehemaliger Bürgerrechtler ist keiner, der heute für Bürgerrechte eintritt.

Joachim Gauck wurde zum Zögling des Systems, deshalb ist er jetzt präsidiabel. Unbequem und innovativ ist er hingegen nicht.«

All diesen und weiteren kritischen, besorgten bis hämischen Kommentaren zum Trotze:

Deutschlands innenpolitische Krise ist seit gestern erst einmal vorbei.

Die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff mag jetzt zunächst auch niemand weiter öffentlich breittreten.

Denn Joachim Gauck ist da! Endlich! Der bereits 2010 für das höchste Amt angetretene ehemalige DDR- Pfarrer wurde schon damals als »Präsident der Herzen« bezeichnet.

Gibt es in dieser kalten, materialistisch anmutenden Welt überhaupt etwas Schöneres, Wärmeres für ein Land?

Er scheint so perfekt zu sein, dass man es schon fast wieder nicht glauben möchte.

Na gut, man sollte eine solch wichtige Entscheidung nicht immer sofort schlechtreden, aber Fragen stellen darf man doch, man muss es in diesem besonderen Fall sogar.

Schließlich können wir nicht ein drittes Mal innerhalb kurzer Zeit den Vertreter des höchsten deutschen Amtes auswechseln wie ein schmuddeliges T-Shirt. Diese Entscheidung muss jetzt sitzen!

So müssen natürlich zwangsläufig als erstes folgende Ungewissheiten beseitigt werden:

Wo hat Joachim Gauck in den letzten Jahren Urlaub gemacht? Mit welchen Wirtschafts-, Finanz- und Filmgrößen verbinden ihn »freundschaftliche Verhältnisse«? Wer hat die Bobbycars seiner Enkel und Urenkelkinder finanziert? Wie häufig war er schon auf Sylt? Wer bezahlt die Kleider seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt? Und wo hat diese früher gearbeitet?

Ja, wir müssen jetzt aufpassen, denn im Falle Wulff waren die meisten der Vorwürfe ja auch längst vor dessen Nominierung als Bundespräsident 2010 intern bekannt.

Damals spielten diese Petitessen nur keine Rolle, weil Wulff noch als farblos und lenkbar galt und man sich in dem damals bereits gefährlichen Weltfinanzdebakel nach dem eigensinnigen Horst Köhler mit Wulff für einen ungefährlichen Jasager entschieden hatte, der vor fragwürdigen Unterschriften von finanzpolitischer Bedeutung nicht derartig zurückzucken würde wie offenbar sein Vorgänger.

Wie konnte man denn ahnen, dass er sich plötzlich weigern wollte, den ESM-Vertrag zu unterzeichnen?

Außerdem hatten etliche weitere hochrangige Politiker ebenso ihre Leichen im Keller, die weitaus größer und hässlicher waren als Wulffs paar Eitelkeitsverwerfungen.

Doch wir sollten jetzt nicht immer zurückschielen zu Christian Wulff – der ist jetzt weg, abserviert und kommt erst mal nicht wieder!

Lasst uns nach vorne schauen, denn jetzt haben wir ja Joachim Gauck!

Dass die ersten drei Buchstaben seines Nachnamens den »Größten Anzunehmenden Unfall« (GAU) bezeichnen, sollte nicht als schlechtes Omen gewertet werden.

Schließlich hat der 72-jährige seine Verdienste als Vertreter der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit als Lebenswerk bereits manifestiert. Sogar die Behörde für die Stasi-Unterlagen trägt heute seinen Nachnamen.

Dass Gaucks Eltern beide Mitglieder der NSdAP waren, stört heute keinen großen Geist mehr. Die Sippenhaft ist abgeschafft, und das ist auch gut so.

Stattdessen schreiben die Zeitungen, als Sechsjähriger habe Joachim Gauck erleben müssen, wie sein Vater vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet wurde und für Jahre spurlos in einem sowjetischen Arbeitslager verschwand:

»Die Mutter erzog Joachim Gauck und seine beiden Geschwister in strenger Ablehnung zur staatlichen DDR-Obrigkeit«.

Heute ist Gauck nach Ansicht Angela Merkels »ein wahrer Demokratielehrer«.

Das sehen viele Medien ähnlich:

Ein »Jauchzen über Gauck« stellt der Spiegel bei der gestrigen Jauch-Sendung fest, deren prominenter Moderator beinahe wie von oberster Stelle eingesetzt wirkte, um dem erstaunten Volk bereits nach kürzester Zeit nahtlos das neue Staatsoberhaupt präsentieren zu können.

Es geht doch nichts über eine lückenlose Strategieplanung.

Der ehemalige Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert ist sogar glücklich darüber, wie schön für Deutschland! Welt Online orakelt, Gauck werde ein »starker Präsident neben Kanzlerin Merkel sein«.
Ach ja? Das könnte allerdings gefährlich werden.

Denn auch Christian Wulff war zum Schluss ein starker Präsident gewesen, nur dass niemand draußen es bemerkt hatte, weil darüber tunlichst niemand berichten sollte.

Bilderbergerin Merkel dürfte ordentlich aufgeschreckt gewesen sein, als sich der Wulff im Schafspelz letztes Frühjahr zum ersten Mal offenbarte und von einem Tag auf den anderen – für alle überraschend – zum erbitterten Widersacher des ESM –Vertrags geworden war.

Ebenso hatte er die gefährlichen Machenschaften der globalen Bankster-Elite in weiteren Interviews und Veranstaltungen plötzlich kühn und ausdrücklich angeprangert und über die »Aushöhlung« des Parlaments geklagt, sollten Merkel und Co. weiterhin in Herrenreitermanier Deutschland ausverkaufen. Und diese unerwarteten Ausflüge in die Wahrheit waren Wulff alles andere als gut bekommen, wie wir heute wissen.

Derartige Überraschungen sind von Joachim Gauck wohl erst einmal nicht zu erwarten.

Der ESM soll jetzt endlich im ersten Vierteljahr 2012 durchgewunken werden, und dagegen wird unser künftiger Bundespräsident auch nichts einzuwenden haben, im Gegensatz zum störrischen Wulff.

Denn im Oktober 2011, nachdem der Abschuss des damaligen amtierenden Bundespräsidenten möglicherweise schon feststand, blies »die Ikone des Widerstands«, wie die österreichische Presse den Ex-DDR-Pfarrer bezeichnete, sein deutliches Signal in den deutschsprachigen Raum, dass er nämlich die Proteste gegen die Machenschaften der internationalen Bankster und der globalen Finanzwirtschaft, die Occupy-Wallstreet-Demonstrationen, für einen »Irrtum« halte.

Gauck, der übrigens neben Helmut Kohl, Helmut Schmidt und George Bush Mitglied der Atlantik-Brücke ist, äußerte sich damals in einer Veranstaltung der den Bilderbergern eng verbundenen Wochenzeitschrift Die Zeit markant über die Sorgen der Menschen auf diesem Planeten.

Die Demonstrationen in New York, Boston, Manila, Wien und Co. seien gespickt mit »romantischen Vorstellungen«.

»Gauck warnte vor einer Protestkultur, die aufflammt, wenn es um den eigenen Vorgarten geht«, zitierte die Presse weiter.

In der Süddeutschen Zeitung war zu gleicher Zeit zu lesen:

»Der Pastor betonte, dass der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, eine romantische Vorstellung sei«.

Zu glauben, dass die »Entfremdung vorbei sei, wenn man das Kapital besiege, und dann alles schön sei, sei ein Irrtum«.

Die Deutschen Mittelstands-Nachrichten titelten denn auch heute Vormittag:

»Gauck: Der neue Bundespräsident ist kein Freund der Kapitalismus-Kritik«.

Joachim Gauck sehe im bestehenden System der »sozialen Marktwirtschaft« den besten politischen Weg für eine Gesellschaft, heißt es dort.

»Kapitalismuskritik hält er für ›unsäglich albern‹. Diese wolle nur den ›Frust‹ des angstwilligen Publikums befeuern«.
Gaucks Positionen wurden auch bei seiner Rede am Brandenburger Tor im Jahr 2009 deutlich.

Das Portal schreibt: »Als ehemaliger DDR-Bürger erteilte er jeder Form von ›Systemwechsel‹ eine Absage (…)«.

Zu den damals schon bekannten Exzessen der Finanzwirtschaft sagte Gauck:

»Es mag ja Missbräuche geben, und die gibt es in der Geldwirtschaft ja ganz offensichtlich.

Aber in ein solch mittelalterliches Schicksalsdenken zu verfallen, das sich bedroht sieht von apokalyptischen Gewalten, das ist ja nun wirklich Entmächtigung in einem außerordentlich hohen Maße«.

Man muss bei Gauck genau hinhören, was er sagt. Nicht alles klingt stringent und einheitlich.

Der ehemalige Stasi-Unterlagen-Chef spricht sich bei jeder Gelegenheit offen für den Kapitalismus aus. Und sendet, möglicherweise durch die DDR immer noch geprägt, eindeutige Signale an all jene, die nur fordern und nichts geben wollen.

Nicht zu Unrecht moniert er, wer politisches Handeln in einer freiheitlichen Gesellschaft in überwiegend sozialpolitisches Handeln umwandle, gefährde die freiheitlichen Grundlagen.

Sozialpolitik gehöre zu unserer Lebenswelt, da nie alle stark genug seien, sich selbst zu helfen.

»Aber wer immer nur fördern will und gefördert werden will, entmächtigt aus Versehen auch Menschen, denen zuzumuten ist, eigene Verantwortung zu übernehmen.« Freiheitliche Politik habe aber Menschen zu ermächtigen, für sich selbst und die Gemeinschaft einzutreten.

Gegen diese GAUck-Gedanken dürfte wahrlich nichts einzuwenden sein. Doch so zutreffend diese Einschätzung auch sein mag, steht doch zu fürchten, dass Gaucks Freiheitsbegriff allzu eng an den Kapitalismus gebunden sein dürfte. Gerade unsere heutige Form des Kapitalismus scheitert jedoch derzeit weltweit.

»Aufgrund der dramatischen Verschuldung der privaten und öffentlichen Haushalte in allen westlichen Demokratien sind diese Volkswirtschaften bereits wieder zu weiten Teilen zu Planwirtschaften degeneriert:

Nichts anderes als Planwirtschaft sind die Vorgaben von EU oder IWF, wenn den einzelnen europäischen Volkswirtschaften detaillierte Vorgaben gemacht werden, welche Höhe das Defizit im Jahr 2015 haben dürfe«, so die Deutschen Mittelstands-Nachrichten.

Das Portal nennt die verheerenden aktuellen Beispiele: »Wie sehr auch diese Planwirtschaften scheitern, zeigen die regelmäßigen bösen Überraschungen, wenn die Wirtschaft nicht so wächst wie geplant:

Spanien, Portugal und natürlich Griechenland sind beredte Beispiele. Dasselbe gilt für die USA, und über kurz oder lang wird genau dieses Dilemma auch Deutschland einholen«.

Alles in allem dürften uns interessante und nicht gerade ruhige Zeiten bevorstehen, auch nicht mit diesem unseren neuen Bundespräsidenten.

Wer Joachim GAUck näher kennenlernen möchte, und zwar fernab von der Seite, die wir in den derzeitig sich begeistert überschlagenden Massenmedien finden, der sollte sich die Geschichte des Gauck-Sohnes Christian durchlesen, der, ebenso wie Bruder Martin und Schwester Gesine, gegen den Willen der Eltern in den achtziger Jahren die DDR verließ, und der nicht selten unter dem Aktionismus seines Gutmenschen-Vaters mehr als gelitten haben muss. In einem Abendblatt-Bericht vor einem Jahr heißt es unter anderem über die gemeinsame DDR-Zeit:

»Christian GAUck bekommt mit, wie sich sein Vater bei West-Politikern für inhaftierte Kirchenmitglieder einsetzt und ihnen zur Ausreise in die Bundesrepublik verhilft. ›Für andere setzt du dich ein! Für deine eigenen Söhne nicht!‹, schreit er seinen Vater an.

Auch Gaucks zweiter Sohn Martin hatte einen Ausreiseantrag gestellt. Die Guten, entgegnet Joachim Gauck damals, sind nicht auf der Flucht. Die Guten stehen an der Front.

Vater und Sohn sehen sich zwar ab und zu in diesen Jahren, aber sie reden aneinander vorbei. Nachts träumt Christian, dass er im Westen lebt. Morgens wacht er in der DDR auf. Er wird depressiv.«….

Christian GAUck, der heute als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Hamburger Stadtteil Blankenese als leitender Oberarzt arbeitet und der zwei gescheiterte Ehen zu beklagen hat, sagt:

»Mein Vater und ich haben beide früh geheiratet und uns von unseren Partnerinnen getrennt. Mein Leben ist von politischen und privaten Brüchen begleitet – wie das meines Vaters«.

Mitte der neunziger Jahre fanden Vater und Sohn endlich zueinander. Sohn Christian erkenne sich in seinem Vater oft wieder – und umgekehrt:

»Ich bin auch so ein Getriebener. Ich setze hohe Ansprüche an andere Menschen. Ich ruhe nie in mir selbst«.

Es bleibt zum Schluss die Hoffnung, dass das, was Joachim Gauck sich für die Menschen in Deutschland wünscht, nicht nur ein leerer Traum bleiben möge. In seiner Rede nach seiner gestrigen Nominierung sagte Gauck wörtlich:

»Von all den Dingen, die Sie heute gesagt haben (…) ist mir am wichtigsten, dass die Menschen in diesem Land wieder lernen, dass sie in einem guten Land leben, das sie lieben können. Weil es ihnen die wunderbaren Möglichkeiten gibt, in einem erfüllten Leben Freiheit zu etwas und für etwas zu leben. Und diese Haltung nennen wir Verantwortung«.

Das hört sich doch prima an. Doch die wichtigste Entscheidung für unsere Freiheit hängt jetzt vor allem von den Regierungspolitikern und von unserem künftigen Bundespräsidenten ab.

Denn demnächst geht es um die Unterschrift zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Wird diese tatsächlich geleistet, wogegen jetzt nichts mehr sprechen dürfte, so wird es bald mit den hohen Begriffen von Verantwortung und Freiheit in Deutschland vorbei sein. Die meisten Menschen im Lande wissen das schon.

Ihr Vertrauen in den Berufsstand Politiker ist einer Umfrage der GfK-Gruppe zufolge schon letzten Sommer in den tiefsten Keller gerutscht: 91 Prozent der Menschen vertrauen den Politikern nicht mehr.

Man darf gespannt sein, wie Joachim Gauck diesem Pessimismus noch entgegenwirken will.


[DAS SCHICKSAL DER DEUTSCHEN]

Mit der bevorstehenden ESM-Unterschrift entscheidet sich demnächst das SCHICKSAL der Deutschen.

Es bleibt uns nur noch, zu beten, womit wir bei dem ehemaligen DDR-Pfarrer ja nicht ganz falsch liegen dürften.

Zwar hält der bibelkundige Gauck, wie er selbst betonte, nichts von mittelalterlichem Schicksalsdenken, das sich »bedroht sieht von apokalyptischen Gewalten«, dennoch geht es im ersten Johannesbrief (Neues Testament) durchaus um das Geschehen der letzten Tage, wenn es heißt:

»Ich habe euch nicht geschrieben, als ob ihr die Wahrheit nicht kennen würdet, sondern weil ihr sie kennt und weil keine Lüge aus der Wahrheit ist«.

Und nicht nur bibelfeste Menschen wissen: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen! (Matthäus 7,16)



STOERFALL BUNDESPRAESIDENT DER BRD-AG UND HOCHFINANZ. GAUCK KOMMENDER BUNDESPRAESIDENT DER HOCHFINANZ? (HELIODA1)
QUELLE: KOPP-VERLAG

Störfall Bundespräsident – WARUM CHRISTIAN WULFF WIRKLICH ZURUECKTRETEN MUSSTE
GERHARD WISNEWSKI

Mal ehrlich: Christian Wulff hätte bleiben sollen. Denn immerhin war er DER AM BESTEN DURCHLEUCHTETE BUNDESPRÄSIDENT ALLER ZEITEN. Das ist wohl das wichtigste Ergebnis der monatelangen Medienkampagne.

Wulffs Fehler liegen denn auch nicht in irgendwelchen Bobby-Car- oder Handy-Affären.

Sie liegen darin, dass der Mann plötzlich und unerwartet anfing, zu denken.

Und das ist hierzulande niemandem erlaubt – und einem Bundespräsidenten schon gar nicht.

Jeder hat schon mal einen solchen Albtraum gehabt: Eines Morgens wacht man auf, und alle wenden sich von einem ab. Die besten Freunde verstehen einen nicht mehr.

Die Vertrauten von gestern werden plötzlich zu Feinden. Plötzlich scheint man nicht einmal mehr dieselbe Sprache zu sprechen.

Und wo man auch immer klären und erklären will, wird alles nur noch schlimmer. Es ist, als wäre man über Nacht zum Aussätzigen geworden. Genau diesen Albtraum erlebte Bundespräsident Christian Wulff.

Die Medien, die ihn soeben noch in den Himmel hoben, ließen ihn plötzlich fallen.


EIN MUSTERKNABE MUSS WEG

Was war nur geschehen? Was hatten alle plötzlich gegen ihn?

Wie bereits im Vorspann gesagt: An seinen so genannten »Verfehlungen« kann es nicht gelegen haben.

In Wirklichkeit ist es erstaunlich, wie wenig die Medien trotz monatelanger Bemühungen zutage fördern konnten.

Am Ende brachte man es mit Ach und Krach zu einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Vorteilsannahme. Wobei ein Ermittlungsverfahren natürlich noch
keine Anklage und eine Anklage noch keine Verurteilung ist.

Aber die Stichworte »Ermittlungsverfahren« und »Aufhebung der Immunität« waren genau die Auslöser, die gebraucht wurden, damit der Bundespräsident das Handtuch warf.

Na und? Auch ein Bundespräsident kann auf die Dauer eben nicht gegen sein Volk regieren, wird jetzt mancher sagen. Falsch. Denn es muss heißen:

Auch ein Bundespräsident kann auf die Dauer eben nicht gegen die Medien regieren.

Zwar haben sich angeblich kleinere oder größere Mehrheiten der Bevölkerung für einen Wulff-Rücktritt ausgesprochen – doch das Volk denkt schließlich, was die Medien denken.

Wenn also beispielsweise Spiegel Online eine Leser-Umfrage startet, bei der die Mehrheit der Teilnehmer antwortet, Wulff hätte schon viel früher zurücktreten müssen, dann ist das lediglich, als ob der Lehrer seine Schüler nach den Vokabeln von gestern fragen würde.

Lernerfolg in diesem Fall: 80 Prozent. Denn schließlich wurde die öffentliche Meinung von Anfang an von den »Qualitätsmedien« gesteuert.

Nur: was hatten die plötzlich gegen Christian Wulff? Warum musste dieser Musterknabe plötzlich weg?


EIN BUNDESPRÄSIDENT LAEUFT AUS DEM RUDER...

Ganz einfach: Der Mann hatte plötzlich angefangen zu denken – und das ist für einen Bundespräsidenten ganz verboten. Denn ein Bundespräsident, der denkt, handelt womöglich auch noch. Beziehungsweise, er handelt nicht – nämlich, wenn es um das Unterschreiben von Gesetzen geht, die ihm der Bundestag vorsetzt.

Nach Artikel 82 Grundgesetz werden die »nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes zustande gekommenen Gesetze ... vom Bundespräsidenten nach Gegenzeichnung ausgefertigt«.

Bevor die Gesetze also in Kraft treten können, müssen sie vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden.

Was der Bundespräsident an einem Gesetz genau prüfen und bemängeln und aus welchem Grund er die Unterschrift verweigern darf, liegt in seinem Ermessensspielraum.

Was natürlich überhaupt kein Problem ist, solange ein Bundespräsident für die parlamentarischen und sonstigen Strippenzieher berechenbar bleibt – dann ist sein Wirken äußerst nützlich, weil seine Unterschrift auch verfassungswidrigen Gesetzen Legitimation verleiht. Denn schließlich wurden alle vom Bundesverfassungsgericht im Laufe der Jahre eingeschränkten oder gekippten Gesetze zuvor von einem Bundespräsidenten unterschrieben.

Gänzlich unerwünscht ist es dagegen, wenn sich ein Bundespräsident plötzlich aus dem Ruder läuft und sich zu dem, was ihm der Bundestag so vorsetzt, seine eigenen Gedanken macht.

Auch Christian Wulffs Vorgänger Horst Köhler trat 2010 mitten in der Finanzkrise zurück. 2006 war er der erste Präsident seit langem, der von seinem Recht, eine Unterschrift zu verweigern, gleich zweimal Gebrauch machte (bei einem Gesetz über die Flugsicherung und bei einem neuen Verbraucherinformationsgesetz).

Richtig wichtig wird der Bundespräsident, wenn der Bundestag offensichtlich verfassungswidrige, ja sogar verfassungsfeindliche Gesetze plant, also die Verfassung ganz offen überstrapaziert und den Bundespräsidenten damit quasi provoziert. Wie zum Beispiel bei der geplanten Ratifizierung des ESM-Vertrags.

Mit diesem so genannten »Europäischen Stabilitätsmechanismus« soll ab Mitte 2012 in Europa eine verfassungsfeindliche Finanzdiktatur errichtet werden (siehe auch: Wisnewski: verheimlicht – vertuscht – vergessen 2012).

Ein nicht gewähltes und gegenüber Strafverfolgung immunes Gremium (»Gouverneursrat«) soll dann unbegrenzt und unwiderruflich Finanzmittel bei den ESM-Mitgliedsstaaten abrufen können, also Steuergelder. Diktatur ohne Filter, sozusagen: Nur was für Leute, die das Grundgesetz regelmäßig in der Pfeife rauchen.

»Der ESM wird, wie der IWF, einem ESM-Mitglied Stabilitätshilfe gewähren, wenn dessen regulärer Zugang zur Finanzierung über den Markt beeinträchtigt ist oder beeinträchtigt zu werden droht«, steht im ESM-Vertrag zu lesen. Das heißt:

Wenn niemand mehr so verrückt ist, dem betreffenden Land einen Kredit zu gewähren, sollen die Steuerzahler der ESM-Mitgliedsstaaten einspringen:

Die ESM-Mitglieder verpflichten sich »unwiderruflich und uneingeschränkt, Kapital, das der Geschäftsführende Direktor« des ESM »von ihnen abruft, innerhalb von sieben Tagen ab Erhalt der Aufforderung einzuzahlen.«

Der Vertrag gilt unbefristet; eine Kündigung ist nicht vorgesehen.


VERRAT AN EINE EUROPÄISCHE FINANZJUNTA

Kurz: Wenn sie diesen Vertrag ratifizieren, sind die Abgeordneten des Bundestages dabei, ihre Bürger an eine Europäische Finanzjunta zu verraten.

Ein Bundespräsident, der zu viel denkt, kann da zum Problem werden. Denn alles, was ein Bundespräsident denkt und sagt, kann später in seine Entscheidungsprozesse einfließen.

Und gesagt hat Christian Wulff 2011 – mitten in der Entwicklungsphase des ESM - eine ganze Menge. Was, das wurde auf dieser Seite ja schon ausführlich von Eva Herman geschildert:

»In einem Zeit-Interview [vom 30.6.2011] hatte der Bundespräsident, aus welchen Gründen auch immer, plötzlich Klartext gesprochen. …

›Sowohl beim Euro als auch bei Fragen der Energiewende wird das Parlament nicht als Herz der Demokratie gestärkt und empfunden‹, hatte der deutsche Bundespräsident gewarnt.

… Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident warnte, ›dass heute zu viel in kleinen ›Entscheider‹-Runden vorgegeben wird, was dann von den Parlamenten abgesegnet werden soll‹.« Darin sehe er »eine Aushöhlung des Parlamentarismus«:

»Die Schnelligkeit, mit der jetzt Politik – oft ohne Not – bei einigen herausragenden Entscheidungen verläuft, ist beunruhigend.

Und sie führt zu Frust bei Bürgern und Politikern sowie zu einer vermeidbaren Missachtung der Institutionen parlamentarischer Demokratie.«

Aushöhlung des Parlamentarismus? Missachtung der Institutionen der parlamentarischen Demokratie? Herr Bundespräsident, übernehmen Sie!

Im Grunde waren dies bereits die Argumente für eine Unterschriftsverweigerung.

Denn zwar beschließt der Bundestag die Ratifizierung des ESM, aber da es sich dabei um ein Gesetz handelt, muss es wie alle anderen auch vom Bundespräsidenten genehmigt werden.

Auch bei einer Rede vor Nobelpreisträgern in Lindau am 24. August 2011 stellte Wulff unbequeme Forderungen auf:

»In freiheitlichen Demokratien müssen die Entscheidungen in den Parlamenten getroffen werden. Denn dort liegt die Legitimation.

« Ein besonderes Problem hatte Wulff mit der Finanzkrise, den Banken und der »Euro-Rettungspolitik«:

»Erst haben Banken andere Banken gerettet, und dann haben Staaten Banken gerettet, dann rettet eine Staatengemeinschaft einzelne Staaten.

Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?«


DER SUPER-GAU FUER DIE EURO-RETTER

Kurz: Der Mann, der die neuen Euro-Gesetze würde unterzeichnen müssen, stand nicht mehr hinter der Euro-Rettungspolitik – der Super-GAU für die Rettungsstrategen. Ja, vor aller Augen wurde Wulff plötzlich zum Systemkritiker:

»Über viele Jahre wurden in vielen Ländern Probleme immer wieder über höhere staatliche Ausgaben, höhere Schulden und billigeres Geld vor sich hergeschoben.

Dabei wurde im großen Stil konsumiert und spekuliert, anstatt in gute Bildung und Ausbildung, in zukunftsweisende Forschung und Innovationen zu investieren, in das, was eine produktive und wettbewerbsfähige Wirtschaft ausmacht. Nun klaffen in den öffentlichen Kassen Löcher, wertvolles Saatgut wurde verzehrt, statt fruchtbaren Boden zu bestellen. Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen. Was vermeintlich immer gut ging - neue Schulden zu machen -, geht eben nicht ewig gut. Es muss ein Ende haben, sich an der jungen Generation zu versündigen. Wir brauchen stattdessen ein Bündnis mit der jungen Generation.

Ich verstehe die Empörung vieler Menschen. Es sind ihre Zukunftschancen, die hier auf dem Spiel stehen.«

»Was wird da eigentlich verlangt?«, fragte er in Bezug auf die Euro-Rettungsschirme:

»Mit wem würden Sie persönlich einen gemeinsamen Kredit aufnehmen? Auf wen soll Ihre Bonität zu Ihren Lasten ausgedehnt werden? Für wen würden Sie persönlich bürgen? Und warum? Für die eigenen Kinder - hoffentlich ja! Für die Verwandtschaft - da wird es schon schwieriger.

Vielleicht würden wir bürgen, wenn nur so der andere die Chance bekommt, wieder auf die eigenen Füße zu kommen.

Sonst doch nur dann, wenn wir wüssten, dass wir uns nicht übernehmen und die Bürgschaft in unserem, dessen und dem gemeinsamen Interesse ist. Auch der Bürge kann sich unmoralisch verhalten, wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.«

»Den massiven Aufkauf von Anleihen einzelner Staaten durch die Europäische Zentralbank« halte er »für rechtlich bedenklich«. Nicht zu fassen:

Der brave Polit-Karrierist Christian Wulff, ehemals Ministerpräsident von Niedersachsen, hielt »populistische Reden« und drohte plötzlich wirklich so etwas wie ein echter Bundespräsident zu werden!

Die Paradoxie des real existierenden Euro-Kommunismus verlangt es, dass ein solcher Mann abtreten muss.

In Brüssel und Berlin läuten die Alarmglocken

Denn zweifellos läuteten hier in einigen EU- und wahrscheinlich auch Berliner Etagen die Alarmglocken.

Verabschiedung und Ratifizierung des ESM-Vertrags waren bis dato bis Dezember 2011 geplant. In diesem Fall hätte jedoch Christian Wulff das ESM-Gesetz unterzeichnen müssen.

Mitte September 2011 wurde jedoch plötzlich bekannt, dass der Bundestag den ESM-Vertrag nicht mehr 2011, sondern erst im ersten Quartal 2012 ratifizieren werde.

Ob das nun mit Wulffs Äußerungen zusammenhängt oder nicht: Tatsache ist, dass Christian Wulff just kurz vor der Ratifizierung dieses Vertrages »abgesägt« wurde.

Von Bundeskanzlerin Angela Merkel gab‘s zum Abschied am 17. Februar 2012 nur nichtssagende Phrasen:

»Christian Wulff hat sich in seiner Amtszeit voller Energie für ein modernes, offenes Deutschland eingesetzt« und habe »uns wichtige Impulse gegeben« - die man allerdings gar nicht haben wollte, darf man hinzufügen.

Noch einen Tag vor seinem Rücktritt kündigte Wulff für das Jahr 2012 zwei große Reden zum Thema Euro und Europa an. Reden, die nun nicht mehr gehalten werden...

© 2012 Das Copyright für die Artikel von Gerhard Wisnewski liegt beim Autor.
Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum & Madrid. Im Auftrag von Carl-Huter-Zentral-Archiv.