Dienstag, 23. August 2011

"EUROBONDS" = BUERGSCHAFT DES DEUTSCHEN STEUERZAHLERS (HELIODA1)




Die Merkel-Sarkozy-Überraschungsparty



Lieber Herr Timm,

haben Sie sich auch gewundert, dass Frau Merkel und Herr Sarkozy sich treffen, und einfach so für den Rest Europas eine gemeinsame Wirtschaftsregierung beschließen? Ist das nicht sehr seltsam?

Plötzlich wollte angeblich niemand mehr die vorher so laut geforderten Eurobonds. Stattdessen – Tusch! – heben die beiden den Belgier van Rompuy auf den EU-Wirtschaftsthron. Warum lassen sich alle anderen EU-Länder das widerspruchslos gefallen? Waren sie von Anfang an eingeweiht? Wollte man die Bürger vor vollendete Tatsachen stellen?

Weitreichende Beschlüsse ohne demokratische Legitimation

Wodurch legitimiert sich diese Regierung? Die schöne Redewendung von der „gemeinsamen Wirtschaftsregierung“ bedeutet den weitgehenden Verzicht aller Mitgliedsstaaten auf die eigene Souveränität und auf die eigene Haushaltshoheit. So etwas wäre früher ein Kriegsgrund gewesen, heute regt sich nicht einmal Widerstand.

Das wird nach allen Erfahrungen aber erst der Anfang sein, denn Merkel, Sarkozy und Schäuble ließen uns bereits vor dem Treffen wissen, dass am Ende dieser Entwicklung die Eurobonds stehen.

Report Mainz berichtete gestern über drei klare Verstöße gegen Beschlüsse des Parlaments. Dieses Video sollten Sie sich unbedingt ansehen.

Einheitszwang von außen – zerbröckelnde Solidarität im Innern

Hunderte Milliarden Euro für die überschuldeten Euro-Länder brachten nur immer kürzere Aufschübe des Zusammenbruchs. Den Steuerzahlern Europas sind weitere Zahlungen nicht mehr zu vermitteln.

Finnland hat bereits zu verstehen gegeben, Griechenland nur unter der Bedingung einer Pfandklausel weitere Hilfen zu gewähren. Das bedeutet, Athen muss echte, einlösbare Sicherheiten an Finnland geben.

Merkwürdigerweise handelt es sich bei dem Pfand nicht um griechische Sach- oder Immobilienwerte, sondern Bargeld aus dem ersten Euro-Hilfspaket. Somit wird der finnische Beitrag indirekt durch die Steuerzahler der anderen Geberländer finanziert und Finnland mogelt sich aus der Hilfsaktion heraus.

Dieser merkwürdige Kuhhandel zeigt deutlich, dass das Vertrauen unter den Ländern schwindet. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass Österreich dieselbe Regelung für sich beansprucht, gefolgt von Slowenien.

In den Niederlanden forderte Geert Wilders Finanzminister de Kees auf, „sich ins nächste Flugzeug nach Athen zu setzen und denselben Vertrag auszuhandeln wie die Finnen“. Damit gerät das gesamte Griechenland-Hilfspaket in Gefahr, denn wer bliebe am Schluss noch als Geberland übrig?

Alle Lösungswege führen ins Portemonnaie der Deutschen

Nach vergeblichen Bailouts, Hilfszahlungen und Aufkäufen maroder Staatsanleihen durch die EZB musste der nächste Schuss nun sitzen.

Der neue ESM-Rettungsschirm wurde aus dem Hut gezaubert. Doch auch hier droht Deutschland ein unendlicher Aderlass. Die Einlagenhöhe kann jederzeit nach Bedarf angehoben werden. Dazu muss nichts weiter gesagt werden.

Die EU kann nur weiter existieren, wenn Berlin irgendwie dazu gebracht wird, das Projekt Europa auf Dauer zu finanzieren. Leider begriffen die Märkte viel zu schnell, dass „Eurobonds“ nur eine hübsche Bezeichnung für eine gigantische Bürgschaft des deutschen Steuerzahlers sein würden. Daher versucht man es jetzt mit der etwas weniger durchsichtigen Konstruktion der „EU-Wirtschaftsregierung“.

Die Kassen sind leer, die sozialen Errungenschaften in Gefahr

Es fehlt im eigenen Land bereits jetzt überall an Geld, die Städte und Kommunen stehen vielerorts vor dem Bankrott, die sozialen Netzwerke drohen zu reißen. Die FDP preschte mit dem Vorschlag nach vorn, die Laufzeit des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitslose drastisch zu kürzen.

Von den Meisten unbemerkt müssen sich 660.000 Rentner heute schon über Minijobs Geld dazuverdienen, weil ihnen sonst Altersarmut droht. Zwischen 2002 und 2009 ist die Anzahl der alten Menschen, die die staatliche Grundsicherung beantragen mussten um 55% angestiegen.

An der Front der Arbeitslosigkeit werden wir bald von schnell steigenden Zahlen beunruhigt werden, die Firmen werden auf die kommende Rezession wieder mit Massenentlassungen reagieren.

Mir fällt zudem die stark steigende Zahl an Berichten und Pressemeldungen auf, die Wege aufzeigen, wie man zusätzlich Geld verdient, was Ruheständler diesbezüglich unternehmen können und wie man seinen alten Trödel zu Geld machen kann. Die tatsächliche Not ist weitaus größer als wir es angesichts des schönen Anstrichs unserer Gesellschaft erkennen.

Fangen Sie an, Ihr Leben selbst zu meistern!

Das mag Ihnen nach wie vor zu weit gegriffen erscheinen. Denken Sie aber bitte daran, dass meine Vorhersagen bisher eingetroffen sind. Ich bin mir absolut sicher, mit meinen jetzigen Hinweisen erneut richtig zu liegen und Sie sollten sich diesbezüglich frühzeitig fit machen.

Seit längerem lege ich Ihnen ans Herz, sich nicht nur auf das Überstehen einer Versorgungskrise einzurichten, sondern auch auf eine neue Situation auf dem Berufs- und Erwerbsmarkt.

Was tun Sie, wenn die letzte Konservendose verspeist ist, Sie aber nicht wissen, wie es weitergehen soll? Das Wichtigste für die Zukunft ist, sich eine solche auch erschaffen zu können!

Dazu brauchen Sie zu allererst mentale Fähigkeiten und eine neue Lebenshaltung. Das können Sie lernen, am besten sollten Sie lieber gleich damit anfangen.

Wenn’s soweit ist, wird mir schon was einfallen? Kein Stubenhocker kann im Notfall einfach eine Steilwand erklimmen, er wird scheitern, schlimmstenfalls umkommen!

Genauso, wie man dafür Kondition braucht, Muskeln trainieren muss, seine Trittgeschicklichkeit üben, ein Auge für die Gefahren und Möglichkeiten des Geländes entwickeln – genauso müssen Sie sich an die Sorgen, Niederlagen und Triumphe eines selbstverantwortlichen Lebens gewöhnen.

Sie sollten lernen, Ihre Belastungsgrenzen auszuloten, welche Talente Sie eigentlich wirklich haben, daß nicht jeder Weg gleich zum Ziel führt – und es trotzdem wieder neu zu versuchen, bis es funktioniert.

Das erfordert kluges Haushalten mit den Mitteln und Kräften, die einem zur Verfügung stehen, Reserven und ein Netzwerk mit tüchtigen, anständigen Mitmenschen gleichen Schlages.

Niemals aufzugeben, immer wieder einen Weg zu finden erfordert eine große mentale Kraft, die nicht einfach so vom Himmel fällt. Aber es ist auch ein unglaubliches Gefühl des „Lebendigseins“, wenn man wieder einmal eine schwere Situation gemeistert und einen Erfolg selbst erkämpft hat.

SOURCE: Krisenvorsorge Spannbauer







Der Aufstieg des 4. Reichs
am 21. AUGUST 2011 · in ARTIKEL & NEWS
von Michael Mross

Das Ausland gibt immer mehr den Deutschen die Schuld an der Euro-Krise. Mit den Eurobonds solle nun die deutsche Herrschaft über Europa zementiert werden. Britische “Daily Mail” titelt: “Rise Of The Fourth Reich”. – Eine unheilvolle Entwicklung nimmt ihren Lauf.

Die Krise um den Euro wird zunehmend eine politische Krise. Die Menschen auf der Strasse erkennen nicht, dass die Krise ein zwangsläufiger Prozess des Geldsystems ist. Ursache und Wirkung wird auf den Kopf gestellt, und immer mehr Medien schüren den Hass auf die Deutschen: Am Ende sind nicht die Staaten schuld, die 10 Jahre lang eine unverantwortliche Schuldenparty veranstaltet haben sondern jene, die nun das Geld verweigern oder weitere Zahlungen an Bedingungen knüpfen. Und dieser schuldige ist schnell gefunden: Deutschland.

Deutschland-Bashing hat in Großbritannien Tradition. Doch das britische Boulevard-Blatt “Daily Mail” eröffnet mit einem Nazivergleich eine neue Dimension, welche vom “Mann auf der Straße” schnell nachvollzogen wird: Was die Deutschen mit ihren Kriegen nicht geschafft haben, schaffen sie jetzt mit ihrer Geldmacht. So titelt die “Daily Mail”: “RISE OF THE FOURTH REICH” (im Blatt selber noch eine weit dramatischere Aufmachung als im Internet) – und rührt in alten Ressentiments, ohne eine echte Analyse Zwischen Ursache und Wirkung:

„Wo Hitler mit seinen militärischen Mitteln versagte, sind die modernen Deutschen erfolgreich, durch Handel und Finanzdisziplin. Willkommen im Vierten Reich”

Damit geht die Eurokrise nun in weitere Dimension. Die Menschen verstehen die hochkomplexen Zusammenhänge nicht. Die überschuldeten Staaten sehen keineswegs, dass sie selbst die Katastrophe verursacht haben. Für sie ist nur eines klar: Die Deutschen sollen zahlen, bedingungslos. Tun sie es nicht, trifft sie die Schuld am Untergang.

Jeder Versuch, Disziplin in die Haushalte hineinzubringen, ist natürlich pikant, weil es ein Eingriff in nationale Hoheitsrechte ist. Das kratzt zusätzlich am nationalen Selbstbewusstsein. Und in diesem Zusammenhang wird dann schnell wieder die entsprechende Karte gezogen: Nazideutschland.

Wenn Sparmaßnahmen in der Südschiene durchgeführt werden und die Leute ärmer werden, ist der Schuldige bald ausgemacht: Deutschland. Schon jetzt wurden auf Demos in der Südschiene gelegentlich Hakenkreuze gesehen. Ein unheilvolle Enwicklung, welche für die Zukunft nichts Gutes heisst. Und die “Daily Mail” kippt in dieser Situation noch zusätzlich Öl ins Feuer der nationalen Emotionen:

„Damit keine Zweifel aufkommen, was eine Finanzunion bedeuten würde: Eine Wirtschaftspolitik, ein Steuersystem, ein System der Sozialen Sicherheit, eine Verschuldung, eine Volkswirtschaft, ein Finanzminister. Und alles ist deutsch”

“Wenn der Euro überleben soll” – so schreibt “Daily Mail” – “dann müssen die anderen 16 Länder so sein wie die Deutschen. Sie werden sogar ihrer Freiheit beraubt, nicht so zu sein wie die Deutschen. Das bedeutet, in einer vollständigen Wirtschaftsunion bestimmen die Deutschen als mächtigste Nation und Zahlmeister die Regeln. Und diese Regeln machen sie unwiderrufbar.”

Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich diese wirren Schuldzusweisungen in Zukunft noch auswirken werden. Doch für den Mann auf der Strasse, der nach einem einfachen plakativen Buhmann sucht, ist der Scharze Peter schnell gefunden: Berlin.   Die Rechnung: Deutschland zahlt und übernimmt die Führung dürfte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Neue rassistische und nationalistische Tendenzen werden damit die ohnehin schon zugespitzten ökonomischen Schwierigkeiten eskalieren lassen. Doch auch diese Facette der Euro-Krise war von Anfang an programmiert.

Am Ende passiert genau das Gegenteil von dem, was genuine Euro-Befürworter immer so schön ausmalten: Europa wächst nicht mit dem Euro zusammen, sondern der Euro wirkt als Spaltpilz. Solange das Geld noch Strömen floss, war alles schön und gut. Jetzt, wo es zur Feuertaufe kommt, wird sich zeigen, was die Gemeinschaftswährung möglicherweise wirklich schafft: emotionale Zwietracht und irrationale Schuldzuweisungen zwischen den Völkern Europas.

Original und Kommentare unter:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/8385-der-aufstieg-des-4-reichs