Dienstag, 23. August 2011

"EUROBONDS" = BUERGSCHAFT DES DEUTSCHEN STEUERZAHLERS (HELIODA1)




Die Merkel-Sarkozy-Überraschungsparty



Lieber Herr Timm,

haben Sie sich auch gewundert, dass Frau Merkel und Herr Sarkozy sich treffen, und einfach so für den Rest Europas eine gemeinsame Wirtschaftsregierung beschließen? Ist das nicht sehr seltsam?

Plötzlich wollte angeblich niemand mehr die vorher so laut geforderten Eurobonds. Stattdessen – Tusch! – heben die beiden den Belgier van Rompuy auf den EU-Wirtschaftsthron. Warum lassen sich alle anderen EU-Länder das widerspruchslos gefallen? Waren sie von Anfang an eingeweiht? Wollte man die Bürger vor vollendete Tatsachen stellen?

Weitreichende Beschlüsse ohne demokratische Legitimation

Wodurch legitimiert sich diese Regierung? Die schöne Redewendung von der „gemeinsamen Wirtschaftsregierung“ bedeutet den weitgehenden Verzicht aller Mitgliedsstaaten auf die eigene Souveränität und auf die eigene Haushaltshoheit. So etwas wäre früher ein Kriegsgrund gewesen, heute regt sich nicht einmal Widerstand.

Das wird nach allen Erfahrungen aber erst der Anfang sein, denn Merkel, Sarkozy und Schäuble ließen uns bereits vor dem Treffen wissen, dass am Ende dieser Entwicklung die Eurobonds stehen.

Report Mainz berichtete gestern über drei klare Verstöße gegen Beschlüsse des Parlaments. Dieses Video sollten Sie sich unbedingt ansehen.

Einheitszwang von außen – zerbröckelnde Solidarität im Innern

Hunderte Milliarden Euro für die überschuldeten Euro-Länder brachten nur immer kürzere Aufschübe des Zusammenbruchs. Den Steuerzahlern Europas sind weitere Zahlungen nicht mehr zu vermitteln.

Finnland hat bereits zu verstehen gegeben, Griechenland nur unter der Bedingung einer Pfandklausel weitere Hilfen zu gewähren. Das bedeutet, Athen muss echte, einlösbare Sicherheiten an Finnland geben.

Merkwürdigerweise handelt es sich bei dem Pfand nicht um griechische Sach- oder Immobilienwerte, sondern Bargeld aus dem ersten Euro-Hilfspaket. Somit wird der finnische Beitrag indirekt durch die Steuerzahler der anderen Geberländer finanziert und Finnland mogelt sich aus der Hilfsaktion heraus.

Dieser merkwürdige Kuhhandel zeigt deutlich, dass das Vertrauen unter den Ländern schwindet. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass Österreich dieselbe Regelung für sich beansprucht, gefolgt von Slowenien.

In den Niederlanden forderte Geert Wilders Finanzminister de Kees auf, „sich ins nächste Flugzeug nach Athen zu setzen und denselben Vertrag auszuhandeln wie die Finnen“. Damit gerät das gesamte Griechenland-Hilfspaket in Gefahr, denn wer bliebe am Schluss noch als Geberland übrig?

Alle Lösungswege führen ins Portemonnaie der Deutschen

Nach vergeblichen Bailouts, Hilfszahlungen und Aufkäufen maroder Staatsanleihen durch die EZB musste der nächste Schuss nun sitzen.

Der neue ESM-Rettungsschirm wurde aus dem Hut gezaubert. Doch auch hier droht Deutschland ein unendlicher Aderlass. Die Einlagenhöhe kann jederzeit nach Bedarf angehoben werden. Dazu muss nichts weiter gesagt werden.

Die EU kann nur weiter existieren, wenn Berlin irgendwie dazu gebracht wird, das Projekt Europa auf Dauer zu finanzieren. Leider begriffen die Märkte viel zu schnell, dass „Eurobonds“ nur eine hübsche Bezeichnung für eine gigantische Bürgschaft des deutschen Steuerzahlers sein würden. Daher versucht man es jetzt mit der etwas weniger durchsichtigen Konstruktion der „EU-Wirtschaftsregierung“.

Die Kassen sind leer, die sozialen Errungenschaften in Gefahr

Es fehlt im eigenen Land bereits jetzt überall an Geld, die Städte und Kommunen stehen vielerorts vor dem Bankrott, die sozialen Netzwerke drohen zu reißen. Die FDP preschte mit dem Vorschlag nach vorn, die Laufzeit des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitslose drastisch zu kürzen.

Von den Meisten unbemerkt müssen sich 660.000 Rentner heute schon über Minijobs Geld dazuverdienen, weil ihnen sonst Altersarmut droht. Zwischen 2002 und 2009 ist die Anzahl der alten Menschen, die die staatliche Grundsicherung beantragen mussten um 55% angestiegen.

An der Front der Arbeitslosigkeit werden wir bald von schnell steigenden Zahlen beunruhigt werden, die Firmen werden auf die kommende Rezession wieder mit Massenentlassungen reagieren.

Mir fällt zudem die stark steigende Zahl an Berichten und Pressemeldungen auf, die Wege aufzeigen, wie man zusätzlich Geld verdient, was Ruheständler diesbezüglich unternehmen können und wie man seinen alten Trödel zu Geld machen kann. Die tatsächliche Not ist weitaus größer als wir es angesichts des schönen Anstrichs unserer Gesellschaft erkennen.

Fangen Sie an, Ihr Leben selbst zu meistern!

Das mag Ihnen nach wie vor zu weit gegriffen erscheinen. Denken Sie aber bitte daran, dass meine Vorhersagen bisher eingetroffen sind. Ich bin mir absolut sicher, mit meinen jetzigen Hinweisen erneut richtig zu liegen und Sie sollten sich diesbezüglich frühzeitig fit machen.

Seit längerem lege ich Ihnen ans Herz, sich nicht nur auf das Überstehen einer Versorgungskrise einzurichten, sondern auch auf eine neue Situation auf dem Berufs- und Erwerbsmarkt.

Was tun Sie, wenn die letzte Konservendose verspeist ist, Sie aber nicht wissen, wie es weitergehen soll? Das Wichtigste für die Zukunft ist, sich eine solche auch erschaffen zu können!

Dazu brauchen Sie zu allererst mentale Fähigkeiten und eine neue Lebenshaltung. Das können Sie lernen, am besten sollten Sie lieber gleich damit anfangen.

Wenn’s soweit ist, wird mir schon was einfallen? Kein Stubenhocker kann im Notfall einfach eine Steilwand erklimmen, er wird scheitern, schlimmstenfalls umkommen!

Genauso, wie man dafür Kondition braucht, Muskeln trainieren muss, seine Trittgeschicklichkeit üben, ein Auge für die Gefahren und Möglichkeiten des Geländes entwickeln – genauso müssen Sie sich an die Sorgen, Niederlagen und Triumphe eines selbstverantwortlichen Lebens gewöhnen.

Sie sollten lernen, Ihre Belastungsgrenzen auszuloten, welche Talente Sie eigentlich wirklich haben, daß nicht jeder Weg gleich zum Ziel führt – und es trotzdem wieder neu zu versuchen, bis es funktioniert.

Das erfordert kluges Haushalten mit den Mitteln und Kräften, die einem zur Verfügung stehen, Reserven und ein Netzwerk mit tüchtigen, anständigen Mitmenschen gleichen Schlages.

Niemals aufzugeben, immer wieder einen Weg zu finden erfordert eine große mentale Kraft, die nicht einfach so vom Himmel fällt. Aber es ist auch ein unglaubliches Gefühl des „Lebendigseins“, wenn man wieder einmal eine schwere Situation gemeistert und einen Erfolg selbst erkämpft hat.

SOURCE: Krisenvorsorge Spannbauer







Der Aufstieg des 4. Reichs
am 21. AUGUST 2011 · in ARTIKEL & NEWS
von Michael Mross

Das Ausland gibt immer mehr den Deutschen die Schuld an der Euro-Krise. Mit den Eurobonds solle nun die deutsche Herrschaft über Europa zementiert werden. Britische “Daily Mail” titelt: “Rise Of The Fourth Reich”. – Eine unheilvolle Entwicklung nimmt ihren Lauf.

Die Krise um den Euro wird zunehmend eine politische Krise. Die Menschen auf der Strasse erkennen nicht, dass die Krise ein zwangsläufiger Prozess des Geldsystems ist. Ursache und Wirkung wird auf den Kopf gestellt, und immer mehr Medien schüren den Hass auf die Deutschen: Am Ende sind nicht die Staaten schuld, die 10 Jahre lang eine unverantwortliche Schuldenparty veranstaltet haben sondern jene, die nun das Geld verweigern oder weitere Zahlungen an Bedingungen knüpfen. Und dieser schuldige ist schnell gefunden: Deutschland.

Deutschland-Bashing hat in Großbritannien Tradition. Doch das britische Boulevard-Blatt “Daily Mail” eröffnet mit einem Nazivergleich eine neue Dimension, welche vom “Mann auf der Straße” schnell nachvollzogen wird: Was die Deutschen mit ihren Kriegen nicht geschafft haben, schaffen sie jetzt mit ihrer Geldmacht. So titelt die “Daily Mail”: “RISE OF THE FOURTH REICH” (im Blatt selber noch eine weit dramatischere Aufmachung als im Internet) – und rührt in alten Ressentiments, ohne eine echte Analyse Zwischen Ursache und Wirkung:

„Wo Hitler mit seinen militärischen Mitteln versagte, sind die modernen Deutschen erfolgreich, durch Handel und Finanzdisziplin. Willkommen im Vierten Reich”

Damit geht die Eurokrise nun in weitere Dimension. Die Menschen verstehen die hochkomplexen Zusammenhänge nicht. Die überschuldeten Staaten sehen keineswegs, dass sie selbst die Katastrophe verursacht haben. Für sie ist nur eines klar: Die Deutschen sollen zahlen, bedingungslos. Tun sie es nicht, trifft sie die Schuld am Untergang.

Jeder Versuch, Disziplin in die Haushalte hineinzubringen, ist natürlich pikant, weil es ein Eingriff in nationale Hoheitsrechte ist. Das kratzt zusätzlich am nationalen Selbstbewusstsein. Und in diesem Zusammenhang wird dann schnell wieder die entsprechende Karte gezogen: Nazideutschland.

Wenn Sparmaßnahmen in der Südschiene durchgeführt werden und die Leute ärmer werden, ist der Schuldige bald ausgemacht: Deutschland. Schon jetzt wurden auf Demos in der Südschiene gelegentlich Hakenkreuze gesehen. Ein unheilvolle Enwicklung, welche für die Zukunft nichts Gutes heisst. Und die “Daily Mail” kippt in dieser Situation noch zusätzlich Öl ins Feuer der nationalen Emotionen:

„Damit keine Zweifel aufkommen, was eine Finanzunion bedeuten würde: Eine Wirtschaftspolitik, ein Steuersystem, ein System der Sozialen Sicherheit, eine Verschuldung, eine Volkswirtschaft, ein Finanzminister. Und alles ist deutsch”

“Wenn der Euro überleben soll” – so schreibt “Daily Mail” – “dann müssen die anderen 16 Länder so sein wie die Deutschen. Sie werden sogar ihrer Freiheit beraubt, nicht so zu sein wie die Deutschen. Das bedeutet, in einer vollständigen Wirtschaftsunion bestimmen die Deutschen als mächtigste Nation und Zahlmeister die Regeln. Und diese Regeln machen sie unwiderrufbar.”

Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich diese wirren Schuldzusweisungen in Zukunft noch auswirken werden. Doch für den Mann auf der Strasse, der nach einem einfachen plakativen Buhmann sucht, ist der Scharze Peter schnell gefunden: Berlin.   Die Rechnung: Deutschland zahlt und übernimmt die Führung dürfte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Neue rassistische und nationalistische Tendenzen werden damit die ohnehin schon zugespitzten ökonomischen Schwierigkeiten eskalieren lassen. Doch auch diese Facette der Euro-Krise war von Anfang an programmiert.

Am Ende passiert genau das Gegenteil von dem, was genuine Euro-Befürworter immer so schön ausmalten: Europa wächst nicht mit dem Euro zusammen, sondern der Euro wirkt als Spaltpilz. Solange das Geld noch Strömen floss, war alles schön und gut. Jetzt, wo es zur Feuertaufe kommt, wird sich zeigen, was die Gemeinschaftswährung möglicherweise wirklich schafft: emotionale Zwietracht und irrationale Schuldzuweisungen zwischen den Völkern Europas.

Original und Kommentare unter:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/8385-der-aufstieg-des-4-reichs

Donnerstag, 18. August 2011

40 JAHRE WERTLOSES GELD. CHAVEZ NATIONALIZES VENEZUELAs GOLD INDUSTRY (HELIODA1)





INTERN: Love & Best wishes to my son Jorge, 28, made in Madrid, Living in Madrid and Wirkung at AirPort. German Pope today in Madrid. Mucho besos. PAPA

Chavez Nationalizes Venezuela's Gold Industry, Recalls Hundreds of Tons of Gold Held Abroad, May Cause a Scramble for Physical Gold From JP Morgan and Others

The two biggest stories of the day - in case you missed them - were that Venezuelan president Chavez is nationalizing the country's gold industry, and he's recalling hundreds of tons of gold held in European banks back to Venezuela.

As Zero Hedge notes:

As the WSJ reported earlier, "The Bank of England recently received a request from the Venezuelan government about transferring the 99 tons of gold Venezuela holds in the bank back to Venezuela, said a person familiar with the matter. A spokesman from the Bank of England declined to comment whether Venezuela had any gold on deposit at the bank." That's great, but not really a gamechanger. After all the BOE should have said gold. What could well be a gamechanger is that according to an update from Bloomberg, Venezuela has gold with, you guessed it, JP Morgan, Barclays, and Bank Of Nova Scotia. As most know, JPM is one of the 5 vault banks. The fun begins if Chavez demands physical delivery of more than 10.6 tons of physical because as today's CME update of metal depository statistics, JPM only has 338,303 ounces of registered gold in storage. Or roughly 10.6 tons. A modest deposit of this size would cause some serious white hair at JPM as the bank scrambles to find the replacement gold, which has already been pledged about 100 times across the various paper markets. Keep an eye on gold in the illiquid after hour market. The overdue scramble for delivery may be about to begin.
Both developments could be bullish for gold prices, as nationalizing Venezuela's gold means less gold available in the free market, and the scramble for physical gold to make good on Venezuela's recall demand could challenge the 100-to-1 leverage levels of paper gold derivatives to physical gold


40 Jahre wertloses Geld
am 15. AUGUST 2011 · in ARTIKEL & NEWS
von kh

Es war der 15. Aug 1971, also vor genau 40 Jahren, dass der Welt Leitwährung, der US-Dollar, von jeglicher Golddeckung abgekoppelt wurde. Auch wenn alles Gold in Fort Knox nur einen Bruchteil der in Umlauf befindlichen Dollarmenge tatsächlich decken konnte, so gab es bis zu diesem Tag die Garantie dafür, jeweils 35 US-Dollar gegen eine Unze puren Goldes einzulösen zu können. Es war Präsident Nixon, der diesen letzten, wenn auch bereits ins Wanken geratenen, Stabilitätsfaktor auflöste. Die teilweise Golddeckung europäischer Währungen wurde während der folgenden Jahre Schritt um Schritt aufgehoben. Seit nunmehr vier Jahrzehnten lassen sich Geldmengen, dem Gefallen der Banker entsprechend, beliebig ausdehnen. Seit vierzig Jahren verfügt Geld über nicht den geringsten inneren Wert.

Die überwiegende Mehrheit der Menschen stellt sich gewiss niemals die Frage, was Geld überhaupt ist. Sie fragt nicht, wie viel Geld existiert. Sie fragt nicht, wo es herkommt. Felsenfest glaubt sie daran, dass staatliche Zentralbanken die Verantwortung tragen. Bedenken nichts anderes als die derzeitige Kaufkraft. Glauben den Unsinn eines möglichen Konjunkturaufschwungs. Und unterlassen es kategorisch, Informationen über die tatsächlichen Umstände einzuholen. Wohin eine ignorante Mehrheit in einem demokratischen System letztendlich hinführt, erkennen wir dieser Tage deutlicher denn je.

Die Geldschöpfung durch Geschäftsbanken wurde natürlich schon lange vor 1971 praktiziert, allerdings mit deutlich mehr Einschränkungen als heute. Auch die amerikanischen Bürger profitierten nur beschränkt von der Golddeckung ihrer Währung. Seit 1933, die Zeit, als die damalige Wirtschaftskrise ihren ersten Höhepunkt erreicht hatte, war privater Goldbesitz, mit Ausnahme von Schmuck und Sammlermünzen, streng verboten. Zuwiderhandelnden drohten bis zu zehn Jahren Haftstrafe. (Was für ein demokratisches System!) Trotzdem, der US-Dollar war, den Abkommen von Bretton Woods entsprechend, die Leitwährung. Die bedeutendsten Weltwährungen richteten sich somit nach dem Dollar aus. Buchgeld, also von Geschäftsbanken erschaffenes und gegen Zinsen verliehenes Geld, das nicht als Banknote, sondern nur als Eintrag auf einem Konto existiert, lässt sich jederzeit zum Kurs von 1 : 1 gegen „richtiges Geld“, also von Zentralbanken ausgegebene Noten, einlösen. Geldmengen in D-Mark, Schilling oder Franken korrespondierten mit einer bestimmten Dollarmenge und diese korrespondierte wiederum mit einer festgesetzten Menge an Gold. Wie erwähnt, $ 35 pro Feinunze.

Auf den Bürger übte dies relativ wenig direkten Einfluss aus. Wer D-Mark in Gold wechseln wollte, konnte sich natürlich den Umweg über den US-Dollar sparen und jederzeit Münzen zu einem praktisch unveränderten Preis am Bankschalter kaufen. Die erwähnte Garantie wurde ja ohnehin nur anderen Staaten und Geldinstituten gegenüber ausgesprochen.

Am 15. Aug 1971 wurde diese Zusage der Vereinigten Staaten, unter Präsident Nixon, jedoch restlos aufgehoben. Der Einfluss machte sich anfangs überhaupt nicht, und auch später erst langsam bemerkbar. Dem Bürger, der sich des Wirtschaftswunders erfreute, können wir gewiss keine Vorwürfe machen. Den damals verantwortlichen Politikern, die plötzlich eine ungedeckte Leitwährung akzeptierten, aber durchaus.

Die folgende Graphik zeigt den Anstieg der $-Geldmenge von 1960 bis 2009. Nachdem die US-Notenbank seit dem Jahr 2006 keine Angaben mehr über die bedeutendste Geldmenge M3 veröffentlicht, lässt sich nur erahnen, wie hoch diese während der vergangenen fünf Jahre angestiegen sein könnte.



Wenn der Markt mit einem bestimmten Produkt überschwemmt wird, dann sinkt der Preis entsprechend. Erhöht sich die in Umlauf befindliche Geldmenge, nimmt der Wert der Einheit entsprechend ab – Inflation.

Inflation und Preissteigerung sind jedoch nicht dasselbe. Ich erkläre dies an einem einfachen Beispiel:

Verdoppelt sich die Geldmenge innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, so entspricht dies einer Inflation von 100%. Reduzieren sich im gleichen Zeitraum die Produktionskosten für ein bestimmtes Produkt, humid technischer Errungenschaften und Leistungsmaximierung, um 40%, müsste der Preis entsprechend abnehmen, sagen wir von 1000 Euro auf 600. Nachdem der eigentliche Wert eines Euros, im Vergleich zum Beginn der angenommenen Periode, jedoch nur mehr 50 Cents beträgt, kostet das besagte Produkt nun 1.200 Euro. Das bedeutet in diesem Fall, dass trotz 100%iger Inflation die Teuerungsrate nur 20% entspricht.

Selbstverständlich handelt es sich bei diesem Beispiel schlicht um ein Gerüst, das durch Veränderungen von Wechselkursen, Preisschwankungen für Rohmaterialen und einer ganzen Menge anderer Einflüsse enorm verzerrt wird. Solange die Wirtschaft einer stabilen Wachstumsrate unterliegt, von relativ gleichbleibenden Zukunftsprognosen begleitet, handelt es sich bei Börsenindexen um den relativ verlässlichsten Anhaltspunkt, um die tatsächliche Inflationsrate abzuschätzen. Theoretisch sollte auch die Entwicklung des Goldpreises Aufschlüsse geben, doch auf Grund einer relativ niedrigen verfügbaren Goldmenge, ließ sich dieser Preis von den „großen Spielern“, über viele Jahre hinweg, beinahe beliebig manipulieren.

Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung des bedeutendsten Index der New Yorker Börse, des Dow Jones, von 1955 bis jetzt:



Verglichen mit dem Jahr 1971 liegt der Dow Jones Index heute rund elfmal höher. Der DAX ist in einem ähnlichen Verhältnis angestiegen. Die $-Geldmenge, im Vergleich zu 1971, ist etwa zwanzigmal größer. Die durchschnittlichen Einkommen in den USA, ebenso wie die Preise, der offiziellen Teuerungsrate folgend, haben sich im gleichen Zeitraum jedoch nur versechsfacht.

Diese Ungleichheit in der Entwicklung brachte, ohne dass es dem gemeinen Bürger aufgefallen wäre, zwei einschneidende Probleme mit sich.

Das erste wäre, dass der Bürger um die Früchte des Fortschritts betrogen wurde. Damit meine ich nicht, dass ihm neu entwickeltes Spielzeug vorenthalten wurde, sondern die, durch neue Errungenschaften bedingte, Reduktion der Produktionskosten wurde nur in bestimmten Einzelfällen an den Verbraucher weiter gegeben. Ja, natürlich gibt es eine Menge von Beispielen, in denen sich die wirtschaftliche Situation Einzelner im betroffenen Zeitraum verbesserte. Während der Jahre des Aufschwungs durfte praktisch auch jeder arbeiten so viel er wollte, konnte sich somit mehr Komfort leisten, verdiente vielleicht auch genug, um die Anzahlung für ein Eigenheim aufzubringen. Doch gleichzeitig, und zwar insbesondere seit den 1990er-Jahren, wird die Zahl derer, die in empflindliche Armut abgleiten, regelmäßig größer. In Deutschland wird dieser Knick sehr gerne durch die Wiedervereinigung erklärt. Nachdem die Entwicklung in allen anderen westeuropäischen Staaten und auch in den USA ziemlich together verlief, kann dies mit dem Fall der Berliner Mauer im Kern jedoch nichts zu tun haben.

Als wesentlich dramatischer rückt mittlerweile jedoch das zweite Problem in den Vordergrund. Der größte Teil des Kapitalzuwachses landete nicht auf den Konten der Bürger, sondern auf denen der Geldinstitute, Hedgefonds etc., kurz gesagt, in den Händen jener Elite, zu dessen Gunsten dieses System auch erdacht ist.

Preise setzen sich immer aus drei Komponenten zusammen: Arbeitskraft, Rohmaterialen und Kapital. Im Gegensatz zum Menschen, arbeitet Kapital jedoch nicht. Trotzdem erhebt es den Anspruch für sich, Gewinne einbringen zu müssen.

Ungeachtet einer vorhandenen bzw. nichtvorhandenen Deckung, es wird gerne erklärt, dass Geld zwei Aufgaben erfülle: Es ist Tauschmittel und dient gleichzeitig zur Wertaufbewahrung. Der zweite Punkt bedarf jedoch einer Ergänzung. Denn von den „aufbewahrten Werten“ wird schließlich auch erwartet, dass sie Profite bringen. Das bedeutet, dass die Arbeitskraft des Menschen im Konkurrenzkampf mit einem übermächtig aufgeblasenen Finanzapparat steht. Und wer dabei als Endsieger hervorgehen wird, falls nicht im letzten Moment noch die Notbremse gezogen wird, ist nicht schwer zu erraten.

Unsere Politiker, die entweder völlig ahnungslos oder unverzeihlich korrupt sind, scheinen dieses System bis heute noch nicht durchschaut zu haben. Sie faseln weiter von Konjunkturaufschwüngen, von einer erwarteten Reduktion der Arbeitslosenzahlen, geben sich überzeugt, dass sich die Situation durch einige weitere Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen in den Griff bekommen lässt – und all den üblichen Unsinn. Unser System ist am Ende. Die Hochfinanz hat gewonnen. Die einzig mögliche Rettung – und die Tage dafür sind gezählt – wäre eine restlose Umstellung des Bankensystems. Und dies meine ich im Sinne von Verstaatlichung. Und jeder Leser, der glaubt, dass dies undemokratisch wäre, soll darüber nachdenken, ob die derzeitigen Praktiken wirklich der Mehrheit zugute kommen. Demokratie bedeutet, dass das Wohl der Bürger an erster Stelle stehen sollte, und nicht das einer unsagbar reichen Elite.

Doch alles, was die Damen und Herren in Berlin vorzuschlagen haben, ist ein Verbot von Leerverkäufen, ein kleines Detail in der Welt der großen Börsenspieler. Die Wirtschaft benötigt finanzielle Mittel, doch sie braucht keine Spekulanten, die Billionen von Dollars und Euros in Form von unkontrollierten Derivaten verschieben. Die Wirtschaft braucht Menschen, die über akzeptable Einkommen verfügen und dieses Geld wieder ausgeben. Ob dieses Geld einer teilweisen Golddeckung unterliegt, ob es durch Silber gesichert wird oder schlicht durch ein überschaubares System, das öffentlicher Kontrolle untersteht, ist für den Moment zweitrangig. Von größter Bedeutung wäre, das gesamte Geldsystem, umgehend, in die öffentliche Hand zu nehmen.

Sind wir nicht Bürger demokratischer Länder? Hat man uns nicht erzählt, das Recht ginge vom Volke aus? Wie lange wollen wir noch zuwarten, dieses unser Recht einzufordern? Was werden Sie eines Tages Ihren Kindern erzählen, wenn Sie von diesen gefragt werden: „Warum hast du das alles denn zugelassen?“ Werden Sie Ihrem Sohn dann verlegen erklären, dass sie von all dem nichts gewusst haben?

Original und Kommentare unter:
http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3100-40-jahre-wertloses-geld.html
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