Montag, 16. Mai 2011

PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE. AUSGABE APRIL 2011. PGS SCHWEIZ, ZÜRICH. (HELIODA1)









































LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]

WIE ERKENNT MAN DAS GUTE?
An der Harmonie und Symmetrie, am
Geistigen Ausdruck der Lebensformen.


Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte!
[Hinzugefügt]


Das obige Bildwerk „Die Perlenfee“ ist eine Schöpfung der Phantasie und eine Darstellung der idealen Kunst. Die Perlenfee entnimmt aus einer Schale die schönsten in Schmuck und Fassung kunstvoll verarbeiteten Perlen, die sie auf ihre Schönheit prüft und mit denen drei Engelskinder um sie her in frohem Spiel beschäftigt sind. So etwas gibt es in Wirklichkeit nicht, aber der Künstler hat ein Recht zu idealisieren, weil er durch ideale und schöne Schöpfungen die Lust und Liebe, die Freude am Glücklichen und Schönen anregen will. Die Idee eilt ja stets den Werken des schaffenden Menschengeistes voraus.

Die Perlenfee von N. Diaz
Der Künstler will den Alltag vergolden und alle Sorgen vergessen machen, er will durch schöne und glückliche Darstellungen erheben und erfreuen, schöne Vorstellungen wachrufen, und so konnte er aus diesem Gefühl heraus das schöne Bildnis, „die Perlenfee“, hervorbringen.
Das Bild strahlt Glück aus und eine überirdisch ideale Stimmung liegt über den Gestalten, der Handlung und Landschaft. Der Künstler kann sich die Perlenfee und die Engelskinder offenbar nur in einer sehr schönen Umwelt denken, daher paßt er die Landschaft diesem frohen Spiel der Gestalten an.
Blumen umgeben die Fee, der Jugend frohe Fülle begleitet sie. Lebenswarm und Freude erweckend schön ist der Körperbau dieser Frauengestalt, die ewige Jugendkraft und Schönheit des sich erneuernden Lebens symbolisierend.

Die Körperformen der Perlenfee sind sehr weich und voll plastischer Lebenswärme, voll unergründlichem Lebensgeheimnis – wie die Perlen, - edel und schön. Es ist das harmonische Empfindungs-Naturell mit dem zarten Hals, dem kleinen Gesicht, den schönen Gesichtsorganen und großen Augenlidern.
Der Künstler hat sich aber auch wieder ganz an die Wirklichkeit gehalten. Die Perlenfee liebt Schmuck, sie hat den prüfenden Ausdruck im Gesicht, und bei aller Grazie und Gelassenheit in der Haltung und Bewegung und trotz der Perlen, die das Haar und Vorderhaupt schmücken, hebt der Künstler dennoch den hinteren Teil des oberen Kopfbaues hervor. Dort liegen die Gehirnzentren und Organe für den edlen Stolz und die Festigkeit der Persönlichkeit. Es ist also mit Absicht nicht das vordere und mittlere Oberhaupt am stärksten betont, wo der Sinn für die höchsten Ideale, die der Mensch haben kann, zu suchen ist.

Der Künstler verleiht aber der Fee einen ganz besonders weichen und eigenartig feinen, wie Perlen schimmernden Schmelz über der ganzen Haut, an Brust, Hals und Gesicht, und besonders im oberen Teil ist das breite Seitenhaupt schön betont; dort liegt der Sinn für Schmuck und die Liebe zu den allerschönsten Gegenständen.


Zweifellos hat der Künstler diese Formbildung bei Personen, die eine besondere Liebe für edlen Schmuck haben, im wirklichen Leben beobachtet und auch richtig wiedergegeben.
Der Künstler hat damit sagen wollen, daß das Weib das Glück und allen Schmuck und alles Schöne, auch die glücklichste Umwelt haben sollte. Er hat andeuten wollen, daß das in der Natur des Weibes begründet liegt. Gleich einer Fee möchte er ihr alles geben.
Und doch hat der Künstler gewußt, daß Diamanten und Perlen, alles, was das Herz nur begehrt, - der herrlichste Schmuck und die schönste Umwelt, das Weib noch nicht glücklich machen.
Dieses vollkommenere Glück sieht der Künstler in den Kindern, denn ohne die drei Engelkinder wäre das Bild leer und würde niemals das sagen, was es zum Ausdruck bringt. Der Maler weist damit auf die Zweckbestimmung des Lebens und die Gesetze der Liebe und des Lebens, auf die göttliche Schöpferkraft der Liebe hin. Diese kann aber nur ihre beste Erfüllung finden, wenn das Weib glücklich ist, der Schönheit und dem Glück in schönster Umwelt leben kann.

Helioda = Lebenslichtleitstrahlkraft [Hinzugefügt]
Welch großartige Harmonie und Symmetrie und glückliche Ruhe liegt in dem Körperbau, der Bewegung und Haltung und den Gesichtern der vier Gestalten unsers Bildes! Es ist klar, daß die bauenden und formenden Natur- und Lebenskräfte eine solche glückliche und schönste Formgestaltung nur hervorbringen können, wenn das Glück der Liebe und der Umgebung vorhanden ist.
Der Künstler hat damit sagen wollen, daß der Mann seine Aufgabe nicht übersehen soll, für das liebende und sich nach Glück, Liebe und Kindern sehnende Weib das Herrlichste, das Beste und Schönste zu schaffen.
Aber auch dann wäre das Glück des Weibes noch nicht vollkommen, denn wir sehen, daß das vordere und mittlere Oberhaupt der Fee wohl mit Perlen geschmückt, aber zweifellos unvollkommen entwickelt hat.
Was ist es nun, was zu einem vollkommenen Glück noch fehlen könnte? Die Antwort ist leicht gegeben. Es sollte noch alles das hinzukommen, was das vordere und mittlere Oberhaupt und selbst die Stirn des Menschen zur vollendeten Entfaltung bringt.
Das ist das höchste Ideal. Der Reichtum, der Schmuck, die schönste Umwelt, das Glück der Kinder, alles was das Herz begehrt, vollendet das Glück noch nicht; denn das Weib will mit ihren Kindern nicht nur sich selbst und dem Kinde, sondern auch noch dem Manne dienen, der nicht nur das Idealste und Schönste schafft und gibt, sondern der darüber hinaus das Weib zu den höchsten Menschheitsidealen mit hinaufzieht. Dann erst ist das Glück des Weibes vollkommen und alle Wünsche sind erfüllt. Das Glück der Fee wird Wirklichkeit, und das Weib vermag dann erst ihre ganze große herrliche Aufgabe zu erfüllen, Leben und Liebe zu spenden, mit zu schaffen und mit zu arbeiten und sich an allem Schönen zu erfreuen.


Das aber setzt voraus, daß der Mensch seine körperlichen und geistigen Anlagen nicht nur einseitig, sondern nach jeder Richtung hin abgerundet ohne Ecken und Kanten zur Entwicklung und Entfaltung zu bringen versucht.
Die Möglichkeit ist, wenn auch nicht von heut auf morgen, gegeben, denn die Natur hat sich auch aus den kleinsten Anfängen immer mehr zur Harmonie und Vollendung entwickelt. Wie in der ganzen Natur der schaffende Lebensgeist in den Formen, Farben und Gestalten, in Tönen, Gesten und Bewegungen zum Ausdruck kommt, so erst recht in der Form- und Lebensbildung beim Menschen, der Krone der Schöpfung dieser Erdenwelt.
So kann ein Bildwerk vieles lehren, selbst dann noch, wenn es nur eine ideale Schöpfung der Phantasie.


Wir bringen rechts oben – zur hundertsten Ausgabe dieser Zeitschrift – ein Bildnis Carl Huters, des Begünders der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], die ja die Grundlage für alle vorangegangenen hier veröffentlichten Arbeiten gewesen ist.

CARL HUTER (1861-1912)
IN DEN FORMEN
LEBT DER GEIST!
Das Bild zeigt die Lebenswirklichkeit, - es ist weder ein Kunstwerk, noch eine Idealisierung, sondern eine naturgetreue photographische Aufnahme. Und doch könnte man im ersten Augenblick und bei näherer Betrachtung des Bildes denken, es sei kunstvoll idealisiert. Da das nicht der Fall ist, so muß man diese Form- und Ausdrucksbildung als ein Kunstwerk der Natur ansprechen.


Der Goldene Schnitt [Hinzugefügt]
Man vergleiche nach allen Seiten die einzelnen Proportionen von Augen und Gesicht im Verhältnis zur Stirn- und Schädelbildung; - und wer gewohnt ist, die Maßverhältnisse nach dem goldenen Schnitt zu beobachten, - nach welchem die Natur arbeitet, - wird die seltene Erhabenheit derselben erkennen.
Dabei beachte man die sehr bestimmte Körperhaltung, den feierlichen festen Augen- und Gesichtsausdruck, dann wird man bei der Betrachtung des Bildes selbst ganz unwillkürlich feierlich gestimmt.

Die große Iris der Augen, - man versuche diese durchgeistigte Augensternbildung zu erkennen, - die Abgeklärtheit, die in und über allen Geweben liegt, ist so etwas Seltenes, daß man staunt, daß die Natur ein solches Form- und Lebenswerk hervorzubringen imstande ist.

Plan der Iris von Carl Huter in 33 jähriger Lebensarbeit [Hinzugefügt]
Huter hatte zu der Zeit der Aufnahme des Bildes seine Forschungen im Prinzip abgeschlossen, aber auch das aller schwerste Leid durchgemacht und noch zu überwinden, - sein Leben neigte sich dem Ende zu. Das alles ist in den Gesichtszügen ausgeprägt, ebenso wie das Bewußtsein, daß seine Forschungen die größte Wahrheit in der Natur erkennen lassen. Sein Idealismus, seine Treue und innerliche Festigkeit in der Erkenntnis der Wahrheit in der Natur ist ungebrochen. Daher der feierliche und erhabene Ernst. – Im tiefsten Leid noch spiegelt der Ausdruck die ganze Schönheit seiner Forschungen und Entdeckungen in ihrer Gesamtheit und die Zielrichtung derselben wieder. Lebendig ist in Nerven, Fleisch und Blut, Muskeln, Gewebe und Formbau sein schaffender Lebensgeist hier verkörpert.

Es ist der Lebensgeist, der alles Schöne in der Natur geschaffen hat, der die Materie organisiert und formt, den Huter zuerst in der Empfindungsenergie der Materie nachwies und dann als eine besondere Lebensstrahlenergie erkannte. Er stützte sich dabei auf die zu seiner Zeit neuen Zellzentrosomaforschungen. -
Huter hatte den Organisator im Lebendigen in dem anatomischen Strahlengebilde der Zelle gefunden und als allüberall in der ganzen Natur wirkend und gestaltend nachgewiesen.

Entdeckungen [Hinzugefügt]
Es war Huter völlig klar und geistesgegenwärtig, daß diese Lebensstrahlenergie mit Zeugungs-, Liebes-, Glückes-, Freudes- und geistiger Schöpferkraft identisch ist. Daher das Glück der Wahrheitserkenntnis, das der Ausdruck spiegelt, das wie ein verborgenes Licht in seine Augen, in allen lebendigen Geweben, in der Formbildung und der Haltung glimmt.

Die herrlichste Schönheit in allen Lebensdingen sieht Huter durch seine Forschungen zur praktischen Lebenswirklichkeit werden. Das Bild und die Entdeckungen Huters sind Zeugen für dem lebendigen Parallelismus zwischen dem Schöpfer und seinem Werk, zwischen Innen- und Außenwelt, der geistigen Schaffenskraft und den in der Natur liegenden Prinzipien der Lebensentwicklung zu immer größerer Vollkommenheit und Schönheit.


VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN
ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung)

DIE ZELLENLEHRE.
(Mit der Zelle nimmt das Leben seinen Anfang und der Organismus baut sich aus Zellen auf.)
Das lebende Eiweiß sucht sich in der Lebenszelle zu organisieren. Der Urschleim oder der Protoplasmaschleim besteht aus Kernen und aus einer Zellmasse. Der Zellkern ist der Beweis für die Attraktionserscheinung. Der Zellkern zieht die Teile zusammen.
Jede organisierte Zelle besitzt aber außer dem Kern noch ein Strahlkörperchen (ZENTROSOMA). Wenn die materialistische Weltanschauung sagt, daß vom Zellkern alles abhänge, so ist das ein Irrtum.

Dogma [Hinzugefügt]
Das Leben, die Helioda, die im Zellstrahlkörperchen gesammelte geistige Strahlkraft, IST DAS OBERSTE PRINZIP, nicht das materielle Prinzip im Zellkern, denn dieses ist dem ersteren untergeordnet. Demnach gibt es drei Elemente in den ersten Lebensgebilden,
1. Zellmasse,
2. Zellkern,
3. Zellstrahlkörperchen.

RECHTSSEITIG IN DER ZELLE sammelt sich im Kern die harte Materie, LINKSSEITIG das geistige Element in der Strahlung. Bei der Zellteilung (Wachstum), wenn das Liebesleben in die Erscheinung tritt und das Lebenslicht im Zentrosoma zentral zu wachsen beginnt, teilt sich das Strahlkörperchen und die zwei so entstandenen Zentrosomen wandern in die magnetische Achse hinein und spannen damit die magnetischen Lebensenergien in ihren Dienst.


Der Zellkern wird auseinandergezogen, und es bilden sich aus dem Zellkern Schleifen. Diese Kernschleifen wachsen und folgen den nach den Polen abgewanderten Zentrosomen, unter deren Richtkraft sie sich zu neuen Kernen ordnen. Huter hat den Beweis erbracht, daß die seelische Materie unter normalen Umständen die lebenskräftigere ist und stärker wirkt wie die chemische Energie. Diese zarten, feinen Strahlen ziehen also, sobald die magnetische Energie unter ihrer Botmäßigkeit steht, die sehr festen Bestandteile des Kerns auseinander; die geistigen Strahlen ziehen das Materielle auseinander, es bilden sich NEUE FORMEN. (ES IST DER SIEG DES GEISTIGEN ÜBER DAS MATERIELLE ELEMENT.) DAS PRIMÄRE, DAS ERSTE, WAS SICH TRENNTE, UM NEU ZU SCHAFFEN, WAR DAS GEISTIG ZENTRALE; ES TEILT SICH IN ZWEI FORMEN, - DAS IST DER ERSTE WACHSTUMSVORGANG. DAS GEISTIGE ELEMENT TEILT ODER SPALTET SICH, WENN ES ÜBERGLÜCKLICH IST UND VERMEHRT SICH IN ZWEI TEILE. (HUTER BENANNTE DIE IN DEN ZELLSTRAHLKÖRPERCHEN WIRKENDE ENERGIE, DA ER DIESE ALS GEISTESSTRAHLKRAFT ERKANNTE, HELIODA, D. I. LEBENSLICHT.)

HELIODA = LEBENSLICHT [Hinzugefügt]

WARUM BAUTE ICH MEINE GANZE LEBENSFORMKUNDE UND PHYSIOGNOMIK [PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE] IN DIESER WEISE AUF?
DAS ZENTROSOMA IST DER BEGINN DES LEBENS! DIE ZELLE STIRBT AB, WENN DAS GEISTIGE, DIE LEBENSSTRAHLUNG, DIE KRAFT DER HELIODA, NICHT EINWIRKT.

Der Vorgang der Zellteilung unter Mitwirkung des Zentrosomas wurde u.a. von Prof Stöhr, Würzburg, dargestellt. (Wir können den Histologen, Zell- und Gewebsforschern für ihre mühsamste Arbeit nicht genug dankbar sein. Huter hatte die Lebensstrahlung auf anderem Wege gefunden, und er sah sie durch die Zellzentrosomastrahlung bestätigt.)












Das Bild kann uns daher darüber belehren, daß Arbeit, Bewegung, energische und freudige körperliche und geistige Anspannung die Lebens- und Schaffenskraft steigert, die Lust und Freude am Leben erhöht, Lebensspannkraft, Frische und Schönheit verleiht. Jeder Mensch hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich gesund und leistungsfähig zu erhalten.
VI. DIE NEUEN LEBENSIDEALE
DER WISSENSCHAFTLICHEN PSYCHO-PHYSIOGNOMIK
(Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910)
4. DIE FORMENERKENNTNIS gibt uns durch das Gesetz der Kraftrichtungsordnung Aufschluß über alle Naturgebilde und ihr inneres, geistiges Wesen.


Die Physiognomik muß daher unser vornehmlichstes Studium sein, um zur Erkenntnis der einzelnen Charaktergrundlagen der Individuen zu gelangen. Sie ist eine interessante und zugleich sehr notwendige Studienarbeit, die wir ständig zu pflegen und zu üben haben, die sich reichlich lohnt und die zu hohen materiellen und idealen Genüssen und Lebensgütern führt.
Fig. 1. Die Kraftrichtungsordnung in den Lebensformen
Fig. 1 zeigt nach Huter in schematischer Darstellung die lebende Zelle, die in der Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt das Grundorgan des Lebens ist, mit den Form und Richtung gebenden Kräften, sowie den Zonen und Sphären, wodurch die Zelle mit der Umwelt in Verbindung tritt und sich lebendig betätigen kann.

Fig. 2, eine schematische Darstellung, zeigt die formbauenden Natur- und Lebenskräfte im Menschen, die chemischen und ätherischen Substanzen mit ihren Strahlen und Spannungsrichtungen.
Die naturwissenschaftliche Erklärung und Begründung ist aus dem Haupt- und Lebenswerk Huters zu ersehen und im Prinzip bekannt.

Hauptwerk „Menschenkenntnis“ – Das Original von Carl Huter [Hinzugefügt]
An einem weiteren Beispiel wollen wir die Bedeutung der Kraftrichtungsordnung für die Formenerkenntnis vor Augen führen.
Betrachtet man das hervorragende Gemälde „Die Venus mit dem Lautenspieler“ von Tizian, so fallen die ideal-schönen, kraftvollen und doch so weichen, hell durchleuchteten lebenswarmen Formen auf.
Venus mit dem Lautenspieler – von Tizian Dresdner Galerie
Wir wissen nach Huters Kraftrichtung- und Entwicklungsordnung, daß diese Art der Formbildung nur möglich ist durch die sehr stark lebendig tätige positive und negative Lebensstrahlkraft Helioda in Verbindung mit dem reichlichen Feinod, das die zarteste und feinste Weichheit der inneren und äußeren Formbildung vermittelt.
Das Od geht mit allen Natur- und Lebenskräften im Menschen einher, vornehmlich aber mit der Lebensstrahlung und vermittelt die Aufnahme der feinsten inneren und äußeren Empfindungen.
Die Lebenskraft selber aber trägt in sich den Charakter der schöpferischen Liebe, der Freude und des Glückes.
Das ist das Geheimnis dieser ideal-schönen Körper- und Gesichtsbildung der „Venus mit dem Lautenspieler“, vom Künstler der Natur und dem Leben abgelauscht.
Das Glück der Liebe, der allerfeinsten und edelsten Empfindungen spricht aus Körperform, Augen- und Gesichtsausdruck.
Iris von und nach Carl Huter, 33 jährige Lebensforschung [Hinzugefügt]
Das hat der Künstler so stark empfunden, daß er gar nicht anders konnte, als zu Häupten der Venus ein Engelskind zu malen, das der Venus den schönsten Blumenkranz auf das edle Haupt mit dem goldigen Haar hinlegt.
Purpurrot in schweren Falten erhebt sich im Hintergrunde der Vorhang, vor welchem die Venus wie in einem wunderbar milden eigenen Lebenslicht erscheint.
Das ist es, was der Künstler gezeigt hat, daß die Liebe die edle Formkraft der Seele ist, die Schöpferin des Lebens und Geistes, daß sie die göttliche Kraft des Lebens und des Glückes ist, die auch der äußeren Schönheit, der Ruhe, der Freude, Verehrung und des Lebensglückes bedarf.
Daher malte der Künstler auch, um einem Gedankengang Ausdruck zu geben, im Mittelgrund den Lautenspieler, der mit edlen Tönen, die feinsten und glücklichsten Empfindungen erweckt, die nachklingen, gleichwie die Töne in einer herrlichen, warmen Abendlandschaft, die wir im Hintergrunde sehen, - verklingen.
Doch der Lautenspieler soll ja wohl nur im oben erwähnten Sinne symbolisch sein, denn sein Gesicht ist knabenhaft und dunkel getönt und verrät bei weitem weder diese seelische und körperliche Reife und Schönheit, noch eine so vollendete Kraftrichtungsordnung und Formentwicklung wie die Venus.
Bei dieser treten die roheren Natur- und Lebenskräfte, welche den Körper mit organisieren und formen – wie der Magnetismus, die elektrische Energie, die Medioma und die gebundene Wärme, - völlig gegenüber der Liebes-Lebensstrahl- und obersten Formkraft zurück.
Der Künstler hat gezeigt, was nunmehr erst durch die von Huter aufgefundene Kraftrichtungsordnung zu verstehen ist, daß Kräfte den Körper des Menschen und die Formen in der Natur bilden, formen und mehr oder weniger stark beleben, verfeinern und veredeln.
Ja, der Künstler ist noch einen Schritt weitergegangen, indem er den Engelsknaben zu Häupten der Venus malte, um anzudeuten, daß die Lebenskräfte in der Natur aus dem Unsichtbaren aufsteigen, - ähnlich wie die schwingenden Töne im Raum, - und ewiges, stets in Jugendkraft sich erneuerndes Leben hervorbringen. Das ist der Sinn dieses prachtvollen Bildes, das natürlich erst in Farben, wie sie das Original hat, so recht zur Geltung kommt.
Eine wunderbare Ruhe und Abgekehrtheit von allem Alltag des Lebens- eine stille Verinnerlichung liegt über dem ganzen Bild, - einem Meisterwerk der bildenden Kunst. –
V. GOTTESERKENNTNIS wird uns dann durch das Gefühl für die Schönheiten der Farben, Formen und Harmonien in der Natur immer mehr aufgehen.
Wir lernen den Geist, der sich im Schönen offenbart, erkennen, lieben und verehren und lernen ihn als guten und göttlichen Geist erkennen.
Wir lernen dieses Schöne fördern und alles Häßliche vermeiden, beseitigen, vermindern und ausrotten.
Die Schönheit ist der Führer unserer Lebenskultur; gehen wir ihr nach, so befinden wir uns auf dem geradesten und besten Wege zur Vergöttlichung unserer Natur und alles Irdischen und Menschlichen.
Ähnliches erkannte im Altertum schon Plato, er sagte:
„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Wird fortan in ihrem Licht nur leben,
Willenlos ist er dahingegeben,
Wird zu nichts als ihrem Dienste taugen,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!“

Wir lernen durch diese neue Psycho-Physiognomik und Lebenslehre erkennen, daß es nur eine echte Schönheit gibt, das ist die ethische Schönheit, alle andern Schönheiten sind falsche und unechte, und der Ethik gegenüber gleichgültig oder ihr feindlich und abgeneigt.
Daher bekämpfen wir die falsche, egoistische, sündhafte Koketten- oder Schminkeschönheit.
Wir wollen Wahrheit in der Schönheit und Natürlichkeit und Lauterkeit und eine durch heilige Liebe wirkende Lebensstrahlung; wo die ist, da wohnt der Geist unserers Gottes, den wir lieben, verehren und anbeten wollen, solange wir leben und atmen können.

VI. MENSCHENKENNTNIS. Nach dieser Vorschulung fällt es leicht, sich zum Menschenkenner auszubilden.

Wer diese Grundlagen wahrer Welt- und Lebenserkenntnis hat, der wird schon durch sein richtiges Gefühl ein guter Menschenkenner.
Aber meine Schule und mein Lehrwerk der Psycho-Physiognomik [Physigonomische Psychologie] führt ihn auch in alle Feinheiten der Seelenanalysen über Menschen ein.
Wer nur sehen und hören will, der höre und sehe und vergleiche und urteile. Er wird ein sicherer Beurteiler menschlicher Schwächen und Leidenschaften, Neigungen und Charaktergrundzüge.

Bild 1 und 2. Man urteile nach dem Gefühl.
Der Ausdruck an Augen und Gesicht ist finster, versteckt, verschlagen, unehrlich, als wenn kein lichter Gedanke mehr die Oberhand gewinnen könne.
Auf dieses Gefühl kann man sich verlassen, es sagt die Wahrheit. Bild 1 zeigt einen unverbesserlichen Dieb, einen Ein- und Ausbrecher, Bild 2 einen Hausdieb und Einbrecher.
Man urteile objektiv durch scharfes Sehen der Formen nach dem Verstand.
Das Auge liegt in den Ecken, der Blick ist bohrend und sticht von unten hervor, was bedeutet, daß der Sinn und Gedanke sich nicht offen und ehrlich zeigt, sondern in einer fixen und üblen, unglücklichen und verschlagenen Richtung sich bewegt.
Die Züge an Augen, Stirn und Nase, besonders seitlich des Nasendaches, sind bei Bild 1 wie erstarrt, erkaltet und verhärtet, bei Bild 2 roh-hart, ein Zeichen, daß das Gefühl des Mittelhirnlebens wie erstarrt, die Seele in unglücklichen Trieben festgelegt ist.
Die Wangen sind bei Bild 1 glasig-hart, bei Bild 2 von rohem Stoff, was auf Säfteverderbnis und Gefühlsverrohung deutet. Man beachte dabei auch die brutale eigenwillige Widerstandskraft der Jochbeinregion.
Der Unterkiefer ist bei beiden Bildern unsymmetrisch gebaut, so unberechenbar ist das Tatleben. Bei Bild 1 läuft der Unterkiefer rechtsseitig vom Beschauer breiteckig aus, bei Bild 2 ist er von schwerer Kontur und wirkt allein so schon durch die mechanisch ausgelöste Spannung, die sich auf den Gehirnbalken und von da auf die Tatimpulse des Kleinhirns fortpflanzt und reizt zu hartmechanischen, disharmonischen Tatimpulsen an.
Der rohe und harte Mundschnitt bei beiden Bildern zeigt die Lüsternheit, die Gefährlichkeit und eigensinnige Verstocktheit im Begehren und Erleben.
Die Stirn ist bei beiden Bildern hochgebaut, bei dem ersteren wohl hell, aber wie verhärtet und verkrampft, und bei dem zweiten wie dumpf-brütend, wobei das Haar stupide und spitzig in die Stirn fällt. Bei Bild 1 ist das Haar von schlechter Qualität, ein Zeichen, daß die darunterliegenden Bewußtseinszentren in der grauen Hirnrinde, die durch Strahlung mit der Knochensubstanz des Schädels und dem Haar in Verbindung stehen, - verhärtet sind und die Moral entsprechend entartete.
Man beachte bei Bild 1 die stark ausgeprägte rohharte Ohrenform, die zeigt, daß die feinen Nerven aus den inneren Organen und Zellen, aus denen die Gehörorgane hervorwachsen, unter hart-mechanischer und elektrischer Spannung stehen. Bei Bild 2 ist das Ohr ebenfalls von harter und unschöner Kontur.
Man beachte die Kopfhaltung, sie ist beim ersten Bild wie geduckt, als wäre der Körper zum Sprunge bereit, beim zweiten Bild schwer und verstellt, ein Zeichen, daß die lebendigen Spannungen und Entspannungen im Körper- und Gehirnbau in Unordnung und Disharmonie geraten sind und leicht aus der Norm schlagen.
Bei beiden Bildern zeigt die Nasenform harte Willensenergie, die eigene Wege und zwar Abwege geht.
Der Erstere verkrampft sich im Verstandes- und Gemütsleben, er verzehrt sich selbst und hat viel mitgemacht und kann von dem einmal beschrittenen Weg nicht mehr ablassen. Der Zweite ist bei aller Verschlagenheit auf blöde Abwege geraten und dummdreist.
Das sind neben manchen andern Zeichen Dinge, die jeder sehen kann und die in ähnlicher, wenn auch stets modifizierter Weise tausendfach bei ähnlich gearteten Individuen wiederaufzufinden sind. Sollte man daher die Anthropologie nicht auch auf die so klar in die Erscheinung tretenden physiognomischen Tatsachen, auf den Lebensausdruck ausdehnen?! –
VII. GESCHLECHTERERKENNTNIS. Durch die Sprache der Formen lernen wir die verschiedene Eigengesetzlichkeit und Bestimmung des Geschlechts erkennen, - lernen wir, daß der Mann das positive, das Weib das negative unter den Geschlechtern ist, was Tatkraft, Willen, Sinnlichkeit und sexuelle Abgegrenztheit anbetrifft.

In bezug der Liebe selber aber und des Geiste der Liebe als Ganzes, als das alle Körperteile vom Sexuellen aus durchflutende Element, da lernen wir das Weib als das positiv liebesehende, liebebedürftige und auch liebegebende Geschlecht erkennen.
Die Differenzen der meisten unglücklichen Ehen beruhen in der völlig unzureichenden Erkenntnis der Geschlechter und des Geschlechtlichen und der Liebeerweckung durch kräftigen Liebesaustausch und Liebekultur.
Das Weib ist vom Manne meist enttäuscht, weil er mehr Kraftnatur und nicht Liebesnatur ist, daher nur in der kurzen Zeitperiode, wo er geschlechtliche erregt ist, zeitlich liebend wird und sich liebend erschließt, sonst aber meist hart, kalt und oft brutal auftritt. Es ist das in der Natur der männlichen Kraft begründet.
Daher braucht der Mann das Weib als Lehrmeisterin der seelischen Liebe, damit er harmonischer wird und Kraft und Liebe in ihm zur Verschmelzung gelangen.
Das Weib aber soll ohne Koketterie, ohne Raffinesse, ohne Selbstsucht und Eitelkeit lieben, es soll treu, selbstlos, hingebend, liebenswürdig, aufrichtig sein, aber sich jeden Tag, jede Stunde von neuem in schönen Reizen zeigen, und so den Mann gewinnen und beherrschen lernen.
Der Mann bemühe sich, das Weib zu fesseln, beschäftige sich mit ihr, vernachlässige sie nicht, ziehe sie, wo es möglich ist, zur Mithilfe bei seiner Berufsarbeit heran.
Frau und Kräfte [Hinzugefügt]
Dadurch wächst das Weib an Kraft, Lebenserfahrung und Festigkeit und wird auch bei ihr die Kraft mit der Liebe zur harmonischen Verschmelzung kommen.
Die richtige Erkenntnis und Behandlung der Geschlechter ist eine sehr wichtige Aufgabe, die Mann und Weib lernen, üben und zu erfüllen suchen müssen, denn beide Geschlechter hat die Natur füreinander zur Ergänzung geschaffen.
VIII. CHARAKTERERKENNTNIS. Wenn wir zur richtigen Erkenntnis der Geschlechter und ihrer Bestimmung gelangt sind, daß die Natur damit Harmonie, Liebe und Schönheit vermehren will, dann werden wir auch inne, daß die Natur darum die Menschen mit verschiedenen Charakteranlagen geschaffen hat, damit sie sich darin erkennen und ergänzen sollen.
Es sollten daher niemals zwei Menschen in eine Ehe treten oder sich als Fremde verbinden oder im Beruf, im Amt, in der Erreichung großer oder kleiner Lebensziele miteinander arbeiten, die sich nicht in ihrem innern geistigen Wesen erkannt haben und gut miteinander harmonieren, sonst führt eine solche Ehe oder Verbindung zur Tragik, zur Disharmonie.
Wir sollen aber auch ferner darum die Charaktereigenschaften anderer, uns ferner stehenden Personen erkennen lernen, um uns vor unangenehmen zu schützen und um gute in unsern Kreis heranzuziehen.
Wir sollen schließlich Charakterstudien bei uns selbst treiben, um uns richtig zu erkennen, um schlechte Gewohnheiten, Neigungen usw. uns abzugewöhnen, niedere Instinkte und Begierden niederzukämpfen und die höheren geistigen Triebe und Eigenschaften zur vorherrschenden Entwicklung zu bringen; kurz, wir wollen mit Hilfe dieser neuen Methode der Selbst- und Menschenkenntnis auch Selbsterziehung, richtige Erziehung der Jugend und Erziehung unserer Mitmenschen üben.
Um die Charakterzüge eines Menschen zu erkennen, blicken wir im Rahmen unserer Arbeit mit besonderem Interesse auf das Bildnis des großen deutschen Natuforschers Prof. Klaatsch.

Prof. Dr. med. Herrn Klaatsch Archiv
WENN GOTT DER INBEGRIFF DER WAHRHEIT
IST, SO MUSS AUCH JEDE ERFORSCHUNG DER
WAHRHEIT ALS EIN GOTTESDIENST GELTEN
Das Bildnis, das die eigenständige Unterschrift von Prof. Klaatsch trägt, überreichte dieser Carl Huter anläßlich eines Besuches im Jahre 1907.
Huter äußerte sich über diesen Besuch sehr erfreut, denn Prof. Klaatsch hatte ihn mit den Endresultaten seiner Forschungen bezüglich der Stammesgeschichte des Menschen bekannt gemacht.

Wer bin ich – Who I am?
In dieser Hinsicht, der vergleichenden Beobachtung von Skelett und Körperbau bei Mensch und Tier, hatte Klaatsch eine Genialität bewiesen, die alles Dagewesene übertrag und einzig in der Welt dastand.
Huter hatte bereits vor Klaatsch in seinem Hauptwerk 1904-06 dargelegt, daß er die Abzweigung des Menschen nicht von den höchsten Affenarten, sondern von früheren Zwischenarten zu verschiedenen Zeiten annahm. Er fand durch die genialen Forschungen Klaatschs seine Annahmen bestätigt. Huter nahm aber auch Zwischenschöpfungsakte an und er dehnte das Schwergewicht seiner Entwicklungsgeschichte auf die formbildenden Stoffe und Kräfte in der Natur aus, vervollständigte die Entwicklungslehre von dort ausgehend, wo Klaatsch und andere aufhörten.
Das gut erhaltene Bildnis von Klaatsch ist uns von ganz außerordentlicher Bedeutung.
1. Diese ausdrucksvollen belebten Gesichtszüge mit dem beredten und offenen Auge, diese ausgebildete, kernige, große Ohrenform in Verbindung mit dem großartig aufsteigenden hohen und breiten hinteren Oberhaupt lassen die absolute Rechtschaffenheit und Gewissenhaftigkeit dieses hervorragenden Naturforschers erkennen.
Klaatsch wurde von den Berufsgelehrten stark angefeindet und in seiner Arbeit behindert, - aber er ließ sich von der einmal erkannten Wahrheit nicht abbringen und ging unbeirrt und selbstbewußt darin seinen eigenen Weg weiter.
2. Alle Kraft des Geistes in der Formbildung scheint sich in der Zwischenaugenbreite und direkt über den Augen und noch ein wenig höher zu konzentrieren. Hier liegen entwicklungsgemäß die Organe für die Beobachtung, Auffassung, Vorstellung und für das gegenständliche Gedächtnis. Diese Region, wie auch der Blick des Auges ist so scharf und lebendig tätig ausgebildet, daß gerade die größten, wie auch die allerfeinsten Dinge noch so scharf gesehen und vergleichend aufgefaßt werden wie sie in Wirklichkeit sind.
Dabei zieht sich vom oberen Teil des Seitenhauptes über die ganze Breite der Schläfe bis nach unten zum seitlichen Unterkiefer, wo die Durchführungskraft liegt, ein außerordentlich plastischer Zug, der im oberen Teil die vornehmliche Ausprägung des Kunst- und Bausinnes, des Konstruktions- und Kombinationssinns kennzeichnet.
Klaatsch lebte sich mit ganzer Kraft in den Bau und die Konstruktion der Naturformen ein, vornehmlich des Skeletts und seiner Verrichtungen.
3. Nun betrachte man das lebhafte, plastische und empfindungsreiche Gewebe im Gesicht, die impulsive nervenreiche Haut, und vor allen Dingen das bewegte, nach unten zu tief und etwas spitz auslaufende Kinn, - um den grenzenlosen Forschungseifer, den regsten Impuls und den restlosen Fleiß zu verstehen, - der Klaatsch beseelte.
Wie aus dem Formbau von Gesicht, Hals und Brust des Bildes leicht zu ersehen ist, lag Klaatsch keineswegs im Bewegungs-, sondern im Ernährungstypus, - und daher wird es ihm bei dieser Konstitution nicht leicht gewesen sein, lange Jahre in den entlegensten Gegenden von Australien zuzubringen, ganz abgesehen von anderen weiten Forschungsreisen. Die damit verbundenen Mühseligkeiten und eine schwere Malaria, die er sich auf Java zuzog, sind denn auch die Ursachen seines raschen und frühen Todes gewesen. Es ist ganz außerordentlich zu bedauern, daß Klaatsch seine Lebensarbeit nicht zu Ende führen konnte. Um so mehr ist aber das Werk zu schätzen, das Dr. med. Adolf Heilborn nach seinem Tode aus der Hinterlassenschaft Klaatschs herausgab.
4. Klaatsch war Philiantrop, siehe die hoch aufsteigende Vorderstirn. – Unvergeßlich ist sein Eifer, den er bei seinem großen Volksvorträgen entfaltete, weil er hier das Verständnis fand, das ihm seine gelehrten Berufskollegen verweigerten.
Mag auch die Stirn in ihrem Aufsteigen an Kraft verlieren, - was schadet es, - wenn hier die Höhen- und Tiefenkraft der Forschung versagte. – Ein anderer, - Huger, - hat ihn nach dieser Richtung ergänzt. So ist und bleibt es eine Freude, diesen hervorragenden Naturforscher in seiner besten Leistung, da, wo seine starke Seite lag, - zu verstehen und zu würdigen!
IX. PERSÖNLICHKEITSKULTUR ist die weitere vornehmlichste Aufgabe des gebildeten und erfahrenen Psycho-Physiognomikers.
Aus eigener Kraft heraus sich körperlich und geistig vervollkommnen, um als vorbildlicher Charakter dazustehen, um zu imponieren, niedere Menschen zu beeinflussen, große und edle zu gewinnen, ein Vollmensch, ein kraftvoll wirkender Mensch zu werden, vollendet an Körper und Geist, im Beruf und in der Gesellschaft, das ist unser Ziel.
Uneinnehmbar, unnahbar, unzugänglich soll sich jeder dem Niedrigen und Gemeinen gegenüber verhalten und würdig mit allem Guten in Sympathie treten und es gemeinsam mit andern Gleichgesinnten pflegen und wo diese Gleichfühlenden fehlen, da soll man sie zu sich heranbilden und sie für das Gute und Ideale erziehen.




























RESPONSIBILITY IS THE KEY

VERANTWORTUNG IST DER SCHLÜSSEL


Abschließend sei noch angemerkt, daß auf den Monat genau – exakt 50 Jahre nach der letzten publizierten Ausgabe der großformatigen Zeitung „Der gute Menschenkenner“ Nummer 101 - meine Wenigkeit seine erste Publikation im renommierten Verlag Julius Groos in Heidelberg zur SELBSTVERANTWORTUNG in "HÖRGESCHÄDIGTENPÄDAGOGIK" publizierte. Die wesentlichen Ergebnisse meiner damaligen DIPLOMARBEIT AN DER UNIVERSITÄT HEIDELBERG wurden veröffentlicht (allerdings noch methodologisch und geistig sehr beschränkt im üblichen akademischen "Setting". Datum Juni 1991!)
HÖRPAD: SELBSTVERANTWORTUNG BY W. TIMM, HUSUM IM SEHR RENOMMIERTEN VERLAG "JULIUS GROOS VERLAG HEIDELBERG". DATE: JUNI 1991. 11 JAHRE ZUVOR HATTE ICH ALS GYMNASIAL-SCHÜLER IN HAMBURG AUF DEM ERSTEN INTERNATIONALEN HÖRGESCHÄDIGTEN KONGRESS IN HAMBURG, 1980, DEN BÜCHER-STAND VON DIESEM VERLAG AUS HEIDELBERG BETREUT. [Hinzugefügt]

DIE ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & KALLSIOPHIE UNSERES GROSSMEISTERS CARL HUTER (1861-1912) IST SOZUSAGEN DAS "MASTERPROGRAM" ZUR SELBSTVERDELEUNG. DIE INTENSIVE REDLICHE BESCHÄFTIGUNG MIT DEN GRUNDLAGEN UND ENTDECKUNGEN DER BAHNBRECHENDEN PHYSIOGNOMISCHEN PSYCHOLOGIE & KALLISOPHIE STÄRKT DIE LEBENSLICHTLEITSTRAHLKRAFT, HELIODA, IN UNSEREN BILLIONEN LEBENDEN ZELLEN. DIESE HAUPTLEITSTRAHLKRAFT VEREDELT DIE FORMEN UND GEWEBE UNSERES KÖRPERS, IST DIE KRAFT FÜR DIE NATÜRLICHE SCHÖNHEIT.





Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum-Schobüll & MADRID.
Edited by Timm Medical-Manager Wolfgang, Husum-Schobüll & MADRID.
But this presupposes that the man tried his physical and mental abilities not only unilaterally but in every way save with rounded corners and edges to the development and deployment.
(We can histologist, cell and Gewebsforschern not enough to be grateful for their hard work. Huter had found the life of radiation by other means, and he saw confirmed by the Zellzentrosomastrahlung.)