Dienstag, 24. Mai 2011

BRD - DIE UMERZIEHUNG DER DEUTSCHEN (HELIODA1)




Die Umerziehung in Westdeutschland
24. Mai 2011 von honigmann
Die Umerziehung hatte den Zweck, das Volk auf psychologischem Wege in seiner geistig-seelischen Substanz entscheidend zu verändern. Damit schufen die Westmächte ein Mittel, das die Westdeutschen mit Hilfe einer systematischen Massenbeeinflussung weit besser unterwarf und sie alle Schuld freiwillig auf sich nehmen ließ, wogegen die Kriegsschuldlüge des Versailler Vertrages zu einem allgemeinen Widerstand des deutschen Volkes geführt hatte.

Untersuchen wir nun die Impulse für die geistig-seelische Umstrukturierung des westdeutschen Volkes, dann müssen wir bis auf das Jahr 1930 zurückgehen. In diesem Jahr wurde Max Horkheimer Leiter des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt a. M. Er verknüpfte die Aussagen von Marx und Freud und verband so Soziologie und Psychologie zur Sozialpsychologie. Sein Institut wurde alsbald als „Marxburg“ bekannt und zu einem besonderen Anziehungspunkt linksintellektueller Akademiker. Zu den Dozenten und Assistenten gehörten z. B. W. Adorno und Herbert Marcuse, welch letzterem wir später noch begegnen werden. Im Jahre 1933 wurde das Frankfurter Institut von den Nationsozialisten wegen „staatsfeindlicher Umtriebe“ geschlossen. Es setzte seine Arbeit jedoch ohne größere Unterbrechung fort, indem es an die Columbia-Universität in New York übersiedelte.

Zu einer konkreten Anwendung dieser Theorien kam es in größerem Ausmaß aber erst dann, als sie von den Instanzen der USA aufgegriffen wurden, die sich mit psychologischer Kriegsführung befaßten. Psychologische Kriegsführung ist mehr als nur Propaganda in Kriegszeiten. Sie umfaßt auch alle die Anstrengungen, die zu einer Änderung der Psychologie der Besiegten führen sollen. Dabei ist der psychologische Krieg wie der Wirtschaftskrieg zeitlich unbegrenzt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges bemühten sich die Amerikaner, die Theorien der Umerziehung in Deutschland in die Praxis umzusetzen.

Die Abteilung für psychologische Kriegsführung wurde in Abteilung für Informationskontrolle umgetauft und ließ sich zunächst in Bad Homburg nieder, von wo sie 1946 nach Berlin verlegt wurde. Eine ihrer Hauptaufgaben war die Vergabe von Lizenzen für Zeitungsherausgeber, Verleger, Filmintendanten und Rundfunkdirektoren. Die Anwärter auf diese Posten wurden in Bad Orb im Screening Center, das von dem New Yorker Psychiater David Mardochai Levy ins Leben gerufen wurde, auf ihre – im Sinne der neuen sozialpsychologischen Thesen – „charakterliche“ Eignung getestet.

Die getarnten Umerzieher

Als bestes Mittel für die Änderung des deutschen Charakters wurde die Erziehung angesehen, und der Leiter der Abteilung „Erziehung“ bei der amerikanischen Militärregierung verkündete 1948 in einem Umerziehungsprogramm u. a.:

„Die wahre Reform des deutschen Volkes wird von innen kommen. Sie wird geistig und moralisch sein. Die Schultypen sind von geringerer Bedeutung für die Zukunft Deutschlands und der Welt als das, was gelehrt wird, wie gelehrt wird und durch wen gelehrt wird. Keine Besatzungsarmee wird je erfolgreich ein pädagogisches oder kulturelles Schema einem besiegten Volke auferlegen. Militärregierung wird als Militärregierung angesehen werden. Es wird daher das Ziel der Militärregierung sein,

a) Die als demokratisch bekannten Elemente in der deutschen Bevölkerung zu identifizieren und zu ermutigen,

b) die Entwicklung oder Wiedererrichtung von Institutionen und Organisationen in Deutschland zu unterstützen, die zur Erfüllung unserer Mission beitragen können“.

1500 Deutsche waren von den Siegern ausgewählt, um als Spitzenmitarbeiter den Umerziehungsprozeß voranzutreiben. So gingen die Amerikaner davon ab, den Deutschen Reformen aufzuerlegen. Sie gingen statt dessen dazu über, in die Gesellschaft deutsche Männer, Institutionen und Ideen einzubauen, die die Ziele der Militärregierung verwirklichen würden, ohne daß der amerikanische Einfluß auf den ersten Blick erkennbar war.

Umerziehung im Gewande der Politologie

Die lückenlose und zentral gelenkte Einführung der politischen Wissenschaften in allen westdeutschen Universitäten und Hochschulen ist ein Musterbeispiel für praktizierte Umerziehung. Wie hier vorgegangen wurde, zeigt die Lektüre des Gesamtprogramms der Konferenz von Waldleiningen vom 10. und 11. September 1949, die auf Anregung der amerikanischen Militärregierung von der hessischen Landesregierung veranstaltet wurde. In Vortrag und Diskussion wurde dort die These vorbereitet, daß die deutschen Hochschulen zur Einübung des demokratischen Lebensstils unbedingt Lehrstühle für politische Wissenschaften benötigten. In engem Zusammengehen mit den Besatzungsmächten sollte nun eine Methode ausgearbeitet werden, durch die für die Hochschulen, ohne daß ihrer Autonomie zu nahe getreten wurde, einige Leute aus dem Ausland zum Neuaufbau dieser Lehrstühle herangeholt werden konnten.

Zur Umerziehungsmethode äußerte sich 1967 der Ordinarius für Politikwissenschaft an der Universität in Frankfurt /M., Prof. Dr. Iring Fetscher, sehr präzise: „Als durch die totale Niederlage der Wehrmacht die Voraussetzungen für den Aufbau eines neuen, demokratischen Deutschlands entstanden waren, wußten westliche Alliierte so gut wie deutsche Demokraten, daß hierfür nicht nur die Schaffung von Verfassungen und die Neubildung von Parteien erforderlich sein würde, sondern auch ein intensiver Wandel des Denkens, der Empfindungen, der Verhaltensweisen. Soziologie, Demoskopie, Politwissenschaft dienen als wissenschaftliche Hilfsinstrumente bei der Orientierung.

Wenn die Strukturen der Familien autoritär sind und bleiben und wenn im Berufsleben ein starres und hierarchisches Unterordnungsverhältnis besteht, kann kaum erwartet werden, daß die Einstellung zu politischen Entscheidungsfragen vom Geist der Toleranz, der Freiheitsliebe, der demokratischen Mitverantwortung geprägt wird.“ Hier wird der Grund erkennbar, warum in Westdeutschland systematisch die Emanzipierung der Jugend von der Familie betrieben wird. Prof. Fetscher fährt dazu fort: „Die moderne Sozialentwicklung kommt diesem Prozeß der Auflösung autoritärer Verhaltensmuster in mancher Hinsicht entgegen.“ Eine Konsequenz davon ist die in den USA erfundene und von dort in die Bundesrepublik eingeführte antiautoritäre Erziehung. Zur Ehre der USA ist allerdings festzustellen, daß dort die Schädlichkeit dieser Methode für Staat und Gesellschaft längst erkannt wurde, wogegen sie hier noch weiter praktiziert wird.

Der frühere SDS (Sozialistische Deutsche Studentenbund) ist ein legitimes Kind der nach 1945 etablierten Soziologen und Politologen, und der Prophet dieser Studentenorganisation war der Professor für Sozialphilosophie Herbert Marcuse. Zu seiner Philosophie gehört, „daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein Naturrecht auf Widerstand gibt, außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben. Wenn sie Gewalttaten anwenden, beginnen sie keine neue Kette von Gewalttaten, sondern zerbrechen die etablierte. Da man sie schlagen wird, kennen sie das Risiko, und wenn sie gewillt sind, es auf sich zu nehmen, hat kein Dritter, und am allerwenigsten der Erzieher und Intellektuelle, das Recht, ihnen Enthaltung zu predigen.“ In der Praxis bedeutet dies eine Legitimation für Gewalttätigkeit und Hemmungslosigkeit, wobei der Zweck die Mittel heiligt.

Die westdeutsche Nachkriegspolitologie ist also in ihrer Zielsetzung eng mit den aus den USA stammenden Bemühungen der Umerziehung verbunden. Ausgesprochener Zweck der Umerziehung des deutschen Volkes ist seine geistige und moralische Reform, der Wandel seines Denkens, seiner Empfindungen und Verhaltensweisen und die Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik. Auch die modernen politischen Praktiken wie Sit-in, Go-in, Teach-in und die Idee der Gegenuniversität stammen aus den USA. Heute sind es schon die Schüler der ersten Politologen, die in Schlüsselstellungen der westdeutschen Meinungslenkung negativ wirksam sind, vor allem auch in Bezug auf die deutsche Schuldfrage und die Umwertung der deutschen Geschichte, was von besonders schwerwiegender Bedeutung in Bezug auf die Geschichte des deutsch-polnischen Verhältnisses ist.

Unter den Folgen der mit modernsten psychologischen Erkenntnissen arbeitenden und alle Möglichkeiten der Meinungsbildung erfassenden Umerziehungspolitik leidet heute das gesamte Staats- und Gesellschaftsleben. Insbesondere aber hat sie zur Folge, daß es eine folgerichtige westdeutsche Wiedervereinigungspolitik nicht gibt. Im Gegenteil stehen die in Westdeutschland gepflegten Leitideen zu einer erfolgreichen gesamtdeutschen Politik im krassen Widerspruch.

Dabei ergeben sich folgende Erkenntnisse:

1. In der Bundesrepublik konnte sich kein gesamtdeutsches Staatsbewußtsein bilden.

2. Das Volk soll in seiner geistig-seelischen Substanz entscheidend beeinflußt werden, um es politisch an der Kandare zu halten, und zwar, wie der Amerikaner Louis Nizer in seinem 1943 erschienenen Werk „What to do with Germany?“ (Was soll man mit Deutschland machen?) schrieb, und von dem Präsident Truman verlangte, daß es jeder Amerikaner lesen sollte, politisch hart, wirtschaftlich aber großzügig. Die wirtschaftliche Lebensgrundlage sei Voraussetzung für den Erziehungserfolg (S. 154). Also: Ablenkung des Bundesbürgers von der Politik durch das Wirtschaftswunder. Der Erfolg hat dem Verfasser voll recht gegeben.

3. Dem deutschen Volk wurde der Sonderstatus des verbrecherischen und am letzten Kriege alleinschuldigen auferlegt. Die Schwarz-Weiß-Malerei in der geschichtlichen Beurteilung des deutschen Volkes wurde so nachdrücklich betrieben, daß das Volk – auch diejenigen Generationen, die schon die Weimarer Zeit miterlebt haben, trotz gegenteiligen Erlebens an die aufgestellten Thesen weitgehend glaubt.

4. Man setzt die Kriegsgenerationen einer Dauerdiffamierung aus und bemüht sich, in ihnen die Vorstellung des eigenen Versagens, der eigenen Schuld und der Kollektivschuld zu erzeugen.

5. Den jungen Generationen bemüht man sich einzureden, daß sie ein Recht haben, ihre Eltern unter einen Schuldvorwurf zu stellen und gegen sie zu revoltieren. Gezielte Zersetzungskampagnen schwächen die Staatsautorität; Politologen und Soziologen sind in Schulen, Universitäten und anderen meinungsbildenden Organen rastlos tätig, und zu ihnen gesellen sich andere politisch gleichgerichtete Kreise.

6. Die Bindung an das deutsche Volk und die deutsche Nation ist weitgehend aufgelöst. Der Bevölkerung wird der von allen Bindungen freie Weltbürger als Leitbild nahegebracht. Das neue Schlagwort lautet: „Ein nationaler Deutscher kann nur europäisch denken.“

Man unterdrückt die Tatsache, daß das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ bereits im Jahre 962 von Kaiser Otto dem Großen gegründet wurde (Kaiser Karl der Große gründete 800 das „Heilige Römische Reich Fränkischer Nation), und leugnet die Kontinuität der deutschen Nation. Dabei wurde erst jetzt wieder bei der 150-Jahr-Feier des Hambacher Festes in allen bei jenem Fest gehaltenen Reden deutlich, daß das Gefühl für das Vorhandensein der deutschen Nation über die Niederlegung der deutschen Kaiserkrone im Jahre 1806 durch Kaiser Franz II. hinaus erhalten blieb.

7. Im Bereich der offiziellen Kulturpolitik ist alles Erhabene, Erhebende und Schöne außer Kurs. In der bildenden Kunst, auch in der kirchlichen, herrscht abstrakter Konstruktivismus, der bis zu Anormalität und Nihilismus geht. In der Literatur herrscht ein hektisch überdrehter und ideologisch einseitiger Betrieb im Zeichen von Marxismus und Freudianismus, von Auflösung der alten, traditionsreichen Gesellschaftsordnung bis zur unmittelbaren Staatszerstörung. In der Musik gilt offiziell die Atonalität und der Konstruktivismus, in der Unterhaltungsmusik amerikanischer Import, hektisch und ohne jede stimmliche Kultur, im Stil immer eintöniger mit zunehmenden afrikanischen Elementen. Kennzeichnend ist auch, daß der BRD-Rundfunk von der Unterhaltungsmusik der DDR, die über ausgezeichnete Komponisten dieses Musikzweiges verfügt, keinen Gebrauch macht, wohl, weil zu „konservativ“ und für eine Gesellschaftsveränderung ungeeignet.

8. Zur systematischen Zersetzung der westdeutschen Moral gehört die Einführung des Begriffs der pluralistischen Gesellschaft unter Bundeskanzler Erhard, wonach sich jedermann seine eigenen Wertmaßstäbe selbst bilden kann, und innerhalb dessen vor allem die Verbreitung der Vorstellung, daß es keine absoluten Sittengesetze gibt. Durch solche Lehren überläßt man es also auch den Jugendlichen, die altersmäßig nach den allgemein geltenden wissenschaftlichen Erkenntnissen dazu noch nicht fähig sind, sich eigene Wertmaßstäbe zu bilden. Damit wird das westdeutsche Gemeinschaftsleben schon bei der Jugend zersetzt, und diese lebt weitgehend in einem moralischen Nihilismus, da sie nicht unterscheidet zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht, sondern deren Verhalten sich mehr oder weniger danach richtet, was ihr nützt oder nicht nützt. An die Stelle allgemeingültiger Leitbilder ist das eigene Ich getreten, an die Stelle des Gemeinwohls der Egoismus. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Dr. Gebhard Müller sprach es einmal aus, daß die öffentliche Moral in Westdeutschland, wie sie sich aus einer Reihe von Film- und Druckerzeugnissen dokumentiere, auf einen Tiefstand abgesunken ist, der nirgendwo auf der Welt unterboten werde. Da der Staat zu wenig dagegen unternehme, werde es auch verantwortungsbewußten Eltern fast unmöglich gemacht, ihre Kinder vor den Gefahren einer sexuellen Verwilderung zu bewahren.

9. Auf Grund dieser pluralistischen Gesellschaft wird die Präambel des Grundgesetzes, die die deutsche Wiedervereinigung zum Richtpunkt jedes Staatsbürgers erhebt, ständig entwertet, indem jedermann nicht nur ungestraft, sondern sogar von höchsten amtlichen Persönlichkeiten gedeckt, Verzichtserklärungen für deutsche Gebiete abgeben kann.

10. Nach einer Weisung der Ständigen Kultusministerkonferenz, den Unterricht an Oberschulen betreffend, hat u. a. der Unterricht von der Alleinschuld des deutschen Volkes am Zweiten Weltkrieg auszugehen. Damit ignoriert man u. a., daß die Polen schon seit dem vorigen Jahrhundert Anspruch auf Ostdeutschland als „urpolnisches“ und „urkatholisches“ Land erhoben; daß sie gleich nach Kriegsende 1918 die immer noch deutsche Provinz Posen annektierten und anschließend dreimal versuchten, Oberschlesien zu annektieren, so daß die anschließenden deutsch-polnischen Spannungen, wie Reichskanzler Dr. Wirth (Zentrum) erkannte, dann zu dem „Brandherd“ führten, der „den europäischen Kontinent in Unglück und Zerstörung stürzte“.

11. Zu den tiefstgreifenden Entwicklungen gehört die bewußte Überfremdung der Deutschen in der Bundesrepublik, und die Planmäßigkeit drückt sich aus in der Dialektik, mit der die Massenmedien und auch die Kirchen diese für Deutschland entscheidende Frage behandeln, indem sie nämlich die zweifellos vorhandene Feindlichkeit gegen das seit Jahren lawinenartig anschwellende Scheinasylantentum mit einer allgemeinen Ausländerfeindlichkeit gleichsetzen, die jedoch in Westdeutschland keineswegs vorhanden ist. Indem die angeführten Richtungen diese Stellung beziehen, propagieren sie praktisch die Umwandlung der über 1000 Jahre alten deutschen Nation in eine kosmopolitische Völkermischung, womit auf die alte deutsche Reichstradition und die in über 1000 Jahren gewachsene Kulturtradition verzichtet würde. Auch mit dieser Entwicklung vollzieht sich automatisch eine Veränderung der geistig-seelischen Struktur der westdeutschen Bevölkerung, die einer gesamtdeutschen Entwicklung entgegenwirkt.

12. Auch die polnische Frage ist für Deutschland leider auch ein schwerwiegendes kirchliches Problem, indem Polen, um mit Papst Pius XII. zu sprechen, „das liebste Kind“ des Vatikans ist. Die vorrangige Bedeutung Polens für die Römische Kirche umriß auf dem deutschen Katholikentag 1859 der Grazer Probst Alexius v. Prusinowski: „Die Stellung des polnischen Volkes zur katholischen Kirche ist schon wegen der geographischen Lage höchst wichtig. Denn die Kirche in Polen ist die Vormauer der katholischen Welt gleichzeitig gegen das Schisma wie gegen die Häresie.“ Er unterstrich die hohe Bedeutung der „Vormauer gegen Irren und Unglauben“ in Mitteleuropa. So wurde im preußischen sog. „Kulturkampf“, der in Wirklichkeit ein weltlicher Machtkampf war, weil es dem Vatikan nicht nur um Religion, sondern um den ganzen Menschen geht, unter der toleranten preußischen Regierung die Provinz Posen, wo 1900 das Verhältnis rein deutsch : polnisch 718421 : 1051488 war, zu einer Bastion der „streitenden Kirche“ ausgebaut, so daß von dort aus unter dem Schlagwort „polnisch = katholisch, deutsch = evangelisch“ sogar die Polnisierung Oberschlesiens betrieben wurde. Eine im Sinne des Vatikans natürliche Folge war die weitgehende Zusammenarbeit der polnischen Fraktionen im Reichstag und preußischen Landtag mit den Zentrumsfraktionen. Für die Autonomie Oberschlesiens schließlich, für die das Reichsgesetz vom 27. 11. 1920 eine Volksbefragung anordnete, argumentierte nicht nur Reichskanzler Fehrenbach (Zentrum), sondern auch Polen, und zu den Folgen der (von den Oberschlesiern mit über 90 °/U abgelehnten) Autonomie schreibt der im oberschlesischen Abstimmungskampf aktiv tätige Pf. Dr. Paul Nieborowski in seinem Buch: „Oberschlesien und Polen“, 5. Aufl. Breslau 1922, daß sie Oberschlesien „furchtbaren inneren Wühlereien und Kämpfen“ und „äußeren Gefahren seitens Frankreichs und der Tschechei“ ausgesetzt und seine geistige, materielle und volkstumsmäßige Verbindung gelockert hätte.

Deutschland ist als unheilvolles Erbe von Reformation und Gegenreformation auch konfessionell gespalten, und die deutsche Problematik dieses Erbes besteht in der historischen, immer wiederkehrenden Gewissensfrage: Handeln die deutschen Katholiken vorrangig als Deutsche, oder fühlen sie sich vorrangig den übernationalen Interessen des Vatikans verpflichtet? Von wesentlicher Bedeutung ist dies z. B. für die deutsch-polnische Schuldfrage. Es ist nachweisbar, daß die Polen seit dem vorigen Jahrhundert immer wieder Anspruch auf die ostdeutschen Gebiete erhoben. Im Polen zwischen 1919 und 1939 gab es neben der gewaltsamen Eliminierung des nichtpolnischen Volkstums auch eine Gegenreformation, und es ist vom polnischen Standpunkt aus nur folgerichtig, wenn 1966 der polnische Primas Kardinal Wyszynski erklärte: „Mit der Wiedergewinnung der polnischen Westgebiete, mit der Vernichtung des preußischen Staates und der Zerschlagung des Deutschen Reiches hat die Gegenreformation ihr Ziel erreicht“. Die zahllosen nach der Annexion 1945 zerstörten, ausgeschlachteten und auch heute noch beschlagnahmten evangelischen Kirchen Ostdeutschlands bestätigen die unverminderte Geltung der von den Polen als Mittel der Politik benutzten Gleichung: „Polentum = Katholizismus“.

13. Auch das ebengenannte Thema gehört zu dem so wichtigen Gebiet „Geschichtspflege“. Nachdem die Westdeutsche Kultusministerkonferenz den Beschluß faßte, daß dem Geschichtsunterricht die deutsche Alleinkriegsschuld zugrundezulegen sei, wurde der obligatorische Geschichtsunterricht an den westdeutschen Schulen praktisch abgeschafft und weitestgehend durch Politologie und Soziologie ersetzt. Dies bedeutete, daß man die westdeutsche Jugend zu „geschichtslosen Barbaren“ machte. Der Verlust der Geschichte ist, um mit Professor Schoeps zu reden, gleichbedeutend mit einer moralischen Krisis, einem Zurücksinken ins Fellachendasein, einer Verkümmerung des Menschentums, deren Symptome Daseinsflucht, Verwirrung und Entscheidungslosigkeit sind. Diese Analyse von Prof. Schoeps entspricht derjenigen einer kritischen Rede, die Mitte April der amerikanische Botschafter Burns vor einem Ausschuß des deutsch-amerikanischen Kongresses über den Zustand der deutsch-amerikanischen Beziehungen hielt, und in einem anschließend in der Bundesrepublik gegebenen Interview legt der Botschafter das heißeste Eisen der Bundesrepublik offen, indem er auffordert: „die Ehre des deutschen Volkes wiederherzustellen“ bzw. „das Geschichtsbild, das in den letzten 37 Jahren von bestimmter Seite geprägt worden ist, ins rechte Lot zu rücken“. „Der heutigen Generation muß das Schuldgefühl genommen werden, das uns in der Völkerfamilie so sehr schadet.“ Die Administration Reagan, die ja mit der Administration Roosevelt und Truman ideologisch nicht identisch ist, bekennt sich also zu der Einsicht, daß die amerikanische Umerziehungspolitik mit ihrer Pflege des deutschen Alleinschuldgefühls schädlich war.

Die westdeutschen Parteien freilich, die das deutsche Alleinschuldgefühl sorgsam pflegen, befinden sich damit in einer Zwickmühle. Lassen sich doch mit der Aufrollung dieser für eine innere deutsche Wiedergeburt entscheidenden Frage viele Fiktionen nicht mehr aufrechterhalten, die von den Massenmedien sorgfältig gepflegt werden und sich auf die Zeit zwischen 1919 und 1939 beziehen, und deren Behandlung bewußt übergangen wird, obgleich es zur Entlastung Deutschlands wesentlich beitragen würde. Dazu gehören auch die polnischen Geschichtsfälschungen mit der Fiktion von Deutschland als dem polnischen Erbfeind.

14. Die Manipulation der öffentlichen Meinung durch Desinformation wird in folgender Zusammenfassung von Beispielen sichtbar:

a) Man übergeht das seit 911 bestehende Deutsche Reich, das 962 zum „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ wurde.

b) Der Begriff „Deutsche Nation“ wird ausgehöhlt, ihr Vorhandensein in der Gegenwart sogar schon geleugnet.

c) Man leugnet schon, daß die Stelle der Präambel des Grundgesetzes „Vollendung der deutschen Einheit“ die deutsche Wiedervereinigung bedeutet.

d) Preußen-Deutschland wird als der historische Bösewicht Europas hingestellt.

e) Der Versailler Vertrag und die Zeit von 1919-1939 werden ausgeklammert, und man übergeht die unheilvolle, in der internationalen Geschichtsforschung längst erwiesene Bedeutung dieses Diktates als Ursache aller folgenden Spannungen in Deutschland und Voraussetzung für die Entwicklung des Nationalsozialismus.

f) Man verschweigt, daß der Anschluß Deutsch-Österreichs an Deutschland eine Forderung des österreichischen Parlaments und Volkes war und Anfang 1919 für Deutschland die Verfassungsbestimmung feststand: „Österreich tritt als Ganzes und als ein Gliedstaat dem Deutschen Reich bei.“ Bei 1921 stattfindenden Sonderabstimmungen sprach sich Tirol mit 98,8 %, Salzburg mit 99,3 % für den Anschluß aus. Es war hauptsächlich Frankreich, das ihn mit ständig zunehmenden Drohungen verhinderte. (Außenminister Briand 1930: „L’Anschluß c’est la guerre.“).

g) Man propagiert die Alleinschuld Deutschlands bzw. Hitlers am 2. Weltkrieg, ohne den durch den Versailler Vertrag und die ständigen polnischen Völkerrechtsbrüche bedingten Spannungen Rechnung zu tragen.

h) Polen wird als das ständige unschuldige Angriffsobjekt Deutschlands hingestellt. Man verschweigt, daß Polen schon zu Bismarcks Zeit Anspruch auf die ostdeutschen Gebiete erhob.

i) Gefördert durch das Schlagwort“Pluralismus„, wird der gesamtdeutsche Standpunkt selbst an hohen Stellen aufgeweicht. Westdeutsche „Karolinger“ propagieren die größtmögliche Verzahnung Westdeutschlands mit Westeuropa einerseits, andererseits die Negativierung des Preußentums als „eine Verbindung … eines … vom alten Kulturboden des Reiches losgelösten Menschentyps mit der Gefügigkeit des unterworfenen Slawentums“. (So am 25. 6. 1946 im „Rheinischen Merkur“ Dr. Süsterhenn, später Präsident des rheinland-pfälzischen Landesverfassungsgerichts.)

k) Den nach Kriegsende 1945 hochkommenden dekompositorischen Elementen in Deutschland entspricht allgemein die weittestgehende Ausschaltung der Geschichtspflege an den Schulen und insbesondere der Pflege der Ostgeschichte (politische, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte) als eines konstruktiven Beitrags zu einer geistigen Öffnung nach Osten im Sinne der geschichtlichen ost- und mitteldeutschen Brückenfunktion.

l) Die Verwendung des Schlagworts, daß man „nicht aufrechnen“ dürfe. Dies bedeutet, dem deutschen Volk das in jedem Rechtsstaat für jeden Beschuldigten legitime Mittel zu nehmen, seinerseits eine Gegenrechnung mit Schuldhandlungen der Gegenseite aufzustellen, und widerspricht dem in allen Kulturstaaten geltenden römischrechtlichen Satz, daß „auch die andere Seite gehört werde„.

15. Der Rolle Deutschlands als des Bösewichts Europas entspricht auch die Unterdrückung wichtiger Bestimmungen des allgemein anerkannten und gültigen Völkerrechts. So ist nach Art. 45 der Haager Landkriegsordnung von 1907 untersagt, die Bevölkerung eines besetzten Gebietes zu zwingen, ihr eine andere Staatsangehörigkeit aufzuzwingen. Nach Art. 46 darf das Privateigentum nicht eingezogen werden, und nach Art. 47 ist die Plünderung ausdrücklich untersagt. Nach der UNO -Konvention vom 27. November 1968, Art. 1 b, unterliegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ob sie in Kriegs- oder Friedenszeiten begangen worden sind …, Vertreibung durch bewaffneten Angriff oder Okkupation …“ nicht der Verjährung, unabhängig vom Zeitpunkt, an dem sie begangen sind. Umso bemerkenswerter ist, daß ausgerechnet in der Vertriebenenarbeit die Schrift des ehemaligen Deutschen Plebiszitkommissars Dr. Kurt Urbanek: „Das Heimkehrrecht der deutschen Ausgetriebenen, ein Anspruch des positiven Völkerrechts“, Dortmund 1959, als Arbeitsmaterial unbekannt ist.

16. Rundfunk und Fernsehen

Rundfunk und Fernsehen sind neben der Presse die Schlüsselstellungen der Meinungsbildung und Meinungslenkung. Die in der Öffentlichkeit verbreitete Meinung, daß diese Anstalten vollkommen unabhängig seien und daß weder die westdeutschen Regierungen noch die Parteien darauf Einfluß nehmen könnten, ist jedoch irrig. Schon der Tübinger Politologe Prof. Eschenburg weist in seinem Werk „Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart 1956″ darauf hin, daß die Parteien und Regierungen auf Grund der Rundfunk- und Fernsehgesetzgebung sehr wohl eine Reihe von Möglichkeiten haben, auf die Anstalten Einfluß zu nehmen, da sie nämlich unmittelbare und mittelbare Mitwirkungsrechte besitzen, sowohl bei der Wahl von Intendanten und Abteilungsleitern, bei der Programmgestaltung und als Aufsichtsorgane. Hinzu kommen die erheblichen Einflüsse, die Parteiangehörige als Vertreter von Gewerkschaften, Kirchen und anderen Organisationen in Rundfunk- und Fernsehgremien ausüben.

Zum Inhalt der Gesetzgebung genügt es, aus dem für den WDR geschaffenen „Gesetz über den Westdeutschen Rundfunk Köln“ vom 25. 5. 1954 und für das Fernsehen aus dem „Staatsvertrag der westdeutschen Länder über die Errichtung der Anstalt des öffentlichen Rechts ,Zweites Deutsches Fernsehen’ „ vom 9.8. 1961 zu zitieren. Nach dem Rundfunkgesetz hat der Sender „seine Sendungen im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung zu halten. Die Nachrichtengebung muß allgemein, unabhängig und objektiv sein“ (§ 4.1.). Er … „soll … nur der Wahrheit verpflichtet sein“ und darf „nicht einseitig einer politischen Partei oder Gruppe, einer Interessengemeinschaft oder einer Weltanschauung dienen“ (§ 4.2). Nach dem Fernsehvertrag soll „in ganz Deutschland ein objektiver Überblick über das Weltgeschehen, insbesondere ein umfassendes Bild der deutschen Wirklichkeit vermittelt werden. …

Diese Sendungen sollen vor allem auch der Wiedervereinigung Deutschlands in Frieden und Freiheit und der Verständigung unter den Völkern dienen. Sie müssen … eine unabhängige Meinungsbildung ermöglichen“ (§ 2), und die Berichterstattung soll umfassend, wahrheitsgetreu und sachlich sein“ (§ 3).

Es wäre geradezu paradox, wenn Bundesregierung, Länderregierungen und Parteien es sich hätten entgehen lassen, sich in den wichtigsten Meinungsverbreitungs- und lenkungsmitteln eine Einflußmöglichkeit zu sichern. Rundfunk und Fernsehen haben sich aber in dem Maße, in dem die gesetzlichen Kontrollorgane in Bund und Ländern sie gewähren ließen, zu einer selbstherrlichen Autokratie entwickelt, die einen radikal liberalistischen, von den traditionellen, Staat und Gesellschaft tragenden Grundwerten freien Kurs einschlug, der bis zur zügellosen Freiheit geht. In einer Zeit, in der es um Sein oder Nichtsein des deutschen Reiches und Volkes geht, wird der gesamtdeutsche Gedanke praktisch ausgeklammert, mindestens aber in Zweifel gezogen. Die deutsche Reichsgeschichte wird mit einseitig Deutschland belastender Tendenz behandelt, insbesondere die deutsch-polnische Frage, und dies, obgleich noch Millionen Deutsche leben, die die Wirklichkeit an Ort und Stelle miterlebt haben. Eine wichtige Aufgabe haben genannte Massenmedien immer vernachlässigt: Die Vermittlung von Wissen, welches dem Volkswohl dient, vor allem auch für die Jugend.

„Was öffentlich in einem Lande gesagt wird, hört die ganze Welt“ (Prof. Eschenburg). Für das Ausland liegt es nahe, die in der Bundesrepublik geduldete innere Zersetzung mit der Meinung der Bundesrepublik zu identifizieren. Die bestehenden Gesetze reichen aus, um eine auf Wahrheit, Objektivität, Unabhängigkeit und dem gesamtdeutschen Interesse beruhende Arbeit von Rundfunk und Fernsehen zu gewährleisten. Allerdings muß seitens der Bundesrepublik Deutschland der ernsthafte Wille vorhanden sein, ihnen Geltung zu verschaffen.

Bei der Unterentwicklung der westdeutschen Geschichtspflege ist es umso mehr anzuerkennen, daß der baden -württembergische Kultusminister Mayer-Vorfelder diesem Umstand innerhalb seines Bereichs abhelfen will. In einem Rundschreiben von Mitte Mai 1982 an sämtliche Schulleiter des Landes stellte er fest: „Unsere Generation würde ihre Pflicht versäumen, wenn sie der Jugend nicht einen Sinn für die deutsche Nation nahebrächte“, und er forderte unter Bezugnahme auf das heiße Eisen „DDR“ dazu auf, das Bewußtsein der deutschen Gemeinsamkeiten in Geschichte, Literatur und Kultur zu stärken. Er verweist dabei auf die Schicksalsgemeinschaft der Deutschen, „die durch die Trennung in zwei deutsche Staaten nicht aufgehoben werden kann“.

Das Bemühen des Kultusministers, die DDR in die westdeutsche Kulturarbeit einzuordnen, ist geradezu epochemachend, und das könnte sie auch vor allem für die Vertriebenenverbände sein. Es ist doch eine Groteske, die nur in dem durch das Wirtschaftswunder chloroformierten Westdeutschland möglich ist, daß man noch heute soviel Theater um die DDR macht, weil sie nicht in das hiesige Demokratieverständnis paßt, ihre auf der Grundlage von Jalta beruhende Existenz aber im übrigen übergeht. Das heutige Deutschland ist nun einmal in die Interessensphären von Jalta eingeordnet, auch wenn man den Begriff „Jalta“ mit allem, was dazugehört, aus der deutschlandpolitischen Arbeit ausklammert.


Mitteldeutschland gehört aber zum Kerngebiet des alten deutschen Reiches, und man braucht nur Merseburg, Quedlinburg, Tangermünde, Magdeburg, Leipzig und Hunderte anderer Orte zu sehen, um zu sehen, daß gerade dort die deutsche ZDF ARD Reichsgeschichte heute noch in den zahllosen romanischen, gotischen, Renaissance- und Barock-Baudenkmälern sichtbar ist. Der Luther Mitteldeutscher war , gehört zum deutschen Schicksal ebenso wie der fürchterliche 30-jährige Religionskrieg, der Deutschland bis heute konfessionell innen- und außenpolitisch spaltete. Zur DDR gehört aber auch der im internationalen Geistesleben verankerte Begriff „Weimar“, und was wäre die westdeutsche Musik trotz der dem westdeutschen Volk von den anonymen Manipulatoren aufoktroyierten Neutöner ohne den Namen ..Bach“?

Der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Prof. Farthmann hat letzthin als „beängstigend“, „bedrückend“ und „schrecklich, ja grauenhaft“ die Ergebnisse einer Umfrage zur Situation der Jugend in Nordrhein-Westfalen beurteilt. Daß der Minister diese Meinung öffentlich kundtat, ist ein Zeichen von Einsicht. Verfolgte man aber eine Diskussion auf höchster Ebene, dann vermieden alle, vom linken Professor Johanno Strasser bis zum Vorsitzenden der Jungen Union Wissmann, auf die Grundursache des geistigen Elends der westdeutschen Jugend einzugehen, und diese besteht in dem unter Bundeskanzler Erhard eingeführten Begriff der pluralistischen Gesellschaft, in der alle Verhaltensweisen erlaubt sind, wenn sie nicht gesetzlich verboten sind. Dieser schrankenlose Liberalismus wiederum hat seine Grundlage im Grundgesetz, und wenn Bundeskanzler Schmidt im Parlament einmal darauf hinwies, daß er keine ethisch-moralische Richtlinienkompetenz habe, so hat er formal recht. Denn das Grundgesetz ist ethisch-moralisch wertfrei. Ein Vergleich des Grundgesetzes mit der Reichsverfassung vom 11. August 1919 zeigt das in aller Deutlichkeit, wenn man die Bestimmungen zur Jugenderziehung betrachtet.


Das Grundgesetz sagt dazu überhaupt nichts Materielles. Die Weimarer Verfassung hingegen enthält hierzu 4 Artikel:

Nach Art. 118 „sind zur Bekämpfung der Schund- und Schmutzliteratur sowie zum Schutze der Jugend bei öffentlichen Schaustellungen und Darbietungen gesetzliche Maßnahmen zulässig“.

Nach Art. 120 ist „die Erziehung des Nachwuchses zur leiblichen, seelischen und gesellschaftlichen Tüchtigkeit … oberste Pflicht und natürliches Recht der Eltern, über deren Betätigung die staatliche Gemeinschaft wacht“.

Nach Art. 122 ist „die Jugend .. . gegen Ausbeutung sowie gegen sittliche, geistige oder körperliche Verwahrlosung zu schützen“, und „Staat und Gemeinde haben die erforderlichen Einrichtungen zu schaffen“.

Art. 148 schließlich besagt: „ln allen Schulen ist sittliche Bildung, staatbürgerliche Gesinnung, persönliche und berufliche Tüchtigkeit im Geiste des deutschen Volkstums und der Völkerversöhnung zu erstreben“. Auch ist in öffentlichen Schulen „Bedacht zu nehmen, daß die Empfindungen Andersdenkender nicht verletzt werden“.

Die Verfasser des Grundgesetzes haben das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Sie dachten nur an Freiheiten und an Rechte, und deshalb kennt das Grundgesetz nur den Abschnitt „Die Grundrechte“ und nicht, wie die Weimarer Verfassung, den Abschnitt: „Grundrechte und Grundpflichten der Deutschen“. Und heutzutage ist man amtlich verwundert und erschreckt, wenn die westdeutsche Jugend von ihren Rechten so weitgehenden Gebrauch macht. Zur Weimarer Zeit herrschte auf den deutschen Schulen Ordnung, ein Begriff allerdings, der von den Massenmedien geradezu verpönt wird. Damals gab es allerdings keine antiautoritäre Erziehung, auch waren die Begriffe „Frustration“, „Entstauung von Aggressionen“ und „Selbstverwirklichung“ in der Jugend unbekannt, und es gab auch nicht den von Prof. Farthmann als beängstigend empfundenen Hang der westdeutschen Jugend zur Gewalt.

Der Bundesrepublik fehlt, wie auch der Bundestagsabgeordnete Windelen am 30. Mai 1982 vor den Ostpreußen erklärte, eine Staatsgesinnung, und auf dem Augsburger Katholikentag sprach der Ostemigrant Maximow von dem im Westen verspürten Hauch des „tödlichen Selbstbetruges und der geistigen Verödung“, von der „Konsum-Hölle des Supermarktes“, von der „Politisierung, Sozialisierung und Vulgarisierung der Kultur“, die die wahren Werte durch Konsum-Ersatzgüter zu verdrängen drohen. Der Rezension eines Films über das Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ von Richard Wagner in „Die Welt“ vom 2. 6. 1982 ist folgendes zu entnehmen: „Das Szenenbild wird beherrscht von einer überdimensionalen weißgrauen Totenmaske Wagners. Auf ihr lagert man, durch die Gänge in ihrem Inneren schreitet man. … Unter den Wimpeln, die in Wagners … Gehirnwindungen herumhängen“, finden sich „auch ein paar Hakenkreuze“. Der Autor dieses Films, der den auch heute international zu den bedeutendsten deutschen Komponisten gezählten Richard Wagner verächtlich machte, erhielt dafür westdeutsche Filmförderungsmittel. Wagner ist nach der geltenden kulturpolitischen Linie auch schon dadurch disqualifiziert, daß er in seinen Werken auf die germanische Sagen- und Ideenwelt zurückgreift.

Die Bundesrepublik steht mit der absoluten Anzahl der Sexualverbrechen und Rauschgifttoten weit an der Spitze aller Staaten einschließlich der USA. Unter diesen Umständen scheint es unter direkter Bezugnahme auf das Thema dieser Ausführungen angebracht, mit Worten von Leonid Breschnew zu schließen, die er in seiner Rede zum hundertsten Geburtstag Lenins (1970) auf dem Roten Platz in Moskau sprach:

„Westlich unserer Grenzen gibt es eine ungeheure Welle der Kriminalität und die dunklen Wirbel der Rauschgiftsucht und Pornographie sowie der pervertierten Gefühle und verstümmelten Seelen. Allein schon dieser Verfall wird mit absoluter Sicherheit den schließlichen Triumph des internationalen Sozialismus und Kommunismus mit sich bringen.“
Herausgeber: Landsmannschaft Schlesien, Kreisgruppe Bonn e. V.
Schrifttum:

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The author of this film, the internationally today was contemptuous of the most important German composer Richard Wagner was counted, but West German film subsidies. Wagner is under the current political culture line already disqualified because he in his work on the Germanic legends and the world of ideas relies.
Comparison of the Basic Law with the constitution of 11 August 1919
However, it must be present to give them approval from the Federal Republic of Germany, the serious intention.
The exchange of knowledge, which serves the people well, especially for youth.
that the parties and governments on the basis of radio and television law very well have a number of ways to refer to the institutions influence, since they have namely direct and indirect participation rights, both in the election of directors and department heads, in designing the program and as supervisory bodies. Then there are the significant influences that party officials will pursue as representatives of trade unions, churches and other organizations in radio and television bodies.
is visible in the following summary of examples:
which on the old German Reich and the tradition has grown to over 1000 years cultural tradition would be abandoned.
Targeted campaigns decomposition weaken the authority of the state, political scientists and sociologists are in schools, universities and other opinion-forming organs restlessly active, and they are joined by other political parties rectified.
In particular, but it has the consequence that it is not a consistent West German reunification policy is. On the contrary, the central ideas are cultivated in West Germany to a successful pan-German policy in stark contradiction.
without the American influence was obvious at first glance.


RECHTSSEITIG IN DER ZELLE sammelt sich im Kern die harte Materie, LINKSSEITIG das geistige Element in der Strahlung. Bei der Zellteilung (Wachstum), wenn das Liebesleben in die Erscheinung tritt und das Lebenslicht im Zentrosoma zentral zu wachsen beginnt, teilt sich das Strahlkörperchen und die zwei so entstandenen Zentrosomen wandern in die magnetische Achse hinein und spannen damit die magnetischen Lebensenergien in ihren Dienst.


Der Zellkern wird auseinandergezogen, und es bilden sich aus dem Zellkern Schleifen. Diese Kernschleifen wachsen und folgen den nach den Polen abgewanderten Zentrosomen, unter deren Richtkraft sie sich zu neuen Kernen ordnen. Huter hat den Beweis erbracht, daß die seelische Materie unter normalen Umständen die lebenskräftigere ist und stärker wirkt wie die chemische Energie. Diese zarten, feinen Strahlen ziehen also, sobald die magnetische Energie unter ihrer Botmäßigkeit steht, die sehr festen Bestandteile des Kerns auseinander; die geistigen Strahlen ziehen das Materielle auseinander, es bilden sich NEUE FORMEN. (ES IST DER SIEG DES GEISTIGEN ÜBER DAS MATERIELLE ELEMENT.) DAS PRIMÄRE, DAS ERSTE, WAS SICH TRENNTE, UM NEU ZU SCHAFFEN, WAR DAS GEISTIG ZENTRALE; ES TEILT SICH IN ZWEI FORMEN, - DAS IST DER ERSTE WACHSTUMSVORGANG. DAS GEISTIGE ELEMENT TEILT ODER SPALTET SICH, WENN ES ÜBERGLÜCKLICH IST UND VERMEHRT SICH IN ZWEI TEILE. (HUTER BENANNTE DIE IN DEN ZELLSTRAHLKÖRPERCHEN WIRKENDE ENERGIE, DA ER DIESE ALS GEISTESSTRAHLKRAFT ERKANNTE, HELIODA, D. I. LEBENSLICHT.)

HELIODA = LEBENSLICHT [Hinzugefügt]

WARUM BAUTE ICH MEINE GANZE LEBENSFORMKUNDE UND PHYSIOGNOMIK [PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE] IN DIESER WEISE AUF?
DAS ZENTROSOMA IST DER BEGINN DES LEBENS! DIE ZELLE STIRBT AB, WENN DAS GEISTIGE, DIE LEBENSSTRAHLUNG, DIE KRAFT DER HELIODA, NICHT EINWIRKT.

Der Vorgang der Zellteilung unter Mitwirkung des Zentrosomas wurde u.a. von Prof Stöhr, Würzburg, dargestellt. (Wir können den Histologen, Zell- und Gewebsforschern für ihre mühsamste Arbeit nicht genug dankbar sein. Huter hatte die Lebensstrahlung auf anderem Wege gefunden, und er sah sie durch die Zellzentrosomastrahlung bestätigt.)












Das Bild kann uns daher darüber belehren, daß Arbeit, Bewegung, energische und freudige körperliche und geistige Anspannung die Lebens- und Schaffenskraft steigert, die Lust und Freude am Leben erhöht, Lebensspannkraft, Frische und Schönheit verleiht. Jeder Mensch hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich gesund und leistungsfähig zu erhalten.
VI. DIE NEUEN LEBENSIDEALE
DER WISSENSCHAFTLICHEN PSYCHO-PHYSIOGNOMIK
(Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910)
4. DIE FORMENERKENNTNIS gibt uns durch das Gesetz der Kraftrichtungsordnung Aufschluß über alle Naturgebilde und ihr inneres, geistiges Wesen.


Die Physiognomik muß daher unser vornehmlichstes Studium sein, um zur Erkenntnis der einzelnen Charaktergrundlagen der Individuen zu gelangen. Sie ist eine interessante und zugleich sehr notwendige Studienarbeit, die wir ständig zu pflegen und zu üben haben, die sich reichlich lohnt und die zu hohen materiellen und idealen Genüssen und Lebensgütern führt.
Fig. 1. Die Kraftrichtungsordnung in den Lebensformen
Fig. 1 zeigt nach Huter in schematischer Darstellung die lebende Zelle, die in der Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt das Grundorgan des Lebens ist, mit den Form und Richtung gebenden Kräften, sowie den Zonen und Sphären, wodurch die Zelle mit der Umwelt in Verbindung tritt und sich lebendig betätigen kann.

Fig. 2, eine schematische Darstellung, zeigt die formbauenden Natur- und Lebenskräfte im Menschen, die chemischen und ätherischen Substanzen mit ihren Strahlen und Spannungsrichtungen.
Die naturwissenschaftliche Erklärung und Begründung ist aus dem Haupt- und Lebenswerk Huters zu ersehen und im Prinzip bekannt.

Hauptwerk „Menschenkenntnis“ – Das Original von Carl Huter [Hinzugefügt]
An einem weiteren Beispiel wollen wir die Bedeutung der Kraftrichtungsordnung für die Formenerkenntnis vor Augen führen.
Betrachtet man das hervorragende Gemälde „Die Venus mit dem Lautenspieler“ von Tizian, so fallen die ideal-schönen, kraftvollen und doch so weichen, hell durchleuchteten lebenswarmen Formen auf.
Venus mit dem Lautenspieler – von Tizian Dresdner Galerie
Wir wissen nach Huters Kraftrichtung- und Entwicklungsordnung, daß diese Art der Formbildung nur möglich ist durch die sehr stark lebendig tätige positive und negative Lebensstrahlkraft Helioda in Verbindung mit dem reichlichen Feinod, das die zarteste und feinste Weichheit der inneren und äußeren Formbildung vermittelt.
Das Od geht mit allen Natur- und Lebenskräften im Menschen einher, vornehmlich aber mit der Lebensstrahlung und vermittelt die Aufnahme der feinsten inneren und äußeren Empfindungen.
Die Lebenskraft selber aber trägt in sich den Charakter der schöpferischen Liebe, der Freude und des Glückes.
Das ist das Geheimnis dieser ideal-schönen Körper- und Gesichtsbildung der „Venus mit dem Lautenspieler“, vom Künstler der Natur und dem Leben abgelauscht.
Das Glück der Liebe, der allerfeinsten und edelsten Empfindungen spricht aus Körperform, Augen- und Gesichtsausdruck.
Iris von und nach Carl Huter, 33 jährige Lebensforschung [Hinzugefügt]
Das hat der Künstler so stark empfunden, daß er gar nicht anders konnte, als zu Häupten der Venus ein Engelskind zu malen, das der Venus den schönsten Blumenkranz auf das edle Haupt mit dem goldigen Haar hinlegt.
Purpurrot in schweren Falten erhebt sich im Hintergrunde der Vorhang, vor welchem die Venus wie in einem wunderbar milden eigenen Lebenslicht erscheint.
Das ist es, was der Künstler gezeigt hat, daß die Liebe die edle Formkraft der Seele ist, die Schöpferin des Lebens und Geistes, daß sie die göttliche Kraft des Lebens und des Glückes ist, die auch der äußeren Schönheit, der Ruhe, der Freude, Verehrung und des Lebensglückes bedarf.
Daher malte der Künstler auch, um einem Gedankengang Ausdruck zu geben, im Mittelgrund den Lautenspieler, der mit edlen Tönen, die feinsten und glücklichsten Empfindungen erweckt, die nachklingen, gleichwie die Töne in einer herrlichen, warmen Abendlandschaft, die wir im Hintergrunde sehen, - verklingen.
Doch der Lautenspieler soll ja wohl nur im oben erwähnten Sinne symbolisch sein, denn sein Gesicht ist knabenhaft und dunkel getönt und verrät bei weitem weder diese seelische und körperliche Reife und Schönheit, noch eine so vollendete Kraftrichtungsordnung und Formentwicklung wie die Venus.
Bei dieser treten die roheren Natur- und Lebenskräfte, welche den Körper mit organisieren und formen – wie der Magnetismus, die elektrische Energie, die Medioma und die gebundene Wärme, - völlig gegenüber der Liebes-Lebensstrahl- und obersten Formkraft zurück.
Der Künstler hat gezeigt, was nunmehr erst durch die von Huter aufgefundene Kraftrichtungsordnung zu verstehen ist, daß Kräfte den Körper des Menschen und die Formen in der Natur bilden, formen und mehr oder weniger stark beleben, verfeinern und veredeln.
Ja, der Künstler ist noch einen Schritt weitergegangen, indem er den Engelsknaben zu Häupten der Venus malte, um anzudeuten, daß die Lebenskräfte in der Natur aus dem Unsichtbaren aufsteigen, - ähnlich wie die schwingenden Töne im Raum, - und ewiges, stets in Jugendkraft sich erneuerndes Leben hervorbringen. Das ist der Sinn dieses prachtvollen Bildes, das natürlich erst in Farben, wie sie das Original hat, so recht zur Geltung kommt.
Eine wunderbare Ruhe und Abgekehrtheit von allem Alltag des Lebens- eine stille Verinnerlichung liegt über dem ganzen Bild, - einem Meisterwerk der bildenden Kunst. –
V. GOTTESERKENNTNIS wird uns dann durch das Gefühl für die Schönheiten der Farben, Formen und Harmonien in der Natur immer mehr aufgehen.
Wir lernen den Geist, der sich im Schönen offenbart, erkennen, lieben und verehren und lernen ihn als guten und göttlichen Geist erkennen.
Wir lernen dieses Schöne fördern und alles Häßliche vermeiden, beseitigen, vermindern und ausrotten.
Die Schönheit ist der Führer unserer Lebenskultur; gehen wir ihr nach, so befinden wir uns auf dem geradesten und besten Wege zur Vergöttlichung unserer Natur und alles Irdischen und Menschlichen.
Ähnliches erkannte im Altertum schon Plato, er sagte:
„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Wird fortan in ihrem Licht nur leben,
Willenlos ist er dahingegeben,
Wird zu nichts als ihrem Dienste taugen,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!“

Wir lernen durch diese neue Psycho-Physiognomik und Lebenslehre erkennen, daß es nur eine echte Schönheit gibt, das ist die ethische Schönheit, alle andern Schönheiten sind falsche und unechte, und der Ethik gegenüber gleichgültig oder ihr feindlich und abgeneigt.
Daher bekämpfen wir die falsche, egoistische, sündhafte Koketten- oder Schminkeschönheit.
Wir wollen Wahrheit in der Schönheit und Natürlichkeit und Lauterkeit und eine durch heilige Liebe wirkende Lebensstrahlung; wo die ist, da wohnt der Geist unserers Gottes, den wir lieben, verehren und anbeten wollen, solange wir leben und atmen können.

VI. MENSCHENKENNTNIS. Nach dieser Vorschulung fällt es leicht, sich zum Menschenkenner auszubilden.

Wer diese Grundlagen wahrer Welt- und Lebenserkenntnis hat, der wird schon durch sein richtiges Gefühl ein guter Menschenkenner.
Aber meine Schule und mein Lehrwerk der Psycho-Physiognomik [Physigonomische Psychologie] führt ihn auch in alle Feinheiten der Seelenanalysen über Menschen ein.
Wer nur sehen und hören will, der höre und sehe und vergleiche und urteile. Er wird ein sicherer Beurteiler menschlicher Schwächen und Leidenschaften, Neigungen und Charaktergrundzüge.

Bild 1 und 2. Man urteile nach dem Gefühl.
Der Ausdruck an Augen und Gesicht ist finster, versteckt, verschlagen, unehrlich, als wenn kein lichter Gedanke mehr die Oberhand gewinnen könne.
Auf dieses Gefühl kann man sich verlassen, es sagt die Wahrheit. Bild 1 zeigt einen unverbesserlichen Dieb, einen Ein- und Ausbrecher, Bild 2 einen Hausdieb und Einbrecher.
Man urteile objektiv durch scharfes Sehen der Formen nach dem Verstand.
Das Auge liegt in den Ecken, der Blick ist bohrend und sticht von unten hervor, was bedeutet, daß der Sinn und Gedanke sich nicht offen und ehrlich zeigt, sondern in einer fixen und üblen, unglücklichen und verschlagenen Richtung sich bewegt.
Die Züge an Augen, Stirn und Nase, besonders seitlich des Nasendaches, sind bei Bild 1 wie erstarrt, erkaltet und verhärtet, bei Bild 2 roh-hart, ein Zeichen, daß das Gefühl des Mittelhirnlebens wie erstarrt, die Seele in unglücklichen Trieben festgelegt ist.
Die Wangen sind bei Bild 1 glasig-hart, bei Bild 2 von rohem Stoff, was auf Säfteverderbnis und Gefühlsverrohung deutet. Man beachte dabei auch die brutale eigenwillige Widerstandskraft der Jochbeinregion.
Der Unterkiefer ist bei beiden Bildern unsymmetrisch gebaut, so unberechenbar ist das Tatleben. Bei Bild 1 läuft der Unterkiefer rechtsseitig vom Beschauer breiteckig aus, bei Bild 2 ist er von schwerer Kontur und wirkt allein so schon durch die mechanisch ausgelöste Spannung, die sich auf den Gehirnbalken und von da auf die Tatimpulse des Kleinhirns fortpflanzt und reizt zu hartmechanischen, disharmonischen Tatimpulsen an.
Der rohe und harte Mundschnitt bei beiden Bildern zeigt die Lüsternheit, die Gefährlichkeit und eigensinnige Verstocktheit im Begehren und Erleben.
Die Stirn ist bei beiden Bildern hochgebaut, bei dem ersteren wohl hell, aber wie verhärtet und verkrampft, und bei dem zweiten wie dumpf-brütend, wobei das Haar stupide und spitzig in die Stirn fällt. Bei Bild 1 ist das Haar von schlechter Qualität, ein Zeichen, daß die darunterliegenden Bewußtseinszentren in der grauen Hirnrinde, die durch Strahlung mit der Knochensubstanz des Schädels und dem Haar in Verbindung stehen, - verhärtet sind und die Moral entsprechend entartete.
Man beachte bei Bild 1 die stark ausgeprägte rohharte Ohrenform, die zeigt, daß die feinen Nerven aus den inneren Organen und Zellen, aus denen die Gehörorgane hervorwachsen, unter hart-mechanischer und elektrischer Spannung stehen. Bei Bild 2 ist das Ohr ebenfalls von harter und unschöner Kontur.
Man beachte die Kopfhaltung, sie ist beim ersten Bild wie geduckt, als wäre der Körper zum Sprunge bereit, beim zweiten Bild schwer und verstellt, ein Zeichen, daß die lebendigen Spannungen und Entspannungen im Körper- und Gehirnbau in Unordnung und Disharmonie geraten sind und leicht aus der Norm schlagen.
Bei beiden Bildern zeigt die Nasenform harte Willensenergie, die eigene Wege und zwar Abwege geht.
Der Erstere verkrampft sich im Verstandes- und Gemütsleben, er verzehrt sich selbst und hat viel mitgemacht und kann von dem einmal beschrittenen Weg nicht mehr ablassen. Der Zweite ist bei aller Verschlagenheit auf blöde Abwege geraten und dummdreist.
Das sind neben manchen andern Zeichen Dinge, die jeder sehen kann und die in ähnlicher, wenn auch stets modifizierter Weise tausendfach bei ähnlich gearteten Individuen wiederaufzufinden sind. Sollte man daher die Anthropologie nicht auch auf die so klar in die Erscheinung tretenden physiognomischen Tatsachen, auf den Lebensausdruck ausdehnen?! –
VII. GESCHLECHTERERKENNTNIS. Durch die Sprache der Formen lernen wir die verschiedene Eigengesetzlichkeit und Bestimmung des Geschlechts erkennen, - lernen wir, daß der Mann das positive, das Weib das negative unter den Geschlechtern ist, was Tatkraft, Willen, Sinnlichkeit und sexuelle Abgegrenztheit anbetrifft.

In bezug der Liebe selber aber und des Geiste der Liebe als Ganzes, als das alle Körperteile vom Sexuellen aus durchflutende Element, da lernen wir das Weib als das positiv liebesehende, liebebedürftige und auch liebegebende Geschlecht erkennen.
Die Differenzen der meisten unglücklichen Ehen beruhen in der völlig unzureichenden Erkenntnis der Geschlechter und des Geschlechtlichen und der Liebeerweckung durch kräftigen Liebesaustausch und Liebekultur.
Das Weib ist vom Manne meist enttäuscht, weil er mehr Kraftnatur und nicht Liebesnatur ist, daher nur in der kurzen Zeitperiode, wo er geschlechtliche erregt ist, zeitlich liebend wird und sich liebend erschließt, sonst aber meist hart, kalt und oft brutal auftritt. Es ist das in der Natur der männlichen Kraft begründet.
Daher braucht der Mann das Weib als Lehrmeisterin der seelischen Liebe, damit er harmonischer wird und Kraft und Liebe in ihm zur Verschmelzung gelangen.
Das Weib aber soll ohne Koketterie, ohne Raffinesse, ohne Selbstsucht und Eitelkeit lieben, es soll treu, selbstlos, hingebend, liebenswürdig, aufrichtig sein, aber sich jeden Tag, jede Stunde von neuem in schönen Reizen zeigen, und so den Mann gewinnen und beherrschen lernen.
Der Mann bemühe sich, das Weib zu fesseln, beschäftige sich mit ihr, vernachlässige sie nicht, ziehe sie, wo es möglich ist, zur Mithilfe bei seiner Berufsarbeit heran.
Frau und Kräfte [Hinzugefügt]
Dadurch wächst das Weib an Kraft, Lebenserfahrung und Festigkeit und wird auch bei ihr die Kraft mit der Liebe zur harmonischen Verschmelzung kommen.
Die richtige Erkenntnis und Behandlung der Geschlechter ist eine sehr wichtige Aufgabe, die Mann und Weib lernen, üben und zu erfüllen suchen müssen, denn beide Geschlechter hat die Natur füreinander zur Ergänzung geschaffen.
VIII. CHARAKTERERKENNTNIS. Wenn wir zur richtigen Erkenntnis der Geschlechter und ihrer Bestimmung gelangt sind, daß die Natur damit Harmonie, Liebe und Schönheit vermehren will, dann werden wir auch inne, daß die Natur darum die Menschen mit verschiedenen Charakteranlagen geschaffen hat, damit sie sich darin erkennen und ergänzen sollen.
Es sollten daher niemals zwei Menschen in eine Ehe treten oder sich als Fremde verbinden oder im Beruf, im Amt, in der Erreichung großer oder kleiner Lebensziele miteinander arbeiten, die sich nicht in ihrem innern geistigen Wesen erkannt haben und gut miteinander harmonieren, sonst führt eine solche Ehe oder Verbindung zur Tragik, zur Disharmonie.
Wir sollen aber auch ferner darum die Charaktereigenschaften anderer, uns ferner stehenden Personen erkennen lernen, um uns vor unangenehmen zu schützen und um gute in unsern Kreis heranzuziehen.
Wir sollen schließlich Charakterstudien bei uns selbst treiben, um uns richtig zu erkennen, um schlechte Gewohnheiten, Neigungen usw. uns abzugewöhnen, niedere Instinkte und Begierden niederzukämpfen und die höheren geistigen Triebe und Eigenschaften zur vorherrschenden Entwicklung zu bringen; kurz, wir wollen mit Hilfe dieser neuen Methode der Selbst- und Menschenkenntnis auch Selbsterziehung, richtige Erziehung der Jugend und Erziehung unserer Mitmenschen üben.
Um die Charakterzüge eines Menschen zu erkennen, blicken wir im Rahmen unserer Arbeit mit besonderem Interesse auf das Bildnis des großen deutschen Natuforschers Prof. Klaatsch.

Prof. Dr. med. Herrn Klaatsch Archiv
WENN GOTT DER INBEGRIFF DER WAHRHEIT
IST, SO MUSS AUCH JEDE ERFORSCHUNG DER
WAHRHEIT ALS EIN GOTTESDIENST GELTEN
Das Bildnis, das die eigenständige Unterschrift von Prof. Klaatsch trägt, überreichte dieser Carl Huter anläßlich eines Besuches im Jahre 1907.
Huter äußerte sich über diesen Besuch sehr erfreut, denn Prof. Klaatsch hatte ihn mit den Endresultaten seiner Forschungen bezüglich der Stammesgeschichte des Menschen bekannt gemacht.

Wer bin ich – Who I am?
In dieser Hinsicht, der vergleichenden Beobachtung von Skelett und Körperbau bei Mensch und Tier, hatte Klaatsch eine Genialität bewiesen, die alles Dagewesene übertrag und einzig in der Welt dastand.
Huter hatte bereits vor Klaatsch in seinem Hauptwerk 1904-06 dargelegt, daß er die Abzweigung des Menschen nicht von den höchsten Affenarten, sondern von früheren Zwischenarten zu verschiedenen Zeiten annahm. Er fand durch die genialen Forschungen Klaatschs seine Annahmen bestätigt. Huter nahm aber auch Zwischenschöpfungsakte an und er dehnte das Schwergewicht seiner Entwicklungsgeschichte auf die formbildenden Stoffe und Kräfte in der Natur aus, vervollständigte die Entwicklungslehre von dort ausgehend, wo Klaatsch und andere aufhörten.
Das gut erhaltene Bildnis von Klaatsch ist uns von ganz außerordentlicher Bedeutung.
1. Diese ausdrucksvollen belebten Gesichtszüge mit dem beredten und offenen Auge, diese ausgebildete, kernige, große Ohrenform in Verbindung mit dem großartig aufsteigenden hohen und breiten hinteren Oberhaupt lassen die absolute Rechtschaffenheit und Gewissenhaftigkeit dieses hervorragenden Naturforschers erkennen.
Klaatsch wurde von den Berufsgelehrten stark angefeindet und in seiner Arbeit behindert, - aber er ließ sich von der einmal erkannten Wahrheit nicht abbringen und ging unbeirrt und selbstbewußt darin seinen eigenen Weg weiter.
2. Alle Kraft des Geistes in der Formbildung scheint sich in der Zwischenaugenbreite und direkt über den Augen und noch ein wenig höher zu konzentrieren. Hier liegen entwicklungsgemäß die Organe für die Beobachtung, Auffassung, Vorstellung und für das gegenständliche Gedächtnis. Diese Region, wie auch der Blick des Auges ist so scharf und lebendig tätig ausgebildet, daß gerade die größten, wie auch die allerfeinsten Dinge noch so scharf gesehen und vergleichend aufgefaßt werden wie sie in Wirklichkeit sind.
Dabei zieht sich vom oberen Teil des Seitenhauptes über die ganze Breite der Schläfe bis nach unten zum seitlichen Unterkiefer, wo die Durchführungskraft liegt, ein außerordentlich plastischer Zug, der im oberen Teil die vornehmliche Ausprägung des Kunst- und Bausinnes, des Konstruktions- und Kombinationssinns kennzeichnet.
Klaatsch lebte sich mit ganzer Kraft in den Bau und die Konstruktion der Naturformen ein, vornehmlich des Skeletts und seiner Verrichtungen.
3. Nun betrachte man das lebhafte, plastische und empfindungsreiche Gewebe im Gesicht, die impulsive nervenreiche Haut, und vor allen Dingen das bewegte, nach unten zu tief und etwas spitz auslaufende Kinn, - um den grenzenlosen Forschungseifer, den regsten Impuls und den restlosen Fleiß zu verstehen, - der Klaatsch beseelte.
Wie aus dem Formbau von Gesicht, Hals und Brust des Bildes leicht zu ersehen ist, lag Klaatsch keineswegs im Bewegungs-, sondern im Ernährungstypus, - und daher wird es ihm bei dieser Konstitution nicht leicht gewesen sein, lange Jahre in den entlegensten Gegenden von Australien zuzubringen, ganz abgesehen von anderen weiten Forschungsreisen. Die damit verbundenen Mühseligkeiten und eine schwere Malaria, die er sich auf Java zuzog, sind denn auch die Ursachen seines raschen und frühen Todes gewesen. Es ist ganz außerordentlich zu bedauern, daß Klaatsch seine Lebensarbeit nicht zu Ende führen konnte. Um so mehr ist aber das Werk zu schätzen, das Dr. med. Adolf Heilborn nach seinem Tode aus der Hinterlassenschaft Klaatschs herausgab.
4. Klaatsch war Philiantrop, siehe die hoch aufsteigende Vorderstirn. – Unvergeßlich ist sein Eifer, den er bei seinem großen Volksvorträgen entfaltete, weil er hier das Verständnis fand, das ihm seine gelehrten Berufskollegen verweigerten.
Mag auch die Stirn in ihrem Aufsteigen an Kraft verlieren, - was schadet es, - wenn hier die Höhen- und Tiefenkraft der Forschung versagte. – Ein anderer, - Huger, - hat ihn nach dieser Richtung ergänzt. So ist und bleibt es eine Freude, diesen hervorragenden Naturforscher in seiner besten Leistung, da, wo seine starke Seite lag, - zu verstehen und zu würdigen!
IX. PERSÖNLICHKEITSKULTUR ist die weitere vornehmlichste Aufgabe des gebildeten und erfahrenen Psycho-Physiognomikers.
Aus eigener Kraft heraus sich körperlich und geistig vervollkommnen, um als vorbildlicher Charakter dazustehen, um zu imponieren, niedere Menschen zu beeinflussen, große und edle zu gewinnen, ein Vollmensch, ein kraftvoll wirkender Mensch zu werden, vollendet an Körper und Geist, im Beruf und in der Gesellschaft, das ist unser Ziel.
Uneinnehmbar, unnahbar, unzugänglich soll sich jeder dem Niedrigen und Gemeinen gegenüber verhalten und würdig mit allem Guten in Sympathie treten und es gemeinsam mit andern Gleichgesinnten pflegen und wo diese Gleichfühlenden fehlen, da soll man sie zu sich heranbilden und sie für das Gute und Ideale erziehen.




























RESPONSIBILITY IS THE KEY

VERANTWORTUNG IST DER SCHLÜSSEL


Abschließend sei noch angemerkt, daß auf den Monat genau – exakt 50 Jahre nach der letzten publizierten Ausgabe der großformatigen Zeitung „Der gute Menschenkenner“ Nummer 101 - meine Wenigkeit seine erste Publikation im renommierten Verlag Julius Groos in Heidelberg zur SELBSTVERANTWORTUNG in "HÖRGESCHÄDIGTENPÄDAGOGIK" publizierte. Die wesentlichen Ergebnisse meiner damaligen DIPLOMARBEIT AN DER UNIVERSITÄT HEIDELBERG wurden veröffentlicht (allerdings noch methodologisch und geistig sehr beschränkt im üblichen akademischen "Setting". Datum Juni 1991!)
HÖRPAD: SELBSTVERANTWORTUNG BY W. TIMM, HUSUM IM SEHR RENOMMIERTEN VERLAG "JULIUS GROOS VERLAG HEIDELBERG". DATE: JUNI 1991. 11 JAHRE ZUVOR HATTE ICH ALS GYMNASIAL-SCHÜLER IN HAMBURG AUF DEM ERSTEN INTERNATIONALEN HÖRGESCHÄDIGTEN KONGRESS IN HAMBURG, 1980, DEN BÜCHER-STAND VON DIESEM VERLAG AUS HEIDELBERG BETREUT. [Hinzugefügt]

DIE ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & KALLSIOPHIE UNSERES GROSSMEISTERS CARL HUTER (1861-1912) IST SOZUSAGEN DAS "MASTERPROGRAM" ZUR SELBSTVERDELEUNG. DIE INTENSIVE REDLICHE BESCHÄFTIGUNG MIT DEN GRUNDLAGEN UND ENTDECKUNGEN DER BAHNBRECHENDEN PHYSIOGNOMISCHEN PSYCHOLOGIE & KALLISOPHIE STÄRKT DIE LEBENSLICHTLEITSTRAHLKRAFT, HELIODA, IN UNSEREN BILLIONEN LEBENDEN ZELLEN. DIESE HAUPTLEITSTRAHLKRAFT VEREDELT DIE FORMEN UND GEWEBE UNSERES KÖRPERS, IST DIE KRAFT FÜR DIE NATÜRLICHE SCHÖNHEIT.





Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum-Schobüll & MADRID.
Edited by Timm Medical-Manager Wolfgang, Husum-Schobüll & MADRID.
But this presupposes that the man tried his physical and mental abilities not only unilaterally but in every way save with rounded corners and edges to the development and deployment.
(We can histologist, cell and Gewebsforschern not enough to be grateful for their hard work. Huter had found the life of radiation by other means, and he saw confirmed by the Zellzentrosomastrahlung.)