Sonntag, 7. November 2010

200. GEBURTSTAG VOM NIEDERDEUTSCHEN DICHTER FRITZ REUTER (HELIODA1)



Fritz Reuter (eigentlich Heinrich Ludwig Christian Friedrich Reuter; * 7. November 1810 in Stavenhagen; † 12. Juli 1874 in Eisenach) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter und Schriftsteller der Niederdeutschen Sprache.

Kindheit in Mecklenburg

Fritz Reuter wurde im Rathaus von Stavenhagen geboren. Seine Eltern waren der Bürgermeister und Stadtrichter Georg Johann Reuter (1776–1845) und dessen Frau Johanna (1787–1826), Tochter des Bürgermeisters und Stadtrichters von Tribsees, Nikolaus Gottfried Bernhard Ölpke. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes 1812 war die Mutter zeitlebens gelähmt, der Junge verstarb im Alter von knapp zwei Jahren. Aus zahlreichen vor- und außerehelichen Beziehungen des Vaters hatte Fritz Reuter vier Halbschwestern, von denen zwei später legitimiert wurden.

Fritz Reuter besuchte zwischenzeitig als einziger Junge eine Mädchenschule, wurde sonst aber bis zum 13. Lebensjahr von Eltern, Verwandten und Bekannten zuhause unterrichtet. Mit 14 Jahren lernte er dann, zusammen mit seinem Vetter August Reuter, an der Gelehrtenschule in Friedland. Reuters Leistungen in der Schule waren schlecht und sein Vater zeigte sich sehr enttäuscht, dass es dem Sohn an Disziplin mangelte. Der junge Reuter wollte gern Maler werden und so war neben dem Turnen das Zeichnen das einzige Schulfach, das ihm zusagte. Über das Turnen, populär durch den Turnvater Jahn, und seinen Lehrer Carl Horn, einem Mitglied der Lützower Jäger, begegnete Fritz Reuter den Ideen der Deutschen Burschenschaften. Dadurch wurde die Grundlage seiner demokratischen Gesinnung geprägt, die seinen Lebenslauf nachhaltig beeinflussen sollte.

Im Jahr 1826 verstarb seine Mutter. Zu Ostern 1827 wollte der Vater den Schulwechsel aufs Gymnasium in Parchim erwirken, auf Grund mangelnder Konzentration und Zuspätkommens wurde sein Sohn jedoch nicht in die Prima eingestuft. Erst Ostern 1828 wurde Fritz Reuter der Wechsel erlaubt. Das Verhältnis zu seinem Vater kühlte in der Folge weiter ab, in den Ferien kehrte er ungern nach Hause zurück. Reuters „Fleiß war ungleich; in einigen Fächern anzuerkennen, in anderen vermisst“[1], dennoch schaffte er es am 24. September 1831, das Reifezeugnis zu erhalten.

Studium und Burschenschaften

Am 19. Oktober 1831 begann Fritz Reuter das Studium der Rechtswissenschaft, nach dem Willen seines Vaters in Rostock. Dort schloss er sich dem Corps Vandalia an, das ihn kurze Zeit später wegen „rüpelhaften Verhaltens“ und „burschenschaftlicher Umtriebe“ wieder excludierte.[2] Zeit Lebens verbanden Reuter die Freundschaft zu Moritz Wiggers sowie eine innige Abneigung zu John Brinckman, die als Studenten beide ebenfalls bei Vandalia aktiv gewesen waren.[3] Ab Mai 1832 setzte er das Studium jedoch in Jena fort. Dort wurde er am 13. Juli 1832 Mitglied der Allgemeinden Burschenschaft und schloss sich ihrer radikalen Richtung „Germania“ an, weswegen er noch im selben Jahr zum ersten Mal festgenommen wurde. Am 19. Februar verließ Reuter Jena und ging zunächst nach Camburg. Er versuchte, eine Studienerlaubnis für Halle oder Leipzig zu erlangen, was ihm jedoch nicht gelang.

Sieben Jahre Haft

Am 31. Oktober 1833 wurde Fritz Reuter auf der Heimreise nach Stavenhagen in Berlin festgenommen. Er wurde in der Festung Silberberg interniert[4] und am 4. August 1836 wegen „Teilnahme an hochverräterischen burschenschaftlichen Verbindungen in Jena und Majestätsbeleidigung“ zum Tode verurteilt. Erst am 28. Januar 1837 erfolgte die Zustellung des Urteils und die gleichzeitige Begnadigung zu 30 Jahren Festungshaft. Abgemildert wurde die Strafe später auf Betreiben des Großherzogs von Mecklenburg zu acht Jahren. Die Festungshaft verbrachte Reuter in Groß Glogau (ab Mitte Februar 1837), Magdeburg (ab Mitte März 1837), Graudenz (ab 15. März 1838) und Dömitz (ab 20. Juni 1838). Am 25. August 1840 wurde er in Dömitz entlassen.
Reuter schrieb später zu seiner Haftzeit:
„Un wat hadden wi denn dahn? Nicks, gor nicks. Blot in uns’ Versammlungen un unner vir Ogen hadden wi von Ding’ redt, de jetzt up apne Strat fri utschrigt warden, von Dütschlands Friheit und Einigkeit. Äwer taum Handeln wiren wi tau swack, taum Schriwen tau dumm, dorum folgten wi de olle dütsche Mod’: wi redten blot doräwer.“
– Zitat nach Julius Stinde[5]

Erfolg auf Niederdeutsch

Nach einem kurzen Versuch, das Studium in Heidelberg fortzusetzen, zog er zu seinem Onkel, dem Pastor in Jabel. 1842 trat Fritz Reuter eine Stellung als „Strom“ (Volontär) bei einem Gutspächter in Demzin an. Dort lernte er seine spätere Frau Luise kennen, die Tochter des Roggenstorfer Pastors Kuntze. Sie arbeitete als Kindererzieherin im Haus des Pastors Augustin in Rittermannshagen. Am 3. März 1845 starb Fritz Reuters Vater, der seinen Sohn enterbt hatte. Fritz Reuter begann nun seine schriftstellerische Tätigkeit, zunächst auf hochdeutsch, später mit mehr Erfolg auf niederdeutsch. Im April 1850 ließ sich Reuter im preußischen Treptow (heute Altentreptow) an der Tollense als Privatlehrer für Zeichnen und Turnen nieder. Er erwarb das preußische Bürgerrecht und wurde Stadtverordneter. Am 16. Juni 1851 heiratete er die Pastorentochter Luise Kuntze (* 1817 in Grevesmühlen; † 1894 in Eisenach) in Roggenstorf.

1853 gelang ihm mit dem Büchlein Läuschen un Rimels sein erster größerer Erfolg. Die Anfangsauflage von 1.200 Exemplaren war bereits nach wenigen Wochen ausverkauft. 1856 zog Reuter als freier Schriftsteller nach Neubrandenburg, wo er seine produktivsten Jahre verlebte und seine bedeutendsten Werke schuf. Dort lebte Reuter nacheinander in vier Wohnungen (nur das Haus seiner zweiten Wohnung ist heute als „Reuterhaus“ erhalten). Ab 1859 verlegte Dethloff Carl Hinstorff Reuters Werke, was entscheidend zu seiner Verbreitung beitrug.

Die Universität Rostock verlieh ihm 1863 die Ehrendoktorwürde. Im selben Jahr siedelten Reuter und seine Frau nach Eisenach über. Sicherlich hatten die Reuters einen dauernden Aufenthalt in Thüringen nicht geplant, jedoch ließen sie sich 1866/68 vom Architekten Ludwig Bohnstedt in Eisenach, am Fuße der Wartburg, eine Villa im Stil der Neorenaissance errichten (heute Reuter-Wagner-Museum). Fritz Reuter starb hier am 12. Juli 1874 im Alter von 63 Jahren.

Die nach einem Gedicht Reuters benannte Zeitschrift De Eekboom,[6] deren Schriftleiter der hinterpommersche Mundartdichter Albert Schwarz war, war jahrzehntelang das wichtigste Sprachrohr der niederdeutschen literarischen Bewegung.

Bedeutung und Werk

Neben Klaus Groth gehört Fritz Reuter zu denjenigen Schriftstellern, die bewusst das Niederdeutsche nutzten. Reuter schrieb nach eigenen Angaben „in mecklenburgisch-vorpommerscher Mundart“.[7] Gemeinsam mit seinem Verleger Hinstorff entwickelte Reuter dabei eine neue Kunstform des Niederdeutschen, die entscheidend zur Verbreitung seiner Werke im niederdeutschen Sprachraum und weit darüber hinaus beitrug. Dennoch weist Reuters Platt viele Eigenheiten des Mecklenburgischen auf.[8] Reuter wurde zu einem Wegbereiter der Wiederbelebung der niederdeutschen Sprache als Literatursprache und bewies durch seinen Erfolg zugleich weiten Kreisen der Bevölkerung die Literaturfähigkeit der niederdeutschen Sprache. Seine Werke sind von feinsinnigem Humor und zahlreichen satirischen Anspielungen geprägt. Reuter zeigte sich in seinen Geschichten als ein Autor, der dem Volk „aufs Maul“ zu schauen verstand. Dabei brachte er immer wieder soziale Problematiken ins Spiel und benutzte die Stilmittel des Niederdeutschen, um versteckte Spitzen auf Aristokratie und Obrigkeit an der Zensur vorbei anzubringen.

Zu den Institutionen der heutigen Reuter-Rezeption gehören die Fritz Reuter Gesellschaft e.V. mit Sitz in Neubrandenburg, das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen, das Reuter-Wagner-Museum in Eisenach, der Förderverein Reuter-Museen e.V. und das Fritz Reuter Literaturarchiv Hans-Joachim Griephan in Berlin. Das Archiv führt eine Kartei der Briefe von und an Fritz Reuter.
SOURCE/QUELLE: WIKIPEDIA

Bild 77 (unten aus "Der gute Menschenkenner", DgM Nr. 67, publiziert August 1938). Fritz Reuter, der humorvolle mecklenburgische Dialektdichter, der den „Onkel Bräsig“, seine gelungenste Charaktergestalt als Ernährungs-Naturell schilderte.
In der Schilderung seines eigenen Typus ist ein Künstler meist am erfolgreichsten, in diesem schafft er seine Ideale.
Reuter wandte sich auch zeitweise, ganz seinem Typus entsprechend der Landwirtschaft zu.



Das Notgeld in Deutschland
Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurden in Deutschland die aus Edelmetall geprägten Münzen dem Verkehr entzogen. Insbesondere auch durch steigende Preise wurde der Bedarf an Kursgeld immer größer.
Mit Mangel an Kleingeld begründet geben anfangs viele Städte und Gemeinden, später auch große und kleine Unternehmen, Händler und Kaufleute eine Unmenge von Notgeld heraus. Notgeld war nach den Briefmarken das begehrteste Sammelobjekt der Nachkriegszeit. Der Höhepunkt der Notgeldemissionen war in Deutschland von 1918 - 1923.

Viele Orte gaben Notgeld heraus, das auf der einen Seite noch das Aussehen von normalen Geldscheinen hatte. Die Rückseite jedoch wurde beispielsweise mit Ortsansichten, regionalen Sagen oder Geschichten bedruckt. Die Beliebtheit des Notgeldes bei den Sammlern ist also kein Wunder. In der Nachkriegszeit wurden in Deutschland etwa 70.000 bis 80.000 verschiedene Notgeldscheine herausgegeben, 7 davon in Lübz in drei verschiedenen Serien: Der Notgeldschein, Das Reutergeld, Die Stadtansichten.

Das Reutergeld
Der Prokurist Max Reinhold Wulst aus Schwerin hatte die Idee, zu Ehren von Fritz Reuter eine Notgeldserie zu emitieren. Seinem Aufruf folgten 70 Städte und Gemeinden Mecklenburgs von Alt-Gaarz (heute Rerik) bis Zarrentin. Fünf mecklenburgische Künstler (E. Bentrup, E. Koenemann, G. Schütz, E. Tschirch, R. Zscheked) entwarfen in Format und Layout einheitliche Scheine jeweils zu 10, 25 und 50 Pfennig. Die Vorderseiten zeigen Städtebilder oder regionale bzw. historische Motive. Auf den Rückseiten sind Zitate aus den Werken Reuters abgebildet. Den Druck der Scheine übernahm die Bärensprung'sche Hofdruckerei in Schwerin, den Vertrieb hatte die Reutergesellschaft unter Reinhold Wust übernommen. Von der Auflage von je 50.000 Scheinen sollten nur 3% in den Umlauf gebracht werden, die restlichen 97% an Sammler verkauft werden. Die Auslieferung der Scheine erfolgte erst nach Ablauf der Geltungsdauer, dem 31.5.1922. Weitere Literatur:

Jürgen J. Spiegel, Paper Money Magazine - German FAQ
Manfred Mehl, Deutsche Serienscheine, Gietl Verlag, Regenstauf 1998
Manfred Mehl, Das Papiernotgeld von Mecklenburg und Vorpommern 1914 - 1923, Berlin 1972
Ingrid Möller, Das mecklenburgische Reutergeld von 1921, Schwerin 1993


Wenn man unser Volk kennenlernen will, muss man „erst unsere Sprache kennenlernen, um die es sich wohl einer kleinen Anstrengung verlohnt“, bemerkte Fritz Reuter, als er hochdeutsche Übertragungen seiner Werke ablehnte. Er konnte es sich leisten, zu seiner Zeit. Um seine Bücher zu lesen, beschäftigten sich Millionen von Lesern mit der niederdeutschen Sprache, ob in Berlin, München, Zürich oder Wien.
Fritz Reuter war im 19. Jahrhundert der meistgelesene deutsche Autor.
Nach verlagseigenen Angaben erschienen im Hinstorff Verlag, damals in Wismar, zwischen 1859 und 1904 mehr als zweieinhalb Millionen Bände des lediglich 12 umfangreichere und einige kleinere Arbeiten umfassenden Œvres von Fritz Reuter. Die Zahl muss noch um einige Tausend korrigiert werden, weil Hinstorff, wie wir heute wissen, unzählige Extra-Auflagen veranstaltet hatte.
Nach gescheitertem Jurastudium, nach unmenschlicher Festungshaft wegen burschenschaftlicher Aktionen, nach Entmündigung und Enterbung durch seinen Vater, hatte Reuter, 40jährig, seine schriftstellerische Arbeit begonnen, die mit dem berühmten dreiteiligen Roman „Ut mine Stromtid“ ihren künstlerischen Höhepunkt erreichen sollte.
Die Begeisterung für Reuters Werk und das Interesse an der Person des Dichters wuchsen. Lesekreise und Vereine verbreiteten Reuters Schriften, professionelle Darsteller profilierten sich als Inspektor Bräsig, Möller Voss oder Hanne Nüte. Zu oft beschränkten sie sich dabei, um des Erfolges bei einem unterhaltungssüchtigen Publikum willen, auf die darstellbaren und heiteren Szenen, sehr zum Schaden von Fritz Reuter.
Wer kennt nicht das Wort vom „großen Humoristen“, vom „Heimatdichter“, nicht das maliziöse Lächeln, wenn von der Alkoholkrankheit die Rede ist, oder das plump-vertraulich heimattümelnde „Uns’ Fritzing“?
Der Schriftsteller Fritz Reuter hat uns mit seinen Werken reich beschenkt. Wir werden im Jahr 2010 gute Gelegenheit finden, seine literarische Leistung ausgiebig zu würdigen, und dürfen uns einmal mehr die Freude bereiten, seine Bücher wieder zu lesen.

6. November 2010, 15:27 Uhr
"Allens bliwwt bin ollen":
200. Geburtstag von Dichter Fritz Reuter
Er brachte das Plattdeutsche in die Literatur ein und beschrieb das Leben einfacher Leute im 19. Jahrhundert wie kein Zweiter: Der Dichter Fritz Reuter wurde vor 200 Jahren geboren. "Allens bliwwt bin ollen" war sein Motto: Alles bleibt beim Alten.

Er schrieb sozialkritische Werke wie "Kein Hüsung" (Kein Zuhause), aber zum echten Markenzeichen wurde sein Humor - vor 200 Jahren (7. November 1810) wurde Fritz Reuter, der bekannteste niederdeutsche Schriftsteller, geboren. "In der deutschsprachigen Literatur ist der Kreis der Humoristen von Rang sehr überschaubar, Reuter gehört auf jeden Fall dazu", sagt der Germanist Joachim Rickes vom Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität Berlin.

Reuter wurde in Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) als Sohn des Bürgermeisters geboren, war ein mittelmäßiger Schüler und lag lange mit seinem Vater im Streit. Nach der Rebellion im Studium in Jena, wo er sich den damals verfolgten Burschenschaften anschloss, wurde er 1833 in Berlin verhaftet. "Die schlimmste Zeit seines Lebens", sagt Rickes. Sieben Jahre saß Reuter in Haft, kam 1840 wieder frei und begann als "Strom" (Volontär) auf einem Gutshof in Demzin unweit von Stavenhagen. Dort lernte Reuter seine Louise als Hausmädchen kennen, heiratete sie 1851 und begann zu schreiben.

Als sein Hauptwerk gilt das 712 Seiten starke Werk "Ut mine Stromtid" (Das Leben auf dem Lande), das von 1862 bis 1864 entstand und die Ereignisse in Mecklenburg zwischen 1828 und 1848 anschaulich und mit viel Humor beschreibt. Bekannte Reuter-Werke sind zudem "Ut de Franzosentid" (Aus der Franzosenzeit), "Abendteuer des Entspekter Bräsig" (Abenteuer des Inspektors Bräsig), "Dörchläuchting" (Durchlaucht) und "De Urgeschicht von Meckelnborg" (Die Urgeschichte Mecklenburgs).

"Er gehört zu den meistgelesenen Dichtern seiner Zeit", erklärt Cornelia Nenz, Leiterin des Museums in Reuters Geburtshaus in Stavenhagen. Am meisten schrieb der Dichter, als er in Neubrandenburg und später in Eisenach wohnte, wo ebenfalls ein Museum an ihn erinnert.

Reuter habe die schlimmen Erfahrungen in der Haft mit Humor verarbeitet, sagt Rickes. "Nach der neueren Forschung ist er damit ein Sonderfall in der deutschen Literatur: Reuter verwandelt Leiden in menschenfreundliches Lachen", erklärt der Wissenschaftler, der seinen Studenten auch immer einige "Läuschen" (Anekdoten) Reuters nahebringt. Für ihn steht Reuter, der 1874 in Eisenach starb, "in einer Reihe mit Gottfried Keller, Thomas Mann und Daniel Kehlmann".

Besonders bekannt wurde Reuters Motto "Allens bliwwt bin ollen" (Alles bleibt beim Alten), das auch für die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag gilt. Der Festempfang am 7. November in Stavenhagen soll der Höhepunkt des Jahres unter dem Motto "Reuter 200!" sein.
SOURCE: STERN-ONLINE
The gala reception on 7 November in Stavenhagen is the highlight of the year under the motto "Reuter 200!" be.
- 200 years ago (November 7, 1810), Fritz Reuter, the most famous Low German writer, was born.
"Allen's'm bliwwt Ollen" His motto was: Do nothing.
6. November 2010, 15:27 clock
Reuter 200!
Ingrid Moller, The Mecklenburg Reuter Money 1921, Schwerin 1993
The Reuter money
Reuter turned at times, quite according to his type of agriculture.
Childhood in Mecklenburg
Study and fraternities
On 19 October 1831 Fritz Reuter began the study of law, according to the will of his father
Meaning and work
Among the institutions of today's Reuter-desk Fritz Reuter Society, based in Neubrandenburg, the Fritz Reuter Literature Museum in Stavenhagen, the Reuter-Wagner Museum in Eisenach, the Friends of Reuter Museums Association and the Fritz Reuter Literature Archive Hans- Griephan Joachim in Berlin.

REGIONAL-BEZUG ZU UNSEREM GROSSARTIGEN DORF-CHRONISTEN, ERWIN JACOBSEN IN HUSUM, ORTSTEIL SCHOBUELL (AUCH HEIMAT VON WOLFGANG TIMM), DER IN SEINER BUCHPRÄSENTATION, AUGUST 2010, "SCHOBUELL WIE ES FRÜHER EINMAL WAR, DIE BEDEUTUNG VON PLATT, ALSO NIEDERDEUTSCH HERVORHOB, EBENSO DER BÜRGERMEISTER VON HUSUM, HERR MAASS:

COMMENT BY W. TIMM, HUSUM-SCHOBUELL: MIT GROSSER FREUDE HABE ICH KENNTNIS DAVON GENOMMEN, DASS UNSER GROSSARTIGER DORF-CHRONIST, HERR ERWIN JACOBSEN, VON UNSERER PERLE NOBEL-DORF SCHOBUELL DER THEODOR-STORM-STADT HUSUM, AUCH KREISSTADT VON NORDFRIESLAND, SEINEN BILDBAND NUN FERTIG GESTELLT HAT UND DIESEN MORGEN UND ÜBERMORGEN ÖFFENTLICH VORSTELLEN WIRD. KARTEN HATTE ICH SCHON FÜR DIESES EVENT FÜR MORGEN BESORGT. ICH ERINNERE LETZTES JAHR EINEN TOLLEN BILD-VORTRAG VON ERWIN IN UNSERER SCHOBUELLER KIRCHE, FRÜHJAHR 2009 UND EINEN SEHR INTERESSANTEN VOR ORT SPAZIERGANG MIT ERWIN JACOBSEN UND ANSCHLIESSENDEM GESELLIGEN BEISAMENSEIN IM MAGISTERHOF AUF EIN BIER IM MAI 2009, WO MEINE WENIGKEIT PERSÖNLICH VON DIESER PERSÖNLICHKEIT, UNSEREM DORF-CHRONISTEN ERWIN, VON SEINEM BUCH-PROJEKT ERFUHR. AN DIESEM ABEND BOT MIR ERWIN AUCH DAS "DU" AN.

SCHOBUELL (hk) - ZU EINEM SPANZIERGANG DER GANZ BESONDEREN ART LÄDT ERWIN JACOBSEN ALLE INTERESSIERTEN MIT SEINEM BILDBAND "SCHOBUELL, WIE ES FRÜHER EINMAL WAR" EIN.
SOURCE/QUELLE: HUSUMER PALETTE

NACHTRAG AUS HUSUMER NACHRICHTEN, 2. SEPTEMBER 2010

WALTER HOLTHUSEN ÜBERREICHTE ERWIN JACOBSEN EIN ÖLGEMÄLDE VON 1930, DAS DIE KIRCHE, DAS FRIESENHEIM UND DIE ALTE SCHOBÜLLER SCHULE DARSTELLT. Quelle: Husumer Nachrichten, 2. September 2010.





Bildband mit Herzblut
BILDBAND MIT HERZBLUT

18. August 2010 | 06:45 Uhr | Von sp (SOURCE: SHZ)

350 Fotos, mehr als 200 Seiten: Erwin Jacobsen ist stolz auf sein Werk.

Acht Jahre Arbeit stecken in dem blau eingebundenen Buch, und entsprechend stolz ist Erwin Jacobsen: "Schobüll - wie es früher einmal war" ist ein Bildband, in dem - wie er selbst sagt - sein "ganzes Herzblut" steckt. Nächste Woche wird das Werk im Kirchlein am Meer vorgestellt, und zwar gleich zwei Mal: Sowohl am Dienstag, 24. August, als auch am Mittwoch, 25. August, zeigt der Autor ab 19 Uhr "als Leckermacher" alte Fotos aus der Vergangenheit des einst vor den Toren Husums gelegenen und mittlerweile eingemeindeten Ortes - "und die Leute werden staunen, wie leer Schobüll früher war", sagt Jacobsen lachend. Moderiert wird die Buchvorstellung von Pastor Christian Raap und begleitet vom Nordstrander Shanty-Chor.



Seit 2002 sammelt der 68-jährige Schobüller historische Ansichten seiner Heimat, doch erst 2006 fiel die Entscheidung für die Veröffentlichung. "Zum 100-jährigen Bestehen des Hauses ,Kiesselbach' hatte ich dort eine Anzahl Bilder ausgestellt, da sagten die Menschen: ,Mach doch ein Buch." Unterstützung erhielt er von anderen Schobüllern: "Die Leute, die die Ausstellung gesehen hatten, waren begeistert und suchten zu Hause nach weiteren Fotos", erinnert er sich.

Auch "ausgewanderte" Schobüller beteiligten sich am Zusammentragen der alten Ansichten: "Ich habe sogar Fotos aus Berlin und dem Schwarzwald zugeschickt bekommen." Die Bilder ließ er abfotografieren, damit jeder seine Originale unbeschädigt zurückerhalten konnte.

Damit begann aber auch ein ganzer Berg voll zusätzlicher Arbeit für Jacobsen, der für alle Fotos Umstände und Hintergründe genau recherchierte. So füllten sich die Fotos mit Leben, wurden familiäre Zusammenhänge klar und es entstand ein Bild der Dorfgemeinschaft und ihrer Bauten. Und nicht nur dieser: Sogar Touristen und Strandbesucher aus den 30er Jahren konnte Jacobsen identifizieren und oftmals sogar Verbindungen bis in die Gegenwart herstellen.

Als er vor anderthalb Jahren im Rahmen eines Vortrags einen Überblick über den Stand der Dinge gab, platzte das kleine Kirchlein am Meer aus allen Nähten, so stark war der Besucherandrang. Daher entschloss sich Jacobsen, die Buchvorstellung dort gleich doppelt durchzuführen.

"Zumindest beim ersten Termin ist auch Bürgermeister Rainer Maaß dabei", sagt er. Eintrittskarten für die beiden Abende gibt es in der Schlossbuchhandlung, beim Kaufmann und der Tankstelle in Schobüll und bei der Firma Blumen-Höfer. An diesen Orten - und beim Autor selbst - ist später auch das Buch selbst erhältlich. Den Überschuss, den er aus dem Verkauf des in 1200 Exemplaren aufgelegten und von verschiedenen Sponsoren geförderten Bandes zu erzielen hofft, kommt übrigens wiederum Schobüll zu Gute: "Der geht an die Kirche - ich will damit nichts verdienen."


INTERN: MUCHOS BESOS TO MY SPANISH SON JORGE APARICIO CARAZO, MADRID. (UNTEN FOTO SOHN JORGE VON WOLFGANG TIMM, SOMMER 2004 IN SCHOBUELL, HINTERGRUND "HAUS WESTKÜSTE", PRIVAT-DOMIZIL VON W. TIMM, HUSUM-SCHOBUELL.)


Tel: 04841 665896
Mobil 0176 50658391





Was ist Psycho-Physiognomik?
WAS IST PSYCHO-PHYSIOGNOMIK?

Carl Huter prägte diesen Begriff im Jahre 1889.
Psycho-Physiognomik setzt sich aus drei, aus dem griechischen kommenden, Wörtern zusammen:

Psyche = Seele; Physis = Körper; Gnomon = Schattenzeiger, Beurteiler.

So meint der Begriff Psycho-Physiognomik, dass der Körper, besonders das Gesicht, der Körperbau, die Mimik. die Gestik, die seelischen Eigenschaften eines Menschen anzeigt.

Carl Huter schreibt in seinem Hauptwerk "Menschenkenntnis":
"Die praktische Kunst der Psycho-Physiognomik besteht wohl in der Enträtselung der Augensprache, der Gesichtszüge, der Nasentypen, kurz in der Erkenntnis des seelischen Inhalts jeder lebendigen Form. Die Wissenschaft der Psycho- Physiognomik beginnt aber mit der Erforschung des ersten Lebensorgans, "der Zelle", und wendet die hier gefundenen Lebens- und Formgesetze bei allen Lebewesen an, die aus der Zelle entstanden sind ...". "Die Psycho-Physiognomik ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur Gesichts- und Körperformenlehre, sondern auch Lebens- und Seelenausdruckskunde. Sie zeigt uns den naturgesetzlichen Zusammenhang zwischen Lebenskraft, Geistesenergie und Körperform und daher sage ich:
"Menschenkenntnis durch Gesichtsausdruckskunde."



Geschichte der Psycho-Physiognomik
GESCHICHTE DER PSYCHO-PHYSIOGNOMIK

Die Physiognomik ist eine alltägliche Lebenserfahrung, die sich im Betrachten der Umwelt und im Wahrnehmen des Gegenübers durch die Form, durch die Farbe und durch die Gestalt entsprechend orientiert. Ihre Grundlagen gehen sehr weit zurück in die frühen Zeiten der Antike, in der sich Menschen ganz besonders mit dem Menschen beschäftigt haben.

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über die Physiognomik stammen von Hippokrates von Kos, der von 460 - 377 vor Christus lebte und in Larissa starb. Er beobachtete Menschen beim Sterben. Dadurch konnte er die Gesichtsveränderungen wahrnehmen, die sich bis heute in dem Begriff der Facies Hippokratica erhalten haben.

Bereits im Mittelalter jedoch gab es im Zeitalter der Renaissance eine deutliche Veränderung. Der Mensch wurde in dieser Zeit in seiner Körperlichkeit wieder neu entdeckt.

Es war Johann Baptista Della Porta (1535 - 1615), der vergleichende Studien zwischen Mensch und Tier anstellte und auch Johann Dryander, der 1537 eine Menschenkenntnis darlegte, die sehr detailliert die Physiognomik des Menschen beschrieb, indem er den einzelnen Arealen besondere Bedeutungen zuordnete, besonders der Stirn das Denkleben.

Es war dann ca. 250 Jahre später Johann Caspar Lavater (1741 - 1801), er war als Pfarrer in Zürich tätig, der sich aus Menschenliebe auf die physiognomische Betrachtung einließ. Im Jahre 1776 veröffentlichte er seine "Physiognomischen Fragmente". In diesen Fragmenten hat Lavater seine eigenen Beobachtungen aber auch die seiner Zeitgenossen, mit denen er korrespondierte, so auch mit Goethe, zusammengetragen. Dadurch hat er eine neue Grundlage zur Betrachtung des Menschen auf der Basis des Individuums geschaffen.

Nach der Veröffentlichung seiner Schriften ist die Physiognomie auch in der Literatur der Romantik häufig zu finden. Ganz deutlich wurde das im Schauspiel "Die Räuber" von Schiller (1757 - 1806), der dort den Franz von Moor seine eigene Physiognomie beschreiben läßt. Auch Goethe und später Büchner haben sich mit der Physiognomik beschäftigt und nach Lavater war es wesentlich mehr verbreitet, sich über physiognomische Erkenntnisse zu orientieren.

Diese physiognomischen Erkenntnisse Lavaters hatten jedoch noch keine wissenschaftlich begründete Aussage. Dadurch waren sie jeglicher willkürlicher Kritik ausgesetzt.

Erst durch die Forschungen Carl Huters wurde die Physiognomie zur modernen Menschenkenntnis, zur Psycho-Physiognomik weiter entwickelt.

Seine Psycho-Physiognomik baut auf zwei grundlegenden Erkenntnissen auf:
Die Erkenntnis der Naturellehre, die sich aus der Keimblattlehre heraus entwickelt.

Die Erkenntnis der Kraftrichtungsordnung, nach der sich jede Formentwicklung im Organischen sowie Anorganischen vollzieht.

Der Schweizer Naturarzt Dr. Natale Ferronato hat in 50-jähriger akribischer Forschungsarbeit die Ausdruckszonen des menschlichen Gesichtes studiert. Er fand dabei viele Merkmale die über Organstörungen und Organerkrankungen informieren. Die Erkenntnisse hat er 1992 in seinem Pathophysiognomik-Atlas veröffentlicht.

Text übernommen aus PP Bayern e.V.






Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm mit Sohn Jorge, Husum-Schobuell & Madrid.
AS MAYOR OF HUSUM, MR MAASS: